SbZ-Archiv - Stichwort »Keine«

Zur Suchanfrage wurden 11682 Zeitungsseiten gefunden.

  • Beilage SdF: Folge 2 vom Februar 1956, S. 5

    [..] chnell, schnell, wir warten schon", knurrt er den alten Getz an. ,,Auf mich?", fragt der Getz ganz verwundert. ,,Wie heißt du?" -- ,,Ich?" -- ,,Na, wer denn? Ist das eine Antwort? Hoi, hoi, wir haben keine Zeit zu verlieren, es sind noch viele draußen, und wir müssen heut noch fertig werden. Also rasch! Wie heißt du und wie alt bist du?" ,,Ich, ich heiße Georg Dengel und bin o um die sechzig. Was soll man, der Mensch wird eben alt, und der Herr Bezirksrichter wird auch nicht [..]

  • Folge 2 vom 25. Februar 1956, S. 7

    [..] n, ob sich ein Staatsgebilde auf eine Nation, eine Idee, eine Persönlichkeit oder auf althergebrachte ständische Ordnungen gründen solle. In Deutschland hatten die Bemühungen der Gegenreformation zu, keinem Erfolg geführt. In Ansehen war eher noch der Protestantismus geblieben. Die absolutistische Staatsidee, der auch die Habsburger mit Begeisterung anhingen, war nur vorbildlich, sofern sich Staat und Volk deckten. Gleichzeitig kündigten sich die ersten im Wesen der Aufklärun [..]

  • Folge 2 vom 25. Februar 1956, S. 8

    [..] n , Prozent der Bescheide auf die unterste Schadensstufe I, , Prpzent auf die Schadensstufe II und ,' Prozent auf die Schadensstufe III. Diese Prozentsätze bedeuten jedoch nur einen Anhalt und keine Repräsentation, da die Auszählung nur den Teil der bewilligten Anträge umfaßt, der in den zuletzt freigegebenen Punktgfuppen liegt. Mit der Auszahlung der auf die II. und III. Schadensstufe entfallenden sogenannten Aufstockungsbeträge- darf (§ Abs. LAG) erst nach der [..]

  • Folge 2 vom 25. Februar 1956, S. 9

    [..] terschlupf, sie haben zu zweit kaum Platz darin, es ist stockdunkel, denn Matei hat den Zugang abgedichtet ,,Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns hier zu verbergen," schnauft Matei. ,,Wenn sie keine Hunde bei sich haben, rutschen wir vielleicht durch." Sie hocken in dem finsteren, modrig riechenden Erdloch und lauschen mit angehaltenem Atem. Aber es ist nichts zu hören. Keine Schüsse, keine Stimmen, keine Schritte -- nichts. Was bedeutet diese Stille? · Nach einer endl [..]

  • Folge 2 vom 25. Februar 1956, S. 10

    [..] genseitig nichts fragen. Wozu auch? Wir sind Schemen, die sich in der Dunkelheit getroffen haben und voneinander nichts wissen -- nichts! Ich ·will nicht erfahren, wer Sie sind -- auch Sie dürfen mir keine Fragen stellen". Sie verstummt und zieht heftig an der Zigarette. Plötzlich beginnt sie lautlos zu schluchzien. Es ist ein jäher Ausbruch aufgestauter Verzweiflung, sie schlägt die Hände vors Gesicht und Wagt: ,,Öh'--dies elende Leben -dies verfluchte Leben! Ich kann nicht [..]

  • Folge 1 vom 25. Januar 1956, S. 1

    [..] Nummer München, den . Januar . Jahrgang %v -· Keine Zeit für LuftschlösserSpekulationen um eine ,,Dritte Kraft" in Europa sind gefährlich WAS WIRD AUS DER DEUTSCHEN JUGEND ,,DRÜBEN"? -- das ist die große und bange Frage an die Zukunft. Wird es den Kommunisten gelingen, diese Jugend dem Elternhaus zu entfremden und sie für die östliche Ideologie zu begeistern? Sie unternehmen alle Anstrengungen, dieses Ziel zu erreichen, sie scheuen keinen Aufwand und keine Mittel. U [..]

  • Folge 1 vom 25. Januar 1956, S. 2

    [..] Ortes wurde die Witwe eines enteigneten Weinbauern bestellt. Zu ihrer größten Überraschung fragte man sie, ob sie gern ihren Weingarten wiederhaben möchte. Sie verneinte dies, weil das Grundstück in keiner guten Verfassung war, und wies darauf hin, daß sie weder die Kraft habe, es eigenhändig zu bearbeiten, noch das Geld, es bearbeiten zu lassen. Der Rat bewilligte ihr sowohl einen Kredit als auch das Recht, mit diesem Gelde Arbeitskräfte zu mieten. Unter diesen Umständen er [..]

  • Folge 1 vom 25. Januar 1956, S. 3

    [..] n Agitatoren andererseits. Da wird beispielsweise in einem Heimkehrerbericlu (Glasul Patriei Nr. v. . Dez.) folgendes behauptet: ,,Wir waren größtenteils arbeitslos. 'Es gibt (in Westdeutschland) keinerlei Sozialversicherung, eine Tatsache, von der ein Mensch, der nicht in Westdeutschland gelebt hat, sich nicht vorstellen kann, daß es so etwas in einem Staat überhaupt gibt. Aber die Wirklichkeit beweist es."i An solchen dummdreisten Lügen läßt sich die nur auf propagandis [..]

  • Folge 1 vom 25. Januar 1956, S. 6

    [..] Verse ausschlug, nur reimte er mit edlem Holz. In Großvaters Stuben schritt man auf ganzen Epen farbiger Parkettblumen, auf Blütengewinden, Figuren und Ornamenten, die sich dutzendfach wiederholten, keineswegs bloß gelb oder honigbraun, nein, auch grün, schwarz, mitunter blau und rot. Er war ein Dichter des Parketts. Die Weltausstellungen zu Paris und Wien und alle Gebildeten seiner Zeit bestätigten es ihm mit Begeisterung. Ihn gnädig zu empfaingen, eiferten Könige dem Kaise [..]

  • Folge 1 vom 25. Januar 1956, S. 8

    [..] n Stökken der Mönche, die mit verzerrten Gesichtern auf ihn einschlagen, bis er verendet. Er wird hervorgezogen, er ist nur noch ein pelziger, blutüberströmter Leichnam, aber die Wut der Mönche kennt keine Grenzen. Damaskin springt mit beiden Füßen auf ihn und heult; der Zwerg Gideon zerrt den Kadaver fluchend am Schwanz hinter sich her, seine Augen rollen wild, er ist trotz seines Alters nicht daheim geblieben, eine Laterne schwingend keuchte er hinter den anderen zur Hürde [..]