Quergereimt - Quatsch mit Würze

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Kurt Binder
schrieb am 29.05.2025, 05:57 Uhr
Der Nudeldieb
MEGA-Quarsch in 3 Teilen
Teil 2

Als ich die von Van Thast erarbeitete Theorie zur porentiefen Lüftung des Nudel-Geheimnisses hörte, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren. Aber klar doch – das war die Lösung! Darauf hätte wohl jedes Kind kommen können, das Sience-Fiction Filme gesehen hatte!
Das Zauberwort hieß – beamen! Da waren doch in einem Raumschiff namens Entreprise (nicht zu verwechseln mit dem Traumschiff mit Sascha Hehn) diese beiden coolen Typen, die jeder noch so schwierigen Schwierigkeit beherzt entgegentraten, und sie ohne bemerkenswerte Hindernisse bewältigten:
Das Spitzohr Mr. Spock, und das Schlitzohr Käptn Kirk. Die beiden waren so gescheit, dass nur der Bordarzt Dr. McCoy ihmen die Pille reichen konnte!
Nun, bevor die Spannung zur Folter wird – was bedeutet „beamen“?
Da wird also der Körper des freiwilligen Opfers mittels rasiermesserscharfer Strahlen in ziemlich viele klitzekleine Stücke zerhackt, und mit dem Interplanetarischen Express mit über 100 kmh transportkostenfrei an das vorher bestimmte Ziel geschickt. Dort angekommen, stürzen sich die vorausgeeilten Seelen auf ihren Körpersalat, und beginnen hastig, ihn wie ein dreidimensionales Mosaik zusammenzukleistern.
Hier stellte sich jedesmal schonungslos heraus, wie gut sich der Mensch vorher - selbst gekannt hat! Durch mangelnde Selbstkenntnis sind durch Verwechslung maßgeblicher, lebenswichtiger Teilchen schon manche undefinierbare Kreaturen geschöpft worden, die an den Zirkus verkauft, oder in einem Zoo ausgestellt wurden. Die gelungensten aber, so richtig schleimige, geifernde Monster wurden in einigen S.F. Filmen als intelligente außerirdische Wesen dargestellt - die Aliens, die uns in jeder Hinsicht fernsehturmhoch überlegen waren!
Logisch überlegt dürfte also unser Nudeldieb erwa so vorgegange sein:
Zuerst hatte er die schwer gesicherten Tresore alle in seine Wohnung gebeamt, hernach die Nudeln herausgebeamt, und dann die für ihn wertlosen Tresore gewissenhaft in die orangefarbene Wertstofftonne gelegt. welche ja zum Glück in jedem Monat entleert wurde!
Um die Länge dieser Story nicht in die Länge zu ziehen, überspringen wir die Probleme, die mit der Fabrikation der bereits erwähnten Nudel-Tresore weltweit einhergingen – das Gerangel um das billigste und beste Produkt! Der Import-Export-Krieg peitschte die Ein- und Ausfuhrzölle in astronomische Höhen, und kreierte die sogenannte Zollspirale. Diese soll zur Erfindung der Fusilli-Spiralnudel geführt haben, die ja eigentlich, streng geometrisch betrachtet eine Wendel, und keune Spirale ist, weil ... auf – hööö – ren!!
Inzwischen hab ich eine Unmenge von e-Mails und Anrufen bekommen, was nun – zum Schlach hinein mit dem verflixten Nudeldieb passiert ist???

Teil 3 heute Abend zwischen 18:03 und 18:07 Uhr
Kurt Binder
schrieb am 29.05.2025, 18:04 Uhr
Der Nudeldieb
MEGA-Quatsch in 3 Teilen
Teil 3

Ehrlich zugegeben – ich habe keine Ahnung! Ich verrate auch nicht, dass dieser Quatsch auf Grund eines bedauerlichen Schreibfehlers komponiert wurde. Er sollte eigentlich „Das NudelSieb“ heißen, aber das hätte keinen aus den feuchten Socken gerissen. Jede Hausfrau/-mann weiß, dass man dies bei Amazon schon für schlappe 18 Euronen ins Haus geliefert bekommt, schön versilbert mit ultrakleinen Löcheleins, auch für die dünnsten Spaghettis geeignet!
So können wir nur spekulieren – z.B. dass ER gefasst und verhauen wurde, bis er versprochen hat, nie wieder Nudeln zu entbeamen.
Wenn ER aber zu feige war, sich seiner Verantwortung zu stellen, hat ER sicher das Hasenpanier ergriffen, und sich auf den Mars gebeamt.
Das Sicherste wäre jedenfalls, IHN vom Obersten-Inter-Cosmischen Gerichtshof, kurz Oberin-Cogericho auf die Sonne zu verbannen - und zwar lebenslänglich!
Friede seiner Asche!
Nimrod
schrieb am 30.07.2025, 16:54 Uhr
Gendern in Asien

Ein Guru deklamierte in der Pagode
Der Göttin Shiva inbrünstig seine heißeste Ode
Da steigerte sich die Guru*in in höchste Wut
Die Göttin war die Nachbarin aus Fleisch und Blut
Nimrod
schrieb am 05.08.2025, 17:09 Uhr (am 05.08.2025, 17:10 Uhr geändert).
Übersetzungsprobleme deutsch-latein
(gewidmet besonders tick aus entenhausen, aber auch allen anderen Lesern)

Der „Atem“ der nach hinten entweicht
Entspannt dich, es wird ums Herz dir leicht
Der Lateiner aber wäre entsetzt
Wenn man Flatus jetzt mit „Furz“ übersetzt
Direkt hat er kein Wort, drückt sich herum
Verwendet gern das Wort „Bombulum“
Gebrauchte es der Römer in der Katakombe
Hörte es sich nämlich an wie der Schlag einer Bombe
Der Schreck dauerte aber dann nur kurz,
denn man roch es ja, es war nur ein Furz
Lateiner sind in der Sprache doch sehr vornehm
Übersetzungsmaschinen macht das ein Problem
Obwohl es wäre doch sehr banal,
sagen sie dann „Atem“ für den Furz der dann entweicht anal
tick
schrieb am 06.08.2025, 16:18 Uhr
Wunderherrlich, jetzt verstehe ich warum die Googleübersetzung so ausfällt.
Grüße auch von Trick und Track aus Entenhausen
Tick (der mit der roten Mütze)
Kurt Binder
schrieb am 09.08.2025, 09:32 Uhr
Alles bestens

Ein abergläubiger Mann trat an einem Morgen vorsichtig auf die Straße, schaute sich aufmerksam links, rechts, oben, unten und geradeaus um – als ihm der kohlpechrabenschwarze Kater Blacky vom limken Nachbarn mit hocherhobenem Schwanz über den Weg lief. Erschrocken wollte er ins Haus zurück flüchten, doch dann nahm er allseinen Mannesmut zusammen – und marschierte los.
Kaum hatte er ein paar Schritte hinter sich gebracht, da stürtzte aus dem Fenster des rechten Nachbarn die immer hungrige dänische, nicht vegane Dogge herunter, und ektomierte mit ihrem Hund-von-Baskerville-Gebiss sauber einen frischen Happen aus seiner linken Wade.
Der Mann heulte so gekonnt auf, dass die Dogge beeindruclt bremste, und nahe dran war, dem Mann zu geben, was des Mannes war – doch dann siegte der Appetit.
Während des Auf-den-Boden-Stürzens hatte der Mann vergessen, sich vorher zu vergewissern, ob der Landeplatz auch koscher sei. Dass er kurz darauf auf einer Dornenkrone saß, die rein zufällig genau am Ende der Falllinie seines Allerwertesten lag, belehrte ihn schmerzhaft vom Gegenteil.
Als er auf allen Dreien über die Straße kroch – das des Wadenmuskels beraubte Bein erwies sich zum Krabbeln als ungeeignet - da überfuhr ihn ein Van, der ebenfalls rein zufällig unbekümmert des Weges rollte. Der Fahrer bremste zwar sofort - leider, als er noch auf dem Opfer stand. Das versetzte ihn in ein schwieriges Dilemma: Sollte er nun vorwärts, oder rückwärts von dem heftig konvulsierenden Subjekt unter ihm herunterfahren?
Noch bevor er auf seuen Fingern mit „Ene bene miste, es rappelt unter der Kiste“ zu einem einleuchtenden Schluss gekommen war, raste der Rettungswagen samt Teufelsquart heran, zerrte den Mann unter dem Van hervor, und lieferte ihn nach einem Dutzend Spritzen und Schlaäuchen in allen Öffnungen seines Leibes im Krankenhaus ab.
Das war sein Glück, denn so verfehlte ihn um Wimper-Haaresbreite das Klavier, welches Frau Eifelsucht ihrem Gatten durch das Fenster aus dem sechsten Stock nachgeworfen hatte, weil sie ihn mit der flotten Lotte von nebenan im keuschen Austausch von Höflichkeiten erwischt hatte.
Als man den Mann letztendlich auf der Bahre in ein Zimmer brachte, fiel sein Blick auf den Wandkalender – und er nickte zufrieden, sprang von der Bahre herinter und ging nach Haus. Es war alles in bester Ordnung, denn heute war Freitag, der 13!
Kurt Binder
schrieb am 14.08.2025, 16:41 Uhr
Venedig sehen, und – staunen

Bei einem Treffen im Biergarten Gültsteins erzählte Horst eine gar merkwürdige Geschichte von seinem Freund Rüdiger.
“Er war sehr abenteuerlustig.“, berichtete er. „Seine letzte Nachricht bekam ich erst vor einer Woche – aus Venedig!“
“Oh - Venedig – da wollte ich schon immer mal hin!“, seufzte der schüchterne Moritz, begleitet von mehreren „Ahs“, „Tolls“ und „Wuiiis“ der Freunde.
“Ja“, fuhr Horst fort. „Er erzählte begeistert von seiner Rundfahrt mit der U-Bahn, kreuz und quer durch die ganze Stadt.“
„Aber“, meldete sich da der stets ungläubige Thomas, „in Venedig gibt’s doch keine solche U-Bahn!“
“Nun, das hat er ja damals nicht gewusst. Er berichtete strahlend, wie die bunten Fischlein an den Fensterscheiben vorbeigeflitzt sind – es war einfach das Erlebnis seines Lebens!“
“Und – weiter?“, wollte Adam wissen.
„Dann ist er in die Uffizien gegangen!“
“Aber – die Uffizien sind doch in Florenz!“, widersprach Hans. Horst gab ihm Recht.
“Ja, aber das konnte Rüdiger damals nicht wissen! Jedenfalls ist er anschließend auf den Schiefen Turm gestiegen!“ Moritz zog ein Gesicht.
“Der schiefe Turm von Pisa ist in Pisa – ich bitte schön!“
“Auch dass hatte Rüdiger damals nicht gewusst! Und zum krönenden Abschluss seiner Venedigreise ist er in den Vulkan Eyjafjallajökull baden gegangen!“
“Aber“, rief die Korona entsetzt in vierstimmiger Madrigal-Manier, „der Eyjafjallajökull steht doch in Island - und ist ein aktiver Vulkan!!“ Rüdiger zuckte bedauernd die Achseln,
“Nun, ich sagte ja, er ist - baden gegangen!“
Nimrod
schrieb am 10.09.2025, 14:08 Uhr
„Bella Venezia“

Es stürzte ein alter Grande,
gestoßen von feuriger Bande
in Venedigs Canale Grande
und das von einer Empore
Tenor und Bariton sangen dazu im Chore
Dadurch sank er zu einer Amphore
Aus ihr entwich in die Sphäre
Der Geist einer alten Chimäre
und mit ihr hat der Gondoliere eine heiße Affäre
Kurt Binder
schrieb am 06.10.2025, 09:26 Uhr

Diana, mon amour


In der heutigen Ausgabe des Tageblattes „Frivole Morgenpost“ las ich – und ich traute meinen Augen nicht - folgende Annonce:
Rüstiger Mitachtziger bietet sich live in angemessener Entkleidung für den in Eigenregie inszenierten Sketch ;Diana steigt aus ihrem Bad“ an!
Die Vorführungen finden täglich bei Sonnenaufgang in seinem Garten statt.
Beim Entrichten des freiwilligen Honorars sollte dem Umstand Rechnung getragen werden, dass der freizügige Verlauf der Show keine Body self-expression des Hauptdarstellers sein will, sondern eine bescheidene Selbstversketchung im Sinne der Kunst in all ihren Facetten, was durch diese umweltfreundliche, zutiefst expressive Darbietung besonders zur Geltung kommt! Dass dadurch auch die Aufbesserung seiner Rente keine geringe Rolle spielt, spielt für den altruistischen Rentner keine Rolle, der in diesem Sinne auch auf Coockies verzichtet!
Der französische Maler Boucher würde jubeln, wenn er erführe, dass im 21. Jahrhundert ein 3-dimensionales Pendant zu seinem 1742 in Öl gemalten Nackedei den Augenschmaus live fortsetzen werde - als Hommage zu seinem berühmten Werk. Bouchers Diana wurde übrigens 1852 in Paris im Louvre aufgehängt.
Die Ermittlung der Krankenkassen, die eventuelle Nebenwirkungen, besonders aber Folgewirkungen bei den Zuschauern übernehmen, läuft noch.

Genau genommen - wieso eigentlich Quatsch?
Es regt doch ‚zem Nodinken’ an ...
Kurt Binder
schrieb am 23.10.2025, 09:13 Uhr
Ein Mensch auf einem Dach

Was tust du, oh Mensch, auf dem steilen Dach,
weit außerhalb von Dach und Fach?
Ist es die kühle, frische Luft,
hoch über dem Mief und irdischem Duft?
Willst du am End so hoch da droben
die hehre Sphäre der Götter loben,
die dich geschaffen haben auf Erden,
um auch bloß ein Teil des Ganzen zu werden?
Hegst du vielleicht Suizid-Gedanken,
weil dein Kapital und die Aktien wanken?
Ist es die Weite, die die Nähe ehrt,
oder ist es bei dir grad umgekehrt?
Oder bietet dir so dein weiter Horizont
den Halt im Leben, auch wenns nicht frommt?
Erkennst du so die Grenzen von deinem Walten,
oder spürst du den Antrieb zu wieterem Schalten,
damit in dem neu orientierten Verhalten,
dein ureignes Wesen bleibe erhalten?
Vermeinst du im Ernst, des Universums Weite,
vertiefen zu können von dieses Daches Seite,
wenn deine Blicke in endloser Ferne
mit Sehnsucht tauchen in die funkelnden Sterne?
Meinst du, wenn du trotzt der Galaxien Enge,
sprengst du damit kühn die uralten Zwänge,
die uns die Genese einst auferlegte,
als sie die Welt zum ersten Schritt bewegte?
Oder bist du vielleicht ein Krähenjäger?
„Nein, nein - ich bin ja bloß – der Schornsteinfeger!“

Kurt Binder
schrieb am 04.12.2025, 12:34 Uhr
Ein Krokodil kommt selten allein
Anspruchsloser MEGA-Quatsch

Heute Morgem, gerade als ich den letzten Tropfen reinsten 100% Arabica-Kaffee, mit einem guten Schuss Eierlikör hinter die Binde gegossen hatte, da klingelte es an der Haustür. Ich ging den langen Gang entlang, öffnete – und kann es heute immer noch nicht glauben, was sich da meinen noch trüben Augen hemmungslos anbot.
Da wand sich vor der Haustür ein sechs Komma fünf Meter langes Krokodil - und es sah mich mit einem Blick an, der mir in intuitiver Vorahnung das Blut gefrieren ließ.
“Wünsche einen guten Morgen – gehabt zu haben!“, zischte es mir zu. „Mein Name ist Kroko der 13. und ich habe Hunger!“
Ich staune heute noch darüber, dass ich gestern über einen so unerwarteten Besuch nicht gestaunt hatte. Und ich entgegnete höflich:
“Also, Herr Kroko 13., im Augenblick hab ich nur ein paar Mici von WinklersWurst im Kühlschrank, und noch eine Portion Bertramsuppe mit Klößen – die könnte ich Ihnen in ein paar Minuten ...“
“Wer spricht hier von Mitsch oder so, Herr Binder?“, bellte er mich geifernd an. „Die reichen allenfalls für meinen linken hohlen Zahn - was, wie? Ich habe da an etwas Üppigeres gedacht!“ Und in seinen Augenwinkeln glomm es tückisch, was ich auf Anhieb (noch) nicht deuten konnte.
“Na, dann lassen Sie mal hören – vielleicht kann ich Abhilfe schaffen!“ Der 13. nickte erfreut mit dem ganzen Panzer.
“Das kannst Du ruhig laut sagen!“, knurrte er, während mich seine Blicke von allen Seiten umglühten und paralysierten. Doch wieso ...
“Wieso duzen Sie mich – was soll das?“ Die Nr 13 grinste von einem Maulwinkel zum andern.
“Weil ich mit meinen Mahlzeiten noch nie per Sie war – so ein Respekt in der letzten Instanz würde nur meinen Appetit kaputtieren!“ Und dann bellte er:
„Kommt raus, Kinder – es ist angerichtet!“ Unter ihm krabbelten flugs sieben kleine, süße Krokodil-Teenes hervor, und beschnupperten mich.
“Papsi - kann man das essen?“, erkundigte sich das kleinste. Das war seine letzte Frage, denn Papsi machte nur „Schnappp!“, verstaute es in seinem rechten hohlen Zahn, und knurrte verärgert:
“Diese blöden Fragen verekeln mir bloß den Appetit!“
Und da wurde es mir schnappartig klar, was da eigentlich schon seit dem Klingeln an der Haustür bis zu diesem Augenblick bereits im Gang war ...

Nein – ich bin aus diesem Alptraum noch nicht erwacht! Aber wenn dieser befreiende Moment eintreten sollte, werde ich an die Tür einen Zettel heften, mit dem Text (auf Krokodillisch): „Zutritt nur für vegane Krokodille!“, oder einfach nur - die Klingel abstellen!
Und für die letzte, oder sagen wir im Klartext - unabänderliche Instanz werde ich mir, unter sadistischer Missachtung des Tierwohls eine kleine Atombombe mit Splitterstreuung und Zeitzünder in die Tasche stecken ...

Kurt Binder
schrieb am 13.12.2025, 10:46 Uhr
Froschiade

Der adlige Frosch Alexander von Quak verließ eines Morgens, entgegen den Warnungen seiner Gattin Alexanra von Quakin den schützenden Teich, um sich auf der feuchten Wiese ein Mückenfrühstück zu intusieren.
“Du siehst doch, dass das Ufer von Störchen nur so wimmelt!“, lispelte sie besorgt.
“Ach was“, beruhigte er sie, „damit werde ich schon fertig!“ Sprachs, und hüpfte, ein fröhliches Liedchen auf dem Maul mitten zwischen die Rotschnäbel hinein.
“Seht, seht – da kommt unser Frühstück!“, klapperten diese erfreut. Und sie stelzten von allen Seiten auf Alexander zu - und einer, der ihm am nächsten stand, schnappte gierig nach ihm. Erschreckt versuchte er davonzuhüpfen, doch der Storch versperrte ihm den Fluchtweg und klapperte:
“Na, komm schon – sei kein Frosch!“ Alexander hielt brüsk an, zuckte mit den Achseln und sagte:
“Wenn du meinst ...“, und verwandelte sich flugs in einen Grizzlybären, verarbeitete den perplexen Adebar mit seiner Pranke zu Gulasch - und verschlang ihn mit Haut und Federn. Dann rülpste er, hüpfte, nachdem er ein paar Dutzend Stechmücken geschnappuliert hatte, wieder zu seiner Alexandra in den Teich zurück, und quakte vergnügt:
“Hallo. Schatz – ich bin zu Hause!“

Hm – als Quatsch vielleicht nicht quatschig genug, doch als Parabel ganz passabel, oder?

Nimrod
schrieb am 13.12.2025, 13:42 Uhr
Zur Entstehung von Kurts Froschiade !

Das traurige an Kurts passabler Parabel ist das Schicksal der Fröschin Alexandra von Quakin, geborene Prinzessin von Prußt-Schneutz. Sie war im ersten Leben ein munteres, aber leichtsinniges Mädchen. Beim Spielen verlor sie, wie ja bekannt, ihre goldene Kugel weil die in den Brunnen fiel. Mit seinen magischen Kräften brachte ihr Alexander von Quak diese Kugel zurück und übergab sie ihr unter der Bedingung, ihn zu küssen. In ihrer Not tat sie das auch und um sie nicht zu erschrecken, verwandelte sich von Quak, dank seiner magischen Kräfte, die uns ja Kurt schon eindringlich geschildert hat, in einen wunderschönen Prinzen. Eine Zeit lang ging das dann auch gut. Der alte Quakerich vermisste aber zunehmend das Mahl mit den fetten Fliegen. Eines Tages konnte er sich deshalb nicht mehr halten. Auf die Liebreize seiner jungen Frau wollte er aber auch nicht verzichten. Darum verwandelte er dann beide wieder in Frösche. Und so ist Kurts Parabel: „Die Rettung vor dem Schnabel“ auch in die Geschichte eingegangen.
Ist’s für uns auch ein wenig Quatsch – die Frösche fühl’n sich wohl im Matsch und gar nicht miserabel, zumindest hier in der Parabel -
Kurt Binder
schrieb am 17.12.2025, 11:52 Uhr
Wers nicht glaubt, wird selig

“Auch der Wurm krümmt sich, wenn er getreten wird“
So lautet ein altes, offensichtlich auf Erfahrung beruhendes Sprichwort.
“Das glaub ich nicht!“, sagte der ungläubige Thomas. „Das muss ich selbst ausprobieren!“
Sprachs, ging auf die Wiese, erspähte einen dicken Wurm, trat mit nachhaltiger Neugier und vorlastiger Wucht auf ihn – und wurde im nächsten Augenblick von diesem aufgefressen.
Was war geschehen? Thommy hat versehentlich – einem Graboiden auf die Zungenspitze getreten, die dieser für ein kleines Sonnenbädlein durch ein Wurmloch an die frische Luft gelegt hatte ...
Nimrod
schrieb am 17.12.2025, 13:11 Uhr
Hallo Kurt, jetzt müssen aber die "Graboiden-Jäger" ran !

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