Sperrung Zugang zur ev.Kirche in Kreisch

16.03.2017, 09:07 Uhr

Rosemarie Hartmann

Sperrung Zugang zur ev.Kirche in Kreisch

Sehr geehrte Landsleute,liebe Kreischer,
ich habe es nicht glauben können, daß 27 Jahre nach unserer Ausreise der Zugang zu der evangelischen Kirche in Kreisch gesperrt wird,samt dem Weg welcher zum "Cucui" führte.Ich habe an den Bischof der evangelischen Kirche geschrieben und um Klärung gebeten.Die Antwort finden sie in der folgenden E-mail.Es gibt noch ältere,gebürtige Kreischer unter uns, weiß jemand von diesem Eigentum der Familie Bethlen,bis an den Kirchengartenzaun? Wir sind in den Jahren 1960-1990 immer im Park hoch und in dem Eingang auf der Turmseite der Kirche in den Kirchgarten rein.Beide Eingänge wurden benutzt,nun haben die Erben der Familie Bethlen einfach beim seitlichen Eingang einen hohen Maschendrahtzaun anfertigen laasen,mit grauenvollen Schriftzügen"Privateigentum"rumänisch und den ganzen Weg zum nächsten Eingang und weiter zum "Robintenguerten","Cucui","Bongert" geperrt.Es erinnert sehr an Orbans Zäune an der ungarischen Grenze....Leider hat sich nichts zum Guten geändert seit der Rückgabe des Grafenschlosses an die rechtmässigen Erben.Wenn der Bischof der evangelischen Kirche A.B in Rumänien und sein Rechtsanwalt das Ganze für richtig halten,ja sogar noch dankbar sind dass überhaupt ein Eingang frei ist,dann muss ich sagen:Schade,schade mein geliebtes Heimatdörfchen Kreisch! Ich hätte es den heutigen Bewohnern gewünscht, dass es besser wird, dass nicht Zäune mit Stacheldraht Eigentum kennzeichnen....das eigentlich so nicht stimmen kann!

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-- Original-Nachricht ---
Von: Landeskonsistorium
Betreff: Sperren von Wegen und Zufahrten neben Kirche und Pfarrhaus in Kreisch
Datum: 22.12.2016, 12:31 Uhr
An: hartmann.rosemarie@t-online.de

LKZ 2054/2016
Sehr geehrte Frau Hartmann,

bezüglich Ihrer Anfrage haben wir uns beim Bezirkskonsistorium Schäßburg zur Rechts- und Sachlage erkundigt.

Dieses sieht entschieden anders aus, als von Ihnen angenommen.

Aus dem Antwortschreiben des Bezirkskonsistoriums Schäßburg zitieren wir:
"1. Unsere Kirche hat die Grundbuchnummer 81 und Toponummer 140. Das Grundstück misst 1115m2.
2. Das) Pfarrhaus hat die Grundbuchnummer 81 und Toponummer 142. Das Grundstück misst 924 m2
3. Zwischen den beiden o.g. Gebäuden befinden sich noch zwei Grundstücke mit Toponummer 141 (2079 m²) und 143 (l 183 m2).
4. Also, die Gesamtfläche der Intravilangrundstücke beträgt 5301 m2, in den Grundbuchauszügen.

5. Wir haben ein Topografisches Gutachten in Auftrag gegeben und folgende Ergebnisse erhalten:

Top. 140-1115 m²
Top. l4l-2142m²
Top. l42-1324m²
Top. 143- 924 m²
Zusammen 5505 m²
Das heißt, dass wir mehr Quadratmeter Grund haben als es im Grundbuch erscheint.

Die Familie Bethlen hat von uns keinen Grund eingezäunt.

6. Wir sind auch dem Problem Zufahrtsstraße zur Kirche nachgegangen. Diesen Weg hat es tatsächlich gegeben. Er erscheint auch in der Topokarte, aber er hat nie der Kirche gehört. Nach 1945 ist der Weg in Verwaltung des Staates übergegangen, und wurde von der damaligen IAS und der Kirchengemeinde benützt. Nach 1995 wurde diese Grundfläche, mit Toponummer 145 und 146, der Familie Bethlen rückerstattet.

Für alle obengenannten Daten haben wir schriftliche Beweise: Grundstücksauszüge und Zeichnungen."

Damit sehen wir Ihre Anfrage als erledigt und die Beanstandungen als gegenstandslos.

Wir können uns zusammen über die gute und korrekte Verwaltung der Diasporagemeinde Kreisch durch das Bezirkskonsistorium Schäßburg freuen.

Mit guten Segenswünschen für die Weihnachtszeit und das kommende Jahr grüßen freundlich


Reinhart Guib, Bischof


Friedrich Gunesch, Hauptanwalt

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