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charlie
Erstellt am 13.07.2018, 17:53 Uhr
Ich war zwar auch im Konfirmationsunterricht, Gerri, und habe also eine vage Ahnung von dem, was du meinst, aber Israelis und Palästinenser haben nur dann eine gemeinsame Sprache, wenn mindestens einer eine Fremdsprache beherrscht. Es gibt keine gemeinsame Sprache von sich aus. Neuhebräisch und Arabisch sind nicht so ähnlich, dass die Leute sich verstehen könnten. Und auch wenn man die Bibel wörtlich nimmt, liegen genug Generationen zwischen uns und den Söhnen Abrahams, um eine unterschiedliche Entwicklung der Sprachen zu rechtfertigen.
Ich nehme also an, du wolltest einen gebildeten Witz machen.

Shimon
Erstellt am 13.07.2018, 20:39 Uhr
...du wolltest einen gebildeten Witz machen.
Guter Witz...

Doris Hutter

Moderator
Erstellt am 14.07.2018, 00:15 Uhr
Auch dies ist Deutschland aktuell:

"Nachhaltige Nutzung der Tageszeitung:

Dass selbst die Zeitung vom Vortag noch kein Schnee von gestern sein muss, sondern zu einer besseren Zukunft beitragen kann, beweist Hawelti e.V. Der Nürnberger Verein, der sich bislang vor allem mit humanitären und Bildungsprojekten in Äthiopien einen Namen gemacht hat, setzt sich nun auch für die bessere Integration von Geflüchteten und den Abbau von Vorurteilen ein.
Im Rahmen seines neuesten innovativen Projekts, das die Nürnberger Nachrichten von Anfang an unterstützt haben, liefern wir an Hawelti alte Zeitungen, die wir sonst als Altpapier an Verwerter verkaufen würden. Diese werden von Geflüchteten zu Einkaufstaschen verarbeitet, die - so auch aktuell bei der Bio Erleben - kostenlos an Geschäfte und ihre Kunden verteilt werden. Auf jeder der Zeitungstaschen prangt dabei der „Steckbrief“ eines Geflüchteten, auf dem er oder sie nicht nur erklärt, warum er aus seiner Heimat fliehen musste, sondern auch, was er sich für eine bessere Integration in Deutschland wünscht. Eine pfiffige Idee, die zeigt: Auch eine alte NN kann durchaus noch eine wichtige Botschaft transportieren." (Die Chefredaktion der Nürnberger Nachrichten)

Finde ich klasse.
Kennt jemand ähnlich erfreuliche Projekte?

gerri
Erstellt am 14.07.2018, 09:24 Uhr und am 14.07.2018, 09:30 Uhr geändert.
"Menachem Ben-Sasson:

Meine Vorfahren waren Ostjuden aus dem früheren Litauen. Mein Ururgroßvater hat dort die berühmte Jeschiwa von Waloschyn, eine Lehranstalt im heutigen Weißrussland, gegründet; meine Großmutter war seine Enkelin. Aber mein Großvater änderte den Familiennamen. Jetzt hält man mich für einen sephardischen Juden, aber das stimmt nicht.

Sie haben viel über die Juden in der arabischen Welt geschrieben. Sie sprechen Arabisch. Das hat also nichts mit Ihrer Familie zu tun?

Damals mussten wir in Israel alle in der Grundschule Arabisch lernen. Und danach habe ich weiterstudiert. Bei meinen Kindern musste ich allerdings einen Privatlehrer für Arabisch engagieren. In der Armee haben sie dann mehr gelernt.

Schade, dass Arabisch nicht mehr Pflichtfach ist.

Schlimmer. Ein Fehler. Denn um den Nachbarn zu verstehen, muss man seine Sprache verstehen. Die Sprache ist das Tor zum Leben, zur Kultur, zum Herzen. Jetzt müssen die Araber bei uns Hebräisch lernen, und viele sprechen perfekt Iwrit. Aber wir können nicht mit ihnen von gleich zu gleich reden.

Ein politischer Fehler also?

Es geht um das Verständnis von Weltgeschichte. Das frühe Mittelalter wird auf Englisch „The Dark Ages“ genannt, das dunkle Zeitalter. Aber in der arabischen Welt war das ein goldenes Zeitalter der Poesie, der Philosophie, der Medizin, der Wirtschaft, des Fernhandels. Und die Grundlage waren das Reich, die Kultur und Sprache der Araber.

Dass ausgerechnet ein Israeli das betont ...

Gerade ein Jude muss das betonen. Denn es geht auch um unser Erbe. Fast alle großen Werke jüdischer Gelehrter zwischen dem siebenten und elften Jahrhundert wurden auf Arabisch geschrieben, darunter selbst Bücher über die hebräische Sprache. Über die biblische Zeit wissen wir wenig. Wann aber gab es eine Zeit, da die Juden unter einer Regierung lebten, den gleichen Gesetzen folgten, eine Sprache sprachen, international miteinander kommunizierten? Das war die Zeit der arabischen Reiche, die von Südfrankreich und Marokko über Süditalien und Sizilien, Nordafrika und den Nahen und Mittleren Osten bis nach Indien reichten. Damals wurde aus dem Babylonischen Talmud der Talmud. Die aus diesem Talmud abgeleiteten Gesetze, die Halacha, gilt seitdem für alle Juden."



@ Ich hoffe Ihr verkraftet es,denn für radikal denkende kann es schmerzhaft sein.




charlie
Erstellt am 14.07.2018, 09:53 Uhr
Her Gerri, was du zitierst zeigt doch eben, dass Juden und Israelis normalerweise kein Arabisch verstehen. Er beklagt doch genau das.

gerri
Erstellt am 14.07.2018, 13:55 Uhr und am 14.07.2018, 13:56 Uhr geändert.

" Bei meinen Kindern musste ich allerdings einen Privatlehrer für Arabisch engagieren. In der Armee haben sie dann mehr gelernt." Arabisch!!!


@ Catîrilor....

charlie
Erstellt am 14.07.2018, 14:21 Uhr
Eben, Gerri, arabisch ist keine gemeinsame Sprache. Israelis müssen, wenn sie sie lernen wollen oder müssen, wie eine Fremdsprache lernen. Aber zumindest weiß ich jetzt, welche gemeinsame Sprache du gemeint hast.

gerri
Erstellt am 14.07.2018, 17:57 Uhr und am 14.07.2018, 18:00 Uhr geändert.
@ Abraham hat mit beiden Frauen sprechen müssen,mit Seiner Ehefrau und auch mit der Dienerin,mit Der Er sein erstes Kind hatte.Wie hat Er sich mit Ihr verständigt,bevor Sie Ihn verlassen musste,da Seine betagte Ehefrau auch schwanger wurde.

charlie
Erstellt am 14.07.2018, 22:01 Uhr
Gerri, das hatten wir schon. Das steht in der Bibel, ist also Fiktion, und auch wenn es stimmen würde, wäre es sehr lange her. Außerdem ist der Mensch schon länger dazu imstande, Fremdsprachen zu lernen

getkiss
Erstellt am 16.07.2018, 16:43 Uhr und am 16.07.2018, 16:58 Uhr geändert.
Auch dies ist Deutschland aktuell:
Auch dies ist schöne Initiative.
Schade nur, dass zwischen den nicht zu vielen Äthiopiern die in Nürnberg leben, solche "Eintracht" herrscht:

Im Nachgang an diese Veranstaltung wurde dann auch noch einmal klar von Vertretern des Kulturvereins zum Ausdruck gebracht, dass man mit dem "deutschen Vorsitzenden des Hawelti e.V. nicht reden werde, weil er sich nicht mit den Besonderheiten Äthiopiens auskenne".

Gegen kommunales Projekt Nürnberg-Aksum

Andererseits sollte schon die Frage erlaubt sein, warum ein Ausländerverein einen deutschen Vorsitzenden hat/haben muss?
Müssen solche konkurrierenden Vereine den Zwist und Bürgerkrieg aus ihrem Lande hier fortführen?

Doris Hutter

Moderator
Erstellt am 17.07.2018, 02:30 Uhr
Das sind Prozesse, die man aushalten und/oder nach anderen Lösungen suchen muss.
Es läuft nicht immer alles glatt. Auch bei uns nicht.

Ideal, wenn man über Kulturen hinweg voneinander lernen kann. Z.B. auch, wie Konflikte friedlich gelöst werden können, wie man Kompromisse schließt oder vielleicht auch ein Projekt aufgibt.



_Gustavo
Erstellt am 22.07.2018, 20:58 Uhr und am 22.07.2018, 21:01 Uhr geändert.
Der Schuss des Horst Seehofer scheint nach hinten losgegangen zu sein.
Eine Volksdemonstration gegen die Politik der CSU

Der Özil hat die Nase auch voll:
Özil will nicht mehr für Deutschland spielen
"Viele Leute sprechen über meine Leistungen - es gibt viel Applaus und viel Kritik. Wenn eine Zeitung oder ein Experte Fehler in meinem Spiel findet, dann kann ich das akzeptieren - ich bin kein perfekter Fußballer, und das motiviert mich oft, noch härter zu arbeiten und zu trainieren. Was ich aber nicht verstehen kann, ist, dass deutsche Medien meine doppelte Herkunft und ein einfaches Foto für die schlechte Weltmeisterschaft einer ganzen Mannschaft verantwortlich machen."

getkiss
Erstellt am 22.07.2018, 23:04 Uhr und am 22.07.2018, 23:09 Uhr geändert.
@_Gustavo, glaubst Du wirklich dass die ganzen intellektualisierten Episteln von ihm stammen?
Das ist so glaubhaft wie z. Bsp.
Ich war zwar auch im Konfirmationsunterricht
Ich war nämlich nicht da, sondern im Firmungs-unterricht (und war zwischen den letzten Kindergruppen des Banats die vom Bischof Pacha selig gefirmt wurden, vor seiner Verhaftung...)

charlie
Erstellt am 22.07.2018, 23:16 Uhr
Getkiss, du glaubst mir also nicht, dass ich im Konfirmationsunterricht war?

getkiss
Erstellt am 23.07.2018, 02:37 Uhr und am 23.07.2018, 02:38 Uhr geändert.
?
Deutschland ist was aktuelles und immerwährendes zugleich, ein Charlie ist irgend ein Name, Schall und Rauch, versteckt unter "-" Zeichen und wähnt sich das Zentrum seines Universums...

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