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Zeitzeugenberichte

Sprachaufnahmen in siebenbürgisch-sächsischer Mundart

Siebenbuerger.de Sprachaufnahmen Als vor vierzig Jahren die Tonaufnahmen des Linguistikinstituts Bukarest entstanden sind, war der Massenexodus der Siebenbürger Sachsen noch nicht absehbar. Dass die Aufnahmeleiter sich damals nicht nur auf rein linguistische Aspekte beschränkt haben, sondern die Leute in freier Rede vom Alltagsleben erzählen haben lassen, erweist sich heute als großer Gewinn, da die Aufnahmen eine Welt dokumentieren, die es in dieser Form nicht mehr gibt.
Die Sprecher unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Berufes erzählen in freier Rede von Sitten und Bräuchen, der Arbeit auf Feld und Hof, schildern Ereignisse aus ihrem Dorf oder Begebenheiten aus ihrem Leben, verraten Koch- und Backrezepte.
Auf folgenden Seiten werden interessante Ausschnitte aus diesen Sprachaufnahmen präsentiert.

NS-Zeit in Siebenbürgen

Vortrag des Zeitzeugen Prof. Dr. Paul Philippi mit dem Titel „Von der Schulbank 1943 in den Zweiten Weltkrieg“.
Der frühere Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Paul Philippi (Hermannstadt), berichtete von seinem Weg von der Schulbank in Kronstadt über das sogenannte Völkische Dienstjahr zur Waffen-SS. Er wurde 1943 als 19-Jähriger „eingezogen“, nachdem ihm der Dienst im rumänischen Heer durch die NS-Volksgruppenführung verweigert worden war. Er wollte nicht in der Armee eines fremden Staates dienen. Rückblickend bezeichnete Philippi den Einzug der großen Mehrheit der Siebenbürger Sachsen in die Waffen-SS als den Beginn ihrer Selbstaufgabe und Selbstentfremdung als eigenständige politische Gemeinschaft im Vielvölkerstaat. „Wir waren alle deutschlandgläubig.“ Eine Unterscheidung zwischen Heer und Waffen-SS sei dabei nicht gemacht worden. Der Krieg sei als notwendiges Übel angesehen worden. Politische Indoktrination im Sinne der Nationalsozialisten habe er in der Waffen-SS kaum kennengelernt. Nach seiner damaligen Wahrnehmung sei die Waffen-SS vor allem als kämpfende Truppe bekannt gewesen, sagte der Theologe und Historiker, mit Blick auf anderslautende Urteile, die heute das Bild in der Öffentlichkeit bestimmten. Dass sich die Deutschen Rumäniens 1940 die NS-Volksgruppenführung aufoktroyieren ließen, bezeichnete er als „politisch schuldhaft“ und könne mit „Verblendung“ erklärt werden.

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Vergangenheitsbewältigung
Speziell für die Aufarbeitung der NS-Zeit in Siebenbürgen wurde ein eigener Bereich mit mehreren Seiten aufgebaut: "Vergangenheitsbewältigung oder Aufarbeitung der Vergangenheit". Es gibt einen kurzen geschichtlichen Überblick, einen Frage/Antwort-Katalog, Buch- und Link-Tipps und einen Bereich "Zeitzeugen-Interviews" mit einem erarbeiteten Fragenkatalog, der jedem Interessierten dabei helfen soll selbst Zeitzeugeninterviews zu führen. Zeitzeugeninterviews können uns dabei helfen in die Lebenswelten der Siebenbürger Sachsen während der Zeit des Nationalsozialismus einzutauchen.

Deportation und Lebensläufe

Verschleppt ins Donezbecken, 1945 von Harald Lienert aus Heldsdorf

Deportation nach Dnjepopetrowski, 1944-1949 von Agnetha Faulhaber, geb. Thal aus Rothberg

Heimkehr aus der Deportation, 1946 von Anna Martini aus Brenndorf

Mein Lebenslauf, 1912-1994 von Johanna Bretz, geb. Herberth aus Großprobstdorf

SbZ-Online-Zeitzeugenbericht: "Versöhnung statt Hass" von Wilhelm-Martin Grail

SbZ-Online-Zeitzeugenbericht: "Der Hunger tut weh" von Sara Römischer aus Birthälm

SbZ-Online-Zeitzeugenbericht: "Wir müssen weg" von Anneliese Teutsch aus Kronstadt

Weitere Beiträge aus der Siebenbürgischen Zeitung:

Das kommunistische Rumänien unter Ceauşescu

DDR-Bürger schildert Reiseeindrücke aus Siebenbürgen im Juni 1987 von Hans Rolle (Synodaler der Ev.-luth. Landessynode Sachsens)

Weitere Beiträge aus der Siebenbürgischen Zeitung:

Eigenen Zeitzeugenbericht veröffentlichen

Wenn auch Sie einen Zeitzeugenbericht veröffentlichen wollen, schicken Sie ihn bitte an webmaster[ät]siebenbuerger.de, auch über Bildmaterial würden wir uns sehr freuen.

Zeitzeugenberichte sind nicht nur als Quelle der historischen Forschung, sondern auch und gerade für eine direkte Auseinandersetzung mit der Geschichte wichtig.

Der Leser hat die Möglichkeit, sich dadurch auf eine ursprüngliche Weise mit der Geschichte der Siebenbürger Sachsen auseinander zu setzen. Einzelschicksale bieten die Möglichkeit, in ein anderes Leben einzutauchen und mitzufühlen.

Oft haben ältere Menschen nicht die Möglichkeit, das Medium Internet einzusetzen. Deswegen wäre es sehr schön, wenn junge Menschen dabei behilflich wären, die Berichte ihrer Großeltern hier zu veröffentlichen.

Projekt „Zeitenwechsel-Seitenwechsel“
www.zeitzeugenforum.de - Wendepunkte in 50 Jahren deutscher Geschichte (1942 - 1992)

Druckausgabe der aktuellen Zeitung
Die Druckausgabe der SbZ bereits eine Woche vor der Auslieferung online lesen (inkl. Volltextrecherche).

Archiv Schmökern und recherchieren im Archiv der SbZ von 1950-2010.

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