Geschichte des Verbandes

Alle Bundesvorsitzenden des Verbandes

Alle Bundesvorsitzenden des Verbandes

Alle Bundesvorsitzenden des Verbandes bzw. Landsmannschaft der Siebenbuerger Sachsen

Die Bundesvorsitzenden des Verbandes, von links nach rechts und von oben nach unten:

  • FRITZ HEINZ REIMESCH, 1949-1952, * Kronstadt, 10.02.1892, † Bayreuth, 10. 09. 1958
  • Dr. Dr. HEINRICH ZILLICH, 1952-1963, * Kronstadt, 23.05.1898, † Starnberg, 22.05.1988
  • ERHARD PLESCH, 1959-1977, * Sächsisch-Regen, 7.04.1910, † Rimsting, 6. 03. 1977
  • Dr. WILHELM BRUCKNER, 1977-1983, * Hermannstadt, 23.01.1921, † München, 15.11.2008
  • Dr. WOLFGANG BONFERT, 1983-1989, * Bukarest, 6.08.1930
  • DANKWART REISSENBERGER, 1989-1992 * Hermannstadt, 4.11.1921, † Euskirchen, 21. März 2004
  • VOLKER E. DÜRR, 1992-2007, * Hermannstadt, 13.02.1944
  • Dr. BERND B. FABRITIUS, 2007-2015, * Agnetheln, 14.05.1965
  • HERTA DANIEL, 2015-2019, * Hermannstadt, 1952
  • RAINER LEHNI, seit 2019, * Zeiden, 1972

(Die Überschneidung bei ZILLICH und PLESCH ergibt sich daraus, dass ZILLICH 1959 zum Sprecher, Repräsentant nach außen, gewählt wurde)

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Zeittafel

  • 1949

    • Der "Verband der Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben in Deutschland" wird am 26. Juni in München gegründet. FRITZ HEINZ REIMESCH wird ihr erster Vorsitzender. Nach der Trennung der Banater Schwaben wandelt er sich am 11. Februar 1950 zum "Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V." und am 15. Mai 1951 zu "Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V.".
    • Am ersten Trachten- und Schützenzug des Münchener Oktoberfestes nach dem Zweiten Weltkrieg stellt auch unsere Landsmannschaft eine Trachtengruppe.
  • 1950

    • Die erste Ausgabe der "Siebenbürgischen Zeitung" erscheint im Juni und entwickelt sich zum geistigen Band, das alle Siebenbürger Sachsen weltweit umschließt.
    • Die "Charta der deutschen Heimatvertriebenen" wird am 5. August in Stuttgart von der Landsmannschaft zusammen mit allen Vertriebenenverbänden unterzeichnet.
    • In München findet am 21.-22. Oktober die 800-Jahr-Feier zum Andenken an die Ansiedlung in Siebenbürgen statt, an der Bundespräsident THEODOR HEUSS als Ehrengast teilnimmt.
    • Dr. JOSEF TISCHLER, ein Donauschwabe, wird unterstützt von den Siebenbürger Sachsen in den ersten Bundestag gewählt, wo er die Vertriebenen- und Flüchtlingsgesetzgebung auch im Interesse der Südostdeutschen betreibt.
  • 1951

    • Der erste Heimattag der Siebenbürger Sachsen wird durch die Landsmannschaft zu Pfingsten in Dinkelsbühl ausgerichtet.
  • 1952

    • Auf Initiative des Geschäftsführenden Bundesvorsitzenden ERWIN TITTES wird das erste siebenbürgisch-sächsische Altenheim in Rimsting am Chiemsee und am 11.1.1952 als Trägerverein der Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen "Stephan Ludwig Roth e.V." gegründet.
    • Im Rahmen der "Kohleaktion" von 1952 werden Siebenbürger Sachsen aus Österreich angeworben und es entstehen die Siebenbürger-Siedlungen Herten-Langenbochum, Osterfeld (Oberhausen) und Setterich.
  • 1954

    • Die "Union Siebenbürgisch-sächsischer Verbände" wird auf dem Heimattag in Dinkelsbühl gegründet. Dr. Dr. HEINRICH ZILLICH wird ihr erster Präsident.
    • Bildung der "Interessengemeinschaft der getrennten Familien aus Rumänien in der Deutschen Bundesrepublik" zwecks Beschleunigung der Familienzusammenführung.
  • 1957

    • Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt am 26. Mai die Patenschaft für die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen.
    • Eine "Siebenbürgisch-Sächsische Kulturwoche" findet im März erstmals in Berlin statt. "Siebenbürgisch-Sächsische Kulturtage" folgen im November 1960 und April 1961 in Nordrhein-Westfalen.
    • Gründung des "Siebenbürgisch-Deutschen Heimatwerkes", eine Initiative von LORE CONNERTH, Frauenreferentin der Landsmannschaft.
  • 1958

    • Die Landsmannschaft ist Gründungsmitglied in dem am 14. Dezember in Berlin konstituierten "Bund der Vertriebenen - Vereinigte Landsmannschaften und Landesverbände" (BdV) nachdem sie schon in der Vergangenheit Mitglied der "Vereinigten Ostdeutschen Landsmannschaften" (VOD) beziehungsweise im "Verband der Landsmannschaften" (VdL) war.
  • 1960

    • Auf Initiative von OSKAR KRAEMER, des Vorsitzenden des Landesverbandes Baden-Württemberg, wird der Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen "Johannes Honterus e.V." gebildet und am 15. August Schloss Horneck angekauft, das in der Folgezeit zum Heimathaus Siebenbürgen mit Altenheim und Kultureinrichtungen ausgebaut wird.
  • 1961

    • In Osterode/Harz wird auf Initiative des Landesverbandes Niedersachsen der Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen "Samuel von Brukenthal e.V." und ein Altenheim gegründet.
  • 1962

    • Der Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen "Adele Zay e.V." wird gegründet, der in der Folgezeit des Altenheim Siebenbürgen in Drabenderhöhe aufbaut.
  • 1963

    • "Vier Punkte Erklärung" zur Heimatpolitik, die von der Landsmannschaft und der Regierung des Patenlandes in Düsseldorf erarbeitet wird.
  • 1966

    • Einweihung der Siedlung Drabenderhöhe.
  • 1967

    • Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Bonn und Bukarest, die von der Landsmannschaft befürwortet und unterstützt werden.
    • Die Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen wird in Dinkelsbühl errichtet und während des Heimattages eingeweiht.
  • 1968

    • Erstmals wird der "Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis" verliehen - an Dr. Dr. h.c. HEINRICH ZILLICH.
  • 1969

    • Der "Siebenbürgisch-Sächsische Kulturrat" wird von der Landsmannschaft mitbegründet. Sie ist auch Mitträger des "Vereins Siebenbürgisches Museum Gundelsheim" und des "Siebenbürgen-Institutes".
  • 1978

    • Die Aussiedlung von jährlich 11.000 Deutschen aus Rumänien wird in Bukarest zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien vereinbart.
  • 1981

    • Die "Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturtage" finden erstmals in Bergisch-Gladbach statt und danach alljährlich an wechselnden Orten.
  • 1982

    • Kundgebung vor dem Kölner Dom am 4. Dezember gegen das rumänische Dekret-Gesetz vom 22. Oktober 1982 über Belastung Ausreisewilliger mit Devisenzahlungen.
  • 1983

    • Die "Föderation der Siebenbürger Sachsen" wird als weltweite Interessenvertretung aller Siebenbürger Sachsen am 3. Oktober in Elixhausen-Sachsenheim gegründet. Dr. WOLFGANG BONFERT wird ihr erster Vorsitzender.
  • 1985

    • Eine Partnerschaft wird zwischen der Stadt Dinkelsbühl und den Siebenbürger Sachsen geschlossen.
  • 1986

    • Gründung der "Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland" (SJD) als Gliederung der Landsmannschaft.
    • Gründung des "Sozialwerks der Siebenbürger Sachsen" als eingetragener Verein am 26. Oktober 1986 in Dinkelsbühl. WILLI SCHIEL wird erster Vorsitzender.
  • 1989

    • Sturz des Ceauşescu-Regimes in Rumänien und Beginn des Massenexodus der Siebenbürger Sachsen. Über 200.000 leben inzwischen in der Bundesrepublik Deutschland und nur knapp 15.000 in Siebenbürgen.
  • 1990

    • Die "Saxonia-Stiftung" wird auf Initiative des "Sozialwerks der Siebenbürger Sachsen e.V." in Kronstadt gegründet.
  • 1991

    • Die Feierlichkeiten "850 Jahre Siebenbürger Sachsen" finden in der Frankfurter Pauls-Kirche statt mit Bundespräsident KARL CARSTENS als Ehrengast. Die gleichnamige Ausstellung wird auch in anderen Großstädten gezeigt.
  • 1993

    • Beitritt des "Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen" zur "Föderation der Siebenbürger Sachsen".
    • Mit der Erklärung vom 28. Februar 1993 wird die Zusammenarbeit zwischen Landsmannschaft und der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien verstärkt und deren Modalitäten festgelegt.
  • 1995

    • Großveranstaltung "50 Jahre Deportation der Südostdeutschen in die Sowjetunion" am 14. Januar in München.
  • 1996

    • Bildung der "Interessengemeinschaft gegen Fremdrentenkürzungen" am 19. September.
  • 1999

    • 50 Jahr-Feier der LM.
  • 2000

    • Umzug der Bundesgeschäftsführung in die neuen eigenen Räume in der Karlstraße in München.
  • 2000

    • Start des Internet-Auftrittes www.SiebenbuergeR.de im Oktober 2000
  • 2001

    • Erste Ausgabe des SiebenbuergeR.de-Newsletter im Juli 2001
  • 2003

    • Am 6. Juni wird auf dem Heimattag der Siebenbürger Sachsen in feierlichem Rahmen von Prof. Dr. Ioan Opriş, rumänischer Staatssekretär für Kultur und Kultus, und von Dr. Dr. h.c. Christoph Machat, Vorsitzender des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrates ein Kulturabkommen zwischen Rumänien und dem Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrat unterzeichnet.
    • Start des Ortschaftenprojektes im April 2003 - Siebenbürgen - das historische deutsche Siedlungsgebiet in Südosteuropa, eine Kulturlandschaft im heutigen EU-Beitrittsland Rumänien, mit seinen, zum Teil zum Weltkulturerbe gehörenden, wunderschönen Kirchenburgen, Dörfer, Städten und Landschaften - wird auf diesen Seiten anschaulich, mit über 1000 Luftaufnahmen präsentiert.
  • 2007

    • Mit dem Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union am 1. Januar 2007, stehen Verband wie DFDR unter einem politischen Dach.
    • Gemeinsam mit dem DFDR wird vom 1. bis 8. August eine „Siebenbürgisch-Sächsische Kulturwoche“ in Hermannstadt veranstaltet im Rahmen des Programms als Europäische Kulturhauptstadt 2007.
    • Der Verbandstag der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland hat am 3. und 4. November 2007 im „Heiligenhof“ in Bad Kissingen tiefgehende Reformen eingeleitet. Neuer Bundesvorsitzender ist Dr. Bernd Fabritius, der Dipl.-Ing. Arch. Volker Dürr nach einem eindeutigen Votum der Delegierten (131 gegenüber 42 Stimmen) ablöst. Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen führt künftig den Namen „Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V.“ und öffnet sich aufgrund einer Neufassung der Satzung auch für andere Vereine und juristische Personen, die ihre Ziele unterstützen.
  • 2009

    • Am 26. Juni feiert der Verband sein 60-jähriges Bestehen. (Plakate der zugehörigen Ausstellung »)
    • Am 18. September 2009 wird eine Zweigstelle der Föderation der Siebenbürger Sachsen in Hermannstadt am Sitz des Siebenbürgenforums gegründet.
    • Durch das Gesetz 221/2009 hat Rumänien erstmalig eine Entschädigungsregelung für die Opfer des kommunistischen Regimes in Rumänien geschaffen, die auch die ausgewanderten Deutschen aus Rumänien mit einbezieht.
  • 2010

    • Gründung eines siebenbürgischen Wirtschaftsclubs „Carl Wolf Gesellschaft“ am 27. August 2010 in München
    • Die 77. Landeskirchenversammlung wählt am 27. Movember 2010 in Hermannstadt Reinhart Guib zum 36. Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien.
  • 2011

    • Am 11. Mai 2011 hat das Bundessozialgericht als höchstes Gericht der Sozialgerichtsbarkeit in Deutschland entschieden: Die Rentenbehörden dürfen keinerlei fiktiven Abzug von der deutschen Rente gemäß § 31 des FRG vornehmen, wenn Antragsteller von Altersrenten erklären, die Rente aus Rumänien aufzuschieben.
  • 2013

    • Bundesvorsitzender Dr. Bernd Fabritius wird Abgeordneter im 18. Deutschen Bundestag.
  • 2014

    • Erste Internationalen Volkstanzveranstaltung (ITV) organisiert von der SJD in Wels, Österreich, mit 24 Tanzgruppen und über 520 Trachtenträgern aus Siebenbürgen, Deutschland und Österreich.
    • Der Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dr. Bernd Fabritius, MdB, wird am 7. November 2014 von der Bundesversammlung mit 99 Prozent der Delegiertenstimmen zum neuen Präsidenten des Bundes der Vertriebenen (BdV) gewählt.
  • 2015

    • Nach dem Bekanntwerden der Insolvenz des Trägervereins Johannes Honterus ruft unser Verband zu einer Spendenaktion auf, dem in beeindruckender Weise eine große Anzahl von Landsleuten aber auch von Nicht- Siebenbürgern folgen, so dass die Schlossimmobilie schuldenfrei aus der Insolvenzmasse erworben und die Einheit unserer dort beheimateten Kultureinrichtungen bewahrt werden kann.
    • Der Verbandstag des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland hat am 7. und 8. November 2015 in Bonn Satzungsänderungen beschlossen; u. a. wird in der Verbandsführung eine Doppelspitze eingeführt, bestehend aus einem Bundesvorsitzenden und einem Verbandspräsidenten. Als erste Frau in der Geschichte des Verbandes wird Herta Daniel zur Bundesvorsitzenden gewählt. Dr. Bernd Fabritius bekleidet das Amt des Verbandspräsidenten.
  • 2017

    • Zwischen dem 4. und 6. August 2017 findet das vom Siebenbürgenforum und dem HOG-.Verband organisierte Große Sachsentreffen in Hermannstadt statt. Unser Verband trat als Partner dieser Großveranstaltung auf.
    • Der 60. Jahrestag der Patenschaft des Landes NRW über die Siebenbürger Sachsen wurde am 10. November 2017 im Landtag in Düsseldorf begangen.
  • 2018

    • Am 11. April 2018 wird Dr. Bernd Fabritius als erster Siebenbürger Sachse Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und tritt zur Vermeidung von Interessenkollisionen vom Amt des Verbandspräsidenten zurück.
  • 2019

    • Am 26. Oktober 2019 feiert der Verband im Bayerischen Landtag sein 70-jähriges Bestehen.
    • Am 2. und 3. November 2019 hat der Verbandstag in Bad Kissingen Rainer Lehni zum Bundesvorsitzenden gewählt (Herta Daniel hat nicht wieder kandidiert). Dr. Bernd Fabritius und Herta Daniel werden Ehrenvorsitzende des Verbandes.

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Weiterführende Informationen

Rückblick auf 70 Jahre Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. - Begleitbroschüre zu der gleichnamigen Ausstellung (Download als PDF, 340 MB, Begleitbroschüre -Innenteil und Umschlag/Diagramme)

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