SbZ-Archiv - Stichwort »Mein Alles«
Zur Suchanfrage wurden 3190 Zeitungsseiten gefunden.
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Folge 6 vom 26. Juni 1956, S. 9
[..] zien ist es stockfinster. Die Taschenlampe blitzt auf. ,,Stehenbleiben! Hände hoch!" Sie gehorchen. Ott legt sein Bündel auf die Erde. Der Lichtkegel folgt seinen Bewegungen. Dann streckt er die Arme empor. ,,Opris, durchsuche sie. Auch das Gepäck." Mit raschen Händen wühlt Opris ihre Taschen und Ott's Bündel durch. ,,Nichts", sagt er, sich aufrichtend. ,,Keine Waffen." ,,Gut. Zweihundert Lei. Hundert von jedem von euch. Dann lassen wir euch laufen." ,,Wir haben kein Geld", j [..]
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Folge 6 vom 26. Juni 1956, S. 10
[..] r Küster die Kirche verlassen hat, steigen sie hinunter und betreten . Es hat zu schneien aufgehört. Die Luft ist klar. Es ist bitterkalt. Leo strebt mit langen Schritten dem Ortsausgang zu. ,,Auf meine Leute hier ist nicht immer Verlaß", sagt er. ,,Manchmal fahren sie früher, manchmal später als vereinbart. Wie Russen eben sind." ,,Russen ?" ,,Ja, Russen. Warum bleiben Sie stehen? Fürchten Sie sich? Keine Angst! Diese Russen tun Ihnen nichts. Sie sind meine Geschäf [..]
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Folge 5 vom 30. Mai 1956, S. 3
[..] wald, Flossenbürg und Dachau. In Dachau befreiten ihn die Amerikaner. Er konnte in die Sowjetunion zurückkehren. Mit einer schweren Schwindsucht, an der "er heute noch leidet. Diese Geschichte erzählte er einem Pressevertreter, und er gab auf die Frage, wieso und warum er heute noch Uniform trage, die Antwort: ,,Ich bleibe mein ganzes Leben lang General. In der Sowjetunion hat jeder pensionierte Offizier das Recht, seine Uniform bis zum Tode zu tragen."·. Soweit General Mihai [..]
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Folge 5 vom 30. Mai 1956, S. 8
[..] rde, von der er tatsächlich nichts wußte, konnte man ihm auch kein Geständnis erpressen. ,,Und Plapamarul?" unterbricht ihn Marin. Mircea zuckt mit den Achseln. Er sagt apathisch: ,,Da ich mit Bechir verhaftet wurde, kam ich in eine andere Untersuchungsgruppe* als Plapamarul. Das war mein Glück." ,,Wer hat dich verhört?", will Marin wissen. ,,Die Kommissare Dobrescu und Grünblatt", berichtet Mircea. ,,Der eine bei Tag, der andere bei Nacht. Und dann kam Skrobljew." Mircea ste [..]
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Folge 5 vom 30. Mai 1956, S. 9
[..] and geleistet. Wir hatten die Pflicht dazu und auch das Recht, weil wir an ein Ziel glaubten. Dies Ziel war eine Intervention von draußen. Inzwischen hat sich das .als ein Irrtum herausgestellt. Nun frage ich: habe ich noch das Recht, meine Leute mit der Behauptung zu betrügen, unsere Arbeit werde von draußen gefördert? Habe ich das Recht, sie gegen das Regime aufzuhetzen, ihre Existenz zu ruinieren, sie und ihre Familien ins Unglück zu stürzen? Das ist die Frage, die mich je [..]
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Folge 5 vom 30. Mai 1956, S. 10
[..] Dienste der kommunistischen Welteroberung UdfrOrrflrinrafcMaifolge bringt unter anderem: · Bischof . Müller (Hermannstadt) in Salzburg. Bericht von einem Besuch des Sachsenbischofs. · Der Kurator in der Dorfgemeinde. Beiträge zweier Bauernkuratoren © Wie sie sich halten: Organist in Argentinien © ,,Nor denj Ugejn loß mich sän." Eine Erinnerung aus Großau · Bilder: Leschkirch Ausmarsch des Coetus in Bistritz Skopationsfest in Schäßburg Rektor Georg Felker · Einladung zu yeran [..]
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Folge 4 vom 25. April 1956, S. 5
[..] ß Gustav Poschner, weil. Lehrer und Prediger in Lechnitz, im . Lebensjahr verschieden ist. Mit ihm ging nicht nur ein außergewöhnlich arbeitsreiches Leben, sondern auch ein Stück Heimat und Geschichte der Gemeinde Lechnitz zu Ende. Geboren am . Januar in Kallesdorf als Sohn des dortigen Notars, absolvierte Gustav Poschner das Gymnasium und Lehrerseminar in Bistritz und wirkte darauf kurze Zeit an der Volksschule in Nieder-Eidisch. Von hier aus kam er als Lehrer der K [..]
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Folge 4 vom 25. April 1956, S. 7
[..] aus dem historischen Gesamtbild willkürlich zusammengepflückte Kausalitätsreihe! So entsteht ein schief gesehenes, gleichsam in Glasscherben reflektiertes Bild; eine Fotomontage von Gestalten und Ereignissen von keineswegs allgemeingültigem Charakter. Wenn schon von Schuld gesprochen wird, von der Schuld der Völker, dann darf sie nicht an -- obendrein verzerrt gezeichneten -- Modelltypen demonstriert werden; das ist selbst im Literarischen eine unzulässige Methode. Weidenhei [..]
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Folge 4 vom 25. April 1956, S. 10
[..] ab. ,,Es ist ungeheuerlich. Aber es geht um Leben oder Tod." Ohne ein Wort zu erwidern, steht Aglaja auf. Ihr Gesicht ist schneeweiß. Sie nimmt den Mantel vom Haken, zieht ihn an. ,,Gut'." flüstert sie tonlos. ,,Ich gehe. Ich weiß, was ich meinem Bruder schuldig bin." Ott will sie aufhalten, er will diesen Wahnsinn verhindern, er packt Aglaja am Arm, aber sie macht sich frei, sie sagt kalt: ,,Ich selber habe Mircea gedrängt, den Kampf aufzunehmen, ich habe ihm gesagt, daß es [..]
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Folge 3 vom 25. März 1956, S. 10
[..] nken wird. Offenbar haben sie sich gestritten, denn das Gesicht des Advokaten zeigt einen verärgerten Ausdruck, und seine Stimme klingt gereizt als er Ott anfährt: ,,Wo treiben Sie sich herum, amice! Wir warten schon seit zwei Stunden auf Sie." Mircea wendet sich um und sagt: ,,Ich gebe heute abend eine kleine Gesellschaft. Sie sind dazu eingeladen. Meine Schwester wird sich freuen, in Ihnen einen alten Bekannten zu begrüßen." ,,Danke", erwidert Ott überrascht. ,,Ihre Schwest [..]









