Gut und Böse auf der Welt

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Kurt Binder
schrieb am 11.08.2022, 13:14 Uhr
Vom Fingerspiel zum Fingerzeigen*

Fünf Finger hat der Mensch an einer Hand – und das ist gut so. Auch in dieser Erscheinungsform spiegelt sich die weise Voraussicht der Vorsehung, dank derer wir zu dem geworden sind, was wir zum Glück heute sind!
Wofür nun jeder Finger im Einzelnen bestimmt ist? Nun, wir erinnern uns, dass wir das doch alle, sauber bewindelt wenigstens einmal in bester Rap-Song-Qualität (Sopran oder Bariton) über uns ergehen lassen mussten. Und das ging so:
„Dies ist der Daumen!“ Jawohl, das haben wir alle sofort begriffen, zumal er ja damals zu Mamas Erholung, eine Mahlzeit vortäuschend sich in unsren Mündern zur vorübergehenden Gaumenbefriedigung nützlich gemacht hatte.
Dass der „Zeigefinger die Pflaumen schüttelt“, das habe ich probiert, aber nach drei Tagen vergeblicher Bemühungen aufgegeben. Als dann zufällig doch noch eine halbfaule Zwetschke herunter gefallen war, hab ich gutgläubig probiert, sie mit dem Mittelfinger aufzuheben – und sie sogar mit dem Ringfinger nach Haus zu tragen! Denkste – alles Quatsch, alles nur Täuschungsmanöver, um uns vom Schreien abzulenken. Natürlich hatte sich dann auch der kleine Finger standhaft geweigert, alles aufzuessen, weil infolge der Fiaskos seiner großen Brüder eben nix da war!
Nun, während ich vom gutgläubigen Baby zum kritikfähigen gescheiten Mann herangewachsen bin, habe ich erst krabbelnd, dann laufend gelernt, und mir z. B. auch die eigentliche Zweckbestimmung unsrer Finger in einer vielstimmig aufgeklärten Gesellschaft angeeignet.
Also dies ist der Daumen! Ja, das ist er, und außer für die, welche heute noch am Daumen lutschen, hat er zwei Bedeutungen:
Daumen oben: Mann, war das toll, phantastisch, gigantisch - oder kurz gefasst, in nicht zu überbietender Anerkennung: „COOL!“.
Daumen unten: „Buuuh, hau ab“, „Rübe ab, eh!".
Daumen waagrecht: Kann man vergessen; der spiegelt nur die große Masse der Unentschlossenen und notorischen Ignoranten.
Daumendrehen: Das tun nur faule Menschen, oder die, welche nicht weiter am Abstieg der Menschheit - bzw. am Wieder-Aufstieg in die Bäume mitwirken wollen.
Zeigefinger, in Kurzprosa: „Na na, sowas tut man nicht!", "Komm zu mir, ich zeig dir was!“, "Geh doch zum Teufel!", „Häng dich auf!“
Mittelfinger: Nun, der deutet selbstbewusst, sparsam, und dennoch (sehr) vielsagend an, welche Möglichkeiten du hast, mit der derzeitigen Stimmungslage seines Besitzers in harmonischen Einklang zu kommen – zu beiderseitigem Vergnügen, oder auf Neu-Deutsch: eine Win-Win-Situation!!
Ringfinger: Er ist dazu verdonnert, in einem reiferen Lebensabschnitt des Menschen etwas zu tragen, was als noch ungeschriebener Schlager mit utopischem Text so lauten würde: "Ein goldner Ring eint unser Leben“, mit dem Refrain: „Ich bin dein, du bist mein ..“, usw. glücklich sein!“
Oh ja - es wäre noch viel zu sagen, z.B. dass man mit den Fingern eine Faust machen kann, greifen und peddern, kitzeln und noch viele gute oder böse Sachen tun kann. Okay, dann lasst euch was einfallen ;-))) !

*) siehe "Fingerspiele"

Kurt Binder
schrieb am 16.08.2022, 06:50 Uhr
Wissenswert

Ein Dreiecksverhältnis ist nicht das Verhältnis der Seiten und Winkel in einem Dreieck zueinander!

Es gibt sicher eine grundsätzliche Ästhetik im Unterbewusstsein des Menschen, die jedoch oft von dem zähen Schlamm seiner Ignoranz erstickt wird.

‚Üblich' leitet sich nicht von 'Übel' ab!
Wenn man aber das Übliche zu lange unkritisch pflegt, kann es schnell zum Übel werden - und das Umgekehrte wird der Fall..

Lustig: Rechtshänder machen manchmal etwas mit links - Linkshänder bringen etwas Rechtes zustande.

Ein Gericht darf einen Zeugen wohl überzeugen, zu bezeugen, aber niemals – zu zeugen!
Kurt Binder
schrieb am 20.08.2022, 08:04 Uhr
Heute nur Böse

Sonderangebot für Kannibalen: Frischer Menschenauflauf.

Da in meinem Garten viele Ribisel-Sträucher wachsen, habe ich diese gegen böse Strauchdiebe versichen lassen.

Gestern hab ich eine Frau zufällig angerempelt. Sie wurde böse und erklärte mir, dass ich nicht alle Tassen im Schrank hätte. Ich bin sofort nachhause gelaufen und hab nachgezählt – aber es waren noch alle da!

Ich hörte, dass auf dem Marktplatz ein neues Kopfpflaster verlegt wurde. Doch zu meiner großen Enttäuschung sah ich, dass da keine Köpfe verlegt waren, sondern nur Steine – worüber der Verleger bedauernd die Achseln zuckte.

Eine berühmte Sängerin verklagte einen Mann, der ihr nach einem Konzert den Vogel gezeigt hatte.
Der wurde jedoch freigesprochen, weil er an Eides statt versicherte, dass er - eine Nachtigall gemeint hätte!
Kurt Binder
schrieb am 24.08.2022, 09:08 Uhr
Irreführendes Nomen

Du böser, böser Heckenschütze – warum erschießt du die wehrlosen, schönen Hecken?

Heute Morgen wollte ich zum Frühstück eine Kanne Brottrunk trinken - und wäre fast erstickt daran, weil das Brot zum Trinken viel zu trocken war.

Mit den meisten sogenannten Gewinnlosen bleibt man gewinnlos.

Ein Schriftsteller wurde in seinem Zimmer erstochen aufgefunden. Inspektor Barneby diagnostizierte Unfalltod; er sei mit einem Stichwort unvorsichtig umgegangen.
Kurt Binder
schrieb am 27.08.2022, 10:06 Uhr
Fragt Mia ihre Freundin Pia: „Hast du auch deinen Traummann geheiratet?“
“Ja, natürlich!“, nickt Pia. „Bloß hat der sich inzwischen zum Alptraum-Mann entwickelt!“
(Die Regie bekundet Verständnis für den Schrei der Entrüstung, der in diesem Augenblick durch die eitle Männerwelt brandet!)

Vorsicht – eine anfangs einnehmende Bekanntschaft kann später, fast ohne Ausnahme sehr ausnehmend werden!

Bis heute bin ich nicht draufgekommen, ob diese Redewendung für den damit Bedachten etwas Gutes oder Böses darstellt:
“An dem ist Topfen und Schmalz verloren!"
Kurt Binder
schrieb am 05.09.2022, 11:54 Uhr
Überall steckt Gut und Böse

Erblasser, erblasst vor Enttäuschung, denn die lieben Erben kommen nicht, um ihre Anteilnahme zu bekunden; sie wollen nur ihren Anteil nehmen!

Sagt der Bürochef zu einem Mitarbeiter:
“Maier, wären Sie bitte so gut, unsrer jungen Angestellten in der nächsten Zeit etwas unter die Arme zu greifen!“ Zehn Sekunden später – nachdem der entrüstete Aufschrei verklungen war:
“Aber nein, Maier - so hab ich das nicht gemeint!“

Ein guter Unternehmer darf sich nicht - übernehmen!
Kurt Binder
schrieb am 10.09.2022, 09:01 Uhr
Verirrt im eigenen Garten
Nichts für schwache Nerven

Als das sogenannte Unkraut in meinem Garten Übermannshöhe erreicht hatte, beschloss ich, ihm auf den Leib, bzw. auf den Stengel zu rücken und zu jäten. Ich googelte erstmal, um für meinen heroischen Entschluss ein paar wertvolle Tipps zu erfahren. Erstaunt wurde ich aufgeklärt, dass man ab einer Stengeldicke von 3cm von Rodung spricht, und unter dem Stichwort würde ich, meiner Schlamperei entsprechend Hinweise auf die Methoden - und auf den dazu notwendigen Maschinenpark erfahren.
Na Prosit – das war hart. Ich begann trotzdem, ohne Maschinen, aber mit ähnlichen Utensilien scharf bewaffnet, wie Nagelschere, Bartschneider, Schweizer Messer, Korkenzieher (für die Wurzeln) und einem Lasso. Ich kam zwar langsam, dafür aber äußerst gründlich voran, und arbeitete bis in die Dämmerung hinein. Dann machte ich Schluss und wollte ins Haus zurück. Aber – wo zum Henker lag es? Verloren stand ich da, und hatte keine Ahnung, in welche Rictung ich mich wenden sollte. Den Kompass hatte ich diesmal dummerweise nicht dabei, die Sonne war weg, und es war bewölkt – also keinerlei Orientierungsmöglichkeiten. Aus einem Wurmloch im Salatbeet wurmte sich träge ein Regenwurm hervor. Ich fragte ihn:
“Entschuldigen Sie, könnten Sie mir sagen, wie ich in mein Haus kommen kann?“ Er schüttelte den Kopf.
“Sorry, Sir“. sagte er mit schottischem Akzent, „aber ich bin nicht von hier. Ich komme aus dem Nachbarbeet!“. Verständlich. Da huschte eine graue Maus herbei und fraß den Regenwurm. Ich fragte sie:
“Entschuldigen Sie, könnten Sie mir sagen, wie ich in mein Haus kommen kann?“ Sie schüttelte den Kopf.
“Ȋmi pare rǎu, tovarǎşe”, sagte sie mit oltenischem Akzent, „aber ich bin nicht von hier. Ich komme aus Rumänien!“. Verständlich. Da huschte ein Tigerkater herbei und fraß die graue Maus. Ich fragte ihn:
“Entschuldigen Sie, könnten Sie mir sagen, wie ich in mein Haus kommen kann?“ Er nickte, und schnurrte:
“Selbstverständlich kann ich das - folge mir!“ Und verschwand im Dickicht. Ich versuchte, seinen Spuren zu folgen, doch da waren keine. Da flog eine Amsel heran. Ich fragte sie:
“Entschuldigen Sie, könnten Sie mir sagen, wie ich in mein Haus kommen kann?“ Sie nickte, und flötete:
“Selbstverständlich kann ich das - folge mir!“ Sie flog auf, und verschwand hinter einer 3 Meter hohen Sonnenblume mit mindestens 37 riesigen Blüten. Ich wollte ihren Flug verfolgen, doch leider konnte ich nur 1 Meter hoch hüpfen, und da ich nur 1,70 Meter groß bin, fehlten bis zur Sonnenblumen-Übersicht noch genau 30cm. Also irrte ich durch das Dickicht verzweifelt weiter.
Plötzlich stand ich einem Elch gegenüber, der mich drohend ansah. Hinter im duckte sich eine Elchin, und senkte den Blick keusch zu Boden. Ich fragte ihn:
“Entschuldigen Sie, könnten Sie mir sagen, wie ich in mein Haus kommen kann?“
“Ach, halt doch die Klappe, und quatsch keinen Quatsch, Loser!“, elchte er mich gereizt an. „Ich weiß Bescheid. Dein dämliches Herumkaspern hat sich herumgesprochen, und ein Esel schreibt gerade ein Buch darüber!“
“Aber – wo bin ich hier eigentlich?“
“Sverige!“, kam es lakonisch zurück.
“Oh jeeh – und wie komm ich wieder nach Hause?“ Er seufzte tief.
“Du hast mich zwar in meiner Hochzeitsnacht gestört, aber ich sags dir, nur damit du endlich abhaust!“ Die Elchin nickte beigeistert.
Dann erklärte er mir, dass ich nur genau auf dem Weg zurückgehen müsse, auf dem ich gekommen sei, da mein Haus auf demselben Meridian genau südlich von meinem derzeitigen Standpunkt läge. Ich dankte ihm, und wollte seine Braut umarmen, doch im nächsten Augenblick glaubte ich, mich knutscht ein Elch. Ein zärtlicher Tritt in mein sensibles Hinterteil, von dem ich 13 Meter weit, zum Glück in die südliche Richtung flog, belehrte mich, dass man die Braut eines andern, kurz vor deren Sündenfall eben nicht anbaggen darf!
Der Rat des wackeren schwedischen Elchs war aber gut, und nach diesem meinem aufschlussreichen Debüt in Sachen ‚Mit-Elchen-knutschen’ war ich nach einem Monat tatsächlich zu Hause. Meine Nachbarin hatte intuitiv auch vor meinem Haus Schnee geschippt, der inzwischen 3 Meter hoch lag, genau wie die Sonnenblume. Ich dankte ihr, aus Erfahrung ohne Umarmung, und ging los – leider in die falsche Richtung ...

“Um des Himmels Willen, neeein – nicht schon wieder!“
Wie ich gehört habe sollen die Schakale in der Sahara nämlich sehr hungrig sein ...
Kurt Binder
schrieb am 19.09.2022, 09:01 Uhr
So wie man vom Handwerker eine sichere Handhabung des Hammers erwartet, so erwartet man vom Redner eine sichere Mundhabung des Wortes!

Eine Frau sagt zu ihrer Freundin:
“Mein Mann kommt heute etwas später nachhause; er steckt noch mitten im Verkehr!“
„So ein Miststück! Und das läßt du dir gefallen?“

Ein Rabe fragt die Räbin schmunzelnd:
“Kraaah?“ Die Räbin nickt begeistert:
“Krah krah krah krah!“
Was lernen wir daraus?
Man kann auch mit wenigen Worten sofort zu einem Einverständnis kommen.
Kurt Binder
schrieb am 25.09.2022, 07:36 Uhr
Bumerang

Ich hatte mir endlich einen Traum erfüllt, und für schlappe 35.000 Euronen ein Elektro-Auto gekauft. Bei meiner ersten Ausfahrt verspürte ich plötzlich die Lust, jemanden zu vergackeiern. Ich stieg also aus, ging auf einen bescheiden gekleideten Mann zu und fragte ihn:
“Entschuldigung – darf ich Ihnen mein Auto schenken?“ Der Mann starrte mich an, mit einer Miene, die im Ausdruck exakt dem tieferen Sinn meiner Frage entsprach. Dann erwiderte er ungläubig:
„Aber gerne, doch - wo ist der Pferdefuß?“ Ich starrte ihn an, mit einer Miene, die im Ausdruck exakt dem tieferen Sinn seiner Frage entsprach. Wieso Pferdefuß? Seit wann haben Autos Pferdefüße? Das war sicher wieder so ein zudringlicher Fritze vom Fernsehen, der bloß die Leute mit dämlichen Fragen vergackeiern wollte! Ich machte ihn mit meinem Mittelfinger bekannt, stieg verärgert ins Auto und fuhr nach Haus.
Nicht mit mir, Klugschwätzer!

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