Urlaubserlebnisse

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kokel
Erstellt am 07.02.2019, 06:46 Uhr und am 07.02.2019, 07:12 Uhr geändert.
Im "wilden" Süden

Schon seit Tagen fieberte ich dieser Tour entgegen, denn sie sollte einen der Höhepunkte der Reise zu den Inseln in der Nähe des Äquators darstellen und eine Krönung dieser sein. Die zahlreichen Bilder - verbunden mit z.T. auch für die Seychellen etwas exotischen Beschreibungen - des Südwestens der Hauptinsel hatten in mir riesiges Interesse für dieses abseits vom Beau Vallon, also vom Puls von Mahe gelegene Gebiet, geweckt. So stellte sich vor dem Start in die mir völlig unbekannte Gegend fast Lampenfieber ein!

Anfangs führte der Weg an der Anse Royale vorbei, ein wirklich wunderschöner Strand, an dem es sich bestimmt lohnt etwas länger zu verweilen, denn auch die Versorgung der Badegäste schien hier recht gut zu klappen.

Bei der Anse Marie Louise, die menschenleer war, wurde nach rechts eingebogen und ein Hügel überquert, der auf die andere Seite der Insel führte, dem Hauptziel der Fahrt ins noch Unbekannte. Auf dieser Strecke gab es fast keinen Gegenverkehr, Beweis für die abgelegene Lage dieses Landstrichs, was alles andere als störend wirkte. Im Gegenteil: der gut in Stand gehaltene Weg schlängelte sich unter prächtigen Palmen und Laubbäumen entlang, die ihm eine Art Tunnelaussehen vergaben. Einfach traumhaft.

An der Anse Petit Police-Bazarca wurde der erste Fotostop vorgenommen. Auch hier fehlte jeder Sichtkontakt zu unseresgleichen, dafür gab`s einen hohen Wellengang, der in unregelmäßigen Zeitabständen zu einer beeindruckenden Gischt führte. Selbstverständlich hätte man auch hier schwimmen können, aber nur einmal... Wie dem auch sei, es war ein natürliches Spektakel der besonderen Art, denn Wogen und Granit ergeben nun mal sogar Küstengeysire.

An der Anse Intendance gedachten wir still dem dort vor einigen Monaten verstorbenen Ehepaar, das sich in diese Gischt wagte und verschlungen wurde. Francois erzählte uns die Umstände, die zu diesem tragischen Unfall geführt hatten.
Am südöstlichen Ende der Anse tummelten sich drei Halbstarke, von denen ich annahm, dass sie sich von der Gefahr bewusst waren, die unweit von ihnen lauerte.

Zum Mittagessen führte uns der Inselkenner zu einem kleinen und gleichzeitig urigen Restaurant an die Anse Soleil. Hier wurde auf der Speisekarte auch Hai angeboten, von dem ich mir ein kleines Stück zukommen ließ, um ihn mal auszuprobieren. Nix besonders. Dafür hab` ich dort den besten Fisch gegessen, der mir jeh auf den Seychellen zwischen die Beißer kam.

Den nördlichsten Punkt an der Westküste erreichten wir nahe des Marine National Parks bei Kap Ternay. Auch hier erstreckte sich eine malerische Bucht entlang riesiger schattenspendenden Bäumen, auf deren Anhöhen sich ein Hotel befand, das aus vielen kleinen Villen bestand, von denen aus sich ein bestimmt einzigartiges Panorama über das Idyll ergab. Das anliegende Restaurant war inzwischen ganz umzäunt, wahrscheinlich eine Vorsichtsmaßnahme gegen terroristische Angriffe...
Gerne hätte ich mich da in die Lage eines Bekannten von Francois begeben, der bei unserer Ankunft eine noch halbvolle Rumflasche in den Händen hielt, während sie beim Abschied fast leer war. Welch romantischen Blick mag dieser "Selige" von der Bucht gehabt haben...


Auf dem Rückweg fielen mir zwei Hotelruinen auf. Der Reiseleiter erklärte, dies sei ein auf dem Archipel noch nicht gelöstes Problem, da es noch keine Geräte geben würde, die dazu fähig seien einen Abriss zu bewältigen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich da in naher Zukunft etwas ändert!

Beim Überqueren der Wasserscheide zwischen West- und Ostmahe wurde der letzte Stopp nahe der Mission Lodge eingeleitet. Von dort eröffnet sich das aus meiner Sicht schönste Panorama der Seychellen. In der Nachmittagssonne, ein an diesem Tag zum Glück ständiger sichtbarer Begleiter, erschien ein großer Teil der Südwestküste in einem einmalig faszinierenden Bild, bis sie sich in der Ferne Richtung Australien... verlor.

Fazit: Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen! So etwas prägt sich für lange Zeit ein und zeigt die Vielfalt einer Insel, die die meisten nur wegen den tatsächlich wunderschönen Stränden besuchen, jedoch vielmehr zu bieten hat.


Anse Royale
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Exotik pur!
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Nun fangen die verschiedenen Anse an, die ich nicht benennen werde. Wer sich dafür näher interessiert, kann wann immer fragen
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Hier wurde Hai gekostet...
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Das - aus meiner Sicht - schönste Panorama der Seychellen
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Über den Dächern von Victoria oder Zurück in der Zivilisation
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kokel
Erstellt am 08.02.2019, 06:35 Uhr und am 08.02.2019, 06:45 Uhr geändert.
Ein Abschied auf Raten

Am Vorabend der Rückkehr in heimische Gefilde fand im Park von Beau Vallon ein Treffen zwischen Einheimischen und Touristen in Form eines Marktes statt, bei dem man so manchen schmackhaften Happen ergattern konnte. Viele Seychellois hielten Bierflaschen in ihren Händen, obwohl es nirgendwo einen Stand gab, wo dieses Getränk im Angebot war. Diskriminierung? Na ja, so weit möchte ich nicht gehen, aber ein Bierchen zum Abschied hätte ich mir schon auch gegönnt. So blieb es dann beim Kokoswein, der eigentlich noch kein richtiger war, denn der Gärungsprozess war noch nicht ganz vollendet, mit dem Vorteil für den Anbieter, dass man mehr davon konsumieren musste, um ein gewisses Stadium der vorübergehenden Glückseligkeit zu erreichen...

Am Morgen danach wachte ich - wie immer - vor Sonnenaufgang auf und entschloss mich den berühmten Strand mal vom Berg aus zu bewundern. Ausgestattet mit etwas alkoholfreier Flüssigkeit und zwei Würstchen begab ich mich auf einen Weg, der laut Francois über den Berg nach Victoria führen sollte.


Kaum hatte ich rechts eingebogen, näherte sich mir ein streunender Vierbeiner, der keine bösen Absichten hatte, jedoch von irgend etwas magisch angezogen wurde... Nachdem ich mit ihm geteilt hatte, ging es zu zweit weiter, denn Bobby ließ sich im Folgenden nicht mehr abschütteln, obwohl ich sowohl auf Deutsch, als auch Rumänisch wiederholt versucht hatte, ihm dies zu vermitteln. Könnt` ja sein, dass er dieser Sprachen nicht mächtig war, auf eine zweite Portion hoffte oder sich schließlich verpflichtet fühlte mich während des Abstechers vor seinesgleichen zu schützen... Bleibt wohl sein Geheimnis. Jedenfalls wich er bis zum Betreten der kleinen Hotelanlage nicht mehr von meiner Seite.

Der Weg wurde immer abschüssiger, was auch den Vorteil in sich barg, dass sich auch das Panorama positiver gestaltete. Je höher wir kamen, desto intensiver wurden auch die Willkommensbotschaften anderer vierbeiniger Hausbeschützer, doch das war mir egal, denn ich hatte doch einen ziemlich mächtigen Begleiter.

Irgendwann reichte es mir. Der Weg setzte sich zwar in Richtung Archipelhauptstadt fort, doch schien die Wasserscheide noch recht fern zu sein, also entschloss ich mich zum Rückweg. Inzwischen zeigte sich auf der anderen Seite des Strandes schon der Feuerball unseres Zentralgestirnes, während in der Ferne die Silhouette der drittgrößten Insel der Seychellen aus dem Nebel auftauchte. Dass sie sogar diesen Namen trägt, ist eigentlich nicht verwunderlich, denn die relativ große Entfernung zu Mahe gibt von dort aus gesehen nicht mehr preis.


Nach dem Frühstück erfolgte noch ein langer Spaziergang entlang der bei Ebbe sehr breiten Kontaktzone zwischen Festland und Ozean sowie letzte Versuche einer derartigen Hautgestaltung, die daheim Gebliebene neidisch werden lassen sollte. Der Nachmittag war - nach dem Packen - für`s Faulenzen programmiert. In der in diesen Breiten recht kurzen Dämmerung erschien dann der gleiche gutmütige Fahrer und beförderte uns zum Ausgangspunkt. So näherte sich eine abwechslungsreiche Reise ihrem Ende zu. Der Rest ist uninteressant.

Fazit: Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, eine Inselgruppe nur einmal zu besuchen, da es davon sehr viele gibt und ich derer so viele wie nur möglich besuchen wollte. Der Plan ist im Fall der Azoren, Madeira und den Seychellen nicht aufgegangen, was freilich einen einfachen Grund hat: Ich hatte mich in sie verliebt.
Grundsätzlich werden meinerseits Inseln vulkanischen Ursprungs bevorzugt, da sie im Allgemeinen wildere Landschaften aufweisen. Bei den Seychellen war dies anders: Hier gibt es eine sehr gelungene Kombination zwischen urigen Granitfelsen - eigentlich auch Vulkangesteine - , Vegetation und nicht zuletzt der besonderen Lage. Obwohl von geringem Ausmaß, bietet diese kleine Welt fast für jeden etwas.

Wiederholte Besuche gestatten auch zeitliche Vergleiche. Die sind in Urlaubsgebieten meist negativ, irgendwie nachvollziehbar und trotzdem kaum hinnehmbar. Es ist das Gefühl einer Gratwanderung, bei der man abwägen muss. Unsere Alten sagten oft: "Früher war alles besser." Na ja, so stimmt das nun wohl auch nicht ganz, aber der Mensch versucht meist aus der Vergangenheit das Gute, Reizvolle, Außergewöhnliche zu behalten. Demzufolge wird mir diese Inselgruppe als ein kleines Paradies im Gedächtnis bleiben: Die romantischen Strände, die Panoramabilder, die Unterwasserwelt. Bleibt nur zu hoffen, dass die negativen Bilder aus dem Erinnerungsvermögen ausgemerzt werden. Ob`s gelingt, wird sich in unmiitel- und mittelbarer Zukunft heraustellen.



Erster Blick auf den Beau Vallon
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Der Morgen ist im Anmarsch...
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Verträumte Lanndschaft
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Ein Schifflein wird kommen...
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Blick nach Osten
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Brotfruchtbaum an der Straße
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Hangsiedlung über dem Beau Vallon
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Verträumter Blick nach Silhouette
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Auf dem Rückweg
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kokel
Erstellt am 08.02.2019, 09:05 Uhr und am 08.02.2019, 09:30 Uhr geändert.
Abschließend noch einige Bilder von diesem wunderbaren Archipel:


Oben auf dem Berg wurde eine riesige Villa für einen Scheich aus den VAE gebaut, wobei den darunter lebenden Bewohnern einfach der Wasserhahn angezapft wurde!
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Zwischen Mahe und Praslin
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Berjaya Anlage
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s.o.
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Versteckte Anse Lazio
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Lokal
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Jacht vor der Anse Severe
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Seegras an der Anse Volbert
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Friedhof auf La Digue
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Belevue
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Marktstand auf La Digue
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Süßwassertümpel an der Anse Takamaka
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Mangrovenwald im Nordwesten
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Victoria von oben
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Anse Latio: Blick nach Norden
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Auf Wiedersehen!!!!!
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E N D E







kokel
Erstellt am 09.02.2019, 01:36 Uhr und am 09.02.2019, 01:44 Uhr geändert.
Meditation

Das Beschreiben eines Aufenthaltes auf abgelegenen Territorien hat oft den Nachteil, dass man danach in eine Art Lethargie verfällt, die z. T. die Realität verstummen lässt. So geschah es auch um mich: Obwohl Anfang Februar, verbrachte ich die folgende Zeit - vielleicht ein halbe Stunde - auf dem Balkon und versank in Erinnerungen. Danach kam Besuch. Die Gäste wollten u.a. wissen, ob es zu oder nach der Reise negative Bewertungen gab... Interessant, denn danach hattte ich eigentlich nicht geforscht.

Nach etlichen Sekunden des Nachdenkens fiel mir endlich auf, dass es da eine Person gab, die schon am Anfang meiner Schilderungen auf diesem Gebiet wirklich alles unternommen hatte, um mich ins Lächerliche zu treiben. Es war ein gewisser bankban.

Nachdem die Gäste die Wohnung verlassen hatten, meditierte ich von neuem, um die Gründe dieser sich wiederholenden Attacke nachvollziehen zu können.

Nach dem Lesen wurde mir klar, dass es sich nicht um den Inhalt, sondern vielmehr um meine eigene Person handelte. Mit iregenwelchen Behauptungen, die eigentlich überhaupt nicht stimmten, wollte mir dieser User beweisen, dass ich für derartige Beschreibungen nicht im Stande sei.

Anscheinend - dachte ich - habe ich es hier mit jemandem zu tun, von dem ich noch so Manches lernen kann. Deshalb fragte ich ihn, wie man das Ganze genauer und ansprechender formulieren könnte, doch er blieb bloß bei seiner Kritik.

Da fragt man sich schon, weshalb sich eine Person so sehr für einen Bericht interessiert, ohne jedoch Visionen zu verteilen. Kritisieren, dachte ich, kann jeder, aber einen Ausweg zu zeigen, gelingt wohl nicht jedem.

Die Kritik des Herrn bankan setzte sich auch danach fort, ohne auch nur einen Hauch von Verbesserung aufzuzeigen. Da kam ich schon ins Grübeln...

Das Gute an der darauf negativen Beschreibung dieses Genossen - wie es sich im Nachhinein feststellte - war, dass seine Äußerungen derart primitiv wurden, dass seine Glaubwürdigkeit ins Bodenlose sank. Dann erst wurde ich klug: Der User hatte es nicht auf meine Schilderungen abgesehen, sondern auf meine Person! Ich hatte ihm nämlich vorher bezüglich seiner utopischen Weltanschauung widersprochen, was er so keinesfalls hinnehmen konnte/wollte.

Das Dumme an der Sache ist, dass diese Kreatur bis heute nicht verstanden hat, dass sie einer Utopie unterliegt,aus der sie nur mit fremder Hilfe herausfinden kann. Im Unterschied zu ihr, wurde meinerseits Hilfe angeboten, doch die scheint aus falschem Egoismus nicht anzukommen. Es scheint tatsächlich Menschen zu geben, die von sich behaupten ALLES zu können, doch bei näherem Betrachten gibt es dann schon einige Hindernisse...

Um einen Bericht zu verfassen, braucht es verschiedener Kenntnisse über Entstehung, Entwicklung, Lokalisierung, Förderung und Systematisierung - oft noch mehr. Meine Anfänge waren auch nicht leicht...

P.S. Liebe Leser, denkt bitte daran, dass das Verfassen eines Reiseberichts ganz einfach sein kann: Man beschreibt einfach die Landschaft und setzt dann ein paar Bilder dazu. Wer`s nicht glaubt,der frage @bankban, denn der kann alles besser...

Sollte ich nicht träumen, könnte es morgen ans Mitttelmeer oder nach Skandinavien gehn. Schau` mer mal. @bankban kann sich schon mal mit seiner Kritik orientieren...

seberg
Erstellt am 09.02.2019, 10:12 Uhr und am 09.02.2019, 10:41 Uhr geändert.
Wer weiterkommen will, muss erstmal loskommen, geographisch ebenso wie biographisch. So lange du deine Feindbilder pflegst und kultivierst (z.B. „bankban“, "diese Kreatur", wie du ihn nennst!), statt sie innerseelisch zu verarbeiten, um davon loszukommen (meinetwegen auch und durch echte „Meditation“), trittst du mit deinen „Reisen“ innerlich auf der Stelle. Seit Jahren. Für deine "Lieben Leser" hier in diesem Forum eher eine Zumutung.

kokel
Erstellt am 09.02.2019, 10:38 Uhr
Lieber @seberg, um etwas kritisieren zu können, das auch einigermaßen bei den Lesern ankommt, sollte man mit gutem Beispiel vorangehen. Dass du meine Reiseberichte als Zumutung für die Leser diskreditierst, ist freilich dir überlassen, ob es jedoch auch so stimmt, ist den Lesern überlassen. Anscheinend wird deine Annahme durch das Anklicken des von mir Dargestellten dem Lächerlichen preisgegeben, doch um dies zu begreifen, müsste man sich damit auch befassen/auseinandersetzen. Dies scheint bei dir und deinem Adjutanten noch nicht angekommen zu sein, doch das ist ja schließlich keine Neuheit. Ihr habt euch halt darauf spezialisiert die Leistung Anderer ins Bodenlose zu zepflücken, ohne jedoch zu merken, dass ihr da ziemlich einsam auf weiter Flur steht. Gegen derartige Meinungen bin ich schon längst immun - in der Zwischenzeit wahrscheinlich andere auch. Was soll`s, jeder blamiert sich eben auf seine Art...

kokel
Erstellt am 09.02.2019, 12:48 Uhr
Da wäre noch was, mein Lieber: Aristoteles, der Lehrer Alexander des Großen, soll behauptet haben, alles zu wissen. Nach etwa 2.000 Jahren hat dann ein gewisser J.W.v. Goethe seinerseits von sich aus betont, dass er eigentlich nichts wüsste. Da sieht man, wie sich die Gesellschaft ändert. Heutzutage gibt es kaum noch Allgemeinbildung, weil die Konzentrierung auf ein Gebiet überhand nimmt. Da wundert es nicht, wenn ich z.B. deinen "Dissertationen" nicht ganz folgen kann, denn du gewährst Einblicke in ein Gebiet, das kaum jemanden bekannt ist. Da du jedoch kein Pädagoge bist, bringst du deine Erläuterungen auf einem Niveau, dem kaum jemand folgen kann. Vielleicht ist dies sogar gewollt, um deine Überlegenheit zu demonstrieren, doch dem Normalo hilft dies wenig. Trotz allem habe ich dir nie widersprochen oder anderswie dazu Stellung bezogen, weil ich mich auf deinem Fachgebiet nicht auskenne. Deshalb wundert es mich immer wieder, wenn du oder dein Vize meine Berichte kritisierst, ohne überhaupt eine blasse Ahnung von dem hier behandelten Thema zu haben. Damit macht ihr euch nicht nur lächerlich, vielmehr verliert ihr an Anerkennung, die man euch beiden ohne Zweifel attestieren kann.
Da siehst du, mein Lieber, dass ich Meriten anderer schätzen kann, was bei euch beiden nicht der Fall ist... Da frage ich mich schon, wer da Feindbilder entwickelt! Vielleicht denkt ihr mal darüber nach...

Was Höflichkeitsformen anbetrifft, liegst du leider falsch. Der Grund ist einfach: Sie sind dir unbekannt! So z.B. habe ich noch nie gelesen, dass du - oder dein Intimus - zum Jahresende den Teilnehmern etwas Schönes gewünscht hättest. Einen eigenen Thread in die Wege zu leiten, ist euch beiden im Laufe vieler Jahre auch noch nie gelungen!!! Dafür greift ihr immer wieder andere an, die nicht in euer Schema passen. Etwas mager, oder...??? Von der Absicht mal ganz zu schweigen!

kokel
Erstellt am 10.02.2019, 07:03 Uhr und am 10.02.2019, 07:05 Uhr geändert.
Reise zum "Nordkap"


Route
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Wie heißt es nur so passend: "Im Leben, im Leben geht mancher Schuss daneben". In diesem Fall hat die Aussage volle Gültigkeit, denn es kam so:
Anfang 2017 wurde unsererseits für Ende des gleichen Jahres eine Kreuzfahrt zu den Kleinen Antillen bei MSC gebucht. Im Sommer zogen dann über der Karibik mehrere Hurrikane auf, die auf einigen Inseln schwere Schäden verursachten, was dazu führte, dass zwei der 13 Inseln nicht mehr angefahren wurden - Diminica uns St. Maartens. Als Ersatz bot die Reederei einen sechsstündigen Aufenthalt auf Hispaniola an, was meine Reisepläne total durchkreuzte, sodass ich vom Reisevertrag zurücktreten wollte, weil er abgeändert wurde, was juristisch - dachte ich - einem neuen Angebot gleichkam, das ich nicht zu akzeptieren brauchte. In deren AGBs wurde dies jedoch "umschifft", sodass sie es nicht so sahen. Das begründeten sie mit höherer Gewalt. Nach Rücksprache mit einem Spezialisten auf diesem Gebiet wurde mir geraten einen Kompromiss einzugehen, weil sich das Ganze im Falle einer Klage über Jahre hinziehen könnte, wobei die Chancen eines positiven Ergebnisses für mich nicht unbedingt gegeben seien, weil in der Branche der Kreuzfahrten noch einiges im schwammigen Bereich liegen würde. Deshalb wurde die Kreuzfahrt zum sogenannten Nordkap - darauf gehe ich an angemessener Stelle noch detaillierter ein - zähneknirschend angenommen.

Unser Hotel, Restaurant, Freizeitanbieter und Startpunkt für Landausflüge befand sich auf einem Koloss mit - wie es der Name schon betont - gewaltigen Ausmaßen: 315 m Länge, 43 m Breite sowie einer Kapazität von 7.200 zweibeinigen Wesen... Wenn man bedenkt, dass die Aranui 5, mit der ich 14 Tage in Französisch Polynesien unterwegs war, bloß 300 Passagiere aufnehmen konnte, besteht da schon ein "kleiner" Unterschied.
Mit 21 Decks glich der Wasserriese einem Hochhaus, was den Vorteil hatte, dass man recht gute Panoramabilder schießen konnte. Auf verschiedenen Niveaus gab es fast alles, angefangen von Einkaufszentren, über zwei Kinos, einem Casino, mehreren Wasserbecken, Sporthallen, Fitnesszentren, einer Laufbahn bis hin zu vielen Restaurants, in denen fast jedem Wunsch nachgegangen wurde. Eines davon war fast rings um die Uhr geöffnet und bot praktisch für jeden etwas.
Der - aus meiner Sicht - einzige Nachteil waren die Raucherecken. Diese befanden sich in luftigen Höhen, sodass das Befrieden dieses Genusses viel Zeit und Nerven in Anspruch nahm, denn nicht mal auf dem Balkon durfte gequalmt werden. Leider ist diese Diskriminierung nicht nur hier gang und gäbe! Da wir auf einem der unteren Decks untergebracht waren, blieb nur die Variante des heimlichen Rauchens auf dem Balkon übrig, was zwar beim Ertappen eine saftige Strafe eingebracht hätte, doch das Risiko musste einfach eingegangen werden... Eine Eberei ohnegleichen, die mich bestimmt kein zweites Mal auf eines dieser Schiffe führen wird!

Zurück zur Reise: Das Schiff legte einige Stunden später als geplant los, da der Hamburger Hafen überlaufen war, doch dann wurde "Gas gegeben". Dies merkte man am nächsten Tag, als die Meraviglia - so hieß der "Kahn" - an einer Aida vorbeizog. Der "Bursche" hatte schon einiges drauf... :

Am zweiten Morgen kam endlich Land in Sicht. Es waren die zahlreichen Schären, von Gletschern nivellierte Erdmassen, die dank des Anstiegs des Meeresspiegels infolge einer Klimaerwärmung zu Inseln wurden. Dort, wo das Gestein die Bildung von Boden zuließ, hatte sich eine fast üppige Vegetation entwickelt, die der Landschaft ein pitoreskes Aussehen verlieh, ansonsten umgaben uns mächtige Granitblöcke, die mit etwas Fantasie das Werk von Riesen hätten sein können.

Gegen neuen Uhr legte das Wassergefährt im ersten Hafen der Kreuzfahrt an, Molde.


Das "Boot"
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Die Rezeption
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Restauranteingang
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Das Kasino
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Einkaufszentrum
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Eines der Plantschbecken
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Das Kino
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kokel
Erstellt am 11.02.2019, 07:13 Uhr und am 11.02.2019, 07:32 Uhr geändert.
Molde


Norwegen: Physische Karte
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Lokalisierung von Molde
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Molde ist eine relativ neue Stadt - zählt etwa 30.000 Einwohner -, da die alte Siedlung 1940 innerhalb weniger Stunden durch die Reichsarmee fast zur Gänze dem Erdboden gleichgemacht wurde, weil sich hier die letzten norwegischen Truppen zurückgezogen hatten. Obwohl der Ort auf einer nördlichen Breite von fast 63 Grad liegt, werden hier u.a. Rosen angebaut, die als Symbol des Städtchens gelten. Diese haben eigentlich ihre nördlichste Ausdehnung etwa 10 Grad südlicher, doch gedeihen sie hier dank des Einflusses des Golfstromes prächtig. Wenn Ägypten - wie schon Homer behauptete - ein Geschenk des Nil ist, so kann man Gleiches über die ganze Westküste Norwegens sagen, doch diesmal ist der Glücksbringer die warme Meeresströmung, die aus dem Golf von Mexiko kommend - eigentlich noch südlicher -, hier vorbeizieht. Ohne sie wäre es in diesen Breiten um mindestens zehn Grad kälter - was übrigens auch für ganz Westeuropa gilt!

Wir wurden von einer Jazzgruppe empfangen, wofür Molde international bekannt ist. Unweit der Anlegestelle wurde eine Fahrt zum Varden, dem Hausberg der Stadt - hier scheint jede Stadt ihren Hausberg zu haben... - vereinbart. Von dort aus - 407 m ü.N.N. - eröffnet sich ein herrliches Panorama auf die Stadt und ihrer Umgebung. In der Ferne tauchen einige der 222 Berge auf, die Molde angeblich umgeben sollen. An diesem herrlichen Ort wurde mit dem Fahrer auch eine Schärenfahrt organisiert.


Schärenfahrt
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Sie führte über die westlich und nördlich der Anlegestelle befindlichen Schären, bis zur Atlantikbrücke, einer wahren Meisterleistung norwegischer Baukunst. Auf diese Art erhielten wir einen einmaligen Überblick aus unmittelbarer Nähe bezüglich dieser Gletscherergebnisse.


Rundblick von Molde vom Hausberg Varden aus gesehen
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Blick auf das neue Fußballstadion
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Blick auf einige der 222 Berge, die Molde umgeben sollen
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Schärenromantik
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Verbindung zwischen den Schären
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Atlantikbrücke
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s.o.
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21 Uhr legte das Hotelschiff in nördliche Richtung los. Nach dem Passieren der langgstreckten Stadt und seines an ein Segelschiff erinnernde Hotel Scandic Seilet ging es einige Stunden an der Westküste vorbei. Immer wieder tauchten in der Abendsonne neue Schärengärten von einmaliger Schönheit auf. Die kleinen bis winzigen Ortschaften reihten sich wie Girlanden entlang der Küste an. Hier gibt es keinen Tourismus, sodass sich die Ansässigen mit Fischfang und Landwirtschaft begnügen müssen.

Gegen 24 Uhr wurde die Kabine abgedunkelt, um schlafen zu können, denn draußen erstrahlte die Mitternachtssonne. Wir hatten den Polarkreis überquert, was in dieser Jahreszeit mit einem Ausfall der schwarzen Tageszeit gleichkam, auch ein Erlebnis, das man mitnehmen kann/soll.


Das etwas andere Hotel von Molde
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23 Uhr
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24 Uhr. Jetzt wird Nani gemacht...
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kokel
Erstellt am 11.02.2019, 18:05 Uhr und am 11.02.2019, 18:22 Uhr geändert.
Das touristische Nordkap


Hier soll sich der Nordkap befinden...
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Der tatsächliche (geografische) Nordkap
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Am späten Vormittag ankerte die Meraviglia im kleinen Hafen des Kaffs Honnigsvag im Süden der Insel Mangeroya. Danach erfolgte eine Art Transfer mit vielen Bussen. Diese Art von Massentourismus habe ich in der Form noch nie erlebt! Da die Anzahl der Transportmittel anscheinend begrenzt war, wurde in mehreren Schichten wie am Fließband gefahren - von Mittag bis etwa 24 Uhr. Der Vorteil dieser Zeitplanung bestand darin, dass es während dieser Zeit stets hell war.

Der Fahrer schien auf diesem Gebiet ziemlich routiniert zu sein, denn während des etwa 30 Km dauernden Weges war er so nett, uns darauf aufmerksam zu machen, dass auf der linken Seite einige Rentiere grasen würden... Ansonsten überließ er uns selber, damit wir die Schönheit dieser kargen Landschaft ungestört bewundern konnten...


Nach etwa einer knappen Stunde reihte sich das Gefährt an einem riesigen Parkplatz neben vielen anderen seiner Art ein, wonach die Fremdlinge aussteigen durften und den nördlichsten Punkt Europas... zu betreten. In mir stieg die Wut in alle Adern, denn allein auf der Insel Mangeroya gab es andere zwei Punkte, die nördlicher gelegen sind, doch so konnte man die Ausgaben für den Bau der hin führenden Straßen einsparen und hatte dazu noch einen herrlichen Blick von einem Felsen, der ca. 300 Meter über Normalnull lag. Der Korrektheit wegen sollte hier erwähnt werden, dass sich das wahre Nordkap eigentlich auf Franz-Joseph-Land - Kap Fligeli - befindet, etwa 11 Grad nördlicher... Wir waren ungefähr 2.100 km vom Nordpol entfernt, während es vom erwähnten Kap knappe 800 sind ( 71. Grad Nördliche Breite, bzw. 82. Grad Nördliche Breite). So hatte man einen Punkt ge-/erfunden, auf den die meisten hereinfielen, schließlich war es ja auch den meisten egal, Hauptsache, man konnte ein schönes Erinnerungsild vor dem Globus schießen, der das Nordkap darstellte.

Die Landschaft war schon auf ihre Art bezaubernd. Unweit vom touristischen Nordkap erschienen schroffe, steile Wände, die fast senkrecht zum Nordpolarmeer abfielen. Auch ein Kliff der besonderen Art hatte seinen aparten Reiz. Ansonsten erhob sich in unmittelbarer Nähe ein Gebäudekomplex, in welchem Andenken verschiedenster Art erworben werden konnten, allerdings zu Preisen, die sogar die Trolle hätten abschrecken können... Gleiches galt für Lebensmittel.

Glücklicherweise war ein Busfahrer so nett, uns eine Stunde früher als geplant zurückzutransportieren, sonst hätten wir uns zusätzlich langweilt.
Im Ort angelangt, war noch genügend Zeit, um sich umzusehen, doch die Angebote hatten alle ausschließlich Touristenpreise..., also verzichteten wir dankend... und gingen unserer Wege.

Wir hatten also knappe 100 Euro pro Person für einen Transfer in einem - neudeutsch Shuttle-Bus - ausgegeben, um eine Stelle zu bewundern, die als Nordkap verkauft wird. Eine größere Verarschung war mir im Laufe meiner Reisen noch nie begegnet. Eigentlich selber schuld, denn ich wusste ja schon vorher, was da lief. Nur gut, dass das Riesenboot irgendwann nach 2 Uhr nachts in Richtung Süden ablegte. Einer meiner bittersten und von Schande geprägten Tage ;( !

Hurra, ich war am Nordkap!!!


Enorme Spalte vor dem Ziel
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Das Ziel
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Im Land der Trolle
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s.o.
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Weg durch die Tundra
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Das Ziel aus der Nähe gesehen
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kokel
Erstellt am 12.02.2019, 08:15 Uhr und am 12.02.2019, 08:42 Uhr geändert.
Tromsö


Lage
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Das "Tor zur Arktis" oder "Paris des Nordens" ist eine besondere Stadt. Mit fast 80.000 Einwohnern auf einer nördlichen Breite von ca. 69 Grad - 344 Km nördlich des Polarkreises - handelt es sich um die nördlichste Metropole der Erde, die die nördlichste Universität sowie den nördlichsten botanischen Garten beherbergt. Auch in diesem Fall verdankt der Ort seine Existenz dem Golfstrom. Die niedrigste jemals gemessene Temperatur beläuft sich auf -18,4 Grad Celsius (in Brenndorf - Burzenland, auf ca. 46 Grad N.B. -38,5 Grad Celsius), während im Sommer maximal 20 Grad Celsius erreicht werden.

Dank seiner Ausdehnung ist Tromsö die flächenmäßig größte Stadt Norwegens - 2.558 Km2 (Berlin 892 km2, Bukarest 228 Km2) - und gleichzeitig die zweitgrößte weltweit - nach Tokio (13.356 Km2. aber 40. 000.000 Einwohner...) Dabei erstreckt es sich sowohl auf dem Festland, als auch auf einigen Inseln. Die Stadtteile sind teils durch Brücken, teils durch ein Tunnelsystem miteinander verbunden, das bis zu 100 m unter die Wasseroberfläche verläuft.

Spricht man von Tromsö, meint man automatisch damit auch die Hauptstadt der Samen (Sami, Lappen), deren Bevölkerungsanteil hier am größten ist. Ihnen wurde auch ein eigenes Museum gewidmet, das ihre Geschichte, Sitten und Bräuche, Kultur u.v.a.m. darstellt. Wirklich sehenswert. Dieses Volk - über vier Länder verteilt - genießt in Norwegen die größte Anerkennung von allen vier Staaten. So z.B. sind viele Ortsschilder zweisprachig zu lesen. Viele von ihnen haben das Nomadentum aufgegeben und wohnen in Städten, wo u.a. auch in ihrer Sprache unterrichtet wird.

Als nördlichst gelegene Großstadt Norwegens, war Tromsö schon seit Jahrhunderten Hauptausgangspunkt von Expeditionen in die Arktis. Man denke dabei nur an die bekanntesten norwegischen Polarforscher F. Nansen und R. Amundsen, ein Kapitel für sich, die im Polarmuseum verewigt wurden.

Wahrzeichen der Stadt ist die um die Mitte des letzten Jahrhunderts erbaute Eismeerkathedrale. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur Talstation der Seilbahn, die auf den Storstein - wieder ein Hausberg... - führt, von wo sich wiederum aus etwa 400 m ü.NN. ein imposantes Panorama erschließt. Einfach zum Genießen!

In der kalten Jahreszeit werden hier nicht nur Schlittenrennen organisiert, sondern auch Polarlichtbeobachtungen, ein Phänomen, das durch das Aufprallen elektrisch geladener Teilchen des Sonnenwinds auf Stickstoff- und Sauerstoffatome entsteht. Interessant dabei ist, dass es zu großen Teilen im Früh- und Spätwinter auftritt, aber auch in anderen Breiten - Mitteleuropa bis hin nach Griechenland - beobachtet werden kann. Dieses Glück war uns leider nicht beschert.

Von allen Städten Norwegens wächst Tromsö am schnellsten. Die Erderwärmung wird wahrscheinlich in Zukunft dazu auch in immer größeren Maße beitragen, was freilich Vor- und Nachteile hat. Allerdings sei dazu - zur Beruhigung... ergänzt, dass - im Unterschied zu den Weltmetropolen - Tromsö noch genügend Platz zur Verfügung hat...


Die Eismeerkathedrale, das Wahrzeichen der Stadt
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s.o.
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Blick vom Schiff
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Bergpanorama in Richtung Skandinavische Alpen
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Stadtpanorama
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Tromsö vom Hausberg Storstein aus gesehen
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Blick vom Strostein zum Hafen
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Eine echte Kuriosität: Ein Kaukasusgewächs jenseits des Polarkreises!
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Samivilla in Tromsö
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Kaum zu glauben: Normale Blumen 400 Km nördlich des Polarkreises in freier Natur!
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Samibehausung früher
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Ihr Alleskönner
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Zum Abschied von Tromsö
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kokel
Erstellt am 13.02.2019, 07:51 Uhr und am 13.02.2019, 08:04 Uhr geändert.
Trondheim


Lage
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Luftbild
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Die georgafische Lage von Trondheim - an der Mündung der Nidelva und des Trondheimer Fjordes - hat schon im frühen Mittelalter eine rapide Entwicklung des Ortes erlaubt. Schon ca. 950. n.Chr. entstanden, war die Stadt einige Jahrhunderte Sitz der norwegischen Könige und demzufolge Hauptsttadt des Landes. Erst im 19. Jh. wurde es von Bergen und anschließend von Oslo abgelöst.

Die Landschaft ist hier etwas flacher, als bei anderen Städten Westnorwegens, sodass es auch keinen Hausberg gibt :roll: . Wer Panoramabilder schießen möchte, ist auf den Fernsehturm angewiesen, doch dieses Unterfangen scheiterte bei uns leider aus sogenannten "technischen Gründen", was mit Bequemlichkeit zu übersetzen wäre..., worauf nicht näher eingegangen werden soll. Trotzdem irgendwie schade.
Dank dieser Gegebenheiten wurde die Stadt breit ausgebaut und erlaubt den Eindruck einer Großstadt, was sie in gewissem Maße auch ist, denn mit ca. 190.000 steht der Ort an dritter Stelle innerhalb des Königreichs Norwegen.

Das Wahrzeichen der Stadt stellt der Nidaros-Dom dar, der größte Bau seiner Art in ganz Skandinavien. Er liegt mitten in einem großen Park und beeindruckt schon durch seine imposanten Ausmaße. Gleich nebenan ist der Sitz des Bischofs, für den man sich auch so Manches hat kosten lassen... :twisted:

Wer es ruhiger mag und einen Hauch Romantik verspüren möchte, sollte sich zu den Speicherhäusern begeben, die sich entlang der Nidelva erstrecken und sich vom ehemaligen Reichtum durch Handel beeindrucken lassen. Hier findet man so manches ruhiges Plätzchen, sei es nun eine einladene Terrassenkneipe am Flussufer oder eine Bootsfahrt entlang der Pfahlbauten.

Das Klima ist mild und feucht. Allerdings können die Temperaturen im Winter unter 20 Grad sinken, dafür im Sommer über 30 Grad steigen - ein schon großer Unterschied zu Tromsö :!: . Erklärung: Trondheim liegt etwas weiter im Landesinneren, was dazu führt, dass der Einfluss des Golfstroms nachlässt; jedoch gleichzeitig kontinentalen Einflüssen Priorität gewährt.

Auch Trondheim erlebt in den letzten Jahrzehnten einen wirtschaftlichen Aufschwung - auch dank seiner Universität, die über 30.000 Studenten zählt. Das kulturelle Leben scheint hier sehr ausgeprägt zu sein. Um in seinen Genuss zu kommen, müsste man den zahlreichen Veranstaltungen beiwohnen, die hier angeboten werden, was einen längeren Aufenthalt voraussetzt und der wurde uns nicht angeboten.

Die Stadt beinhaltet ein sehr schmuckes Fußballstadion, in dem der Meister der letzten Jahre, Rosenborg, aufläuft. Auch der Skizirkus "schaut" einmal im Jahr vorbei.

Fazit: Eine attraktive Stadt für Kultur- und Sportliebhaber, weniger für Verfechter von abwechslungsreichen Naturlandschaften.


Der Dom
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s.o.
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Der kanalisierte Fluss
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Mittelalterliche Bauten am Fluss
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Norwegischer Baustil
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Im Dompark
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Der Domaltar
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Straße im Zentrum
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Intime Terrasse am Fluss. Auf Wiedersehen, Trondheim
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kokel
Erstellt am 14.02.2019, 08:11 Uhr und am 14.02.2019, 08:26 Uhr geändert.
Alesund


Lage
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Viele Norwegenkenner behaupten, Alesund sei - wenn man auch die Umgebung in Betracht zieht - die schönste Stadt des Landes. Dem ist aus meiner Sicht schwer zu widersprechen, denn für diesen Rang spricht einiges: So z.B. ist die Lage der ca. 50.000 Einwohner zählenden Minimetropole einfach bezaubernd! Die Siedlung erstreckt sich über mehrere Inseln, deren Schönheiten - auch als Einheit... - kaum zu übertreffen ist! Die verschiedenen Stadtteile sind miteinander sowohl durch Fähren, Brücken sowie Tunnels verbunden.

Der 236 Km nördlich von Bergen gelegene Ort wurde im 15. Jh. erstmals erwähnt und war lange Zeit eher bescheiden. Erst ein katastrophaler Brand 1904, der fast alle Gebäude in Schutt und Asche legte, führte zu einer totalen Neugestaltung. Durch die finanzielle Hilfe des damaligen deutschen Kaisers, der sogar Schiffe losschickte, um als Notquartiere zu dienen, trafen sich die berühmtesten Architekten der Zeit und bauten Alesund im Jugendstil neu auf.


Wer die hiesigen Sehenswürdigkeiten bewundern möchte, kann dies per Schiff, Bus oder Flugzeug tun, denn einen Bahnanschluss hat die Stadt nicht, was wiederum von Vorteil sein kann, denn die Autofahrt bis hin bietet imposante Landschaften, die an keinem gefühllos vorbeiziehen.

Jeder, der her kommt, sollte unbedingt den Hausberg erklemmen, denn von dort aus bietet sich eine fantastische Aussicht auf die Stadt und die nähere Umgebung. Bei klarer Sicht können auch die Skandinawischen Alpen in all ihrer Pracht bestaunt werden. Wer gut zu Fuß ist, steigt die 418 Treppen hoch, wer nicht, kann dies mit dem Taxi tun oder einfach eine kleine Stadtrundfahrt machen, deren Hauptziel selbstverständlich der Hausberg Aksla ist.

Neben den prächtigen Bauten durchzieht ein Kanal die Stadtmitte, an dessen Ufern eine melancholische Promenade zum Träumen verführt. Bei näherem Betrachten entpuppt er sich allerdings als geschickt verbauter Fjord. Nebenan befindet sich der Stadtpark, in dessen Mitte sich majestätisch das Denkmal des Gönners nach dem Brand erhebt. Sehenswert sind noch einige Museen, von denen der Atlantikpark mit seinem berühmten Aquarium nicht verpasst werden darf!

Alesund ist auch Ausgangspunkt zum vielleicht schönsten Fjord Norwegens, dem Geiranger, der unter UNESCO-Schutz steht. Schade, dass mir dieses Naturwunder verwehrt blieb.

Fazit: Es gibt bestimmt auf unserem Blauen Planeten wenige Orte, an denen sich auf einem engen Raum so viele Naturschönheiten befinden, denen sich der Mensch gefühlsam integriert hat. Der Ort beeindruckt nicht nur durch seine malerische Lage, vielmehr scheint hier die Symbiose zwischen Mensch und Natur tatsächlich stattgefunden zu haben! Also: Solltet ihr mal Norwegen besuchen, macht unbedingt einen Abstecher nach Alesund und bucht im Voraus eine Fjordfahrt zum Geiranger. Sollte dabei auch das Wetter mitspielen, habt ihr ohne Zweifel das große Los gezogen!


Stadtüberblick vom Aksla, dem Hausberg
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Das Kirchenviertel
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Blick zum Aksla
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Neubauviertel
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...und, weil es so schön ist...
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Am Kanal
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Kanalpanorama
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Das Gotteshaus
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Erweiterter Rundblick
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Die Umgebung
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Verewigung eines Gönners
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Lebe wohl, Alesund. Es war wunderbar!
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kokel
Erstellt am 15.02.2019, 08:16 Uhr und am 15.02.2019, 08:24 Uhr geändert.
Fazit zur Kreuzfahrt

Den einleitenden Zeilen folgend, könnte der Eindruck an Bedeutung gewinnen, dass uns die beschriebene Kreuzfahrt nicht gefallen hat. Sicher ist eine derartige Annahme begründet und trotzdem möchte ich hiermit einiges relativieren:
Es liegt in der Natur des Menschen, sich gegen etwas Aufgebrummtem zu wehren! Dazu gesellt sich die Tatsache, dass wir uns eigentlich mehr den Tropen als der Subarktis hingezogen fühlen. Vielleicht kommt es auch daher, dass wir bis 1989 das Land nie verlassen durften. Vielleicht... :?:

Die Westküste Norwegens stand schon seit geraumer Zeit auf meiner Liste, doch nie (!!!) ohne Fjorde. Norwegen ohne Fjorde ist aus meiner Sicht so, als würden in der Antarktis keine Pinguine leben! Dazu - musste ich in der Zwischenzeit auch lernen, dass ein Fjord anscheinend laut internationaler Definition nicht immer das ist, was man sich darunter vorstellt. Unter diesem Begriff - wird zu gegebener Zeit ausführlich erklärt - hatte ich mir etwas ganz anders vorgestellt...

Nun ist es bestimmt nicht so, dass ich abschließend behaupten könnte, dass mich die Reise insgesamt enttäuscht hätte. Dem war bestimmt nicht so, was im nun Folgenden näher erläutert werden soll:

Es ist natürlich immer hochinteressant zu sehen, wie z.B. eine Stadt wie Tromsö einen botanischen Garten hat, der Pflanzen beherbergt, welche bei Weitem in keiner anderen Ortschaft gedeihen können, die sich auf gleichen Breiten erstreckt, wie Nordalaska oder Zentralgroenland - von Sibirien ganz zu schweigen.

Beeindruckend waren auch die vielen kleinen - bzw. winzigen - Ortschaften, die zwar unmittelbar während der Hauptrouten auftauchten, jedoch bestimmt noch nie von einem Touristenboot angefahren wurden. Wie deren Bewohner zurechtkommen...???

Es fiel auf, dass unser Schiff praktisch mit den einheimischen Behörden kaum Kontakt hatte. Versuche meinerseits an der Rezeption, einheimische Ansprechungspartner bezüglich lokaler Angebote - z.B. Fahrt in den Geirangerfjord - aufzustöbern, verliefen immer im Sand. Als ehemaliger Reiseleiter habe ich diese Vorgehensweise nicht verstehen können; schließlich hätten dabei doch beide Seiten nur Vorteile! Anscheinend handelt es sich im vorliegenden Fall um ein Imperium - Insiderwissen... -, das u.a. auch Hurtigruten unterwandern - sprich eliminieren - will!!! Das Auftreten einiger höher gestellten Persönlichkeiten innerhalb der MSC, mit denen ich bewusst Kontakt aufgenommen habe, hat mich davon überzeugt, dass es sich hier um ein weltweit ausgestrecktes Krakengebilde handelt mit Sitz in den USA, dem u.a. auch AIDA - wie auch MSC - Untertan sind. Anscheinend läuft ohne die Zusage dieses Konsortiums in der Schifffahrt weltweit nichts - von den Booten der Einheimischen in Mikronesien mal abgesehen...

Nun zurück zur zurückgelegten Strecke: Westnorwegen zu befahren - egal wie(!) - ist nicht ganz einfach! Das Land besitzt fast 200.000 (!!!) Inseln - die Schären -, zwischen denen es alles andere, als bequem ist voranzukommen. Dies mag zwar für Lotsen finanziell vorteilhaft sein, nicht aber für die Schiffer. Ganz Westnorwegen ist ähnlich einem zerrissenen Blatt Papier, dass durch Brücken und Tunnels zusammengehalten werden will/muss. Bloß die Instandhaltung dieser Infrastruktur muss immense Summen vertilgen! Man bedenke, dass die meisten Schären Schwedens und Finnlands nur auf dem Wasserweg erreichbar sind, die in Norwegen jedoch auf dem Landweg! Respekt, aber mit Abstrichen...

Nach diesen Überlegungen sollen noch einige Bilder die Schönheit der Landschaft hervorheben, denn eine Kreuzfahrt besteht nicht nur aus Häfen und Landgängen... Lassen Sie sich mal überraschen...



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kokel
Erstellt am 16.02.2019, 12:30 Uhr und am 16.02.2019, 12:49 Uhr geändert.
Hamburg


Nach der Kreuzfahrt haben wir uns noch zwei Tage in der Hansestadt aufgehalten, um ihre Schönheiten zu genießen.

An einem Sonntagmorgen landete die Meraviglia in ihrem Sommerheimathafen - im Winter ist es Genua -, womit unsere Reise ein Ende fand. Da die U3 zu der Zeit nicht fuhr, begaben wir uns auf eine ungewollte Stadtrundfahrt, weil uns jeder bezüglich des Hotels, das wir schon gebucht hatten, was anderes erzählte. So kamen wir ohne unser Wissen auch auf die Reeperbahn, die eigentlich jedem Mann ein Begriff sein sollte, befindet sich doch hier das bekannteste Zentrum des horizontalen Gewerbes. Die Auslagen - und auch das ganze Ambiente - schienen schon etwas anders gestaltet zu sein, doch darüber zerbrachen wir uns keinen Kopf, denn die Ermüdungserscheinungen machten sich immer mehr spürbar. Erst nach einer kleinen fast drei Stunden dauernden Robinsonade fanden wir das Ziel. Es befand sich an einer der Hauptstraßen, die hauptsächlich nachts sehr frequentiert war, weil sie zum Lustgewerbe führte...

Nachdem wir uns etwas frischgemacht hatten, erfolgte - am Michel, einem der Wahrzeichen, vorbei - der Weg zum Hafen. Dort angelangt, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auf einer immensen Fläche reihten sich Schiffe sowie verschiedene Gebäude aneinander. Ja, Deutschlands "Tor zur Welt" war tatsächlich beeindruckend, ist Hamburg doch nach Rotterdam und Antwerpen der größte Hafen Europas. Interessant fand ich auch, dass jeder behauptete es handle sich um einen Meereshafen, obwohl es von hier bis zur Mündung der Elbe noch etwa 100 Km sind. Nun gut, durch ständiges Tiefenbaggern können auch die größten Frachter hier einlaufen, doch geografisch ist es nicht korrekt.

Kurzentschlossen wurden Karten für eine Hafenrundfahrt ergattert und ab ging es entlang der Fleete - eine Art Kanäle - und der Elbe an verschiedenen teilweise seltsamen Errichtungen vorbei. Beeindruckend! Dann führte uns der Weg zur Elbphilharmonie, ein gigantischer Bau, dessen Erstellung mit 86.000.000 Euro veranschlagt wurde - bei einer Bauzeit von drei Jahren. Tatsächlich kostete er fast eine Milliarde Euro und wurde nach zehn Jahren eröffnet... Dieser Schildbürgerstreich wird nur noch vom Flughafen Tegel in Berlin getoppt, dessen Fertigstellung vielleicht im nächsten Jahrhundert erfolgt...

Auf dem Rückweg führte uns ein Lift auf den Michel, dem mit 132 m höchsten Turm der Stadt, von wo wir aus 104 m herrliche Stadtüberblicke genießen konnten. Danach fielen wir ermattet in die Betten, bevor draußen der große Rabatz begann.

Am folgenden Vormittag wurde an einer Stadtrundfahrt teilgenommen. Sie führte vom Hafen - eigentlich hätte man auch anderswo ein-/aussteigen können - durch die Innenstadt bis zur Alster, die hier zu zwei Seen gestaut wurde, in deren Nähe sich Prunkbauten erheben, die auf Grundstücken errichtet wurden, deren Quadratmeterpreis sich auf ca. 10.000 Euro beläuft. Sie konnten nur teilweise erblickt werden, da sie sich meist hinter hohen Bäumen erhoben. Am Nachmittag nahmen wir dann an einem Straßenfest auf St. Pauli - dort gibt es nicht nur Puffs... - teil, nahe des Millerntors, dem Stadion des Zweitligisten FC St. Sauli.

Am dritten Tag - der Flug fand erst am späten Nachmittag statt - wurde noch etwas im Park und Hafen herumgetrödelt, bis die zweitgrößte Stadt Deutschlands hinter uns blieb.

Fazit: Hamburg ist immer einen Besuch wert!


Im Hafen
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Der Altar vom Michel
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Moderne Architektur
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Die Elbphilarmonie
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Riesenrad am Millerntor
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S. Pauli
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Der Michel
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Krummes Konstrukt
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Eines der Luxushotels
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An der Alster
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