Sprachaufnahmen aus Rosenau

Dialektforschung

Rektor a.D., 86 Jahre, aus Rosenau


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Auf Anregung von Prof. Bernhard Capesius fing Martin Kraft, Rektor a.D. von Rosenau, an, Dialektforschung zu betreiben. Dafür veröffentlichte er Texte in der Zeitung und forderte die Leser auf, diese Texte in ihrem eigenen Ortsdialekt niederzuschreiben und zurückzusenden. Die Niederschrift erfolgte nicht streng nach Regeln sondern nach Gehör und mit solchen unorthodoxen Hilfsmitteln wie dem rumänischen ă und î. Die Reaktionen waren überwältigend. Die Mitabeiter haben neben den angforderten Texten noch viele weitere Texte eingesandt. [mehr...]
Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 30. März 2019 • Kommentieren
Aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Ein Leben als Lehrer

Rektor a.D., 86 Jahre, aus Rosenau
Nach seiner Ausbildung am Lehrerseminar in Hermannstadt lehrte der gebürtige Rosenauer Martin Kraft zuerst in Weidenbach, bevor er sich auf Bitten der Rosenauer Kirchengemeinde in seine Heimatstadt versetzen ließ. Da war er dann 42 Jahre lang Lehrer und Rektor. Danach folgte ein 6-jähriger Zwangsaufenthalt in Reps. [Aufnahme anhören »]
3:50 Minuten, 1.8 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 28. März 2019

Der Fuchs und der Bär

Junge, 11 Jahre, aus Rosenau
Der Bär war sehr hungrig und fragte den Fuchs, ob er ihm etwas zu Fressen verschaffen könnte. Der Fuchs empfahl ihm, den Schwanz in den Bach zu hängen, bis die Fische anbeissen. Das tat der Bär auch. Allerdings ist das Wasser dann zugefroren und als der Bär den Schwanz heraus ziehen wollte, ist er ohne Schwanz geblieben. [Aufnahme anhören »]
1:20 Minuten, 0.6 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 24. März 2019

Die Schildbürger

Junge, 11 Jahre, aus Rosenau
Eines Tages gingen die Schildbürger in den Wald, um Holz für ihr neues Rathaus zu holen. Sie brachten jedes einzelne Stück Holz zu zweit ins Dorf herunter. Das letzte Stück fiel ihnen herunter und rollte von allein ins Tal. Dann erkannten sie, dass das viel einfacher ist, und brachten das Holz wieder hinauf, um es herunterrollen zu lassen. Die Schildbürger hatten viele Mäuse und wussten nicht, wie sie diese los werden konnten... Zwei der bekanntesten Schildbürgergeschichten, erzählt von einem Jungen aus Rosenau. [Aufnahme anhören »]
3:31 Minuten, 1.6 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 22. März 2019

Arbeiten, arbeiten, arbeiten

Mann, 70 Jahre, aus Rosenau
Der Erzähler hat nach dem Militärdienst bei den 89ern in Kronstadt und der Familiengründung viel gearbeitet. Um etwas zu haben. Doch kaum waren die Kinder etwas größer, kam Russland. Nach zwei Jahren in Russland und zwei Jahren im Reich ist der Erzähler aber wie ein anständiger Mensch wieder heimgekehrt. Anschließend folgten 16 Jahre in der Munitionsfabrik. Im Rentenalter ist er seit 9 Jahren beim Kollektiv mit 3 anderen Rosenauern. Ansonsten sind nur Fremde beim Kollektiv. Beim Kollektiv baut man Weizen an, Kartoffeln und Zuckerrüben. Dank des intensiven Einsatzes von Kunstdüngern wächst aber nicht nur der Weizen sondern auch das Unkraut. [Aufnahme anhören »]
3:27 Minuten, 1.6 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 6. April 2011

Hochzeit zum satt essen

Frau, 53 Jahre, aus Rosenau
Zuerst gib es Baumstriezel und Wein. Danach gibt es eine Hochzeitssuppe mit selbstgemachten Nudeln. Anschließend gekochtes Rinds- oder Hühnerfleisch mit Soße und Pürree. 2 Stunden später geht es weiter mit einem Schweins- oder Kalbsbraten und diversen Zuspeisen. Das ist dann aber schon spät am Abend um 11 Uhr. Um Mitternacht gibt es Kaffee und Torte. Und gegen Morgen gibt es dann entweder Kalbsfleisch oder gefülltes Kraut. Da die Trauung erst nachmittags um 5 stattfindet, fängt das ganze spät an - aber die Nacht ist ja lang. [Aufnahme anhören »]
2:26 Minuten, 1.1 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 2. März 2011

Baumstriezel für eine Hochzeit

Frau, 53 Jahre, aus Rosenau
Bei Hochzeiten wird noch Baumstriezel gebacken. Für die Köchinnen ist das keine leichte Arbeit. Es wird in mehreren Backöfen gebacken. Der Backofen wird dafür eigens präpariert, damit man den Baum drin drehen kann. Den Baum aus Eichenholz wärmt man am besten vorher ein bißchen an, sonst klebt der Teig fest. 3 Frauen sind pro Backstelle beschäftigt. Die erste "plätscht" dünne Teigstreifen auf den Baum, die zweite dreht am Baum, die dritte schmiert Butter und streut Zucker auf den Striezel. Bei einer Hochzeit freuen sich zwar alle auf den Baumstriezel, aber kaum einer weiß, wie sehr sich die Köchinnen damit rumplagen. Es sind zwei Bäume vorhanden. Während der eine Striezel gebacken wird, wird der zweite vorbereitet. Nach dem Backen wird der Baum mit einem Ende auf ein Papier aufgeschlagen, damit der Striezel runterrutscht. Einmal klebte der Striezel auf dem Baum fest, weil das Mehl schlecht war. Es wird zwar noch Baumstriezel gebacken bei Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, gar zu Namenstagen und Geburtstagen. Es wird allerdings immer schwieriger, weil nicht mehr viele Backöfen vorhanden sind. Für eine Hochzeit wird mit 40 kg Mehl gebacken. 3 Striezel pro kg. [Aufnahme anhören »]
4:31 Minuten, 2.1 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 2. März 2011

Glitschen in der Poiană

Mädchen, 10 Jahre, aus Rosenau
Eines Samstags sind die Kinder mit dem 12er Autobus in die Poiană gefahren. Dort konnte man mit den Glitschschuhen laufen. Aber weil es so glatt war, ist man auch oft hingefallen. Nachher ging es noch in die Stadt, in die Kondi. Am nächsten Tag gab es Muskelfieber, vom vielen Fallen. [Aufnahme anhören »]
1:50 Minuten, 0.8 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 1. März 2011

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