Ist Ungarn noch demokratisch?

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Mynona
Erstellt am 13.09.2014, 10:59 Uhr
Ich? Mensch O.B. , was anderes fällt dir nicht ein?

Ich bin einfach nur der Meinung, dass es anmaßend ist als Außenstehender immer besser zu wissen was gut für ein Land ist...Der Spruch heißt nämlich nichts anderes als "das Volk ist ja schon OK, aber die Regierung ist scheiße".
Aber genau dieses Volk hat diese Regierung gewählt....demnach ist das Volk als Schlussfolgerung entweder blöd oder auch scheiße.....

bankban
Erstellt am 13.09.2014, 15:19 Uhr und am 13.09.2014, 15:47 Uhr geändert.
hoffentlich nicht schlecht übersetzt:

ungarn-oder-der-antisemitismus-als-suchtkrankheit


Nein, nicht einmal schlecht. Noch weiter darunter: völlig falsch, aus der Luft gegriffen, tendenziös und irreführend.

Ganz unten steht nämlich: Der ungarische Originalbeitrag („Hiába tagadod“) erschien am 14.3. d.J. in der renommierten Zeitschrift „Élet és Irodalom“ („Leben und Literatur”). Die Übersetzung aus dem Ungarischen stammt von Christina Kunze.

"Hiába tagadod" heißt jedoch "Du leugnest es umsonst" oder, meinetwegen: "Leugnen ist umsonst". Aber wenn man meint, man könnte den ungarischen Originaltitel mit "Ungarn oder der Antisemitismus als Suchtkrankheit" übersetzen, dann glaubt man auch, dass man von einem Kuss schwanger werden kann. Oder, um es etwas direkter zu formulieren: dann hetzt man gegen ein gesamtes Volk, weil man aus dem dummen Antisemitismus einer Minderheit eine lebensgefährliche Suchtkrankheit eines gesamten Volkes macht. Der Originaltitel hat aber nichts dergleichen ausgesagt. Zu hoffen ist nur, dass nicht Christina Kunze diese dämliche Überschrift sich ausgedacht hat, sondern ein sich Journalist schimpfender und moralloser Denkanalphabet.

Bäffelkeah
Erstellt am 14.09.2014, 07:49 Uhr
getkiss: Ob Ungarn "noch demokratisch" ist, interessiert die Schlachtenbummler in der Presse. Der ungarische Buerger geniest den Sommer am Plattensee. Das Suedufer eignet sich hervorragend fuer Radelspazierfahrten, Platt wie der See. Hervorragendes Essen in den guten Csárda-s entlang der 7-er Strasse, Kukorica-Csárda in Balatonfőldvár, Piroska-Csárda in Siófok ist besonders zu empfehlen. Fuer umgerechnet 30 Eur zu Zweit ein hervorragendes Essen, einschliesslich Getraenk, dass ist die Haelfte eines eher mittelmaessigen Lansgasthofsessens in D, aber nicht zu vergleichen im hervorragendem Geschmack hier....
Das spricht Bände, getkiss: Auf die Frage hin, ob Ungern noch demokratisch ist, schwärmen Sie vom guten Essen. Nach der Devise: Was scheren unsereinen die (aus europäischer Sicht) kritikwürdigen politischen, sozialen verfassungsrechtlichen, presserechtlichen, minderheitenrechtlichen usw. Entwicklungen, solange "der ungarische Bürger" in seinem Vaterland Urlaub macht, am Balaton sein Gulasch genießt; selbstverständlich ist dieser ungarische Bürger weder Jude, Obdachloser, Homosexueller, Regierungskritiker o. ä., denn denen geht es - aufgrund der Klimaverschlechterung - seit Jahren weniger gut in diesem zugegeben landschaftlich schönen Land. Wurstegal, Hauptsache mir geht's gut, stimmt's, getkiss? - "Wünschen der gnädige Herr noch ein Glas Tokajer?"

gerri
Erstellt am 14.09.2014, 07:59 Uhr und am 14.09.2014, 08:04 Uhr geändert.
"...dieser ungarische Bürger weder Jude, Obdachloser, Homosexueller, Regierungskritiker o. ä.,...."

@ Ehrlich gesagt,habe ich in all den Jahren noch an keiner Csårda von Būk-Fūrdō im Westen bis Gyula in Osten,noch nie einen Aushang mit den Obengenannten zur Ausladung gesehen.
Die sollten sich nur normal benehmen,nicht auffallen durch Überheblichkeit,dann wäre auch kein Problem.

getkiss
Erstellt am 14.09.2014, 09:56 Uhr und am 14.09.2014, 10:08 Uhr geändert.
Lächerlich, @Bäffelkeah.
Wo haben Sie derlei Erfahrungen gemacht?
selbstverständlich ist dieser ungarische Bürger weder Jude, Obdachloser, Homosexueller, Regierungskritiker o. ä.,
@gerry hat Recht. Solche Ausladungen sind nicht sichtbar. Es sei, in der rechtsradikalen Presse, oder Demo´s von Jobbik, Neonazis in Deutschland, Rechtsextreme in Frankreich, etc. So etwas sehen Sie überall in Europa. Ist kein ungarisches Spezifikum.

Was meine Schilderung betrifft, bezieht Sie sich auf meinen Eindruck über die Atmosphäre im Land. Überall wo ich war. Kann sein, es gibt auch das, was Sie bemängeln. Ich habe auch keine linksradikale Grüppchen gesehen, die gegen die Aufstellung eines Denkmals protestieren, das als Erinnerung an die Okkupation durch deutsche Truppen
errichtet wurde.(?) Diese Demos wurden als gegen die Verharmlosung der Judenvernichtung hingestellt; eine böswillige Interpretation des Denkmals.
Solche Besetzungen durch fremde Truppen lieben die Ungarn nicht. Ob zaristischen österreichische, deutsche, sowjetische oder rumänische....
Sie merken, Schweizer sind nicht darunter?

Was ihre Bemerkung zum Tokajer betrifft: Danke. Ich liebe keinen Dessertwein für Damenkaffeekränzchen. Dafür habe ich aber hervorragende trockene Weine genossen, von Badacsony, oder aus Klosterkellereien...

getkiss
Erstellt am 14.09.2014, 10:39 Uhr
Nochwas, als Beleg:

Antisemitismus

Ortwin Bonfert
Erstellt am 14.09.2014, 14:28 Uhr
@mynona
Deine Schlussfolgerungen teile ich nicht.
Schließlich kann nur das gewählt werden, was zur Wahl steht. Hätte ich die Wahl, zwischen FIDESZ und Jobbik, so würde ich auch das geringere Übel wählen. Selbstverständlich sind die ungarischen Wähler nicht mehr oder weniger mündig als andere in der EU auch.

Ortwin Bonfert
Erstellt am 14.09.2014, 14:34 Uhr
Das spricht Bände, getkiss: Auf die Frage hin, ob Ungarn noch demokratisch ist, schwärmen Sie vom guten Essen.

Das erinnert doch an...
-> Gulaschkommunismus ;-)
Kadar hatte sichergestellt, dass die Bürger ausreichend gut zu essen hatten, was letztendlich natürlich NICHT gereicht hat.

getkiss, wir müssen uns mal in einem ungarischen Lokal zum plaudern treffen... ;-)

getkiss
Erstellt am 14.09.2014, 14:53 Uhr
Hätte ich die Wahl, zwischen FIDESZ und Jobbik, so würde ich auch das geringere Übel wählen.

Das Problem ist aber bei den 2 vorherigen Wahlen gewesen, es stand das ganze Parteienspektrum zur Wahl. Trotz dem hatten die Wähler mehrheitlich die Allianz Fidesz-KdnP gewählt. Die linksliberale Parteien wurden abgewählt...
Dein Tableau "nur Fidesz, oder Jobbik" hat also mit der Realität nichts zu tun: @Mynona hat recht.
Gewählt haben die Wähler, nicht in- oder ausländische Zeitungsredaktionen.

getkiss
Erstellt am 14.09.2014, 14:57 Uhr
in einem ungarischen Lokal zum plaudern treffen

Wenn die Gelegenheit reif ist, koche ich Dir ein so scharfes Gulasch, dass Du nachher sehr viel Wein brauchst...

Ortwin Bonfert
Erstellt am 14.09.2014, 15:17 Uhr und am 14.09.2014, 15:27 Uhr geändert.
Die linksliberale Parteien wurden abgewählt...
Aus gutem Grund... deshalb habe ich die MSZP auch nicht weiter erwähnt. Ging ja auch nicht darum, das gesamte ungarische Parteienspektrum darzustellen. Auch in Deutschland und anderen Ländern wird immer häufiger das geringere Übel gewählt und nicht die bessere Partei.

ps Die ungarische Küche hat doch sehr viel mehr als Gulasch zu bieten... hm... mal gucken ;-)

bankban
Erstellt am 14.09.2014, 15:40 Uhr
Fahren Sie mit der Maus über die Box um die Vorschau anzuzeigen.
Hm... :-)
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getkiss
Erstellt am 15.09.2014, 18:17 Uhr
Eröffnung der Herbsttagung des ungarischen Parlaments.
Bezüglich der gesetzmäßigen Behandlung von Banken sagte Ministerpräsident Orbán:

a bankok pedig önmagukban is erősek, bátrak és ravaszak, "mint a példázatban szereplő denevér: amikor a madarakra vetik ki az adót, a denevérek a fogukat mutatják, amikor pedig az egerekre róják ki, akkor pedig a szárnyukat".
Zu deutsch in etwa:
"Die Banken sind an sich stark, angstfrei und schlau, wie die sprichwörtliche Fledermaus:
-wenn die Vögel besteuert werden, zeigen Sie ihre Zähne
-wenn die Mäuse besteuert werden, dann ihre Flügel"

Harald815
Erstellt am 19.10.2014, 10:03 Uhr
Ist Ungarn noch demokratisch?
Ungarn sicher, aber die USA? Nun lassen Die einige ungarische Bilderbuchdemokraten nicht mehr einreisen. Hat man da Worte?
Offensichtlich nicht, denn die Ungarn-Seilschaft ist ziemlich stumm. Andererseits sollte man nicht allzu anspruchsvoll sein, sind ihre Gehirne doch damit beschäftigt, anderswo, eigene Hirngespinste zu erklären, ohne zu merken wie sehr sie sich ans eigene Bein pinkeln.

gerri
Erstellt am 19.10.2014, 11:27 Uhr
@ Warum sollte es eigentlich? Andere tun doch auch nur so als ob.

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