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bankban
Erstellt am 06.04.2014, 16:38 Uhr
Mit der Sonne im Rücken lässt sich gut Kirschen pflücken.

OREX
Erstellt am 09.04.2014, 11:36 Uhr und am 09.04.2014, 11:48 Uhr geändert.
Ich kann mich erinnern, noch vor Jahren irgendwo gelesen zu haben – ich glaube, es war bei Goethe –, dass nicht die Schlechtigkeit die Hauptursache der Zwistigkeiten zwischen Menschen ist, sondern die Tatsache dass Einer nicht versteht was der Andere sagt und ich ergänze: die Unvernunft trägt auch ihren Teil dazu bei. Gegenseitiges Verständnis erlangt man nur durch Meinungsaustausch, durch miteinander reden, durch Erläutern der eigenen Meinung und durch gegenseitiges vorurteilsloses und kompromissbereites Zuhören. Reden dürfen und können wir ja, so meinen wir; zumindest haben wir Gott sei Dank das Recht es heutzutage zu tun, ohne Gefahr zu laufen, wegen unserer Meinung eingesperrt zu werden. Und von diesem Recht machen wir eifrig Gebrauch, was manchmal, nicht nur bei uns Siebenbürgern, groteske Formen annimmt: einige Leute müssen überall mitreden, überall ihren Senf dazu geben, sprich: ihre Meinung sagen.

Ich behaupte mal: „Das, was ich bisher geschrieben habe, ist alles richtig“. Also falsches Zeugnis, Lüge wie man sagt, das kann man mir nicht nachweisen, denn ich habe entsprechend meines Kenntnisstands nach bestem Wissen und Gewissen und mit voller Überzeugung die Sachen niedergeschrieben. Wenn dem so ist, dann ist ja alles in Ordnung, dann muss ja alles richtig sein. Aber halt! Meine Gedanken, meine Überzeugungen, wie sind sie entstanden? Wir leben nicht allein, wir leben in einer Gesellschaft. Wir wachsen auf in der Familie, hören und lernen deren Gedanken, deren Überzeugungen. Aus Radio und Fernsehen werden wir täglich mit Meldungen und Meinungen überschüttet. Wir sagen zwar immer: „Das ist meine Meinung“. Habe ich mir diese Meinung, diese Gedanken, aber nicht auf Grund der Informationen, die ich aus dem Umfeld kriege, gebildet? „Es ist meine Meinung“ kann man sagen, aber sie kann gesteuert sein von anderen. Eine breite Bildungs- und Wissensbasis kann dieser Gefahr vorbeugen.

Richtig diskutieren, seine Meinung, sofern man eine hat (Voraussetzung: man hat sich mit Thema beschäftigt) kann man lernen (das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen). In einer Diskussion kann auch gestritten werden, wenn es um die Sache geht, man sollte aber den Diskussionspartner nicht beleidigen. Einem Menschen zuhören zu können, muss doch erlernt werden können, sofern Wunsch und Wille da ist es zu tun. Der Dialog, das Diskutieren strittiger Probleme wird in der heutigen komplizierten Welt immer lebenswichtiger, sowohl in den zwischenstaatlichen Beziehungen als auch im privaten Bereich.

In meinem Essay „Gedanken über die Normalität“ (gepostet in diesem Forum unter dem Titel Normalität“ am 06.10.2010, 12:44 Uhr) sage ich, dass die Menschheit als Wegweiser für die Zukunft unbedingt zwei Dinge braucht, falls sie wirklich überleben will, nämlich Wissen und Nächstenliebe. Und in diesem Sinne schreibe ich auch diese Zeilen. Das Essay über die Normalität ist Bestandteil eines Buches geworden, zusammen mit anderen Abhandlungen von verschiedenen Themen, alle basierend hauptsächlich auf meinen persönlichen Lebenserfahrungen, die da wären: Freiheitsdrang, die Wahrheit in der Fotografie, Gedanken über die Zeit u.a. Außerdem enthält dieses Buch auch eine 25-seitige Bildreportage über den Frühling in Wolfach, sowie Einblicke in das Leben eines chronisch Kranken und wie es ihm gelingt, nicht nur mit der Krankheit fertig zu werden, sondern versucht auch andere vom Schicksal geschlagene Leute aufzumuntern, auf dass sie trotz Krankheit Freude empfinden und somit dem Leben wieder einen Sinn geben können. Dieses Buch verfasste ich ursprünglich in Deutsch, hauptsächlich für meine Kinder und für ein paar gute Freunde, auf deren Anregung ich es dann ins Rumänische übersetzte. Nun ist das Buch zweisprachig geworden und hat den Doppel-Titel:

Aus den Augen, aus dem Sinn…
Gedanken, Gefühle, Visionen

Ochii care nu se văd,…
Gânduri, sentimente, viziuni

Wenn jemand mehr über das Buch wissen will, schreibe er/sie mir bitte eine PN.

Nun aber genug abgeschweift; also zurück zu unserem Thema. Als ich am 01. 04.2014 postete „Für eine umfassende und abschließende Antwort brauche ich etwas Zeit. Also bitte ich um Geduld.“, hatte ich mich selbst irgendwie unter Druck gesetzt. „Abschließend“ wird die Antwort meinerseits sein, denn außer diesen Zeilen gibt es von meiner Seite nichts mehr zum mitteilen. „Umfassend“? Na, ja! … Als ich das schrieb war man nicht mal in der Hälfte der zweiten Seite. Jetzt, eine Woche später, nachdem ich nach einem nicht direkt geplanten Krankenhausaufenthalt wieder zu Hause in meiner vertrauten Umgebung bin, stelle ich fest, dass bereits die neunte Seite angefangen wurde. Trotzdem werde ich versuchen ein paar der angesprochenen Punkte aus meiner Sicht zu beleuchten.

In den Sommerferien, im Jahr 1971 gleich nach der Schlussfeier fuhren wir über Törzburg, Târgovişte, Bukarest, Constanţa, Mamaia und Giurgiu ins Donaudelta und retour. Bei der Besichtigung der Törzburg erwähnte die Touristenführerin mit keinem Wort den Deutschen Ritterorden. Als ich ihr sagte ich sei vor ein paar Jahren bereits einmal dort gewesen und man habe uns gesagt, der Deutsche Ritterorden habe die Törzburg erbaut, sagte sie: „Wissen sie, im Lichte der neusten Forschungen ……“.Ja, im Lichte der neuesten Forschungen wurde und wird auch heute noch in Rumänen Geschichte geschrieben.

In seinem Roman „Desculţ“ erzählt Zaharia Stancu über den Bauernaufstand von 1907 und legt in dem Zusammenhang seinem Haupthelden folgende Worte in den Mund: „Să nu uiţi Darie, să nu uiţi! Să spui copiilor şi copiilor tăi, să nu uiţi!

Also durch Erzählen der eigenen Erlebnisse, kann das leider so kurze Gedächtnis aufgefrischt werden. Meine Zusammenfassung berichtet über ein Einzelschicksal, über mein Schicksal, aber eingebettet in ein Ganzes, steht also fürs Ganze als ein Beispiel von vielen. Ein Schelm, der das nicht sieht oder sehen will. Ein Abrechnen mit denen, durch die meine Kindheit belastet wurde, soll es auch nicht sein, denn ich habe längst vergeben. Es war vielmehr ein Versuch, dem Vergessen einen Stein in den Weg zu legen.

Als mein Gedankenaufschrieb fertig vor mir lag, war ich selbst überrascht von dem, was mir gelungen war und so dachte ich, meine Gedanken zu veröffentlichen, und das aus zwei Gründen:
- Als Argumentationshilfe für alle die, die die Problematik Hiesigen erklären wollen.
- Als Antwort an Einige in Rumänien verbliebene, die uns, die wir ausgewandert sind, der Feigheit bezichtigen.

Ansonsten bleibt es den Historikern überlassen, in den nächsten Generationen anhand von authentischen Dokumenten aus internationalen Bibliotheken, die Wahrheit herauszufinden. Aber auch ohne die von mir genannten Gründe, wären wir in der modernen Industriegesellschaft untergegangen, wären von der Mehrheitsbevölkerung assimiliert worden. Obwohl aus Siebenbürgen in der letzten Zeit auch gute Nachrichten kommen, ist für die meisten von uns der Zug schon abgefahren: Wir haben hier in der Bundesrepublik Deutschland unseren Platz gefunden, sind deren Bürger mit vollen Rechten aber auch Pflichten geworden.

Bei all denen, die erkannt haben, was mein Gedankenaufschrieb wirklich ist, insbesondere bei @gerri möchte ich mich bedanken. Ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit und gegeseitige Achtung würde diesem Forum sicher gut tun.

Bleibt mir nur noch zu wünschen: Möge Siebenbürgen dereinst im Europa der Regionen den ihm gebührenden Platz einnehmen und das Siebenbürgenlied (die Hymne der Siebenbürger Sachsen schlechthin) möge das Lied aller Siebenbürger werden, gesungen im Chor, jeder in seiner Sprache:

7. Siebenbürgen, süße Heimat
unser teures Vaterland!
Sei gegrüßt in deiner Schöne
und um alle deine Söhne
schlinge sich der Eintracht Band!

OREX
Erstellt am 09.04.2014, 20:27 Uhr
Da ich keinen Zugang zu dem von mir heutvormittags geposteten Text habe, poste ich hier eine kleine Korrektur:

Im dem Roman „Desculţ“ von Zaharia Stancu heißt es korrekt:
„Să nu uiţi Darie, să nu uiţi! Să spui copiilor şi copiilor copiilor tăi, să nu uiţi!

Tut mir leid; der Fehlerteufel schleicht sich immer wieder ein.

Grüße,
OR

gerri
Erstellt am 09.04.2014, 20:32 Uhr
@ Hatte es gemerkt,doch ich dachte Du hättest Dich halt verschrieben.

OREX
Erstellt am 09.04.2014, 20:36 Uhr
Wahrscheinlich war ich hungrig und habe ein Wort verschluckt.

OREX
Erstellt am 13.04.2014, 14:10 Uhr
Unter dem Titel "Trista poveste a ultimilor sasi din Transilvania." (Traurige Geschichte der letzten Sachsen aus Siebenbürgen) ist der wesentliche Grund genannt, warum wir hier sind. Darin bestätigt eine rumänische Autorin im Wesentlichen das von mir im Eingangsposting Gesagte, also sind meine Ausführungen mehr als ein Einzelschicksal, das uns nichts anzugehen hat. Nicht wahr?

Ich finde es erfreulich, dass es Rumänen gibt, die zu ihrer Geschichte stehen und nicht nur die guten Seiten erwähnen, die es zweifelsohne in der rumänischen Geschichte, genau wie bei anderen Völkern auch gibt, sondern das Negative in ihrer Geschichte kritisch beleuchten. Dieses ist ein Zeichen von Reife. Möge dieser Reifeprozess sich weiter fortsetzen zum Nutzen des ganzen Landes und seiner Bewohner.
OR

jodradek
Erstellt am 13.04.2014, 15:21 Uhr und am 13.04.2014, 15:22 Uhr geändert.

Darin bestätigt eine rumänische Autorin im Wesentlichen das von mir im Eingangsposting Gesagte


Die "rumänische Autorin" schreibt was Herr Hans sagt, eine eigene Meinung ist mir nicht aufgefallen.

Nu are rost sa va spun mai multe: cred ca astazi sint in viata pentru ca traiesc unde m-am nascut, intre dealurile astea grozave, pe paminturile mele, aici.

TAFKA"P_C"
Erstellt am 13.04.2014, 15:27 Uhr
Das hat was mit der Geschichte vom alten Baum, der nicht mehr verpflanzt werden kann! Und nicht "bazaconii de-ale lui rubber".

jodradek
Erstellt am 13.04.2014, 15:27 Uhr
Da erzählt ein Zeitzeuge seine Wahrheit (Kommentar):

...adevarul este altul si iata care ;si eu l-am trait si nu era in anii '70 ci in anii '50...'60.Incepuse industrializarea si multi tineri de la tara au ajuns la oras ca muncitori in fabrici ,acestia locuiau in caminele intreprinderilor ,in dormitoare comune ale intreprinderilor sau in alte locatii .Din lipsa de spatii de locuit ,pe langa primarii exista asa zisul birou DE SPATIU LOCATIV ,acest birou prin personalul lor ,avea ca sarcina sa asigure cazarea tinerilor ,noua generatie de muncitori in uzine .Astfel se repartizau spatile excedentare unor tineri pentru cazare ,fie de la stat ,fie de la particulari de orice etnie .Deci nu numai la sasi ,este adevarat faptul ca acestia aveau mult spatiu locativ si erau obligati sa puna la dispozitie o camera sau doua dupa caz,dar din anexele lor nicidecum nu din cele de confort locuite de proprietari .Asa se face ca si eu ,locuiam la un dormitor comun cu 5 persoane ,eram si la seral in primul an cand s-a infintat aceasta forma de inv. dar si lucram la fabrica .Atunci o sasoaica care era secretara la aceiasi fabrica ,m-a cooptat ca sa merg in gazda la cumnata ei care avea spatiu in anexe zis excedentar .Am intrat dupa ce un maghiar a eliberat spatiu casatorindu-se.Era o anexa in curte langa cuptorul de paine inpracticabil,camera cu egrasie ,in umbra ,cu tavan de scandura pe unde caldura se scurgea..Am obtinut repartitie de la Spatiu Locativ si plateam ca chirias o chirie pe acei 8 mp.Acolo am stat pana la terminarea liceului seral in 1962.Nu afost rau nici pentru gazdele mele ,dar nici pentru mine ,aveam conditii ca singur sa invat seara intre 23 si o,oo,ca adoua zi la lucru intre 6,45 si 15,30 ,ore la care sunau sirenele fabricilor.Asa a fost in acele vremuri ,eu eram un roman ,intrat dupa un ungur in acea gazda .Sasul afost multumit de chiriasi si noi de gazde .Ce putea fi rau in astfel de cazuri???


Marius
Erstellt am 13.04.2014, 15:51 Uhr und am 13.04.2014, 16:00 Uhr geändert.
Hallo OREX

Warum sind wir hier?
Das ist eine schwierige Frage, nicht einfach zu beantworten.
Diese Frage gehört zur Historie,die Historiker werden einmal eine Antwort haben.

gerri
Erstellt am 13.04.2014, 17:30 Uhr und am 13.04.2014, 17:40 Uhr geändert.
@ Bin auch Zeitzeuge Jodradeck,kann Dir ganz andere Geschichten zwischen sächsischen Eigentümern und rumänischen Propietari erzählen,auch Tatsachen, keine Erfindungen.
Es sind 60 Jahre vergangen ändern kann man nichtsmehr,doch wenn man ein damals sächsisches Dorf besucht muss man durch das Viertel der Propietari zuerst fahren,das meist aus gestohlenem Material der sächsischen Scheunen gebaut wurden..

jodradek
Erstellt am 13.04.2014, 17:31 Uhr und am 13.04.2014, 17:32 Uhr geändert.

Warum sind wir hier?
Das ist eine schwierige Frage, nicht einfach zu beantworten.
Diese Frage gehört zur Historie,die Historiker werden einmal eine Antwort haben.


Warum sollen irgendwelche Historiker (einmal) eine Frage beantworten, die jetzt jeder Einzelne für sich beantworten kann?

jodradek
Erstellt am 13.04.2014, 19:53 Uhr
@Hans
Ma tot mir de mult timp si nu înteleg de ce românii sunt atât de.....autoflagelanti(hai sa-i spunem acestei stari psihologice asa!)."Mi-e rusine ca sunt român!"soun nuii aici pe acest forum(si nu doar) De ce oare?Ar trebui sa-mi fie si mie rusine ca sunt sas?Evident ca nu, desi ar fi motive destule.De exemplu: din cei 1200 de paznici de la Auschwitz, aproximativ 300 erau sasi transilvaneni.Cam mult,nu?Cititi cartea lui Dieter Schlesak(si el sas),numita"Farmacistul din Auschwitz" si o sa va cutremurati(Este vorba chiar de o ruda de a lui,doctorul Capesius,care la rampa de selectare din Auschwitz întâlneste într-o buna zi vecini evrei de-ai lui din Sighisoara,pe care fara sa crâcneasca îi trimite în camera de gazare.Se îmbogateste cu aurul dentar de la evreii ucisi[15 geamantane!]).Apoi faptul ca sasii si-au parasit locurile de bastina dupa 800 de ani, nu e un lucru cu care ne-am putea lauda.Au trecut prin Transilvania mongolii,turcii,curutii si lobontii,trupe austriece sau trupele lui Vlad Tepes,au venit comunistii si sasii tot au ramas.Ei bine, dupa ce a venit totusi libertatea peste ei, s-au carat masiv atrasi de mirajul Occidentului.Îi întrebai prin anii '90 unde se duc, si spuneau ca "acasa!"Acum multora le pare rau totusi,vad ce au reusit ungurii(partid propriu,ce sa mai vorbim de autonomie culturala),si se gândesc ca si ei ar fi avut aceleasi lucruri,cel putin.Sa va zic eu "secretul" mare, care constituie o minciuna elementara(în germana, mai expresiv spus, "Lebenslüge") pentru multi dintre noi, sasii:majoritatea covârsitoare nu a plecat fiindca doreau sa "traiasca ca nemti între nemti"(asta erau îndrumati de catre organizatiile noastre în RFG sa spuna nemtilor get-beget,în caz ca erau întrebati,.deoarece nemtilor get-beget nu le-ar fi placut sa auda ca au plecat "doar" din motive economice).Motivele economice au fost cde departe cele mai importante.Minciuna elementara consta ca aici, în RFG, sasii se asimileaza cu o viteza nemaipomenita.



@Hans

"flamenguinho" nu stiu cine esti,presupun ca esti sas sau svab din Banat;egal,oricum ar fi,trebuie sa te contrazic pentru ca pur si simplu minti aici:cei mai multi nemti din România NU au plecat din cauza unor "persecutii nationaliste"!Atunci când acestea erau o realitate(sfârsitul anilor '40 pâna prin anii '50) nu au facut-o,ba cei mai multi au revenit din deportare acasa.Au plecat din motive pur economice,"basmul"cu dorinta de a trai "ca neamt printre nemti"a fost inventata de organizatiile lor din RFG ca sa-si justifice plecarea în masa în fata nemtilor sadea, care nici nu îi considerau nemti(cel putin oamenii de rând,care-s cei mai multi într-o societate)si care nu vedeau cu ochi buni "valul de azilanti economici".Nemtii n-au fost alungati de nimeni din România(asa ca în Polonia,Ungaria,Cehoslovacia si Iugoslavia),plecarea a fost alegerea noastra si numai a noastra.Asta e pura realitate pe care o poti cerceta din nenumarate carti si documente daca ai interesul acesta, o realitate care nu se schimba oricât ai dori tu asta.Si doar un rauvoitor ca tine nu ar vedea schimbarile profunde si masive din România.Poate esti român,nu stiu,oricum vaicarelile si lamentatiile de gen "nu s-a schimbat nimic, e mai rau ca înainte,toti fura{evident, tu nu!]" nu mai impresioneaza pe nimeni, poate dar pe niste nostalgici iremediabili care au profitat de pe urmele comunismului.Oricum ma mira si excesul de simpatie al românilor fata de noi,având în vedere faptul ca multi din sasii mei(bineînteles nu toti, mai ales cei care, inclusiv eu, avem neveste românce)va priveau(si înca va mai privesc) cu condescendenta si uneori chiar cu dispret,apelativul pentru voi fiind în cel mai bun caz "Bloch"(adica "valah")Poate din cauza faptului ca putini români stiau saseste?Ar fi cazul sa te informezi ceva mai bine si sa încetezi cu vaicarelile,ca astea nu fac altceva decât sa stârneasca dispret.Iar daca nu te mai simti bine în România, vino la noi aici,poate te simti mai bine în Germania(nu cred!)


Link

_grumpes
Erstellt am 13.04.2014, 20:19 Uhr und am 13.04.2014, 20:47 Uhr geändert.
Warum sollen irgendwelche Historiker (einmal) eine Frage beantworten, die jetzt jeder Einzelne für sich beantworten kann?

Dann leg mal los, ich bin gespannt

Warum bist Du hier, und doch nicht hier?

OREX
Erstellt am 14.04.2014, 10:45 Uhr
"...adevarul este altul si iata care"
@jodradek
- Zum Ersten, sehe ich in dem Text, der diesen Worten folgt, keinen Zusammenhang mit unserem Thema.
- Zum Zweiten:
Mit der Wahrheit ist das so eine Sache: Sie ist einmalig, aber sie hat verschiedene Aspekte, oder wir haben unterschiedliche Sichtweisen dieser einmaligen Wahrheit. Jeder sagt, die Wahrheit zu wissen, die er unbedingt kundtun muss auch ohne die Aussage des Anderen verstanden zu haben, ohne sie verstehen zu wollen. Wie verblendet von der eigenen Meinung muss man sein, um mein Eingangsposting nicht zu erkennen als das, was es gedacht war, nämlich ein Versuch, die Ereignisse strukturiert zusammen zu fassen und die Titelfrage zu beantworten. Stattdessen erkennt man in meinen Ausführungen ein Einzelschicksal, das uns nichts anzugehen hat. Die suggestive Frage "Nicht wahr?", die dann folgt, lässt mich an den ehrlichen Absichten Ihrer Aussagen zweifeln. Die Autorin des weiter oben erwähnten Artikels, Ruxandra Hurezean, läßt zwar den alten Hans erzählen, jedoch sagte sie einleitend in einer Version, die ich vor ein paar Monaten auf meinen PC herunterlud: "Voi posta din nou un articol al cărui autor nu sunt eu dar la care subscriu in totalitate". Jetzt erscheint dieser Satz nicht mehr (wieso?), aber durch Hans spricht eine ehrliche Rumänin, die sich Gedanken macht, warum wir wegezogen sind. Der alte Hans kommt mit seiner Fabel über den Fuchs und den Dachs und sagt uns gerade das, was auch ich schon in meinem Eingangsposting gesagt habe. Ich werde mich aber nicht wiederholen, denn ich habe mich ganz klar und ehrlich in wohlüberlegten Worten ausgedrückt.

Die Diskussion, die der Wahrheitsfindung dienen sollte fängt an groteske Formen anzunehmen. Sie und dauch viele andere Rumänenn, haben keinen Grund sich schämen zu müssen, für das was uns widerfahren ist, es sei denn Sie heißen das Geschehene gut. Ich will nicht anzweifeln, dass es auch noch andere Gründe zur Ausreise gegeben hat. Über jeden, von Ihnen angeführten Punkte, könnte man lange diskutieren; das Ergebnis fürchte ich, es wird sein: Sie haben immer Recht. Der Hauptgrund, warum ich hier bin, ist das Streben nach Freiheit. Ein Land das mir 18 Jahre meines Lebens raubt, um mich dann wie ein Stück Vieh für ein paar tausend DM zu verkaufen, das kann unmöglich meine Heimat sein. Es ist wahr, auch hier hatte ich zu kämpfen bis ich anerkannt wurde; so mancher Landsmann ist bei diesem Kampf zerbrochen. Heute habe ich trotz Krankheit meine Würde. Dieses sind die Zeilen eines müden alten Mannes, der beim Versuch, seine Hand zur Versöhnung auszustrecken gescheitert ist. Überlassen wir also den Historikern die Beantwortung der Titelfrage.

Im Zusammenhang mit unserem Thema, noch ein paar Worte von Bertold Brecht:

Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen.
Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch.
Ein Mensch kann überall Zustandekommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund,
aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist,
während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.

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