SbZ-Archiv - Stichwort »Mein Alles«

Zur Suchanfrage wurden 3190 Zeitungsseiten gefunden.

  • Folge 15 vom 30. September 1971, S. 7

    [..] r Ostwind des letzten Winters gerissen und die ich noch zu verkleben hatte. Die Winter sind dort eisig, von wirren, schwarzen Stürmen bevölkert, die einem den Mut nehmen, eine Türe zu öffnen. Es sollte mein zweiter Winter werden. ,,Du bist noch jung und kräftig", sagte Jor nas, ,,und du hast es gut überstanden..." Ich unterbrach ihn: ,,Komm jeden Abend zu mir. Wir finden immer was zum Beißen. Solange ich was habe, hat's keine Not auch mit dir." Ich begleitete ihn bis zu dem Z [..]

  • Beilage LdH: Folge 215 vom September 1971, S. 2

    [..] r Tapferkeit der Seele und des sittlichen Lebens gehört, was alles die Kirche zu besorgen und zu verleihen hat." . Ist schon das Mitspielen im Machtbereich der Politik für den Propheten und jede christliche Gemeinschaft unmöglich, so gilt erst recht, daß die Gemeinde Gottes nicht mit irgendwelchen Machtmitteln zur Zusammenarbeit gezwungen werden darf. Der Tempel kann nicht mit Gewalt und Kraft errichtet werden, sondern nur durch Gottes Geist. Wir werden dieser Auffassung nic [..]

  • Beilage LdH: Folge 215 vom September 1971, S. 4

    [..] fe Müller und Klein und der Lutherische Weltbund und das Kirchliche Außenamt und natürlich auch wir, wobei ausgerechnet er uns als ,,angebliche" Kenner Rumäniens bezeichnet, die sich ,,erdreisten", eine andere Meinung zu haben als er. Auch in den F r a g e n z w i s c h e n k i r c h l i c h e r H i l f e besteht eine enge Zusammenarbeit mit den damit befaßten deutschen und ökumenischen Stellen. Die Koordinierung machte Fortschritte, die Möglichkeiten der Hilfe wurden ausgewe [..]

  • Folge 14 vom 15. September 1971, S. 7

    [..] e Hora, die Heizung strich anheimelnd durch die kaschierten Auslässe. Ich fuhr hundertzwanzig. Wer kann es mir verdenken, daß ich mich in gehobener Laune befand? Es war mir im . Nachkriegsjahr gelungen, meine Angehörigen in Siebenbürgen zu besuchen. Die Krönung dieser Fahrt stand mir aber heute bevor: ich war auf dem Weg zu meinem Geburtsort Broiler. Noch mehr: meine jährige Großmutter hielt zur Stunde gewiß schon mein Telegramm in den Händen. Bestimmt saß sie jetzt schon [..]

  • Folge 13 vom 31. August 1971, S. 2

    [..] lle ihrer jüngeren Geschichte ein Selbstverständnis erarbeitet zu haben, das der Achtung wert ist. Denn Tatsache ist, daß Zorn und Empörung, Schmerz und Trauer über die Berliner Mauer bei uns landweit eingeschlafen sind. Das ,,Mein Gott, was ist da schon zu machen?" ist die faulste der faulen Ausreden. Unsere ,,Unfähigkeit zu trauern", sollte, frei nach Mitscherlich, einmal auf diesen Gegenstand unserer Gegenwart: sie sollte vor allem auf ihn gerichtet sein. Unsere lautstarke [..]

  • Beilage LdH: Folge 213/214 vom Juli 1971, S. 4

    [..] r unsere Kinder, die ihnen überzeitliche Normen und Lehrinhalte weitergibt, sondern die, die sie lernen lehrt. Es ist deutlich, daß eine solche Revolution im geistigen Bereich in einer kleinen, festgefügten Gemeinschaft, die sich auf das ,,Mer wälle bleiwen, wat mer sen" verschworen hatte, zu großer Ratlosigkeit und Unruhe führen kann. Erschwerend kommt hinzu, daß in einem autoritär regierten Staat, wie es das sozialistische Rumänien zunächst ist, ein freies Ausdiskutieren de [..]

  • Beilage LdH: Folge 213/214 vom Juli 1971, S. 8

    [..] Langwasser in einer neuen Existenz sich befindet. Wir haben alle im Gepäck nicht mehr, als Lädiertes, leicht kaputt Gegangenes und Beschädigtes. Aber wir haben es und wir bringen es nicht übers Herz, es wegzuwerfen, obwohl wir nicht wissen, was wir damit tun sollen. Wann soll ich mein Konfirmationskleid hier anziehen? Wegschmeißen? -- Es wird schön aufgehoben! Wenn auch eingemottet. -- Das hier stammt aus dem Erbe meiner Frau, des Nichtflüchtlings in meiner Familie. Es ist ei [..]

  • Folge 10 vom 25. Juni 1971, S. 6

    [..] ermark Schriftführer: Reinhold Martini, Graz, Professor Franz Xaver Dressler gab Orgelkonzert in Graz Vor'm Mutterantlitz Wenn ich verzagt und müde bin und dumpf und quälend ist mein Blut trete ich leise vor dich hin -du Mutterantlitz, rein und gut. Ich steh' und präge dich mir ein, bis in mir aller Schmerz zerbricht. Wie war' ich ohne dich allein -du, Mutter, bist das Tor zum Licht. Mit diesem Gedicht unseres Bauerndichters Michael W o l f - W i n d a u grü [..]

  • Folge 10 vom 25. Juni 1971, S. 7

    [..] rfeier (S.-Z., . . ), gehört n i c h t dazu. Wir zeigten bei dieser Ausstellung nur echte, siebenbürgisch-sächsische Volkskunst, die in den letzten hundert Jahren aus Siebenbürgen mitgebracht wurde und aus siebenbürgischen Familien, Gemeinden und Werkstätten stammt. Alles waren Leihgaben aus Privatbesitz. Die Stickereien, Trachten, der Patrizierund Bauernschmuck, Kupfer- und Zinngefäße, Krüge und Teller (aus dem . und . Jhdt), Altargeräte, Kirchenbuch, alte Schriften [..]

  • Beilage LdH: Folge 212 vom Juni 1971, S. 2

    [..] wir in allen Entscheidungen darnach fragen, was will eigentlich Gott von mir?, was soll ich reden, was lassen, was tun? ,, U n s e r t ä g l i c h e s B r o t gib u n s HeuIc ! " Erst in den Zeiten der Not und des Hungers haben wir diese Vitte recht verstanden, Jesus meint wirklich, daß Gott und die Sicherung unserer nackten Existenz zusammenhangen. Und es heißt ,,unser" und ,,uns"/ wir beten also auch für unsere Kinder/ für alle, die zu uns gehören/ für die Darbenden in der [..]