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23. Juli 2020

Verschiedenes

Rumänien weitet Entschädigungszahlungen auf Nachkommen von Verschleppten und Deportierten aus

Das Dekret-Gesetz 118/1990 zur Entschädigung für die Opfer des Kommunismus – dazu gehören politische Verfolgung, Verschleppung, Zwangsarbeit und Zwangsumsiedelung – wird auf Nachkommen der Opfer ausgeweitet. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag wurde mit Unterstützung des Abgeordneten des DFDR im rumänischen Parlament, Ovidiu Ganţ, als Gesetz 130 vom 15. Juli 2020 verabschiedet, das inzwischen im rumänischen Amtsblatt (Monitorul Oficial) Nr. 623 vom 15. Juli 2020 veröffentlicht wurde und am 18. Juli 2020 in Kraft getreten ist. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 8 mal kommentiert.

  • Melzer, Dietmar

    1Melzer, Dietmar schrieb am 25.07.2020, 13:20 Uhr:
    Über das Thema DEPORTATION DER SIEBENBÜRGER SACHSEN gibt es ein sehr interessantes BUCH: Jahrbuch 2020-NACH-LESE des Hilskomitees der Siebenbürger Sachsen bestellbar bei: www.buechercafe.roJahrbuch 2020 von Berthold Köber
    Nach-Lese
    ISBN 4280000353580
    Bücher; S.
    Schiller Verlag
    Jahrbuch 2020
    Jahrbuch 2020 von Berthold Köber
    Nach-Lese

    Preis pro Stück:
    Lei 49 / € 10,95
    Inkl. Mwst.: 5% (Lei) / 7% (EUR)
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    Kategorie: Bücher
    Seiten / Format: S.
    Erscheinungsjahr: 07.12.2019
    Verlag: Schiller Verlag
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 4280000353580
    Siebenbürgisch-Sächsischer Hauskalender65. Jahrgangherausgegeben von Berthold W. KöberDass der Titel unseres Jahrbuches 2020 Nach-Lese heißt, ist im übertragenen Sinn zu verstehen. Wir hatten in den zurückliegenden Jahren eine Reihe von Gedenkveranstaltungen: Reformationsjubiläum und Kirchentag in Kronstadt, 100 Jahre Zugehörigkeit Siebenbürgens zu Rumänien, 50-jähriges Jubiläum der Siebenbürgersiedlung Drabenderhöhe. Vieles von dem, was dazu gesagt und geschrieben worden ist, kann in unseren letzten Jahrbüchern nachgelesen werden. Aber es konnte nicht alles, was zugeschickt worden war, gedruckt werden, sei es, dass kein Platz mehr vorhanden war, sei es, dass es erst nach Redaktionsschluss ankam. Daher wird das in diesem Jahrbuch, gleichsam liegengebliebener Ähren, als Nach-Lese veröffentlicht.Gedacht werden soll hier aber auch der Evakuierung der Nordsiebenbürger und der Deportation der Südsiebenbürger vor rund 75 Jahren sowie - als Grund zu dankbarem Feiern - des 70. Gründungsjubiläums des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e. V.

    bestellbar unter:https://www.buechercafe.ro/artikel.html?nummer=82354&return=schiller
  • SIMIVALI

    2SIMIVALI schrieb am 27.07.2020, 18:56 Uhr:
    Das Amtsblatt mit den Gesetzesänderungen zu den Entschädigungszahlungen für die Kinder von Deportierten ist veröffentlicht. Nun noch einmal meine Frage, ob auch die Nachkommen der bereits am 13. Januar 1945 Deportierten diese Entschädigung erhalten, wenngleich die erste kommunistische Regierung Rumäniens erst am 6. März 1945 "installiert" wurde?
    Für eine klärende Antwort vorab vielen Dank.
  • Reimer

    3Reimer schrieb am 27.07.2020, 21:16 Uhr:
    Die Antwort steht m.E. schon im ersten Satz des Berichtes von Dr.B.Fabritius in der SbZ:

    Durch das Gesetz 130/2020 werden die seit 1990 (DL 118/1990) geltenden und seit 2013 (Gesetz 211/2013) auf Betroffene in Deutschland ausgeweiteten Regeln über die Entschädigung von Personen, die aus politischen Gründen von der am 6. März 1945 eingesetzten Diktatur in Rumänien verfolgt oder nach dem 23. August 1944 ins Ausland deportiert oder gefangengenommen worden sind (z.B. Russlanddeportierte, Bărăganverschleppte, Menschen mit Zwangswohnsitz etc.), nun auch auf Kinder der Betroffenen ausgeweitet.
  • SIMIVALI

    4SIMIVALI schrieb am 27.07.2020, 22:44 Uhr:
    .....nach dem 23. August 1944.....Vielen Dank!
  • Reimer

    5Reimer schrieb am 28.07.2020, 09:02 Uhr (um 09:07 Uhr geändert):
    Beitrag um 09:17 Uhr von Moderation geändert.
    Zum Gesetz 130/2020 Art.5, Absatz 7 habe ich noch folgende hypothetische Frage:

    Jemand, der von 1952 – 54 gemeinsam mit seinen Eltern als m i n d e r j ä h r i g e s Kind zwangsevakuiert war, hat 2013 hier in Deutschland nach Gesetz 211/2013 die Entschädigungsleistung lt. DL-118/1990 beantragt und b e w i l l i g t bekommen, bezieht also seit damals die volle Entschädigungsleistung.

    Nun die Frage:
    Werden s e i n e Kinder, heute etwa 50+ Jahre alt, nach besagtem Absatz 7, wie oben erwähnt, als K i n d e r eines Verfolgten b e r ü c k s i c h t i g t, da der Verfolgte, also das 1952 minderjährige Kind, lt. Decizie xy von der AJPIS xy 2013 als b e n e f i c i a r, also
    B e g ü n s t i g t e r, des Gesetzes 118/1990 anerkannt worden ist?
  • SIMIVALI

    6SIMIVALI schrieb am 28.07.2020, 11:15 Uhr:
    Ist noch klärungsbedürftig! Siehe "Hinweise zu Auslegungsfragen!"
  • SIMIVALI

    7SIMIVALI schrieb am 29.07.2020, 14:49 Uhr (um 14:52 Uhr geändert):
    Auf Grund dieser Unterlagen bearbeiten wir gerne Ihren Antrag und führen den Schriftwechsel in beiden Verfahrensstufen in Rumänien.

    Die Kosten der Vertretung durch unsere Kanzlei im zweistufigen Antragsverfahren (AJPIS und CJP) betragen 550 € zuzüglich Auslagen in Höhe von 20€ und 16% MwSt.

    Wenn ein Nachforschungsverfahren bei der Securitate-Unterlagenbehörde (CNSAS) nötig sein sollte und sie uns damit beauftragen, berechnen wir dafür 260 € Vertretungskosten, 20 € Auslagen sowie die gesetzliche MwSt. von 16 %.

    Obige Passage kopiert, Gebührenverzeichnis Kanzlei Dr. Fabritius.

    Gibt es eine Härtefallregelung für Antragsteller, welche in Siebenbürgen leben, noch keine eigene Rente erhalten, arbeitslos sind, von der mehr als geringen Rente des Halbbruders mit "am Leben gehalten werden?"

    Welche Option gibt es in diesem Fall?

  • Rainer Lehni

    8Rainer Lehni schrieb am 29.07.2020, 21:29 Uhr:
    Antwort zu Kommentar Nr. 5:
    M.E. werden Kinder von Zwangsevakuierten genauso behandelt wie die Kinder von Russlanddeportierten. Geht auch auch dem obigen Zeitungsartikel unter c) Absatz 7 so hervor.

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