Liebe Petersdorfer von nah und fern, liebe Landsleute,

11. Januar 2026

Allgemeiner Bericht

kennt ihr das auch? Abends geht man nichtsahnend ins Bett, und am Morgen wacht man nach einem langen Spaziergang durch Petersdorf wieder auf.
Es ist das Petersdorf unserer Kinder- und Jugendjahre, in dem nicht alles perfekt war, aber vertraut. Es ist das Petersdorf von vor 40 Jahren oder mehr, in dem man jedes Haus und jeden Menschen gekannt hat. In der Kirchgasse, auf der Bahnstrecke, in den Weiden, am Bach, im Winkel oder unterm Stein. Mit Leuten, mit denen man zur Schule gegangen ist oder zusammen gearbeitet hat, oder längst verstorbenen Großeltern oder Petersdorfer Originalen, die jeder gekannt hat. Es ist das Petersdorf aus unseren Erinnerungen.

Dieses Petersdorf gibt es nicht mehr. Die vertrauten Menschen sind zum großen Teil weg, aber vor Ort ist die Zeit zum Glück nicht stehen geblieben. Es hat sich viel getan und es wurde viel gebaut. Es gibt neue Betriebe und neue Straßenzüge. Petersdorf und Mühlbach wachsen zusammen. Es wurde ein neues Schulgebäude gebaut und das alte neben der Kirche renoviert. Es gibt eine vorzügliche Gastronomie und etliche Übernachtungsmöglichkeiten. Durch asphaltierte und gepflasterte Straßen wirkt Petersdorf heute viel aufgeräumter und gepflegter. Es ist ein echtes Wow-Erlebnis. Eine Auffrischung der angestaubten Erinnerungen kann ich jedem, der schon länger nicht mehr da war, empfehlen. Die Reisezeit ist heute viel kürzer als früher. Es gibt von Deutschland mehrere Flugverbindungen nach Hermannstadt und dort kann man einen Wagen mieten. Via Autobahn kommt man bis nach Mühlbach - sowohl von Hermannstadt, wie auch von Deutschland aus. Wer nicht bei Bekannten übernachten kann, der kann Übernachtungen online buchen.

An den Menschen ist die Zeit ebenfalls nicht spurlos vorbeigegangen. Die Kinder von früher haben mittlerweile selber Kinder und Enkelkinder. Die dunkelblonden Haare sind den grauen gewichen oder gleich ganz. Bei manchen Zeitgenossen konnte man den Alterungsprozess im Zweijahresrythmus beim Petersdorfer Treffen beobachten. Bei anderen, die nach Jahrzehnten zum ersten Mal dabei waren, musste man zuerst fragen: "Wier bast ta?" Um gleich danach die vertrauten Gesichtszüge wiederzuerkennen. Das Treffen in Bad Kissingen ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Man hört den Petersdorfer Dialekt, singt die altvertrauten Lieder und erzählt sich Geschichten, die man nur als Petersdorfer richtig einordnen kann. Durch die mehrtägige Zusammenkunft entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, als wäre man nie auseinandergegangen. Und wenn man mit dem Feiern fertig ist, dann legt man sich einfach schlafen. Es gibt im Heiligenhof Einzelzimmer, Doppelzimmer und für gesellige Runden auch Mehrbettzimmer. Wer es einmal erlebt hat, der kommt immer wieder, denn - um es mit den Worten eines Teilnehmers zu sagen: "Et as esi hiesch!"

Habt ihr Lust bekommen? Das nächste Treffen findet vom 4. bis 6. September 2026 im Heiligenhof in Bad Kissingen statt. Ihr seid herzlich eingeladen!

Hans-Detlev Buchner

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