SbZ-Archiv - Stichwort »An Der Grenze«

Zur Suchanfrage wurden 1499 Zeitungsseiten gefunden.

  • Folge 5 vom 30. Mai 1956, S. 2

    [..] Aus dem Meer dieser lautlosen Stimmen trifft uns der Anruf unseres Schicksals. Es ist zugleich Europas und der Welt Schicksal. Wie uns Gewalt von denen trennt, die zu uns gehören, so ist die ganze Erde zerschnitten von einer gewaltigen Grenze, die zwei Lebensordnungen scheidet; die eine davon bejaht die Freiheit des einzelnen, die andere beachtet sie kaum jemals. Der Schnitt läuft durch unser Volk, durch unseren Stamm, durchs Herz eines jeden von uns. Zwölf Jahre vergingen... [..]

  • Folge 5 vom 30. Mai 1956, S. 9

    [..] Schlaf, Essen, Liebe -alles wird unbarmherzig rationiert, zerhackt, in Pakete verschnürt. Die Uhr ist die teuflischste Erfindung. Ott sitzt und starrt sie an. Die Stunden schleichen dahin. Die Tage. Die Wochen. Er sitzt in der muffig riechenden Küche Marins und wartet. Er kann sich nicht aus dem ist -- ich bleibe bei Dir. Ich will versuchen, über die Grenze zu gelangen. Ich nehme Dach mit. Wir müssen hinaus, sonst gehen wir zugrunde. Es muß einen Weg geben!" Am gleichen Tage [..]

  • Folge 4 vom 25. April 1956, S. 8

    [..] chten der Bevölkerung, der als hohes und beunruhigendes Risiko für die Familie empfunden wird, läßt die Bedeutung und den besonderen Wert der Lebensversicherung deutlich werden. Aller Sparwilligkeit sind Grenzen ·gesetzt; man kann nun einmal nicht mehr zurücklegen, als man zur Verfügung hat. Aber wieviele Jahre, ja Jahrzehnte braucht man, um auf diese Weise eine Rücklage zu erreichen, die wirklich eine gewisse Sicherheit bedeutet? Die Zeitspanne bis zur Erreichung dieses Ziel [..]

  • Folge 4 vom 25. April 1956, S. 10

    [..] an. Er hat Augenblicke, in denen er daran denkt, Schluß zu machen, abzutreten, um dies alles nicht mehr ertragen zu müssen. Doch dann keimt auf dem Grunde seiner Erschöpfung die Hoffnung -- soll er kapitulieren, bevor der Kampf entschieden ist? Er muß, solange er von diesem Leben noch nicht völlig zermalmt ist, einen neuen Fluchtversuch über die Grenze, in die Freiheit, unternehmen. Es muß einen Weg geben! Er muß sich das Ziel setzen, aus Rumänien hinauszugelangen! Und er wi [..]

  • Folge 2 vom 25. Februar 1956, S. 1

    [..] riert, wobei in über tausend Fällen absolute Sicherheit darüber besteht, daß die nach Osten Verschleppten noch am Leben sind.. Ende Januar wurde ferner dem österreichischen Roten Kreuz bekannt, daß sich im Altai-Gebiet, unweit der sowjetisch-mongolischen Grenze, etwa österreichische und deutsche Staatsbürger, darunter Kriegsgefangene befinden, außerdem eine ungenannte Zahl in der Umgebung der Städte WerchneNejdiusk im nördlichen Ural und nahe Kolyma in Nordostsibirien. [..]

  • Folge 2 vom 25. Februar 1956, S. 2

    [..] mmunisten sind dazu bestimmt, den Konflikt auszuweiten ..." Nehru ist durch die Bitterkeit seiner Erlebnisse im Kampf gegen die englische Kolonialherrschaft zum Realisten geworden. Er hat die Macht und vor allem ihre Grenzen kennengelernt. Die Vertriebenen und Flüchtlinge nehmen das auch für sich in Anspruch. Sie wissen genau, daß alles -- aber wirklich alles ohne jede Ausnahme! -- für die russische Führungsschicht ausschließlich dazu da ist, um deren Machtanspruch zu vergröß [..]

  • Folge 1 vom 25. Januar 1956, S. 2

    [..] ositiven Helden" längst satt hatte. Als aber die Kritiker zynisch wurden und selbst die Berija-Affaire im Bühnenstück ironisierten, entzog man ihnen die Schreibfreiheit wieder. Im Niemandsland zwischen dem Eisernen Vorhang und der sowjetischen Grenze weiß man jetzt nicht, was tun. Bei einer Dauerresignation der Literaten darf es nicht bleiben, bei ihrer Kritikfreiheit auch nicht. Im Musiksektor schwankt man noch zwischen dem bisherigen Jazz-Verbot und einem ungebärdigen Drang [..]

  • Folge 1 vom 25. Januar 1956, S. 3

    [..] eugendsten. Aber: darf man wirklich annehmen, daß der Briefschreiber in der Lage ist, wirklich die Wahrheit zu schildern? In den Briefen steht z. B. nichts darüber, daß die rumänischen Behörden schon an der Grenze prüfen, ob der Heimgekehrte während seines Aufenthaltes im Westen nicht etwa in amerikanischen Diensten -- und sei es als Hilfsarbeiter -- stand, und die kommunistische Polizei zeigt sich in jedem einzelnen Falle bestens informiert. Des weiteren haben jene Heimkehre [..]

  • Folge 12 vom 16. Dezember 1955, S. 2

    [..] eutralisierung; . Rußland will sich auf einen Angriff des Westens auf Mittelrußland vom Süden her aus der Richtung des Schwarzen Meeres vorbereiten. Demzufolge ist die erstrangige Aufgabe der Volksarmeen Rumäniens, Bulgariens und Ungarns die Sicherung des Gebietes des Schwarzen Meeres bzw. der jugoslawischen Grenze, und nur in zweiter Linie erhielten diese Streitkräfte offensive Aufgaben. Die Aufgabe der bulgarischen und der rumänischen Armee ist, einen Angriff gegen Grieche [..]

  • Folge 12 vom 16. Dezember 1955, S. 4

    [..] ßte Gruppe, an Familien mit ihrem Lehrer Hans Schöpp an der Spitze, machte sich am . . auf die Heimreise und gelangte auch nach widriger und umständlicher Fahrt in die Heimat. Die restlichen Familien konnten aus verschiedenen Gründen am ersten Treck nicht teilnehmen. Sie brachen erst am . . mit ihrem Pfarrer Gustav Seidl auf. Weit aber gelangten sie nicht -- an der ungarischen Grenze mußten sie umkehren. So verblieben die Familien im Bürgenland in der Umgebun [..]