12. Juni 2026

Heimattag 2026: Schlag den Lehni - Siebenbürgische Gameshow der SJD

Die Brauchtumsveranstaltung am Samstagnachmittag beim Heimattag in Dinkelsbühl ist jedes Jahr ein Höhepunkt, für den der Mitausrichter verantwortlich ist. Das Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen e.V. überließ diesen Programmpunkt in diesem Jahr der Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD). In den Planungsdiskussionen kam eine Idee wieder hervor, die seit Jahren in der Schublade bei der SJD schlummerte: eine Gameshow gegen den Bundesvorsitzenden Rainer Lehni. Ein freundschaftliches Messen zwischen der Jugend und dem Bundesvorsitzenden rund um siebenbürgische Themen sollte es werden. Wer kennt unsere Geschichte, unsere Trachten, unseren Dialekt und unsere Kultur besser? Die Jugend oder Rainer Lehni? In sechs Spielen sollte diese Frage geklärt werden, indem Vertreter der SJD als Team gegen Rainer Lehni antraten. Natalie Bertleff, Katrin Breit, Marlene Linz und Lukas Zavatski stellten sich dieser Herausforderung und traten unter der Moderation von Marc-Alexander Krafft in den Gameshow-Ring. Hinter dem Moderator zeigte eine Leinwand die für die Spiele benötigten Einblendungen, sodass auch das Publikum mitraten konnte.
Lasset die Spiele beginnen: Siebenbürgische ...
Lasset die Spiele beginnen: Siebenbürgische Gameshow „Schlag den Lehni“. Foto: Volker Plattner
Bereits das erste Spiel „Pixelburgen“ versprach ein spannendes Duell. Welche Kirchenburg versteckt sich hinter diesem Pixelbrei? Den Teams wurden stark verpixelte Bilder von sächsischen Kirchenburgen vorgelegt, die alle paar Sekunden etwas schärfer wurden. Schnell wurde klar, dass sich das Spiel auf einem Spezialgebiet von Rainer Lehni bewegte, der viele Orte bereits mit nur sehr wenigen Pixeln erkannte und damit das erste Spiel für sich entschied.

Für das zweite Spiel wurde Hilfe aus dem Publikum geholt. Florian Hagn, ein Freund der SJD aus Landshut, ohne siebenbürgische Wurzeln, assistierte beim Spiel „ried såchsesch met mer“. Welches deutsche Sprichwort haben wir hier auf sächsisch übersetzt und von unserem Assistenten vortragen lassen? Natalie Bertleff rief die Antworten so schnell heraus, dass ihr beinahe die Stimme versagte, und konnte damit ein Spiel für die SJD gewinnen.

„Tu Dir was an!“ hieß das dritte Spiel und die große Frage war: Aus welchem Ort kommt denn diese Tracht nochmal? Die Teams hatten drei Minuten Zeit, den neun Trachtenbildern die richtigen Herkunftsorte oder Trachtenregionen zuzuordnen. Ganz knapp setzte sich Rainer Lehni hier durch.

Rainer Lehni und die SJD beim Trachtenspiel „Tu ...
Rainer Lehni und die SJD beim Trachtenspiel „Tu Dir was an!“. Foto: Volker Plattner
Das vierte Spiel trug einen Namen, der auf den ersten Blick einem Zungenbrecher gleicht: „Sträwkcür Redeil“. Es konfrontierte die Ratenden mit der Frage: Welcher Volkstanz ist dieses rückwärts abgespielte Lied? Was sich auf den ersten Blick gar nicht so schwer anhört, hinterließ auch im Publikum viele ratlose Gesichter, bis jeweils die Auflösung angespielt wurde. Rainer Lehni sicherte sich diesen Punkt. Im fünften Spiel „Kennst du mich noch?“ folgte ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Wie viele Fakten braucht es, um eine bekannte Persönlichkeit zu erraten? Die flotten und sicheren Antworten von Lukas Zavatski brachten Rainer Lehni beinahe ins Schwitzen, bevor er das Spiel ganz knapp mit der letzten richtigen Antwort gewann. Damit stand der Gewinner zwar schon fest – und es ging nicht mehr „um die Wurst“ –, dennoch hatten Moderator, die Teams und das Publikum noch nicht genug und wollten auch das letzte Spiel sehen: „Ein Kilo Pariser bitte!“. Wer behält die Nerven und schneidet das präzisere Stück Pariser ab? Der Moderator gab Bestellungen wie „einmal bitte 734 Gramm“ ab, wer am nächsten dran lag, bekam den Punkt. Bei dem letzten, entscheidenden Punkt konnte Rainer Lehni mit einem Unterschied von nur einem Gramm den Sieg sein Eigen nennen.

Von unseren Kandidaten und unserem Bundesvorsitzenden wurde viel verlangt. Der finale Punktestand von 19:2 Punkten für Rainer Lehni zeigte den wohlverdienten Sieg an. Die Punktezählung stellt das Ergebnis allerdings dramatischer dar, als es letztlich ist. Geht man nach einzeln gesammelten Punkten aus jedem Spiel stand es 34 zu 22. Eine Revanche wurde von der Bundesjugendleiterin bereits eingefordert.

Danke an unsere Kandidaten, das Organisationsteam der SJD sowie alle Freunde der SJD, die im Vorfeld oder vor Ort zum Gelingen beigetragen haben. Danke an den Bundesvorstand und den Heimattagsausschuss, dass sie der Jugend die Chance gegeben haben, dieses für den Heimattag komplett neue Konzept durchzuführen. Und natürlich ein großes Danke an Rainer Lehni, der sich dieser Herausforderung gestellt hat.

SJD

Schlagwörter: Heimattag 2026, Dinkelsbühl, SJD, Rainer Lehni, Show

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