Volksverdummung- wer betreibt sie, die Konservativen oder die Linken?

Kostenlos Registrieren Suche | Forenregeln | Hilfe | Beiträge dieses Themas abonnieren

Um Beiträge zu verfassen, müssen Sie sich kostenlos registrieren bzw. einloggen.

Seite 1 von 16 [1] [2] [3] [4] · · >|


lori
Erstellt am 10.03.2008, 11:12 Uhr
Hallo Allerseits,

Habt ihr das gesehen? Gestern Nacht um 23h 30 in der ARD den Dokumentarfilm "die Rentenangst". Ich nehme für mich in Anspruch mit den Medien und Nachrichten recht gut umgehen zu können. Es gibt(gab) nichts was mich besonders beeindrucken kann.Bis gestern...

Ich bin immer noch der Meinung, dass die soziale Marktwirtschaft(von mir aus auch Kapitalismus) eine gute Form des Wirtschaftens ist. Unter den 192 existenten Staaten, kommen Untersuchungen zufolge 80 mit diesem System gut zurecht, dass den Bürgern neben Wohlstand auch persönliche Freiheit(Demokratie) bescherte. In Osteuropa -mit einigen bedauerlichen Nebeneffekten- wird dies deutlich sichtlich.

Meiner Meinung nach stand die gesetzliche Rentenversicherung zu Unrecht in der Kritik, trotz aller Schwierigkeiten mit denen sie zu kämpfen hat. Dass sie aber derart kaputt geredet wird und wurde, so die Kernaussage dieses Films ist mir dennoch neu! Ehrenwerte Herren auf deren "unabhängige" Meinung ich eigentlich viel gab, stellen sich als Interessenvertreter der Versicherungsgesellschaften heraus. Allen voran Meinhard Miegel, dessen Seriösietät ich nie angezweifelt hatte und Kurt Biedenkopf, beide vom "Institut für Wirtschaft und Gesellschaft". Dieses Institut wird von grossen Firmen finanziert, so steht es im Internet, aber laut ARD sind es grössenteils Versicherungsfirmen. Über andere Personen möchte ich gar nicht reden, denn es würde den Rahmen sprengen, aber damit ich nicht der Parteinahme in Verdacht gerate, wäre auch die eher unrühmliche Rolle des ehemaligen Arbeitsministers Riester(SPD) zu erwähnen.

Seit Jahren wird uns die scheinbar? (mit dem Fragezeichen möchte ich andeuten, dass ich mir auch nicht sicher bin, was richtig und was falsch ist)richtige Logik eingetrichtert, dass die gesetzliche Rentenversicherung zum Scheitern verurteilt ist, weil immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finazieren müssen. Ich bin kein besonders grosser Kenner der Materie, aber es ist mir so durch den Kopf gegangen, dass ein Bauer am Anfang des Jahrhunderts etwa 10 Leute ernähren konnte und heute kann er etwa 100! Warum sollte, dass nicht auch in anderen Wirtschaftsektoren passieren? Und siehe da, der Film spricht genau diesen Denkansatz an: Produktivitätssteigerung, Wachstum, und Bevölkerungrückgang. Bei steigenden BSP und gleichzeitigem Bevölkerungsschwund, müsste der Kuchen, den es zu verteilen gibt, grösser sein. Ich glaube, dass ist werder rechts noch links.

Ich möchte keineswegs die private Vorsorge verteufeln, im Nachhinein gesehen, sieht es aber so aus, dasss die gesetzliche Rente regelrecht zu Gunsten der Privatwirtschaft geplündert wurde. Die Riester Rente ist nichts anderes als eine versteckte Beitragserhöhung, die nur vom Arbeitnehmer getragen wird.Das sagen sowohl Lafontaine als auch Blüm. Sowohl links als auch konservativ. Wer betreibt nun die Volksverdummung?

Gruss
Lori

Saedtler
Erstellt am 10.03.2008, 14:34 Uhr
Schreibt hier nicht auch ein gewisser lori ständig besonders enthusiastische Beiträge über Rumänien und über die Rumänen? Nur so von wegen Volksverdummung

lori
Erstellt am 10.03.2008, 17:32 Uhr
Hallo Saedtler,

Ja,ein gewisser Lori schreibt öfter über Rumänien und die Rumänen aber:
1.vertritt er seine eigene Meinung und vertritt keine Interessengruppen, es sei denn man sieht die Szekler als solche an, Honorare erhält er auch keine!

2. Möge mir der Kollege saedtler beweisen, dass ich bewusst die Unwahrheit gesagt habe. Mir hat in diesen Foren noch niemand Volksverdummung vorgeworfen bis auf Deine Wenigkeit!

Mit engagierten Beiträgen bist du in diesen Foren auch nicht aufgefallen.Also, zuerst eine Katharsis durchleben und nachher auf andere "schiessen"!

Tschüss

Johann
Erstellt am 10.03.2008, 20:43 Uhr und am 10.03.2008, 21:00 Uhr geändert.
lori schrieb:
Ich möchte keineswegs die private Vorsorge verteufeln, im Nachhinein gesehen, sieht es aber so aus, dasss die gesetzliche Rente regelrecht zu Gunsten der Privatwirtschaft geplündert wurde. Die Riester Rente ist nichts anderes als eine versteckte Beitragserhöhung, die nur vom Arbeitnehmer getragen wird.Das sagen sowohl Lafontaine als auch Blüm. Sowohl links als auch konservativ. Wer betreibt nun die Volksverdummung?

Gruss
Lori


Jeder auf seine Art und Weise:
1. Die Marktradikalen (Neoliberalen - FDP und rechte CDUler, teilweise sogar rechten SPDler und Grünen) wollen in die Vor Bismackrzeit zurück, dass die privaten Banken und Versicherungen dabei einen größeren Reibach machen können, ist natürlich ein netter Nebeneffekt.
Dieses Modell taugt zur sozialen Absicherung der Oberschicht, der Reichen und gut verdienenden (was nicht gleichbedeutend mit Leistungsträgern ist!!). Die Reformdebatte wurde von 1990 bis 2005 von diesen Leuten bestimmt
2. Seit 2005 bestimmen nun linke Radikale die Diskussion (Die Linke, linke SPDler und Grüne). Sie wollen genau wie die erste Gruppe möglichst die seit der Bismarckzeit bewährten gesetzlichen Sozialversicherungen abschaffen, nun aber nicht zugunsten von privaten Unternehmen, sondern indem von der Beitrags- auf Steuerfinanzierung umgestellt wird, das sind die Skandinavien-Fans. dieses Modell ist vor allem für Bedürftige, Arbeitslose und Geringverdiener vorteilhaft.
3. Blüm, Geißler, Seehofer und viele Gewerkschafter und rechte SPDler verteidigen die gesetzlichen Sozialversicherungen, das Bismarck-Erbe sozusagen!
Von den gesetzliche Sozialversicherungen profitiert am meisten die Mittelschicht, das war mal die sogenannte 2/3 Gesellschaft. Die Mittelschicht ist aber enorm geschrumpft (auf zur Zeit 54 %), weil die Unterschicht (25,5 %) enorm zugenommen hat, aber auch die Oberschicht (20,5 %)hat zugenommen.
Die Sozialpolitik der alten BRD haben bis 1989 die konservativen Sozialpolitiker in CDU/CSU und SPD.
Diesen Leuten fehlt leider die Kraft, um die ausgezeichneten Potentiale des deutschen Modells weiterzuentwickeln.
Die Sozialpolitiker der Volksparteien haben in der alten BRD erfolgreich versucht, allen Schichten gerecht zu werden, daher haben sie für alle geeignete Handlungsinstrumente entwickelt.

Zur Zeit rennen wir vom rechten in den linken Graben!

Die Parteien haben nicht mehr das Wohl aller im Blick Reiche wie Arme, sondern entwickeln sich zu Klientel-Lobyisten.

Die größten Probleme werden die beiden Volksparteien bekommen. Deren Kuchen ist zur Zeit 54 %, Tendenz steigend.
Lachende Sieger sind die FDP Potential über 20 %, aber das größte Potential haben die Linken, 25 %, Tendenz steigend.



Dolfi11
Erstellt am 10.03.2008, 21:23 Uhr und am 10.03.2008, 21:39 Uhr geändert.
Antwort zum Thread-Titel:

Die meisten Politiker...

Nur, bei aller Panik, was die Rente anbelangt... vergesst nicht zu leben...das Leben findet heute statt, und nicht morgen... wer weiß, ob wir das Rentenalter überhaupt noch Erleben werden, wenn ja, sollte man sich nach eventuellen billig-ersatz-wohnorten umsehen ( Lori, evtl. Rumänien? ) ähnlich Nokia...

Karel Will
Erstellt am 10.03.2008, 21:56 Uhr
>weil immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finazieren müssen. Ich bin kein besonders grosser Kenner der Materie, aber es ist mir so durch den Kopf gegangen, dass ein Bauer am Anfang des Jahrhunderts etwa 10 Leute ernähren konnte und heute kann er etwa 100! Warum sollte, dass nicht auch in anderen Wirtschaftsektoren passieren? Und siehe da,<
--------------------------
Verzeih, sehr geehrte Lori!
– doch Volksverdummung betreiben wir eigentlich selber, weil so mancher SB-Sachse (und nicht nur) sich an den vielversprechenden Deutschen Staat, in überwältigender Dankbarkeit, anschmiegt und gewissenhaft seine vorgegebene Pflicht erfüllt und merkt nicht dass er eigentlich der Verlierer – besser gesagt, die abgemolkene Kuh im Stall – ist.

Wir sollten aufwachen und nicht denselben Fehler wiederholen, indem man alles glaubt was einem gesagt oder versprochen wird.
Norbert Blüm hat mal gesagt dass die Rente sicher sei - doch damit hat er seine Eigene gemeint...

Wenn jemand jetzt noch an eine ausreichenden – vor allem – sichere Rente glaubt und sich auf den Staat verlässt... der glaubt sicher noch an den Weihnachtsmann – dem sei gesagt: „Selber Schuld!“
In Rumänisch gibt es ein Vergleichbaren Spruch: „Tara arde dar baba se piaptana!“
(Das Land fackelt ab doch die Greisin kämmt ihr Haar!)

Man wird in letzter Zeit ausreichend in den Medien, bezüglich Rente und derer negativen Prognose informiert... und daher verstehe ich manche nicht, dass sie so spät eine Enttäuschung diesbezüglich zeigen und erst jetzt erkennen dass die Politik von mächtigen Kapitalisten abhängig und gesteuert wird.
„Geld regiert die Welt!“ Und Politik kann man ohne Geld nicht betreiben...
Mein Spruch ergänzt vielleicht die Macht des Geldes: „Geld ist Maßstab der Gefühle!“

Zum Abschluss einen kleinen Vers, diesbezüglich:
Die Starken

Helfe, unterstütze lieber den Großen und Starken
denn vom Kleinen kannst du ja nichts erwarten!
Nach diesem Motto auch die Regierung regiert
sonst kann’s sein dass sie ihre Macht verliert.

Hau immer auf den Kopf
der Kleinen und Schwachen
denn das kannst du bei Starken
sicher nicht ungestraft machen!

Gruß
W. B.

WL
Erstellt am 11.03.2008, 00:09 Uhr
Hallo Allerseits,
ich möchte mal das allgemeine Wissen über Neoliberalismus auffrischen. Neoliberalismus ist nicht ein Relikt aus dem 19 Jahrhundert. Neoliberalismus ist der Grundstein der sozialen Marktwirtschaft wie sie mit Hilfe von Ludwig Erhard nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland etabliert wurde. Erhard war ein Neoliberaler. Neoliberalismus steht für:
- sozialen Ausgleich
- Chancengleichheit
- Gewerbefreiheit
- Vetragsfreiheit
- eine freie Bürgergesellschaft
und ist gegen:
- Kartelle und Monopole
- ein totalitäres Gesellschaftsystem
- zentrale Wirtschaftslenkung

Deutschland ist mit diesem System recht gut gefahren, leider ist es in den letzten 20 Jahren immer mehr ausgehöhlt worden.
Deshalb ist Vorsicht geboten bei herabwürdigenden Äusserungen über den Neoliberalismus, der Schuss könnte nach hinten los gehen.

Werner Liebhart

Johann
Erstellt am 11.03.2008, 08:26 Uhr und am 11.03.2008, 08:33 Uhr geändert.
WL schrieb:Hallo Allerseits,
ich möchte mal das allgemeine Wissen über Neoliberalismus auffrischen. Neoliberalismus ist nicht ein Relikt aus dem 19 Jahrhundert. Neoliberalismus ist der Grundstein der sozialen Marktwirtschaft wie sie mit Hilfe von Ludwig Erhard nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland etabliert wurde. Erhard war ein Neoliberaler.

Der Begriff "Neoliberalismus" wurde erstmals 1938 geprägt. Entschieden weiterentwickelt wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg u.a von der Freiburger Schule unter der Bezeichnung "Ordoliberalismus".
Dies war aber nur ein Pfeiler der darktwirtschaftlichen Ordnung der alten BRD. Diese Leute haben aber zu der sozialen Absicherung (z.B. Rente etc.) überhaupt nichts bleibendes beigetragen.
Die konservativen Ideen von Bismarck (Sozialversicherungssystem) sowie die christliche Soziallehre waren hier prägend. 1961 mit der Einführung der Sozialhilfe kommen sozialistische Vorstellungen hinzu: Rechtsanspruch auf Existenzsicherung ohne Gegenleistung.

In den 90ger Jahren des letzten Jahrhunderts sind Neoliberale aber auch mit Ideen zur Rente aufgefallen, aber so wie ich das geschrieben haben, würden sie gerne das gesetzliche Sozialversicherungssystem zugunsten von privaten Versicherungen abschaffen.

Ich glaube schon, dass eine Kritik des neoliberalen Gedankenguts ,wie es vor allem zwischen 1990 und 2005 die politische Auseinandersetzung prägte, mehr als angebracht ist.

Diese Leute kommen mir vor wie Auto-Ing., die meinen, man kann die Leistungsfähigkeit eines Autos steigern, indem man erstens die Motorleistung um 200 PS steigert und gleichzeitig die Bremsleistung reduziert oder andere Sicherheitssysteme z.B. ABS abschafft.

Mit 200 PS ohne Airbag,
ABS und Bremskraftverstärker? Das würde nicht gut gehen!
Sicherheit fördert die Leistung, sie bremst sie nicht. Ein neuer Wagentyp ist nur dann besser, wenn er
nicht nur schneller, sondern auch sicherer ist. Die Motorleistung und die Sicherheitsleistung sind zwei
Seiten ein und derselben Medaille. Das gilt nicht nur für Kraftfahrzeuge. Von der Autoindustrie lernen,
heißt siegen lernen. Ein Bewusstseinswandel ist nötig, soziale Sicherheit ist auch in Zeiten der
Globalisierung kein Menetekel, sondern ein Vorteil für den Standort D.



Joachim
Erstellt am 11.03.2008, 14:09 Uhr
Sicher könnte die staatliche Rente sicher sein. Wenn man es nur wollte! Da ich aber unsere Abgeordneten, übrigens auch mittlerweile unsere Medien (Presse) nicht mehr für unabhängik halte gehe ich davon aus, das wir uns in Zukunft zwangsläufig mehr und mehr privat absichern müssen. Zumindest die, die es sich noch leisten können. Es sugeriert einem Sicherheit. Ich kann nur davor warnen. Schauen wir nur nach Amerika. Da haben schon viele Ihre ganze Rente verloren, die sie ihr Leben lang privat angespart hatten weil die Firmen kaputt gingen. Und wie viele sind total verarmt, weil Börsenkurse und Fonds nicht das hergaben, was sie ursprünglich versprachen. Ich würde ja nichts sagen,wenn wir ein armes Land wären, aber wir sind eines der reichsten Länder auf dieser Erde! Und soviel Geld müßte dann schon vorhanden sein, das die Leute, die das miterarbeitet haben, auch ausreichend staatlich abgesichert sind!
mit freudlichem Gruß
Joachim

Bäffelkeah
Erstellt am 11.03.2008, 14:36 Uhr
Die Abgeordneten sind dem Souverän, dem Volk verpflichtet. Die sind eh schon auf Diät(en) gesetzt. Die Presse ist durch die Bank abhängik. Eine private Absicherung ist wichtig, zumal die staatliche Rente unsicher ist, obwohl sie sicher sein müsste, in unserem reichen Land. Stimmt, Amerika ist uns ein warnendes Beispiel. Dort haben viele viel Vertrauen in die Börse, in Aktienfonds gesetzt und verloren. Wer spekuliert, verliert?!? Aber seien wir doch mal ehrlich: Wo geht es denn noch gerecht zu?

WL
Erstellt am 12.03.2008, 17:51 Uhr
Sehr geehrter Johann,
in unserer freien Gesellschaft darf man alles kritisieren (ich fürchte aber dass sich das auch noch ändern wird), allerdings vermisse ich in Ihrer Kritik an den Liberalen die konkreten Kritikpunkte.

Zum Bismarckschen Rentenversichungssystem möchte ich anmerken dass es nicht umlagefinanziert war. Es beruhte nur auf Ansparen der Beiträge welche je zu einem Drittel vom Arbeitnehmer, vom Arbeitgeber und vom Staat bezahlt wurden und als Rente wieder ausgezahlt wurden. Also nicht viel anderes als eine Private Rentenversicherung.
Als Deutschland nach dem Kriege am Boden lag, waren auch die Versicherungsträger mittellos. Die Liberalen forderten damals dass die BRD als Rechtsnachfolger des 3. Reiches dafür gerade stehen muss und die Kassen der Versicherungsträger wieder aufstocken soll. In der damaligen Diskussion zur Rentenreform, sie ging von 1952 bis 1957, haben sich die Liberalen vehement dagegen gewehrt, weil damals schon klar war dass das angestrebte System keinen Bestand haben kann. 1957 wurde , gegen alle Warnungen auch aus den Reihen der CDU, die Rentenreform beschlossen und somit die Weichen falsch gestellt. Heute wissen wir es alle dass es falsch war und trotzdem wird an diesem System festgehalten. Wohl weil man den Bürgern vor einem Systemwechsel Angst macht. Ob es etwas mit den zahlreichen Sozialexperten zu tun hat, welche nun schon seit 50 Jahren an dem System herum basteln, möchte ich jetzt nicht weiter bewerten. Fakt ist dass mit der Rentenreform 1957 die Höhe der Renten und die der Beiträge den Politikern in die Hand gegeben wurde, die dann meistens aus wahltaktischen Gründen , nach dem Motto „wer gibt mehr“, Rentenerhöhungen durchgesetzt haben, obwohl sie nicht mehr bezahlbar waren.
Da dieses System nun einmal durchgesetzt war, musste man damit klar kommen. Und die FDP hat wenigstens versucht groben Unfug zu verhindern, was ihr auch manchmal gelungen ist.

Eine kapitalgedeckte Altersabsicherung in Form einer privaten Rentenversicherung ist keinesfalls so riskant wie sie von manchen Leuten immer dargestellt wird. Der Gesetzgeber kann ja auch Mindeststandards vorgeben. Aber so weit sind wir ja noch gar nicht. Und was den Airbag betrifft, den gibt es in Form der Grundsicherung zu der sich die FDP schon 1986 bekannt hat.

Was die Einführung der Sozialhilfe betrifft, war es ein Fortschritt und keinesfalls sozialistisch. Es herrscht doch allgemeiner Konsens über alle Parteien hinweg, dass Menschen die unverschuldet in Not geraten vom Staat unterstützt werden müssen.

Neoliberales Gedankengut zwischen 1990 und 2005 kann man hier nachlesen:
http://www.fnst-freiheit.org/uploads/644/1997_Wiesbadener_Grundsaetze.pdf

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand der den Sozialismus hautnah erlebt hat, die dort aufgeführten Thesen ablehnt.

Werner Liebhart

rio
Erstellt am 12.03.2008, 19:07 Uhr
Also was der Herr Lafontaine sagt, ist meiner Meinung nach reinster Populismus (im negativsten Sinn des Wortes) und Demagogie vom Feinsten. Dieser werte Herr hat doch neulich die Verstaatlichungen des venezolanischen Präsidenten Chavez ganz offen als "richtig" bezeichnet, weil so angeblich der Ölreichtum des Landes "dem Volk"(?) zugute käme. Das sind genau die Thesen, welche unsere politische Herrscherklasse im Kommunismus seinerzeit in Ro verkündet hatte. Die Linken sind die reinsten Kommunisten und Marxisten, daraus machen sie gar kein Hehl, daneben sind unsere Grüünen schon fast rechtsaussen.
Meiner Meinung nach sollten diese Linken in keiner Diskussion auch nur erwähnt werden, es erübrigt sich die Frage ob sie Volksverdummung betreiben, natürlich, und das nicht nur in Sachen Rente sondern in allen Fragen. Kleines Bonmot der Petra Pau von den Linken, als sie gefragt wurde falls der Fall Rot-Dunkelrot auf Bundesebene eintreten würde, wen diese dann als Aussenminister stellen würden: "Wer sagt Ihnen denn dass wir der kleinere Koalitionspartner sein werden?" Na dann mal Gute Nacht Deutschland, Guten Morgen DDR! 's wird Zeit zum Kofferpacken!

Joachim
Erstellt am 12.03.2008, 19:24 Uhr
Hallo Herr rio,
wie Sie sagen kennen Sie sich bestens aus, aber das was Sie schreiben ist das nicht selbst reiner Populismus ?
Mit freundlichem Gruß
Joachim

rio
Erstellt am 12.03.2008, 20:11 Uhr und am 12.03.2008, 20:15 Uhr geändert.
Na meiner Meinung nach ists kein Populismus, aber selbst wenn schon, ich habe nicht den Einfluss auf das Volk wie ein Lafontaine, somit bin ich auch nicht eine Gefahr für diese Gesellschaft, und das sind nach Macht gierende Populisten und Demagogen wie Herr Lafontaine, Frau Pau und Co sehr wohl. Nicht wahr?

WL
Erstellt am 12.03.2008, 20:42 Uhr
Aufgeklärte Menschen werden dem Lockruf der Linken nicht folgen. Viel gefährlicher sind manche Schulbücher.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat acht Lehrbücher namhafter deutscher Schulbuchverlage analysiert und untersucht, wie Schülern Marktwirtschaft erklärt wird. Diese Studie ist ein ernüchterndes Zeugnis für die Vorurteile gegenüber der Marktwirtschaft bei Schulbuchautoren in Deutschland. Die vorliegende Broschüre ist herunterzuladen unter:
www.fnst-freiheit.org/uploads/896/Martkw_Schulbuecher.pdf
Ist lesenswert.

Werner Liebhart

Seite 1 von 16 [1] [2] [3] [4] · · >|

Kostenlos Registrieren Suche | Forenregeln | Hilfe | Beiträge dieses Themas abonnieren

Um Beiträge zu verfassen, müssen Sie sich kostenlos registrieren bzw. einloggen.

Registrieren! | Passwort vergessen?
Impressum · RSS · Banner · Forenregeln · Nutzungsbedingungen · Datenschutz