Urlaubserlebnisse

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Waldler
Erstellt am 29.01.2019, 09:49 Uhr
Respekt! Eine Rarität! Solche Beschreibungen die auch andere Menschen auf gute Gedanken bringen , können nur Menschen mit viel, viel Herz ! Nur so weiter! Menschlichkeit der extra Klasse!!!

kokel
Erstellt am 29.01.2019, 10:43 Uhr
Viene Dank @Waldler. Dies wird allerdings einem gewissen @bankban gar nicht schmecken...

kokel
Erstellt am 30.01.2019, 06:26 Uhr und am 30.01.2019, 06:40 Uhr geändert.
Der Nordwesten


Route
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1. Zimbabwe

Das Schönste von Praslin hatten wir uns natürlich für den krönenden Abschluss aufbewahrt. Eigentlich wollten wir auch die Anse Georgette besuchen, doch die Damen an der Rezeption meinten, das Lemuria hätte geschlossen, sodass es keine Genehmigungen gäbe. Darüber war ich irgendwie gar nicht so traurig, denn so konnte ich meinen Lieblingsstrand gleich zweimal besuchen.

Als habgieriger Panoramabewunderer wollte ich gleich zwei Spatzen mit einer Kugel treffen, sprich, mit dem Bus 62 bis zum Zimbabwe, dem höchsten Berg der Umgebung, fahren, einige Bilder schießen und dann gleich wieder zurück und über den Hügel zum Ziel wandern. Leider ging dieses Vorhaben zum Teil in die Hose, denn bei der Endstation hatte der Bus überhaupt kein Zeitfenster. Da half nur noch eine kleine Bestechung des Fahrers, doch viel half auch dies nichts, denn mehr als fünf Minuten könnte er uns nicht bieten, da er eh schon mit Verspätung angekommen war und die Zeit reichte bei Weitem nicht aus, um bis zum Mast auf dem Berggipfel zu gelangen. So konnte bloß der Blick nach Norden erfasst werden. Schade. Dafür hätte man eben den Rückweg per pedes bewältigen müssen, an und für sich kein Problem, doch ließ dies eine Wunde nicht zu, die ich mir beim Höllenritt auf Curieuse zugezogen hatte und die nun langsam anfing sich zu melden...

Freundlicherweise fuhr der Bestochene in den Kurven sehr langsam oder hielt gar für einige Sekunden an, sodass sich das Unternehmen doch noch einigermaßen lohnte.


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kokel
Erstellt am 30.01.2019, 07:51 Uhr und am 30.01.2019, 08:17 Uhr geändert.
2. Anse Lazio

Zwischen der Bushaltestelle und der Anse Lazio befindet sich ein kleiner Berg, der aber ziemlich abschüssig ist. Wir hatten allerdings Glück, denn
nach einigen Metern nach dem Verlassen des Vehikels hielt ein PKW an und winkte uns zum Einsteigen. Es war ein junges italienisches Paar, das uns irgendwie bekannt vorkam...! Vielleicht ausgleichende Gerechtigkeit für den Vortag. Zufälle gibt`s...

Beim Betreten der Anse war diese noch fast menschenleer. Wir gingen stracks nach links zu unserem Lieblingsplatz von vor sechs Jahren und machten es uns unter einem Takamaka gemütlich. Auf einem der dort wahrscheinlich seit vielen Millionen Jahren verharrenden Steinen ließ ich mich gleich ablichten, um etwas wieder gutzumachen: Damals schoss meine Frau ein Bild von mir, für das ich mich dann jahrelang geschämt hatte, denn es zeigte einen "Milchkörper", weil ich in dem Jahr noch kein Sonnenbad genommen hatte. Diesmal war es ganz anders: ich hatte nämlich fast jede Sekunde ausgenutzt, um mich dem zentralen Gestirn unseres Teiles der Milchstraße zu exponieren, was dazu geführt hatte, dass ich fast als sonnensüchtig betitelt wurde. Inzwischen hab` ich die Bilder miteinander verglichen und bin zu einem nicht ganz erfreulichen Ergebnis gelangt: Die Hautfarbe entspricht nun der eines Seychellenurlaubers, aber das Gesicht weist Altersschwächen... auf. Na ja, man wird halt nicht jünger.

Diesmal wagte ich mich auch hinter die Steine und entdeckte einen neuen Teil der Anse, der mir auch gut gefiel. Er war zwar viel enger, jedoch mit romantischen kleineren Plätzchen versehen und erlaubte auch urige Bilder.
Schnorcheln konnte man hier auch, doch die "Ausbeute" war kaum befriedigend.

Auf dem Rückweg hielt von neuem jemand an, den/die wir schon kannten... Sachen gibt`s!

Am zweiten Tag Anse Lazio war das Wetter bedeutend besser - jedenfalls hinsichtlich Fotografieren. Diesmal postierten wir uns genau ans andere Ende und waren genauso begeistert von der kaum zu übertreffenden Faszination dieser relativ kleinen Bucht. Bestimmt haben sich schon viele gefragt, was sie hat und andere nicht, denn es ist bestimmt kein Zufall, dass sie wiederholte Male zum schönsten Strand der Welt erkoren wurde. Ich beschreibe sie mal so:

Eingebettet zwischen gewaltigen Granitformationen mit einem fast halbmondförmigen Aussehen, einem derart feinkörnigen Korallensand, dass der Eindruck entsteht, man würde sich auf einem Pudergemisch bewegen, umrahmt von Palmen, Takamaka Bäumen und anderen Vegetationsformen exotischer Art, ergänzt durch einen melanchonischen Bilck in die Ferne, in der am Horizont Aride als Sehnsuchtsziel erscheint, sowie einer bunten Unterwasserwelt, bietet dieses einmalige Fleckchen jedem Gast eine besondere Glückseligkeit, die weltweit ihresgleichen sucht.

Es wird manchmal behauptet, der Strand sei überlaufen. Dies mag vielleicht für Seychellen-Verhältnisse so klingen, jedoch im Vergleich zu den Stränden von weit minderwertigerer Qualität ist dem aus meiner Sicht keinesfalls so. Den diese Meinung Vertretenden erzähle ich nun etwas:
Eines Tages besuchte ein Indianer einen seiner Freunde in New York. Im Getöse der Stadt meinte der Gast irgendwann, er würde eine Grille zirben hören. Der verdutzte Angesprochene konnte dies natürlich nicht glauben, also führte ihn der Naturmensch zu einem Strauch mitten in der Stadt, wo dies tatsächlich geschah. Darauf angesprochen, sagte der Indianer, man müsse sich immer auf das konzentrieren, was man hören möchte und alles andere außer Acht lassen. Wie wahr. Probiert`s mal. Versucht, wenn`s euch vorkommt, es seien zu viele Menschen am Strand, sie einfach zu ignorieren und die Schönheit der Umgebung herauszufiltern. Bei mir hat`s geklappt. Konkret: auf einer Länge von ca. 300 m Stand - Breite vielleicht zwischen 10-25 m - habe ich schätzungsweise nie mehr als 200 Urlauber gesehen.

In diesem Teil war auch das Schnorcheln mehr von Erfolg gekrönt. Leider hatte ich genau in dem Moment, wo die bunten Wasserbewohner sich zeigten, die Kamera nicht dabei. Anfänger halt...

Schweren Herzens entfernte ich mich von meinem Lieblingsstrand, denn es war klar, dass es ein Abschied ohne Wiederkehr sein würde. Der einzige Trost, der mir blieb: Aller guter Dinge sind drei, ich aber hatte ihn viermal besucht! In meinen Träumen werde ich ihn noch oft sehen, ihm entlang spazieren und in die Ferne blicken...

Und nun lasst uns gemeinsam träumen:


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Nachtrag: 2011 meldete ein Forumteilnehmer, dass sich vor diesem Strand ein grausames Ereignis zugetragen habe: Ein Paar aus Großbritannien, das hier seine Flitterwochen verbrachte, wurde für immer getrennt, da ein Hai den Mann angriff und ihn vor den Augen seiner Frau in Stücke riss. Darauf wurde die Anse für einige Monate gesperrt, was natürlich zu riesigen finanziellen Einbußen führte. So wurde ein Netz improvisiert -ist auch auf einem der Bilder zu erkennen -, das freilich eher symbolischen Wert hat. Meine Frau hat davon erst nach unserer Rückkehr erfahren, sonst hätten wir diese Reise nicht ein zweites Mal antreten können.
Ich habe mir dabei überhaupt keine Sorgen gemacht, denn Haie sind als intelligente Lebewesen bekannt. Demzufolge werden sie bei einer so großen Auswahl bestimmt nicht auf einen alten Hahn zugreifen, wenn es so viel Pipifleisch - wie wir in Siebenbürgen zu sagen pflegten - gibt...
Übrigens: Statistisch gesehen, kommen innerhalb eines Jahres ca. 15 Menschen weltweit durch derartige Angriffe zu Tode, während etwa 80 durch herbfallende Kokosnüsse erschlagen werden.

kokel
Erstellt am 31.01.2019, 10:47 Uhr und am 31.01.2019, 10:53 Uhr geändert.
Eine "andere" Insel


La Digue: Routen
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Der letzte Tag auf Praslin brach an. An der Anse Volbert erfolgte der morgendliche Spaziergang mit einer klitzekleinen Hoffnung eines meinen Vorstellungen entsprechenden Sonnenaufgangs, doch es blieb alles bei Alten. Da setzte ich mich auf einen kleinen Baumstamm, schloss die Augen und ließ die erste Etappe revue passieren. Der inmitten einer prächtigen Vegetation versteckte Flughafen, das kaum bekannte Naturreservat Fond Ferdinand mit seinem gutmütigen "Fahnenträger", der geheimnisvolle Weg am Berg und die faszinierende Anse Lazio, alles bewegte sich in einem schnell dahinfliegenden Zeitraster und bestätigte die Vielfalt dieses Eilands. Die anfänglichen Unannehmlichkeiten versuchte ich zu verdrängen und nur das Positive zu behalten. In dem Moment schaffte ich es.


Ein neuer Tag bricht an
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Letztes Bild von der Anse Volbert
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Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von den netten Gastgeberinnen - trotz allem :? - und begaben uns zum kleinen Hafen. Die Überfahrt verlief wie immer, sodass La Digue pünktlich erreicht wurde.


Adieu Praslin
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Auch hier erwartete uns niemand, aber in diesem Fall war es kein Problem, denn die Unterkunft befand sich bloß einige Meter von der Ortsmitte entfernt.
Irgendwie hatten wir den Eindruck, woanders gelandet zu sein :!: Die Ochsen unter dem Baum waren verschwunden und an ihre Stelle waren echte Taxis - gleich mehrere von der Sorte - getreten, einige mit klassischem Aussehen, andere wiederum offen und mit viel Platz. Der Ort, den wir noch in Erinnerung hatten, war zu einem Städtchen mutiert. Die Gemütlichkeit war der Hektik gewichen. Da waren wir froh, in dem Gedränge nur kurze Zeit mitmachen zu müssen, bogen nach links ab und erreichten das Ziel innerhalb weniger Minuten.

Am späten Nachmittag setzte ich mich in den nahegelegenen Park und beobachtete das Treiben. Fast unglaublich! Die Anzahl der Fahrräder hatte um ein Vielfaches zugenommen, dazu kamen zahlreiche Touristenbeförderungsmittel und verschiedene LKW, denn - wie sich noch herausstellen sollte - fast überall wurde gebaut, gebaut, gebaut! Nur in den Freizeitanlagen hatte sich nichts getan. Die waren wie eh und je verlottert, doch das schien hier kaum jemanden zu interessieren. Touristen sollten an den Strand und nicht unter den Bäumen herumlungern :mrgreen: Das taten - auch wie immer - einige Einheimische, die wahrscheinlich krummen Geschäften nachgingen und mich ab und zu unter die Lupe nahmen.


Der Park
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Nach einer Weile war`s dann so weit: Ich konnte von einem Stein aus einen fast romantischen Sonnenuntergang genießen. Da dieser über Praslin stattfand, mussten natürlich auch Wolken dabei sein...


Unser neues Zuhause
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Sonnenuntergang über Praslin
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s.o.
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s.o.
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kokel
Erstellt am 01.02.2019, 04:14 Uhr und am 01.02.2019, 04:34 Uhr geändert.
Melancholischer Rückblick

Beim Abendessen stellte sich heraus, dass wir zu dem Zeitpunkt die einzigen Gäste des kleinen Hotels waren. Dementsprechend wurden wir auch umschwärmt. So bot man uns an - wir hatten Halbpension - einfach auszuwählen, pries jedoch in höchsten Tönen den Fisch an, eine besondere Spzialität des Chefkochs (eigentlich, wie sich noch herausstellen sollte, gab`s nur einen... ), also musste dem - man war doch höflich - Folge geleistet werden. Bereut haben wir`s keinesfalls, denn der Bursche verstand tatsächlich einiges von seinem Beruf - jedenfalls in Sachen Fisch -, sodass wir auch an den folgenden Abenden nur noch Flossentiere bestellten. Wer ko, der ko, soll der Bayer sagen und wir konnten es uns halt leisten...

Am Morgen darauf begaben wir uns in die Ortsmitte und merkten schnell, dass sich der Touristenstrom fast ausschließlich in Richtung Süden bewegte, also schlugen wir die entgegengesetzte Richtung ein. Tatsächlich wurde die Straße nach dem Passieren des uns noch nicht bekannten Küstenabstechers des La Domaine de L´Orangeraie viel übersichtlicher. Der Besuch des schmucken Friedhofs hauchte ein Gefühl der Stille und Meditation ein, also ging`s mit gestärktem inneren Frieden weiter nach Norden.
Bei der kleinen Bar erkannten wir die Schildkröte wieder.Sie ließ sich wie eh und je von ihren Bestaunern füttern und war bestimmt stolz auf ihr etwas andere Aussehen - das arme Tier hinkte.

An der Anse Severe war nicht viel los. Im Schatten der Takamaka schnarchten einige "Frischlinge". Ihre Haut zeigte eine gegen Dunkelrot tendierende schrille Tönung, bestimmt kein gutes Zeichen für die folgende Nacht...

Vor dem L`Ocean wurde eine kurze Pause eingeschaltet, schließlich hatten wir doch da bei unserem ersten Aufenthalt übernachtet. Ob die großmaulige Chefin, die uns mal geprellt hatte, noch da war? Anfangs wollte ich`s herausfinden, besann mich dann jedoch eines Besseren, denn es wäre für alle peinlich gewesen, also wurde das Vorhaben beiseite geschoben und wir gingen weiter bis zur "Anse" Patatran. Da musste ein kurzer Abstecher zu einer Villa her, in die ich mal unbewusst eingedrungen war, - eigentlich nur auf die Terrasse -, um den Sonnenaufgang zu fotografieren und vom verzweifelten Inhaber zum Rückzug aufgewordert wurde - ich hatte angenommen, es sei Teil des Patatran Hotels. Alles war verschlossen. Vielleicht war der arme Mann infolge eines Herzinfarkts durch meine Attacke auf sein Anwesen in die ewigen Jagdgründe gewandert, ohne einen Abschiedsbrief zu hinterlassen...

Am Nachmittag war Baden angesagt. Da die Anse Severe viel zu seicht war, wurde die Anse La Reunion aufgesucht. Die Freude war riesig, als ich bemerkte, dass man da richtig schwimmen konnte. Komisch, denn sie befand sich doch auf der gleichen Seite, wie ihre weiter nördlich gelegene Schwester und war trotzdem ganz anders. So beschloss ich, sie am kommenden Morgen vor dem Besuch der Source nochmals zu besuchen, wissend, dass auch diese flach war. Ohne lange nachzudenken, prägte ich mir diesen Entschluss ein, wobei ich eine "Kleinigkeit" übersehen hatte: Auch hier gab es die Gezeiten...


Auch Friedhöfe haben ihren Reiz
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Anse Severe
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Blick nach Westen...
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... Nordwesten...
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... Norden...
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... und Osten
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Unser altes Quartier
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Wilde Ostküste
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Anse Patatran
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s.o.
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Der Rückweg
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kokel
Erstellt am 01.02.2019, 14:25 Uhr und am 01.02.2019, 14:34 Uhr geändert.
Ein unerreichtes Ziel

In meinen Planungen für La Digue war auch eine Inselumrundung per Schiff vorgesehen. Deshalb wandte ich mich schon kurz nach der Ankunft an das kleine Touristenbüro, das sich gegenüber des früheren Parkplatzes der Ochsentaxis befand. Als die Dame des Hauses mein Anliegen vernahm, ging sie zur Tür und winkte in Richtung einer Männertraube, die sich unter einem Baum gebildet hatte und in derart heftige Diskussionen verwickelt war, dass davon ausgegangen werden konnte, dass dort die Zukunft der Insel für die nächsten hundert Jahre beschlossen wurde ... Sekunden später tauchte einer der Wortführer auf und vertröstete mich auf einen der folgenden Tage, da man mit einem niedrigeren Wellengang rechnen würde/könnte...

Dann vergingen jedoch drei weitere Tage, ohne dass sich etwas geändert hatte. Eigentlich war die Wasserbewegung überhaupt nicht anders, als zu dieser Jahreszeit üblich, doch erst im Nachhinein fand ich des Rätsels Lösung: Der Tagesausflug wurde zwar offiziell angeboten, doch dafür fehlte die Aussattung! Ein richtiges Schiff dafür gab`s nicht, und die vorhandenen Boote waren dazu nicht imstande. Vielleicht war das Ganze mehr theoretischer Natur, denn im Reisebüro wurde uns ein ganz anderer Preis mitgeteilt, als draußen bei den "Lokalpolitikern"... Irgendwie werde ich auch den Eindruck nicht los, dass sich der Andrang für eine derartige Exkursion auch ziemlich in Grenzen hielt. So blieb es beim Schnorcheltrip und der wurde abseits des Büros in die Wege geleitet. Steuerhinterziehung hin oder her. Die saßen doch alle im gleichen Boot...

Als wir das Wasserfahrzeug betraten, trafen wir auf Altkanntes und dies nicht, was die Personen anbetraf, vielmehr war es die Diskussionsfreude der Anwesenden. Mama mia... Ob da die Fische noch mitspielen würden???

Nach dem Passieren des Nordkaps der "Ochseninsel" wurden die Wellen fast zu Wogen; kein gutes Zeichen. Der wiederholte Zusammenprall von Boot und Wasser ließ auch den Lärmpegel ansteigen, denn nun bekamen es einige der Stiefelbewohner mit dem Schrecken zu tun und "jodelten" noch lauter

Vor Felicite erfolgte der erste Tauchgang. Wie immer, wollte ich anfangs eine Testphase durchführen, sodass die wasserdichte Kamera an Bord blieb. Leider, denn wie sich nachher herausstellte, hatte ich so die Chance meines Lebens... verpasst. So viele, so bunte und so unterschiedliche Fische hatte ich bis dahin noch nie gesehen! Als ich mir dann den Fotoapparat schnappte und zu der bezaubernden Stelle zurück kam, waren die "Burschen" alle weg. Vielleicht waren sie ja so abgerichtet, dass sie sich bei jedem Bewunderer nur einmal zeigten... Pech gehabt.

Vor Coco Island türmten sich die Wellen immer stärker auf, sodass wir die Insel umrundeten und als Ersatz eine andere Stelle zum Abtauchen vor Felicite - die Insel der Reichen - aufsuchten. Die war allerdings weniger attraktiv. So blieb nur noch die aus meiner Sicht ziemlich geschmacklos errichteten Villen für Touristen der Luxusklasse auf Felcite unter die Lupe zu nehmen.

Auf dem Rückweg merkten wir, dass auch die Crew ziemlich enttäuscht war. Sogar die Dialoge zwischen den Südländern nahmen an Intensität bezüglich des Lärmpegels ab, denn anscheinend waren auch sie nicht ganz auf ihre Kosten gekommen. Der Optimist würde sagen: "Alles hat auch seine positiven Seiten..."

P.S. Tags danach bemerkten wir zufällig einen reichlich geschmückten Ochsenkarren, der sich in Richtung Heiratsanse bewegte. Darauf erkannten wir ein Pärchen wieder, das mit zu den wortgewaltigsten während der Bootsfahrt gehörte. Diesmal saßen beide brav und kuschelig nebeneinander, sie in einem glänzenden Brautkleid, er in einem schneeweißen Anzug. Beide strahlten aus Mund, Augen und Ohren... Da kam in mir etwas Schadenfreude auf, denn ich erinnerte mich an die Worte meiner Kollegin mit dem Fass, die besagten, dass Heirat wie ein aus Holz gezimmerter Behälter ist, auf dessen Oberfläche Honig schwimmt, darunter jedoch lauter Sch.... ist. Na ja, einige unter uns können dazu ein Liedlein singen...


Auf zu neuen Ufern...
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Ziel fast erreicht
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Die Kokos Insel
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s.o.
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s.o.
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Insel Felicite
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s.o.
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Vergebliches Suchen nach der Unterwasserwelt
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Zurück zum Ausgangspunkt
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kokel
Erstellt am 02.02.2019, 06:55 Uhr und am 02.02.2019, 07:13 Uhr geändert.
Letzte Ausblicke

Am Abend vor der Überfahrt nach Mahe nahm ich meine Wunde, die von Curieuse her stammte, nochmals unter die Lupe. Nachdem sie im lokalen Krankenhaus behandelt worden war - da wurde tatsächlich richtig professionell gearbeitet -, zeigte sie Tendenzen des Verschwindens und verursachte auch sonst kaum noch Schmerzen. So wurde der Entschluss gefasst, am nächsten Morgen den Aufstieg zum Nid d`Aigles zu wagen.

Als die ersten Hähne ihr Morgenkonzert anstimmten, wurde dies als Zeichen verstanden sich auf die Socken zu machen. Im Halbdunkel schien der kleine Ort noch vor sich hinzuschlummern. Hie und da tauchten Hunde auf, die mir durch ihre hintere Ventilationsvorrichtung zu verstehen gaben, dass ich willkommen sei, einige Fledermäuse flogen wahrscheinlich nach getaner Arbeit zu ihren Schlafstätten und Insekten waren auch schon unterwegs. Irgendwie das La Digue aus meinen Erinnerungen...

Kurz nach dem Chateau St. Cloud gab`s `ne Gabelung. Zum Belle Vue musste links abgebogen werden. Auch die Landschaft veränderte sich. Der bis dahin gemächliche Weg wurde abschüssiger. Ab und zu tauchten einfache, aber sehr gepflegte Häuser auf, in und vor denen teilweise Bewegung aufkam. Hier grüßte man noch höflich und schätzte die Dauer bis zum Belle Vue recht unterschiedlich ein - von 20 bis 45 Minuten -, wobei man sich vielleicht in die Lage der Einheimischen stellen sollte. Die Einen trauten mir mehr zu, Andere wiederum sahen vielleicht mehr auf das vordere Mittelteil des Rumpfes, das nun wahrlich nicht sehr sportlich aussah...

Da es im Wald keine Schilder gab, hätte ich mich an einer neuen Gabelung fast verlaufen, doch zum Glück fuhr genau zu der Zeit ein LKW vorbei, der mir die Richtung vorgab. So gelangte ich irgendwann ans Ziel. Die Hütte war noch verschlossen, also setzte ich mich auf einen Felsvorsprung und schoss einige Bilder.
Auf dem Rückweg hatte ich Glück, denn ein LKW-Fahrer hielt von sich aus an und erbarmte sich meiner. So kam ich noch rechtzeitig zum Frühstück an


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kokel
Erstellt am 03.02.2019, 05:58 Uhr und am 03.02.2019, 06:07 Uhr geändert.
Vor gewaltiger Kulisse


Tag 3 war für`s Baden bestimmt. Die kurze Entfernung, aber auch die hervorragenden Schwimmmöglichkeiten, gaben natürlich der Anse La Reunion Priorität, also nix wie hin, zumal sich auch das Wetter zum Plantschen sehr gut eignete.
Beim Eintreffen an der "Ausnahme unter den Stränden der Westküste", stellte sich jedoch heraus, dass es die in der von mir gewünschten Form gar nicht gab! Das Wasser war nur knietief! In Richtung Riff waren einige Einheimische unterwegs, um Fische einzusammeln. Erst jetzt merkte ich , dass die erwähnte "Kleinigkeit" etwas mit der Anziehungskraft des Mondes zu tun hatte und ich Trottel hatte dies in meiner Begeisterung glatt übersehen. Ich schämte mich in Grund und Boden, ließ mir jedoch nichts anmerken, obwohl es eine der größten Blamagen war, die mir bis dato zuteil wurden. Ich glaube, meine Frau lachte sich ins Fäustchen, ließ sich jedoch nichts anmerken. Erst am Abend schnitt sie das Thema beiläufig an, doch da hatte sich bei mir die Schande schon etwas gelegt.


In solchen Fällen muss `ne andere Lösung her, also wurde kurzerhand der Entschluss gefasst, der Source einen Besuch abzustatten.
Am Eingang drehte die Dame mit den Eintrittstickets meiner Frau einige mit Öl durchtränkte Vanilleschoten an - das Gewicht macht`s... - an, wonach das Ganze einen neuen Lauf nahm.
Der alte Ochse war zum Glück noch immer da und drehte seine Kreise vor einer gaffenden Touristengruppe aus Bella Italia, die sich wiederholt zu einem Applaus in Richtung Arbeitstier hinreißen ließ. Den "Burschen" schien diese Art von Anerkennung so stark zu beeindrucken, wie einen Elefanten, den eine Tsetsefliege sticht.. .

Kurz danach erfolgte der Eingang zum anscheinend meist fotografierten Strand der Seychellen, an dem auch so manchen Filmszene entstand. Erst jetzt fiel mir auf, dass wir während unseres ersten Besuchs hier umkehren mussten, weil der Zutritt verboten war, also betraten wir praktisch Neuland.
An verschiedenen Stellen waren Trupps aus dem Reich der Mitte postiert, die die Landschaft für sich verewigten, wobei ihr Temperament alles andere als zurückhaltend war :P

Über die Anse Source D`Argent wurde wirklich viel berichtet, doch beeindruckend ist sie schon. Die Kombination von einzigartigen Granitkolossen, ihre Lage zueinander sowie die Kontraste zum flachen Strand sind tatsächlich imponierend!

Vor dieser imposanten Kulisse versuchte ich zu schnorcheln, denn auch hier - welch Zufall... :x - war der Tidenhub akzeptabel. Für einen Anfänger nicht schlecht, aber es kam kein richtiges Unterwasserbild zustande. Alles muss halt gelernt sein.

Als wir uns gegen Mittag in entgegengesetzte Richtung begaben, war der Strand alles andere als überlaufen, obwohl das Wetter prächtig mitspielte. Vorbei an der Vanilleplantage - sie hatte an Ausmaß zugenommen - und den Schildis im Gehege unterhalb des riesigen Grasnitmonolits ging`s zurück zur Anse, die mich morgens so blamiert hatte. Diesmal war sie gnädiger und ließ das Wasser auf das von mir gekannte Ausmaß ansteigen So fand der Tag doch noch ein angenehmes Ende.


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kokel
Erstellt am 04.02.2019, 06:33 Uhr und am 04.02.2019, 06:51 Uhr geändert.
"Inselhüpfen"


Mahe: Routen
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Der Zwischenstopp auf Praslin gestaltete sich recht unterschiedlich. Der für diesen Teil der Inselgruppe riesige Andrang beim Aus- und Einsteigen legte sich innerhalb einer relativ kurzen Zeit, wonach wir im kleinen Warteraum fast allein verweilten. Die Dame von der Wechselstube setzte sich nach getaner Arbeit zwischendurch in unsere Nähe und stillte ihr gutgenährtes Baby. Während sich die Kleine volllaufen ließ :wink: , war ihre Mama in eine ziemlich heftige Diskussion mit einer Bekannten verwickelt, sodass der Eindruck erweckt wurde, da wären zwei Vulkane kurz vor dem Ausbruch. Alles Täuschung, denn es war bloß ihre Art der Kommunikation, denn kurz darauf brachen beide in ein so schallendes Gelächter aus, dass der Japaner, der auf einer Nebenbank schnarchte , aufwachte und die Verursacherinnen seines Weckens verständnislos anglotzte, doch die setzten ihren Meinungsaustausch gelassen fort.

Langsam fing sich der Aufenthaltsraum an zu füllen, Zeichen, dass der Zeitpunkt der Abfahrt nahte. Nach dem Erledigen der Formalitäten nahmen wir irgendwo Platz und erreichten bei hohem Wellengang den Zielort. Dort wurden wir vom gleichen Fahrer wie vor sechs Jahren erwartet. Auch er erkannte uns wieder, also fiel das Wiedersehen dementsprechend innig aus. Er wählte sogar einen Umweg, damit wir Bilder von Victoria aus einer anderen Perspektive machen konnten, denn er kannte unsere Leidenschaft. Von neuem wurde mir klar, dass diese Menschen zwar aus finanzieller Sicht nicht unbedingt zu den Reichsten der Welt gehören, jedoch mit einer natürlichen Gewogenheit, die ihresgleichen sucht, ausgestattet sind. Dadurch sind sie in meinen Augen viel reicher :!: Es kommt allerdings auch immer darauf an, wie man sich ihnen gegenüber verhält - nehme ich mal an.


Die Bergüberquerung, die Indermärkte an der Hauptstraße, die aufragenden Felsen zur linken Seite und schließlich der langgezogene Strand Beau Vallon waren alte Bekannte, an die man sich gerne erinnerte und sich in ihrer Mitte fast heimisch fühlte. In der kleinen, aber adretten Unterkunft Beau Bamboo wurden wir herzlich empfangen, wonach noch etwas Zeit übrig blieb, um noch für einige Minuten die Strandpromenade entlang zu schlendern. Erinnerungen wurden wach. Es waren halt alte bekannte.


Auf Nimmerwiedersehen La Digue
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Alte Bekannte
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Beau Vallon
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s.o.
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s.o.
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Klein, aber fein: unser neues Quartier
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kokel
Erstellt am 04.02.2019, 14:41 Uhr und am 04.02.2019, 14:55 Uhr geändert.
Ein kleiner Garten Eden

Als die Franzosen im 18. Jahrhundert auf den Seychellen ansässig wurden, begannen sie Teile der Inselgruppe mit exotischen Pflanzen aus mehreren Teilen der Welt auszustatten. Ihre Spuren sind im Le Jardin Du Roi Spice Garden zu beobachten. Die Anlage ist mit ihren 25 Hektar recht ausgedehnt, aber nicht die Fläche, sondern die Lage sowie die Anordnung der Vegetationsvielfalt sind es, die sie so attraktiv machen. Der sogenannte Garten - darunter kann man ja so Manches verstehen... - erstreckt sich auf den Anhöhen von Les Canelles im Süden der Insel, unweit der Anse Royale.

Wir nahmen den Bus. Diesmal handelte es sich um ein neues Modell aus dem ehemaligen... Reich der Mitte, das viel mehr Konfort aufwies, als die meist in die Jahre gekommenen Klapperkisten. Es ging am Flughafen vorbei bis zur Anse Royale, wo rechts abgebogen wurde, dann vorbei an einem ausgedehnten Gemüsegarten und schon bat uns der Fahrer auszusteigen. Ja, ja, wie beim Fond Ferdinand auf Praslin, kann man sich auf die Chauffeure sehr gut verlassen, denn sie sind sehr hilfsbereit, besonders dann, wenn man ihnen schon vorher eine Kleinigkeit zukommen lässt :wink: Klappt immer!

Kurz nach der Bushaltestelle weist ein Schild auf das Ziel hin. Der Weg ist zwar mühsam, lohnt sich jedoch vollkommen.
Am Eingang erhält man eine Karte, auf der die Wege eingezeichnet sind, die man sich anschließend nach Belieben auswählen kann. Deshalb gebe ich auch keinen Rat, denn die klassische Route gibt`s hier anscheinend nicht. Der "Garten" ist zwischen 10-17 Uhr geöffnet. Auch hinsichtlich der Dauer des Aufenthaltes innerhalb der Anlage sollen keine Zeiten angegeben werden, denn die Interessen sind ja bekanntlich großen Schwankungen unterstellt :oops:

Auf jeden Fall gibt`s für Panoramaliebhaber ein besonderes Schmankerl: Nicht weit vom Eingang entfernt - auf der rechten Seite vom Eingang her gesehen - eröffnet sich ein herrliches Bild in Richtung Anse Royale, aus meiner Sicht eines der schönsten, die man auf den Seychellen schießen kann :!:


Blick zur Anse Royale
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s.o.
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s.o.
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s.o.
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s.o.
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In der Anlage sind zahlreiche Gewürzpflanzen (Vanille, Muskat, Nelken, Curry, Pfeffer, Zimt), aber auch verschiedene Obstsorten (Citronelle, Brotfrucht...) sowie andere tropische Pflanzen - z.B. 17 Palmenarten - zu bewundern. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass sich hier ein Besuch auch für Nichtbotaniker lohnt.

P.S. Im gleichnamigen Ort Anse Royale (ob dies auch so stimmt???) sahen wir zahlreiche junge Personen in gleicher Kleidung. Ein Vertiefen in die Materie ergab, dass sich hier die Universität der Seychellen befindet. Daraus schließe ich, dass es sich um Studenten gehandelt hat, aber da bin ich mir nicht ganz so sicher. Vielleicht ist diesbezüglich jemand im Stande den Sachverhalt aufzuklären. Für mich war es schon etwas Besonderes. Schüler in Uniform ist mir sehr bekannt, aber Studenten...? Viellleicht ein Überbleibsel aus britischen Zeiten :x, an die man sich hier nicht gerne erinnert.

Da ich auf dem Gebiet der Botanik ein Laie bin, werde ich einige der nun folgenden Bilder nicht betiteln.

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kokel
Erstellt am 04.02.2019, 15:25 Uhr
Fortsetzung


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Zurück an der Anse Royale
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kokel
Erstellt am 05.02.2019, 08:12 Uhr und am 05.02.2019, 08:24 Uhr geändert.
Erlebniswelt Saint Anne Marine National Park

Im Reiseführer wird behauptet, dass man in diesem Naturpark besonders gut schnorcheln kann, wenn das Gebiet unter dem Einfluss des NW-Monsuns steht. Leider stand es jedoch während unseres Besuchs unter dem Einfluss seines Kontrahenten. Was nun? Da meine Talente auf diesem Gebiet noch steigerungsfähig :lol: waren, spielte das Tauchen in die Unterwasserwelt eh eine untergeordnete Rolle. Dafür wurde das Interesse für die kleinen Inseln geweckt, die sich laut Beschreibung etwas abseits des Touristenstromes befanden, also wurde der Entschluss gefasst, es mal zu probieren.

Das Angenehme an der Organisation war, dass man von der Unterkunft abgeholt und danach zu dieser zurückgefahren wurde. Da ich dieser Prozedur als Erster unterstellt wurde, konnte ich neben dem Fahrer Platz nehmen, ein wortgewaltiger Mann, der fast ohne Unterbrechung herumquatschte, ohne zu bemerken, dass ich kaum etwas mitbekam. Ihm das mitzuteilen ging nicht, denn man kam ja nie zu Wort!

Dieser Zustand änderte sich erst, als die nächsten Tourgäste einstiegen. Die unterhielten sich in einer Sprache, die mir sehr bekannt war, doch das wussten sie nicht. Deshalb ließ ich sie eine Zeit lang in ihrem Element. Erst als eine Teilnehmerin zur anderen sagte, dass es eigentlich bewundernswert sei, in dem Alter noch ans Schnorcheln zu denken, dankte ich höflich in ihrer Sprache. Da diese nicht gerade zu den Weltsprachen gehört, verstummten die vier noch recht jungen Leute für einige Sekunden. Darauf erklärte ich ihnen, dass ich mir Rumänisch in Deutschland allein beigebracht habe, weil ich das Land und seine Menschen mag. Die kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus! So etwas sei ihnen noch nie vorgekommen, meinten alle unisono und betrachteten mich in den folgenden Stunden wie einen Halbgott. Fakt ist, dass ich so brutal auch noch (fast) nie gelogen hatte , schließlich hatte ich mein erstes Studium in der Sprache des Volkes absolviert, das die Gebiete zwischen und außerhalb des östlichen Teiles der Karpaten bewohnt.

Bei der Ankunft im Hafen wurden wir auf ein Glasboot verfrachtet, dessen Crew aus den drei Söhnen des Redeverliebten bestand. Die Jungs waren zwischen 12-17 Jahren jung, wobei mir besonders der Kleine ans Herz wuchs. Als ich ihn fragte, wie er in der Schule zurecht komme, fing er fast an zu weinen, während seine beiden älteren Brüder sich köstlich amüsierten und mich anstachelten, ihn auf diesem Gebiet noch etwas auszuquetschen. Das tat ich zwar nicht, versicherte ihm jedoch, dass ich zu der Gruppe der Unterrichtenden zähle. Darauf wich er mir bis zum Beenden der Tagestour so aus, indem er bei jedem Erheben meinerseits von der Bank gleich ins Wasser sprang... Ohne zu wollen, trug der Kleine zu einer Atmosphäre bei, wie sie nicht besser hätte sein können, denn in der Zwischenzeit wussten auch die anderen Vier, worum es hier ging.

Der "Kapitän" schien sich in diesen Gewässern sehr gut auszukennen, denn er wurde schon als Kind oft mitgenommen. Matrosentradition halt... Er schaltete den Motor oft aus und erlaubte uns so die Fische unterhalb der Wasseroberfläche zu bewundern. Meine Freunde schienen auf diesem Gebiet auch Anfänger zu sein, denn nach den ersten Versuchen nutzten sie die Stopps fast nur noch zum Wasserspringen. Ich quälte mich etwas mehr, doch viel kam dabei auch diesmal nicht heraus. Immerhin schoss ich die ersten Unterwasserbilder, was schon als Riesenfortschritt bewertet werden kann. Zum Glück tummelten sich gleich hunderte von Fischen in der Nähe des Bootes, als man ihnen Brot zuwarf. Wozu dann noch schnorcheln?

Am späten Vormittag wurden wir auf einer Sandbank ausgesetzt, denn die Jungs mussten an Land, um das Essen zuzubereiten. Der Aufenthalt erlaubte ein unter die Lupe nehmen der Mikrotierwelt bei Ebbe. Baden war eh Mangelware, denn das Wasser war über viele Meter seicht, also begnügte man sich mit einer Abkühlung durch horizontales Eintauchen.

Das Essen war lecker, doch Fisch eher Mangelware :?: Danach begaben wir uns zur Insel Moyenne, doch als wir dort am kleinen Strand eine recht große Menschentraube zu Gesicht bekamen, wurde auf eine Landung verzichtet. Dafür durften die Mitreisenden ihre Saltos ins erfrischende Nass fortsetzen - den Kleinen miteingeschlossen, denn ich erhob mich recht oft von der Bank...

Vor der Verabschiedung von den rumänischen Gästen klärte ich die wahrheitsfremde Aussage vom Vormittag auf, worauf angestoßen wurde. Ein abwechslungsreicher Tag nahm so ein würdiges Ende.


Startbereit
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Wir entfernen uns von Mahe
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Die kleine Inselwelt vor Mahe taucht auf
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Das erste vernünftige Unterwasserbild!
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Und gleich das Zweite!
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Der Nationalpark bei Ebbe
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Da fand das Mittagessen statt (Insel Round)
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Moheynne
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Überall gibt`s Verstecke...
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Insel Cerf
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Erinnerungsfoto
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kokel
Erstellt am 05.02.2019, 12:45 Uhr und am 05.02.2019, 12:50 Uhr geändert.
Besuch bei den Künstlern

Dank eines Geheimtipps besuchten wir an einem der Tage eine Anlage, in der verschiedene Künstler der Insel ihre Werke ausstellen und auch zum Kauf/Verkauf anbieten.

Im hinteren Teil der Anlage erhob sich ein schicker Bau aus Kolonialzeiten, umrahmt von kleineren Buden, in denen man vieles erwerben konnte: T-Shirts, Keramikwaren, Schnitzereien, Gewürze u.v.m. Vor dem Betreten der einladenden Verkaufsstände wurde noch ein Abstecher in eine Halle gemacht, in der Coco de Mer verarbeitet wurde. Zu dem Zeitpunkt war nicht viel los - eigentlich nix -, denn man wartete auf den Rohstoff. Wann der ankommen würde, wusste niemand, also vertrieb man sich die Zeit irgendwie. Traurig darüber schienen die dort Angestellten nicht unbedingt zu sein...


Nicht weit vom Eingang entfernt viel mir ein Baum auf, dessen Artgenossen mir schon von Barbados bekannt waren. Die hatten sogar der Karibikinsel ihren Namen gegeben - eigentlich waren`s ja die Portugiesen... Das Seltsame daran war, dass er Luftwurzeln hatte, die nach unten wuchsen und ihm immer wieder Stabilität verliehen. Komisch, was die Natur so alles zu bieten hat...

Ohne vielleicht in den Verdacht zu geraten Werbung zu machen - war noch nie mein Ding -, sollte vielleicht erwähnt werden, dass die dort angebotenen Waren m. E. von ziemlich guter Qualität sind und die Preise sich tatsächlich für Seychellen-Verhältnisse in Grenzen halten.


Einer der "Verkaufsstände"...
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s.o.
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Einer der "Bärtigen", ein besonderer Feigenbaum, der Barbados seinen Namen verliehen hat
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Der "Bärtige" aus einer anderen Perspektive
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Überblick von der Anlage
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Abschiedsbild
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kokel
Erstellt am 06.02.2019, 05:28 Uhr und am 06.02.2019, 05:32 Uhr geändert.
Besuch in der Metropole...

Eigentlich ist das in Reiseführern immer wieder als niedlich, fast romantisch und kleinste Hauptstadt der Welt dargestellte "Städtchen" alles andere, als die geschilderte Traumkulisse. Das schon etwas hektische Treiben auf den Straßen rings um den "Little Ben" zeugen eher vom Gegenteil, und das mit der kleinsten Hauptstadt war schon immer ein Lügenkonstrukt, um die Attraktivität eines Ortes hervorzuheben, der inzwischen über 30.000 Einwohner hat. Dagegen sind Melekeok (Palau) mit 520 EW, Vaiaku (Tuvalu) mit 700 EW und St. Georg`s (Grenada) mit 5.000 EW eher Zwerge. Da fragt man sich schon, ob die Autoren solch falscher Behauptungen nicht irgendwie belangt werden können, denn m.E. ist die Wiedergabe falscher Daten nicht ohne, da sie irreführend ist und Konsequenzen haben kann.

Wie dem auch sei; ein Besuch in der einzigen Stadt der Seychellen - dies scheint zu stimmen, denn der Beau Vallon zeigt z.T. auch städtische Strukturen, doch anscheinend nicht ausreichend, um als urbanes Gebiet anerkannt zu werden - lohnt sich schon. Allerdings merkten wir auch hier eine ziemlich deutliche Veränderung zum Negativen: ein viel regerer Puls auf den Gehwegen - damit umschreibe ich das Gedränge... -, viel mehr Verkehr und schließlich auch ein negativer Trend bezüglich der Sauberkeit.

Vielleicht täuscht der Eindruck, aber das Angebot auf dem Markt war auch nicht mehr so vielfältig. Da beziehe ich mich hauptsächlich auf das an Gewürzen und Fischen. Dass die Verkäufer/innen - auch eine vielleicht subjektive Beurteilung - "professioneller" geworden waren, kann man aus ihrer Sicht sogar als positiv einschätzen, doch aus dem Beobachtungswinkel der Nachfragerseite wohl weniger...

Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Seychellen in Sachen Fußball bemüht seien auf internationaler Ebene einen besseren Platz als Rang 176 von etwas mehr als 200 Fußballverbänden einzunehmen. Als Freund dieses Sports wollte ich mir mal das Zentralstadion ansehen. Dort angekommen, schien die ganze Anlage ziemlich heruntergekommen zu sein - was ja auch stimmte. Im Nachhinein sagte mir jemand, dass es seit einiger Zeit ein neues Stadion gäbe, doch das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, eigentlich schade, denn das hätte bestimmt auch mein Interesse geweckt.

Am zentralen Busbahnhof braucht man eine gewisse Zeit, um sich zurechtzufinden, doch bei genauerer Analyse der Einteilung der Abfahrtstellen ergibt sich dann schon eine gewisse Logik.

Vor der Fahrt nach Victoria wussten wir noch nicht, ob wir den Botanischen Garte nochmals besuchen sollten. Als es dann so weit war, zogen wir es vor den Nachmittag lieber am Beau Vallon zu verbringen, den Abend dann auch, denn da gab es eine Art wöchendlichen Markt, der jedoch auch einen gewissen Unterhaltungswert aufwies.


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