11. Dezember 2019

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Schön und ausverkauft: Kathreinenball in Geretsried

Ist es ihnen auch schon einmal so ergangen? Es ist Kathreinenball. Du stehst auf der Bühne, siehst hinunter und es erwartet dich ein berauschender Anblick: der Einmarsch aller Trachten. Schnell füllt sich die Tanzfläche. Es beginnt mit einer Zweierreihe, geht über in eine Vierrerreihe und dann plötzlich marschiert die Polonaise wieder hinaus. Und das war’s. Dabei war all die Jahre gerade dieser Anblick so schön. Jetzt hingegen: kaum gesehen und schon weg. Meine ehemalige Berauschung war dahin.
Mit dem Frühlingswalzer, gespielt von unserer Band, den Isartaler Adjuvanten, war die Tanzfläche für die Tanzgruppen freigegeben. Jetzt durften sie ihr Können zeigen. Mit „De Vleegerd“ und dem „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ konnten die Kinder richtig punkten. Die Schülergruppe fehlte, die Jugend war nur mit vier Paaren dabei und hatte somit viel Platz für ihre neue Darbietung, die „Neue Spindel“. Hingegen gut vertreten waren die Erwachsenen mit dem „Seppl“, trotz fehlender Tänzer. Die werden auch in Zukunft fehlen und die Adjuvanten verstärken und unterstützen. Den Abschluss machte der „Zieglerjuli“. Da waren alle dabei: die Jugend, die haben sich wieder vermehrt, die Erwachsenen und die zwei noch verbliebenen Tänzerinnen aus der Schülergruppe. Die Kinder hingegen saßen am Rand und beobachteten jeden ihrer Schritte. Durchs Programm führte Iris Maurus und musste die traurige Mitteilung machen: Die Schülergruppe hat sich aufgelöst. Es gibt nur noch zwei Mädchen, die nach ihrer Konfirmation gleich zur Jugend kommen dürfen. Leider kommt von den Kindern kein Nachwuchs, obwohl sich diese Gruppe über einen immer größeren Zulauf freuen darf. Liebe Kinder, werdet etwas schneller groß, überspringt ein bis zwei Jahre und werdet so schnell wie möglich zu Schülern, damit diese Gruppe recht bald ihre Aktivität wieder aufnehmen kann.Kathreinenball in Geretsried. Foto: Wiltrud ...Kathreinenball in Geretsried. Foto: Wiltrud Wagner Nach den Ehrungen der Gruppenleiter und einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Müller blieb für Frau Maurus nur eins: „Alles Walzer“. Sofort übernahmen die „Power Sachsen“ das Regiment und gaben richtig Gas. Sowie die rumänischen „Manele“ erklangen, wurde die Tanzfläche viel zu klein. Schon bei den ersten Klängen ein Aufschrei und alle stürmten aufs Parkett, hielten sich an den Händen, sangen die Texte mit, egal ob Jung oder Alt, um dann in mehreren Kreisen ins Schwitzen zu kommen. Fast alle blieben bis zur Sperrstunde. Ja, dieser Ball am 2. November in den Ratsstuben Geretsried war ausverkauft und da bleibt mir nur eins: allen, die zu dieser guten Stimmung beigetragen haben, ein großes Dankeschön zu sagen.

Wiltrud Wagner

Schlagwörter: Kathreinenball, Geretsried, Traditionspflege, Tanz

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