Christen-Verfolgungen

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Harald815
Erstellt am 22.10.2015, 13:46 Uhr
Ich habe Schwierigkeiten mit den Unterschieden innerhalb des Christentums. Beim Islam ist es mir nur bekannt, dass es Sunniten (mache Wahhabiten), Schiiten, Aleviten gibt.
Zum Glück sterbe ich rechtzeitig und werde nicht mehr vor der Frage des Übertritts zu irgendwelcher Religion stehen.

gerri
Erstellt am 22.10.2015, 15:47 Uhr
"Zum Glück sterbe ich rechtzeitig...."

@ Keiner kennt, weder Tag noch Zeit....

Harald815
Erstellt am 22.10.2015, 19:08 Uhr
Genau nicht, aber ungefähr doch.

Shimon
Erstellt am 27.11.2015, 14:42 Uhr
Ägypten: Christ 38 Monate lang unschuldig in Haft

Gericht zögert Freispruch hinaus und verweist auf "Sensibilität" des Falls

(Open Doors, Kelkheim) – Ein ägyptisches Gericht hat die Berufungsverhandlung gegen einen koptischen Christen erneut vertagt. Der 27-jährige Bishoy Garas war 2012 wegen Beleidigung des Islam sowie des damaligen ägyptischen Präsidenten und der Schwester eines muslimischen Scheichs zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Grundlage der Verurteilung waren Einträge auf der Internetplattform Facebook, die allerdings auf einer gefälschten Seite auftauchten und nachweislich nicht von dem Verurteilten stammten. Sein Freispruch war für den 14. November dieses Jahres erwartet worden, doch nach der Vertagung kann Garas nun frühestens am 13. Februar 2016 darauf hoffen.

Schwerwiegende Anklagen

Angefangen hatte alles am 28. Juli 2012, als Facebook-Freunde Garas ihre Verärgerung über einige seiner Facebook-Einträge mitteilten. Verwundert prüfte er die Angaben und stellte schockiert fest, dass jemand auf Basis seiner Identität ein neues Facebook Konto einschließlich seines Fotos eröffnet hatte. Auf dieser Seite waren anstößige Bilder und persönliche Beleidigungen veröffentlicht. Umgehend warnte Garas auf seiner echten Seite vor dem gefälschten Konto und informierte die Internet-Polizei mit der Bitte, der Angelegenheit nachzugehen. Tags darauf erhob Scheich Mohammed Safwat Tammam bereits Anklage gegen Garas. Der geistliche Führer gehört einer ultrakonservativen Salafistengruppe an und beschuldigte den jungen Mann, seine Schwester, Präsident Mursi und die islamische Religion auf Facebook beleidigt zu haben. Garas erklärte daraufhin den Sachverhalt und stieß bei der Polizei auf Verständnis, der Scheich hielt jedoch an seiner Anklage fest.

Sechs Jahre Haft trotz entlastender Beweise

Beim Gerichtstermin am folgenden Tag wartete vor dem Gebäude schon ein aufgebrachter Mob von Muslimen, die Garas' Bestrafung forderten. Der Staatsanwalt war schnell von der Unschuld des Angeklagten überzeugt, doch wegen der wütenden Menge wurde der Angeklagte für vier Tage in Untersuchungshaft genommen. Zwei von Garas' Freunden spürten unterdessen den Urheber der falschen Seite auf und brachten eine Aufzeichnung seines Geständnisses zum Gericht. Erstaunlicherweise führte auch dieser weitere Beweis von Bishoy Garas' Unschuld zu keiner Wendung. Stattdessen gab es weitere Gerichtstermine, bei denen aufgebrachte Ansammlungen von extremistischen Muslimen mehrfach Garas' Tod forderten. Am 18. September 2012 verurteilte ein Gericht in Tima den jungen Mann schließlich zu sechs Jahren Haft.

Ungewöhnliches Resümee

Es dauerte drei Jahre, bis das höchste ägyptische Berufungsgericht in Kairo am 27. Juli dieses Jahres das Urteil gegen Bishoy Garas aufhob und an das Gericht von Tima zurückverwies. Nach weiterer Verzögerung wurde er am 9. Oktober endlich auf freien Fuß gesetzt. Für seinen Anwalt Magdy Farouk Saeed zeigt dies den Einfluss islamistischer Hardliner in den Reihen der Staatsanwaltschaft. Nach 38 Monaten im Gefängnis zieht Garas jedoch ein erstaunlich positives Resümee: "Die Zeit im Gefängnis hat mich Gott näher gebracht. Am Anfang war es wirklich schwer. Ich fragte Gott, warum er mir all das antut. Den einzigen Trost bot mir eine Bibel – aber dieser Trost hat wirklich geholfen." Der endgültige Freispruch ist nach Einschätzung von Anwalt Saeed nur noch eine Formsache, stellt allerdings für Garas eine wichtige Voraussetzung dar, um seine Rückkehr in seinen alten Beruf als Lehrer zu erstreiten.

Der lange Weg von Bishoy Garas illustriert anschaulich, wie trügerisch die Lage für Ägyptens Christen auch nach einer Stabilisierung der politischen Verhältnisse im Land weiterhin ist. Trotz eines Präsidenten, der mehrfach sehr positive Signale an die christliche Gemeinschaft gesendet hat, müssen sie im Alltag immer wieder mit Diskriminierung und Anfeindungen kämpfen. Beamte auf kommunaler Ebene zeigen oft eine andere Haltung als die Regierung. Demokratie und Religionsfreiheit sind in Ägypten noch nicht etabliert. Auf dem Weltverfolgungsindex rangiert das Land aktuell an 23. Stelle unter den Ländern, in denen Christen weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Quellen: World Watch Monitor, Open Doors

Shimon
Erstellt am 24.12.2015, 13:36 Uhr
(Open Doors) - Kinder stehen vor der hell erleuchteten Krippe. Sie zeigen auf die Hirten und auf die Engel am Himmel. Freudige Spannung liegt in der Luft. Ein schön geschmückter Weihnachtsbaum neben der Krippe trägt zur festlichen und friedlichen Stimmung bei. Ein großes Fest steht vor der Tür.

Es ist Weihnachten im kurdischen Erbil, wohin unsere Brüder und Schwestern aus dem Irak geflohen sind. Sie haben viel gemeinsam mit denen, an die sich vor langer Zeit der Prophet Jesaja wandte: "Das Volk, das durch das Dunkel geht, sieht ein großes Licht. Die im Land des Todesschattens wohnen, Licht leuchtet über ihnen." So hat es der Prophet angekündigt und so erleben es Christen auch an vielen anderen Orten der Welt. Sie hoffen auf Jesus.

Unten auf dem Bild aus der Chaldäischen Kirche Mar Elia in Erbil, haben sie auf das Zelt mit der Krippe geschrieben: Zuhause ist, wo Jesus ist.

Jesus ist bei ihnen und bei uns. "Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst."

Fahren Sie mit der Maus über die Box um die Vorschau anzuzeigen.
Zuhause ist, wo Jesus ist.
Von Benutzern verlinktes Bild - Link zum Bild


Danke, dass Sie sich an die Seite der verfolgten Christen stellen!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest
und ein von Gott erfülltes und geleitetes Neues Jahr!

Die nächste Gebetsmail erscheint am 6. Januar 2016.

Hinweis: Am 13. Januar 2016 veröffentlicht Open Doors den neuen Weltverfolgungsindex. Bitte beten Sie mit, dass viele Entscheidungsträger in Kirchen, Medien und Politik dadurch bewegt werden, sich für verfolgte Christen einzusetzen.

gerri
Erstellt am 24.12.2015, 15:51 Uhr
@ Das englische IS erscheint 2 mal,da ist mir das deutsche "ist" lieber,christlicher....

Shimon
Erstellt am 27.12.2015, 19:17 Uhr
Seit Jahren werden diese Christen von Islamisten und ihre Familienmit-glieder in Frankfurt bedroht und diskriminiert

Ich bin Pastorin einer freien evangelischen Kirchengemeinde seit 1996 in Frankfurt/Main. Meine Gemeinde besteht aus Christen aus Iran und Afghanistan mit islamischen Hintergrund.
Seit Jahren werden diese Christen von Islamisten und ihre Familienmit-glieder in Frankfurt bedroht und diskriminiert. Selbst wurde ich einmal auf der Straße von radikalen Moslems mit Messer bedroht und mehrmals beschimpft. Jetzt sind meine Gemeindezugehörige bzw. Gemeindemitglieder, diese Christen mit islamischem Hintergrund in Frankfurt noch stärker als je zuvor unterdrückt, diskriminiert und verfolgt.
Unter den Flüchtlingen sind Islamisten und verfolgte Christen (Konvertiten). Wenn diese Flüchtlinge (Die Konvertiten) zu meiner Gemeinde kommen wollen, sind sie sehr vorsichtig und verschweigen total, dass sie an Jesus glauben. Die Moslems, die sie hier diskriminieren sind mutig, gewagt und sehen sich im Recht. Ihr Verhalten zeigt keinen Respekt oder Achtung gegenüber die Grundgesetzte dieses Landes.
Ich habe nichts gegen Islam und Moslems ( Meine Schwester ist eine Muslimin) aber jedes Mal wenn ich um Schutz meiner Gemeinde bitte, werde ich sofort mundtot. Meine deutschen Freunde sagen : " Wir können dir nicht helfen, weil wir auch sofort als Auslän-derfeind bezeichnet werden.

Bitte helfen Sie und unterstützen Sie uns. Diese Gesellschaft und derer Medien haben mehr Interesse für Islam und Muslimen als wir Christen. Wir Christen werden stark ver-nachlässigt, als ob wir nicht zum Volk des Landes gehören. Jetzt bin ich "ein armer Christ" in einem Land, das von Christendemokraten gedient wird.

gerri
Erstellt am 28.12.2015, 17:41 Uhr und am 28.12.2015, 17:50 Uhr geändert.
@ Normal kriegen in solche Fällen,zB.die des mosaischen/israelischen Glaubens, sofort bewaffneten Schutz vor die Synagoge,was auch richtig ist.

Shimon
Erstellt am 30.12.2015, 10:01 Uhr und am 30.12.2015, 10:04 Uhr geändert.
The real threat to Palestinian Christians is radical Islam

The PA's decision to cancel Christmas celebrations had nothing to do with Israel or the intifada. It came after threats by Muslim extremists to target Christians and their holy sites.
...
The Christians in the West Bank and Gaza Strip are no different from their brothers in Iraq, Syria, Egypt and Libya, who face a ruthless campaign of persecution and ethnic cleansing at the hands of Islamic State and other Islamist groups. Yet, that is a circumstance our leaders in Ramallah do not want the world to know. They want the world to blame only Israel for the predicament of the Christians in the Palestinian territories and the Middle East.

If, in the media and the international community, this strategy of turning a blind eye to the Muslim persecution of Christians continues, next year's Christmas in Bethlehem is sure to be an even less happy one.

Bassam Tawil is a scholar based in the Middle East.

gerri
Erstellt am 30.12.2015, 14:56 Uhr
@ Manchmal ist es gut wenn man nicht alles versteht,kann mir aber denken worum es geht.
-Die sind wütend wenn Landsleute Christen sind,sie möchten im Land alle einheitlich haben,das wird ihnen von Ihren Muhadschediens eingetrichtert. Die schicken sie auch in den Kampf um zu sterben,damit die jungen Frauen den alten Böcken bleiben.

Shimon
Erstellt am 13.01.2016, 19:01 Uhr
Christenverfolgung durch Islamisten nimmt weiter zu

Fast alle Länder, in denen Christen brutal unterdrückt werden, sind muslimisch geprägt. Mehr als 100 Millionen Christen werden verfolgt. Manche Regime wenden hinterhältige Tricks an.


Unter kaum einer Religion und Ideologie haben so viele Christen zu leiden wie unter einem autoritären und gewaltbereiten Islam. Dieser dominiert in neun der zehn Länder, in denen Christen den meisten und heftigsten Repressionen ausgesetzt sind. Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2016 hervor, den das christlich-evangelikale Hilfswerk Open Doors am Mittwoch anhand von Daten des vergangenen Jahres veröffentlicht.

Zwar gibt es Ausnahmen. Die schlimmste ist die nordkoreanische Diktatur. Sie nimmt wie schon in den vergangenen Jahren den Spitzenplatz in diesem Länder-Ranking ein. Denn in Nordkorea mache es die Mischung aus kommunistischer Unterdrückung und quasireligiösem Führerkult gegenüber Kim Jong-un "nahezu menschenunmöglich, abweichende Ideen religiöser oder anderer Art zu entwickeln", wie es in dem Bericht heißt.

Schwere Repressionen gegenüber Christen werden auch aus Indien gemeldet. Dort schaue der von Hindu-Nationalisten dominierte Staat "einer weiter angestiegenen Zahl von Übergriffen gegen Kirchen und Pastoren" weitgehend tatenlos zu. Deshalb erhielt Indien im Open-Doors-Punktesystem, bei dem Repressionen in verschiedenen gesellschaftlichen und privaten Bereichen erfasst werden, eine so hohe Bewertung, dass Indien erstmals unter die 20 Staaten mit der heftigsten Christenverfolgung gelange. Zu den Top 20 zählt ebenfalls das mehrheitlich buddhistische Vietnam.

Hauptbedrohung sind islamistische Kalifate

Doch ansonsten ist es ein staatlich vorgeschriebener oder von Milizen und Terrorbanden propagierter Islam, unter dem Christen am meisten zu leiden haben. Die aktuell größte Bedrohung gehe dabei von "islamisch-extremistischen Kalifaten" nach Art des sogenannten Islamischen Staates (IS) aus, deren Gewaltexzesse nach Syrien und dem Irak nun auch Libyen erfassen.

Dem IS-Modell zuzurechnen seien weiterhin afrikanische Terrormilizen in Nigeria, Niger, dem Tschad und Somalia. Bedroht werde von ihnen zudem Kenia, das noch zwar mehrheitlich christlich ist, aber von Open Doors wegen zahlreicher islamistischer Gewalttaten ebenfalls zu den 20 Ländern mit der stärksten Christenverfolgung gezählt wird. Extremstes Beispiel in Kenia sei der Überfall bewaffneter Islamisten auf rund 700 Studenten im April 2015 gewesen, wo "Muslime und Christen sorgfältig voneinander getrennt" und dann 148 Christen ermordet worden seien.
Ähnlich bedrohlich seien für Christen ein islamisch geprägtes "Stammesdenken" wie in Afghanistan und Pakistan, wo Christen überdies einer ausufernden organisierten Kriminalität völlig schutzlos ausgeliefert seien. Zu leiden hätten in diesen Ländern vor allem jene, die vom Islam enttäuscht sind und deshalb zum Christentum übertreten.

Solche Konvertiten würden auch vom staatlichen Islamismus des Iran und vom antichristlichen Gewaltregime Eritreas besonders bedroht. Die Regierung dieses ostafrikanischen Landes sei dabei "auch ein Komplize der Christenverfolger außerhalb Eritreas", weil das Regime "Mittel und Methoden der Verfolgung" an Extremisten jenseits der Grenzen weitergebe.
...

Shimon
Erstellt am 05.02.2016, 19:59 Uhr
TÜRKEI

Verleumdung durch Medienberichte

Ein Teil der Mauer, welcher die Kirche umgibt, wurde durch Panzerfäuste zerstört. Yusuf Akbulut und seine Frau konnten noch nicht wieder nach Hause zurückkehren, da die Kämpfe weiterhin andauern. Als ob diese Situation nicht schon schwierig genug wäre, berichteten türkische Medien nach dem Angriff, die Kirche stehe mit den kurdischen Separatisten der PKK in Verbindung. Zeitungsmeldungen zufolge sei ein Versteck für Munition und Sprengstoff an der Seite der Kirche gefunden worden. Akbulut wies alle Verdächtigungen, Beziehungen zu gewalttätigen Terroristen zu pflegen, als Verleumdung zurück.

„Wir kennen das Ziel solcher Berichte, die hasserfüllt und völlig erfunden sind“, erklärte Evgin Turker, der Präsident des Verbundes syrischer Stiftungen. „Nachdem die Nachrichten veröffentlicht wurden, hagelte es von allen Seiten Drohungen gegen uns.“ Dabei hatten türkische Kirchenführer bereits zuvor die Gewalt vonseiten der PKK verurteilt und zur friedlichen Lösung des Konflikts aufgerufen. Auch Christen anderer Denominationen sind von der Gewalt betroffen. Eine protestantische Gemeinde, die sich direkt gegenüber der syrisch-orthodoxen Kirche trifft, kann schon seit zwei Monaten keine regulären Gottesdienste mehr abhalten.

„Diese Kirche ist ein Symbol für den christlichen Glauben. Sie ist ein heiliger Ort“, sagt Pastor Akbulut. Seit Jahrhunderten kamen bedeutende Geistliche aus dieser Kirche. Erst in jüngster Zeit wurde sie aufwändig restauriert. Aufgrund der allgemeinen Restriktionen gegen Kirchen wird es sehr schwierig bis unmöglich sein, Reparaturarbeiten an dem beschädigten Gebäude durchzuführen.

Zunehmende Islamisierung und Nationalismus


In der Türkei gibt es keine Pressefreiheit, die Medien werden stark zensiert. Die regierende Partei AKP verfolgt eine Politik der Islamisierung des Landes, in deren Konsequenz die christliche Minderheit immer häufiger diskriminiert und bedroht wird. Dabei werden auch Mitglieder traditioneller Kirchen überwacht und in ihren Aktivitäten eingeschränkt. Im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die kurdische Bevölkerung hat der türkische Nationalismus noch weiter zugenommen. Gegen Christen werden starke Vorurteile geschürt, die in den lokalen Medien verbreitet werden.


OpenDoors

Shimon
Erstellt am 09.02.2016, 08:46 Uhr und am 09.02.2016, 08:52 Uhr geändert.
NORWEGEN

Christlicher Familie in Norwegen fünf Kinder weggenommen

Christlicher Familie in Norwegen fünf Kinder weggenommen – Protest auch in Deutschland
Für das Ehepaar Ruth und Marius Bodnariu aus Norwegen war es ein Schock: Am 16. November nahm das Jugendamt ihnen ihre fünf Kinder weg – mit der Begründung, sie erzögen ihre Kinder zu streng radikal christlich. Seitdem gibt es überall auf der Welt Protestaktionen gegen die norwegischen Behörden.

Am 16. November nahm das norwegische Jugendamt „Barnevernet“ die zwei Töchter der Familie Bodnariu ohne Wissen der Eltern aus der Schule und brachte sie zunächst an einen unbekannten Ort. Dann gingen Beamte zum Haus der Eltern und nahmen die zwei älteren Söhne mit, die Mutter Ruth und das drei Monate alte Baby brachten sie zu einer Polizeistation gebracht. Dann nahmen Beamten auch den Vater der Familie, Marius, an seiner Arbeitsstelle fest.

Die Eltern wurden mehrere Stunden befragt, schließlich durften sie mit dem Baby wieder nach Hause, berichtet die amerikanische Online-Zeitung The Christian Post. Am darauffolgenden Tag nahm das Jugendamt das Kleinkind in Gewahrsam mit der Begründung, die Mutter sei „gefährlich“. Laut dem britischen „Christian Institute“ wurde den Eltern der Zutritt zu ihren Kindern für mehrere Wochen verboten. Ihnen wurde mitgeteilt, dass sich die älteren Kinder nun in einem Pflegeheim befänden, dass es ihnen dort gut gehe und sie ihre Eltern nicht vermissten.

Der Anwalt der Familie erhielt eine Kopie des Dokumentes mit den Anschuldigungen gegen die Eltern. Darin werden Marius und Ruth Bodnariu als „radikale Christen“ bezeichnet, die ihre Kinder indoktrinieren. Laut dem Anwalt der Familie habe das Jugendamt seine Kompetenzen überschritten, da es sein Vorgehen nicht dokumentiert und zudem die Mutter von ihrem zu stillenden Baby getrennt habe.

Protestaktion auch in Deutschland

Marius Bodnariu stammt ursprünglich aus Rumänien, seine Frau ist in Norwegen geboren. Sie gehören einer pfingstkirchlichen Gemeinde an. Viele Angehörige von Marius wohnen in den USA, von wo sie in den vergangenen Wochen zahlreiche Protestaktionen organisierten.

Unterstützer der Familie starteten inzwischen eine Petition, welche die Regierung auffordert, die Familie wieder zu vereinen. Inzwischen hat die Petition über 49.000 Unterstützer. In dem Text heißt es: „Sie sind eine normale christliche Familie, die versucht, die Kinder im Wissen um Gott zu erziehen. Es gibt keine nachweisbare oder sonstige Misshandlung in der Familie.“

Ebenso informiert eine Facebook-Seite über den Stand der Entwicklungen und ruft zu Protestaktionen auf. Sie wird unter anderem von Marius‘ Bruder Daniel Bodnariu gepflegt. Dieser, ein Pastor, berichtet, dass der Rektor der Schule gegenüber den Behörden Sorgen geäußert habe, dass die Kinder in der Familie Bodnariu streng im christlichen Glauben erzogen würden.

Die Schulleitung zitierte die Eltern sowie Tanten, Onkel und Großeltern, welche den Kindern beigebracht hätten, dass Gott Sünden bestrafe. „Die Schulleitung glaubt nicht, dass die Kinder zuhause körperlich misshandelt wurden; sie glauben aber, dass die Eltern ‚Hilfe‘ vom Jugendamt bräuchten, ihre Kinder zu erziehen“, schreibt Daniel Bodnariu. Er fügt hinzu, dass die Mädchen bei der Befragung aussagten, sie würden Dinge vor ihren Eltern verstecken, da sie befürchteten, deswegen am Ohr gezogen und geschlagen zu werden. Die Kinder hätten offenbar Angst vor Bestrafung, nicht jedoch vor ihren Eltern selbst, schreibt ihr Onkel weiter. Es gebe bei der Familie seines Bruders eindeutig keine Hinweise auf körperlichem Missbrauch.

Die Facebookseite informiert darüber, dass die Eltern in Zukunft das Baby zwei Mal pro Woche für jeweils zwei Stunden sehen dürfen. Die Mutter soll ihre beiden Söhne einmal in der Woche treffen dürfen. Der Kontakt zu den Töchtern ist den Eltern weiterhin untersagt.

Die Unterstützer der Familie Bodnariu rufen auf der Webseite www.bodnariufamily.org zu Kundgebungen in zahlreichen Städten der Welt auf, darunter in Bukarest, Madrid, London, Dublin, Brüssel, Ottawa, Rom und Warschau. In Frankfurt am Main fand am 9. Januar eine Demonstration statt. Die Familie Bodnariu selbst hat angekündigt, notfalls bis vor das höchste Gericht zu ziehen, um die Kinder zurückzubekommen. Wie die Nachrichtenagentur idea berichtet, haben die norwegischen Behörden die Kinder zur Adoption freigegeben.

...

bankban
Erstellt am 09.02.2016, 09:07 Uhr
Und so geht der Artikel weiter:

Der CDU-Abgeordnete Frank Heinrich, der Mitglied im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe ist, mahnt einen fairen Blick auf den norwegischen Fall an. Ihm sei es wichtig, dass beide Seiten angehört werden, sagte der Politiker gegenüber pro. Wenn sich herausstellen sollte, dass die Vorwürfe gegen die Eltern richtig sind, wäre es grundfalsch, gegen die Maßnahmen des Rechtsstaates zu protestieren.

„Vor einigen Jahren gab es in Deutschland einen vergleichbaren Fall, wo sich sehr viele Menschen für die Eltern eingesetzt hatten, und hinterher stellte sich heraus, dass sie ihre Kinder tatsächlich schwer geschlagen hatten“, sagte Heinrich.


Was verwundert: es scheint unbekannt zu sein, wessen die norwegischen Eltern konkret bezichtigt werden. Man sollte also erst einmal abwarten, und versuchen, diesbezüglich Informationen zu bekommen - bevor man anfängt, hier Stimmung gegen Behörden zu machen und Christen zu Opfern zu stilisieren.

Reblaus
Erstellt am 09.02.2016, 09:11 Uhr
Erinnert mich an die Zwölf Stämme in Deutschland. Wird wohl der gleiche, gestörte Verein sein.

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