SbZ-Archiv - Stichwort »Keine«
Zur Suchanfrage wurden 11682 Zeitungsseiten gefunden.
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Folge 1 vom 25. Januar 1956, S. 9
[..] hin. Endlich rührt sich der Senner. Er schupft den Cojoc mit einer Schulterbewegung höher, läßt einen Speichelstrahl ins Feuer zischen und sagt: ,,So, so, die Brüder lassen grüßen, sagst du. Ich habe keine Brüder, ich will mit euch nichts mehr zu tun haben, scher dich fort!" Aber Ott läßt sich nicht davonjagen, er hat nur diese eine Chance, er will sie nicht preisgeben. Er tritt zum Feuer, tut den Zwerchsack von der Schulter, setzt sich. ,,Du wirst doch einem Unglücklichen da [..]
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Folge 12 vom 16. Dezember 1955, S. 1
[..] ssen zu leben in fünfzehn europäischen Staaten, die zur Mehrheit auf dem .alten Reichsboden liegen. Und ich suchte verzweifelt die Möglichkeiten, wie wir dieser Unfreiheit entrinnen könnten, und fand keinen betretbaren Weg, denn nicht die fremden Mächte sind das Schlimmste. Die ermatteten Herzen in den eigenen Reihen sind es und* jene beflissenen Geister, die sich im der aufgebürdeten Zerteilung munter einrichten, ohne das Gemeinsame zu achten und nach ihm zu streben. Ich lie [..]
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Folge 12 vom 16. Dezember 1955, S. 2
[..] n davongekommen ist das ungarische Ehepaar Istvan und Eva Szeles. Istvan Szeles, der der volkdemokratischen ungarischen Handelsmission in Frankfurt angehört, erklärte vor Pressevertretern: ,,Ich habe keinen Sprengstoff gelagert. Ich hatte gar keinen Keller. Außerdem beschäftige ich mich mit Handel und nicht mit Politik." Stenczel war Flüchtling aus der Sloivakei, Szeles ist Vertretet des heutigen Budapester Regimes. Beide wohnten unter einem Dach. Beide könnten als Opfer eine [..]
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Folge 12 vom 16. Dezember 1955, S. 3
[..] senen Decken schlugen unsere Zähne vor Frost aufeinander. Wir waren am Ende unserer Kräfte. Es kam Weihnachten. Der Major sagte: ,,Kameraden, wir werden uns diesen Abend nicht schwer machen, 'es darf keine Tränen geben --· wollen wir uns dies gegenseitig versprechen?" Wir taten es. Keiner von uns hatte Nachricht von seinen Angehörigen. Lebten sie noch? Wo waren sie? Die Sorge um Frau und Kinder würgte uns. Wir saßen in der hereinbrechenden Dämmerung des Hl. Abends und^ bemüht [..]
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Folge 12 vom 16. Dezember 1955, S. 8
[..] schöpften Schlaf sinkt, hetzt er im Traum eine dahin: er ist auf der Flucht, seit Kriegsende immer noch auf der Flucht, neun Jahre schon, und diese Flucht will nicht enden und führt zu keinem Ziel... Der Sprung in die Nacht Es mag gegen drei Uhr morgens sein, da erwacht er, weil der Zug hält. Die Lampe hängt reglos, es ist still, nur das schwere Atmen der Häftlinge steht im Raum, draußen hallen langgedehnte Rufe... Ott hat plötzlich die Empfindung, als sei ein [..]
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Folge 12 vom 16. Dezember 1955, S. 9
[..] ls die Russen. Heb, du -- du bist ja ein Neamtz: wann kommen deine Landsleute wieder, wann befreien sie uns von diesen verfluchten Moskowitern?" Ott hebt die Achseln. Woher soll er das wissen, er hat keine Zeit, darüber nachzudenken, er muß mit seiner eigenen Sache fertig werden. Er sagt kauend: ,,Ich will von Politik nichts hören, ich will nur heraus aus Rumänien. Weißt du einen Weg?" Marin blickt dem Zigarettenrauch nach, schüttelt den Kopf. ,,Dafür würden viele ihr Letztes [..]
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Folge 12 vom 16. Dezember 1955, S. 10
[..] Aus Briefen, die ich von meinen Verwandten erhielt, erfuhr ich die Wahrheit über das Leben in Rumänien, über die Rechte, die die nationalen Minderheiten, darunter auch die Deutschen, genießen. Daß es keine Arbeitslosigkeit gibt Daß ein jeder seine sichere Existenz hat. Und ich will arbeiten und leben." Und dann antwortete Alzner auf alle Fragen des Speakers. Seine Antworten waren so, wie man sie von ihm haben wollte. Ja, in Westdeutschland leben die Flüchtlinge und Emigranten [..]
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Beilage LdH: Folge 23 vom September 1955, S. 1
[..] n, obwohl sie mit der Straßenbahn hätten kommen können). Sie suchten die Heimat, in ihren Menschen, in ihrer Kirche. Denn ·-- auch hier wollen wir die Scheuklappen ablegen -- viele von uns haben noch keine neue kirchliche Heimat gefunden. Unser Kirchentag wollte ihnen auch aus dieser Not zu helfen suchen. Im Festgottesdienst saßen auch Leute, die in ihren neuen Gemeinden nur selten den Gottesdienst besuchen und nahmen in ihr Herz, das wohl von manch anderen Herren bewegt wird [..]
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Beilage LdH: Folge 23 vom September 1955, S. 2
[..] igens ausgearbeitete Referate dient, wenn eine Pfarrfrau Brüder in der Ostzone liebevoll mit Paketen und Briefen betreut, und noch manches andere Beispiel könnte hinzugefügt werden. Dabei gibt es keine straffe Organisation, keine Referatsleiter, keine Mitgliedsbeiträge, keine Gehälter. Die Hauptgeschäftsstelle wird von der bayerischen Landeskirche als der Patenkirche unseres Hilfskomitees erhalten, Hauptgeschäftsführer und Sekretärin sind Angestellte der Landesgeschäftsst [..]
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Beilage LdH: Folge 23 vom September 1955, S. 4
[..] l u n g z u r a l t e n Heimat. Wir haben mannigfache Mittel und Wege, auf persönlicher Ebene unsere Dankesschuld den Brüdern in der Heimat gegenüber abzustatten, auf überpersönlicher so gut wie gar keine. Das soll uns aber weder unmutig nochnervös noch verzweifelt machen. Denn der Herristes, der die Zeit in Händen hält. Wir sollten uns auch zu keinen Berechnungen verleiten lassen, etwa in dem Sinne, daß das Häuflein Sachsen bald aufgesogen würde. Denn die Geschichte machen [..]









