Quergereimt - Quatsch mit Würze

Um Beiträge zu verfassen, müssen Sie sich kostenlos registrieren bzw. einloggen.

Lybelle
schrieb am 12.09.2020, 20:58 Uhr
Ich schließe mich Kurt gerne an, es ist einfach gekonnt, ich freue mich jedesmal aufs neue ☺️
Kurt Binder
schrieb am 17.09.2020, 10:07 Uhr (am 17.09.2020, 10:14 Uhr geändert).
Hallo, liebe Freunde des Quatsches,

möchte nur zaghaft daran erinnern, dass heute in einer Woche, also ab Donnerstag, dem 24. September das Sternzeichen der WAAGE ihren Anspruch im Weltgeschehen anmeldet. Bis dahin habt ihr noch Gelegenheit, Kluges oder Witziges zur JUNGFRAU zu sagen! Also - dann quatscht mal los ...!
Kurt Binder
schrieb am 20.09.2020, 09:05 Uhr
... wie zum Beispiel dies:

Zu den Sternzeichen Stier und Jungfrau bin ich rein zufällig auf ein älteres Gedicht gestoßen, worin der Stier ziemlich real und die Jungfrau analog zu verstehen ist!

Einfach tierisch

Es graste jüngst auf einer grünen Wiese
die weiß - und braungescheckte Jungkuh Liese,
und sorglos wackelt' sie von Weil zu Weil
mit ihrem weißen, prallen Hinterteil.

Ein Stier betrachet' mit geblähten Nüstern
das Sonderangebötchen ziemlich lüstern,
dann stürzte er auf Liese, und mit Grunzen
begann er ihre Unschuld zu verhunzen.

In unsrer Liese wallte das Begehr,
und kurze Zeit danach, da wollt’ sie mehr.
Jedoch der Stier, eindeutig ein Filou,
begeilt’ sich schon an einer andern Kuh.

Die Liese fühlte sich im Ganzen, Großen
so ziemlich vor den Hornkopf gestoßen.
Da sah sie unweit auf derselben Wasen
behäbig einen alten Ochsen grasen.

Von der Erfahrung eben noch betört,
begann sie mit dem Rindvieh einen Flirt.
Der aber muhte trist: „In Liebelei'n
kann ich ja leider - nur ein Ochse sein!“

Maikind
schrieb am 21.09.2020, 21:03 Uhr (am 21.09.2020, 21:04 Uhr geändert).
Lieber Kurt
du hast mal wieder was zum totlachen kreiert!!
hat mich sehr amüsiert und inspiriert...😁

Jungfraukrönung

Herr Jung und seine junge Frau
spazierten an der Donauau
als ihnen aus dem Schilfgestrüpp
ein Reiher vor die Zehen hüpft.

Erschrocken standen alle drei
dem Reiher stieß der Mittagsbrei
zum Schnabel an die Gaumenspitze
wie eine Stabfontäne spritzte
er diesen an Herrn Jungs Frau Mütze
das saß wie Auberginengrütze
quer drüber, links zum rechten Ohr
Herr Jung, Frau Jung den Spaß verlor.

Dem Reiher tat das Ganze weh
die Krönung seiner Tagesmüh
galt einer Jungfrau an der Au
nun schmückt sich damit Herrn Jungs Frau.


Lybelle
schrieb am 21.09.2020, 21:45 Uhr
Also ihr seid wirklich toll ihr beiden. So gelacht hab ich heute noch nicht, und dass als Krönung des Tages noch dazu. 😄😄😄😄😄 Wünsche euch einen schönen Abend noch und danke für die aufheiternden Gedichte - einfach köstlich 👍👍👍👍👍
Kurt Binder
schrieb am 22.09.2020, 17:15 Uhr
Au Bäckchen, Ute, hab ich Dich wirklich zum reihern inspiriert? Und ich hab grad Vinete angerührt ;-(( ! Jedenfalls weiß ich jetzt, woher das klangvolle Synonym für brechen kommt! Wenn man bedenkt, wofür das gedacht war – beim Belenus, da bin ich heilfroh, kein Reiher zu sein. Andrerseits wären auf Dauer die Geschenke für die Geliebte weitaus billiger gekommen ;-)) !
Übrigens – sehr anschaulich beschrieben, der diagonale Flug der grünen Grütze in stilgerechter Form einer Stabfontäne - eine beneidenswerte Phantasie!

Um Beiträge zu verfassen, müssen Sie sich kostenlos registrieren bzw. einloggen.