Bericht aus dem kirchlichen Leben in Petersdorf 2024-2025

17. Januar 2026

Nachrichten aus dem Heimatort

Auch in diesem Jahr wurde das Kirchenjahr mit Vorbereitungen für den Advent und Weihnachten begonnen.
Adventkränze wurden gebunden, geschmückt und verkauft oder verschenkt, um auf die festliche Atmosphäre einzustimmen, und durch das gemeinsame Singen am 2. Advent verstärkt. Päckchen für die Kinder und Senioren gehörten dazu, was ohne die traditionellen Honigkekse - Sterne und Nikoläuse - nicht denkbar ist. Fleißige und talentierte Verzierer haben mitgewirkt.

Das Schmücken der schönen Tanne, auch diesmal von Familie Lutsch gespendet, war eine Herausforderung und Höhenangst oder Schwindel durften die fleißigen Helfer nicht haben. Der Tannenbaum und das Krippenspiel und am Morgen das Leuchtersingen, das Puer Natus und Stille Nacht von der Blasmusik gespielt, haben die Weihnachstimmung vollendet. Bei Kuchen, Glühwein und Tee konnte man am Heiligabend noch gemütlich miteinander plaudern.
Das Gemeinschaftsgefühl wurde gestärkt durch die nachbarschaftlichen Zusammentreffen wie Zugang, Aschermittwoch, und nicht zuletzt Fasching, den es gleich zweimal gab: einmal bei Familie Lutsch, wo Teilnehmer auch aus Mühlbach, Deva und Broos waren und einmal im Gemeinderaum im Pfarrhaus.
Der Frauenweltgebetstag wurde dieses Jahr in einem Klassenraum in der Schule gefeiert und hat unseren geografischen Horizont erweitert, da wir einiges über die Cook-Inseln erfahren haben.

Wie im Vorjahr wurde ein Osternachtgottesdienst von Pfarrer Denis Arion zelebriert, unterstützt von Andreas Klett. Symbolträchtig und beeindruckend wurde auf die folgenden Feiertage hingewiesen.

Der 1. Mai ist in Petersdorf ohne die Blasmusik und „Der Mai ist gekommen“ nicht vorstellbar. Wie in jedem Jahr marschierte die Kapelle durchs Dorf und immer wieder hörte man die Klänge des Liedes aus irgendeiner Richtung. In diesem Jahr war am Nachmittag, als die Kapelle zu einem Marsch mit Kindern und geschmückten Fahrrädern ins Haus der Blasmusik einlud, auch ein Fernsehteam mit Christel Ungar-Țopescu von der deutschen Sendung des Rumänischen Fernsehens TVR dabei und eine schöne Reportage darüber konnte man am 8. Mai sehen. Von der Hermannstädter Zeitung war die Chefredakteurin Beatrice Ungar da und es gab einen schönen Bericht in der HZ.
Ein emotionaler Moment im Kirchenjahr war der Muttertag. Die Kindergarten- und Schulkinder aus den Klassen mit deutscher Unterrichtssprache aus Petersdorf haben auf Altersgruppen ein vielseitiges Programm für die Mütter geboten. Sie haben vorgetragen, gesungen und getanzt, und alle Kirchengänger erfreut, indem sie einen frischen Wind in das Gotteshaus brachten. Die Mütter wurden mit einer Blume beschenkt und die Kinder mit Süßigkeiten.

Ein besonderes Ereignis ist jährlich die Konfirmation. Dieses Jahr wurden unsere Konfirmanden zusammen mit denen aus Mühlbach in der Stadtpfarrkirche konfirmiert. Dechant Alfred Dahinten und Andreas Klett haben die jungen Leute durch diesen Festgottesdienst begleitet, der in einer sehr feierlichen Atmosphäre verlief.
Der Höhepunkt im Sommer war der Waldgottesdienst, der wie die letzten Jahre auch in den Weiden stattfand. Den Gottesdienst gestalteten vier Theologen: der Dechant Pfarrer Alfred Dahinten, der Pfarrer Walter Sinn aus Semlak, der Vikar Emanuel Bejenaru aus Broos und der Nachwuchspfarrer (jetzt unser Vikar) Andreas Klett. Die Einladung dazu ging an den ganzen Kirchenbezirk und darüber hinaus. Die Teilnehmenden, etwa 250, kamen außer aus Mühlbach und Petersdorf aus Semlak, Broos, Hunyad, Deva, Großpold, Reußmarkt und Heltau. Für Unterhaltung sorgten das Trio Saxones +, die Mühlbacher Tanzgruppen und die Petersdorfer Blasmusik. Für das leibliche Wohl gab es Gegrilltes, Kartoffelsalat und Getränke. Das alles war möglich durch die finanzielle Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen (DFD) aus Mühlbach und die freien Spenden der Teilnehmenden. Dieses Ereignis findet immer mehr Anklang.

Mitte September kam eine freudige und lang ersehnte Nachricht: Andreas Klett wurde vom Landeskonsistorium unserer Gemeinde als Vikar zugeteilt, sein Vikariat dauert bis September 2027 unter Vikarlehrer Dechant Alfred Dahinten aus Mühlbach. Bis spätestens Dezember wird er ins innen frisch renovierte Pfarrhaus einziehen.

Nach der Sommerpause bot das Erntedankfest die nächste Gelegenheit, um in größerem Rahmen Gottesdienst zu feiern An diesem Fest nahmen auch die Kinder aus dem Kindergarten und die Schüler der Klassen 0-4 teil, begleitet von ihren Eltern und den Erzieherinnen und Lehrerinnen, die mit den Kindern eine musikalische Einlage boten und so dem Dankgottesdienst eine frische Note verliehen. Anschließend wurde im Gemeinderaum bei Speis (Mici) und Trank zusammengesessen. Die Ernteerzeugnisse aus der Kirche wurden an Bedürftige verteilt.

Am 11. November nahmen die Kindergartenkinder und Schüler am Martinsumzug teil. Zuerst erzählte Vikar Andreas Klett in der Kirche den Kindern etwas über den Hl. Martin und machte ihnen klar, wie wichtig das mit andern Teilen ist, danach folgte ein kurzer Umzug, der im Pfarrhof endete, wo Kipfel „geteilt“ wurden und ein Martinsfeuer und Tee alle erwärmte.
Dann am 22. November haben wir zusammen mit der Mühlbacher Kirchengemeinde und unterstützt vom DFD aus Mühlbach im Restaurant Gold Events, unserem „Saal“, der an das Lokal verpachtet wurde, den Kathreinenball organisiert. Die Volkstanzgruppen aus Mühlbach, geleitet von Frau Annamaria Dahinten haben in den Ball Schwung und gute Laune gebracht und allen Lust zum Tanzen gemacht und die Blasmusik hat alle Anwesenden mit ihren Klängen erfreut. Für das körperliche Wohl gab es Essen und Getränke, die Kalorien konnte man dann beim Tanzen wieder abbauen. Für Tanzmusik war das Trio Saxones + verantwortlich, und das Tanzbein wurde bis spät in die Nacht hinein fleißig geschwungen.

Wie immer war die Friedhofspflege uns sehr wichtig. Ein Anhänger und die nötigen Geräte (Rasenmäher, etc.) wurden angeschafft und ein Betreuer kümmert sich ums Mähen und die Wege und den Müll. Die Umzäunung ist etwa 50 Jahre alt und immer wieder müssen Betonplatten ersetzt werden, so lange bis ein neuer Zaun möglich wird. Herzlichen Dank an alle, die durch Spenden diese Arbeit unterstützen.

Die Pfarrerswohnung wurde renoviert und am 19. November konnten Vikar Andreas Klett und seine Gattin einziehen. So ist wieder Leben im Pfarrhaus, und wir freuen uns darüber. Herzlich willkommen!

Im Pfarrhof, im ehemaligen Konfirmandenraum wurde das Kirchenarchiv eingerichtet, drinnen ist es renoviert, das Dach auch, nur der Außenputz steht noch an.

Das alles wäre ohne die finanzielle Hilfe von der HOG und den vielen Spenden von Landsleuten, die immer wieder an ihre alte Heimat denken, nicht möglich gewesen. Bei Ihnen allen bedanken wir uns und versprechen, weiterhin alles zu tun, was möglich ist, um die Traditionen in unserem Petersdorf zu wahren.

Das Presbyterium

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