Drittes Heimattreffen in Petersdorf bei Mühlbach

Allgemeiner Bericht

4. September 2009

George Washington sagte in seiner Abschiedsbotschaft: „Da ihr durch Geburt oder Wahl Bürger eines gemeinsamen Landes seid, hat dieses Land ein Recht, eure Neigung für sich zu beanspruchen.“ Vom 7. bis 9. August 2009 haben viele Petersdorfer ihrem Heimatort Neigung und Verbundenheit erwiesen.
Der Anlass dafür war die Feier von 700 Jahren seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Petersdorf. Erfreulicherweise waren lange Strecken und Strapazen kein Hindernis für ein Wiedersehen in vertrauter Kulisse. Unsere Landsleute, die noch in Petersdorf leben, haben keine Mühen gescheut, dieses Beisammensein zu einem besonderen Fest zu gestalten. Jung und Alt, Groß und Klein – alle waren in die Vorbereitungen eingebunden: vom Presbyterium über den Handarbeitskreis, die Blasmusik, die Schulkinder und Jugendlichen bis hin zur ganzen Dorfgemeinschaft, die sich für die Errichtung eines vorübergehenden „Sächsischen Museums“ einsetze.
Nach der Andacht auf dem Friedhof ...Nach der Andacht auf dem Friedhof begaben sich die Petersdorfer zu den Gräbern ihrer Familien. Foto: Horst Thiess

Die Festtage begannen am Freitag, dem 7. August, abends begleitet von der Generalprobe des Chores. Der Samstag wurde mit einem Festgottesdienst eröffnet, gefolgt von Andachten beim Ehrendenkmal und auf dem Friedhof. Gestaltet wurden diese gemeinsam und zweisprachig von den Pfarrern Dr. Wünsch, Coman und Thomke. Im Gottesdienst und bei der Andacht auf dem Friedhof wirkte der Chor unter der Leitung von Pfarrer Thomke mit. Auf dem Friedhof leitete die Blasmusik mit „Ich hatt‘ einen Kameraden“ die Andacht ein.

Vor dem Saal wurden die Gäste um 17 Uhr von vertrauten Klängen der Blasmusik empfangen. Als Ehrengäste durften wir im Kulturhaus die Vertreter des Bürgermeisteramtes in Mühlbach und der Orthodoxen Kirche aus Petersdorf begrüßen.
Die alte Burgruine auf dem Friedhof in ...Die alte Burgruine auf dem Friedhof in Petersdorf. Foto: Horst Thiess

Unter der Leitung von Inge Sommer führte ein roter Faden durch die Darstellungen der Jugendlichen auf der Bühne, bestehend aus Stichpunkten der Geschichte Petersdorfs ab 1309. Darin eingebunden waren die Ansprachen, die Auftritte des Kinder- und Erwachsenenchors, der rumänischen Kindertanzgruppe, der kleinen und großen sächsischen Tanzgruppen, der Auftritt eines Trios junger Schlagersängerinnen und abschließend jener der Blasmusik. Traditionsgemäß folgte nach dem Festprogramm der Ball. Nach Belieben konnte jeder bis zur späten Stunde entweder das Tanzbein schwingen oder im kleinen Saal beisammen sitzen, erzählen und sehr viel lachen.

Der Sonntag begann mit einem Abendmahlsgottesdienst, gefolgt von dem Festvortrag von Pfarrer Dr. Wünsch über Dr. phil. Konrad Möckel. Danach lud ein festlich gedeckter Festsaal alle zum gemeinsamen Mittagessen ein. Ein weiterer Treffpunkt für viele war ab 17 Uhr die Deutsche Schule neben der Kirche. Hier waren zwei Klassen als „Sächsisches Museum“ zu bestaunen. Eingerichtet wurden sie von Inge und Gerti geb. Sommer und von Helga geb. Frühn, natürlich unter der Mitwirkung der ganzen Dorfgemeinschaft. Undenkbar, wie viele Schätze aus der alten, anderen Petersdorfer Zeit es hier zu bewundern gab. Hut ab!
Blick vom Friedhof über die Ringmauern ...Blick vom Friedhof über die Ringmauern auf die evangelische Kirche in Petersdorf bei Mühlbach. Foto: Horst Thiess

Dieses „Museum“ war die ganze darauf folgende Woche noch geöffnet, wobei auch die Möglichkeit bestand im „A-B-C-Kaffee“, in einer weiteren Klasse, bei Kaffee und Kuchen (gespendet von fleißigen Dorffrauen) länger zu plaudern. Die oben genannten drei Damen zusammen mit Frau Pfarrer Wünsch haben viele freie Stunden dafür geopfert.

Das Tüpfelchen aufs i, nach den Festtagen in Petersdorf, war die Einladung von Fam. Lutsch auf ihre „Ranch“, am Dienstag, dem 11. August, zu einem gemeinsamen Sachsentreffen der Ortschaften aus dem Unterwald. Von überall strömten die Menschen hierher. Erst boten die sächsische Tanzgruppe und die Blasmusik Petersdorf ein kurzes Programm. Dann folgte eine gute Unterhaltung in schönem Ambiente, bei gutem Essen und Trinken, guter Musik und hervorragender Stimmung. Bei Anbruch der Dunkelheit stand draußen ein „Musikalisches Lagerfeuer“ als Überraschung bereit. Alles in allem ein sehr gelungenes Fest. Auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank an Familie Lutsch.

Abschließend einen großen Dank an alle, die uns ein weiteres Heimattreffen in Petersdorf ermöglicht und es zu einem besonderen Fest haben werden lassen. Ich gehe davon aus, dass jeder der daran teilgenommen hat, mit vielen schönen Erinnerungen geblieben ist.

Karin Frühn

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