3. Mai 2001

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Gedenkveranstaltung in München: '50 Jahre Baragan-Deportation'

Im Zuge des Konflikts zwischen Stalin und Tito wurde vor einem halben Jahrhundert die rumänisch-jugoslawische Grenze "gesichert" und von "Staatsfeinden" gesäubert. Im Juni 1951 wurden über 40 000 Banater Schwaben, Rumänen, Serben, Bulgaren aus dem rumänischen Grenzgebiet zu Jugoslawien in die Steppe im Südosten des Landes deportiert und mussten dort, auf freiem Feld abgeladen, eine neue Existenz aufbauen. Fünf Jahre lang dauerte die stalinistische Terrormaßnahme. Diesem Ereignis ist die zentrale Gedenkveranstaltung "50 Jahre Baragan-Deportation" am Sonntag, dem 13. Mai, im Festsaal des Pschorr-Kellers auf der Theresienhöhe in München unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpäsidenten Edmund Stoiber gewidmet.
Udo W. Acker vom Haus des Deutschen Ostens moderiert eine Podiumsdiskussion (10.00 Uhr) zum Thema, zu dem sich Ministerialdirigent Hartmut Singbartl, Josef Wolf vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Wilhelm Weber, Herausgeber eines Dokumentationsbandes, die Schriftstellerin Julia Schiff und Gäste aus Temeswar wie Bischofskanzler Reinholdt Lovasz, die Zeithistorikerin Smaranda Vultur und der Politikwissenschaftler Miodrag Milin äußern werden. Um 12.00 Uhr wird die Ausstellung "50 Jahre seit der Deportation in die Baragan-Steppe" eröffnet, ab 12.30 Uhr kommen die ehemaligen Verschleppten nach ihren jeweiligen (insgesamt 18) Deportationsorten zusammen. Um 16.00 Uhr wird ein Dank- und Gedenkgottesdienst in der St.-Ruppert-Kirche am Gollierplatz zelebriert.
Die gleiche Ausstellung zum Thema "50 Jahre seit der Deportation in die Baragan-Steppe" wird am 17. Mai, 19.00 Uhr, im Haus des Deutschen Ostens in München eröffnet. Julia Schiff liest aus ihrem jüngst im Verlag des Südostdeutschen Kulturwerks erschienenen Buch "Steppensalz. Aufzeichnungen einer Deportierten". Die Ausstellung ist bis zum 15. Juni, jeweils 10.00-17.00 Uhr, im HDO, Am Lilienberg 5, zu sehen.
Weitere Infos bei der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Sendlinger Straße 46/I, 80331 München, Telefon: (0 89) 23 55 73-0, Fax: 23 55 73 10, E-Mail: landsmannschaft@banater-schwaben.de, Homepage: www.banater-schwaben.de.

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