13. August 2020

Georgescus Landesprojekt „Wasser, Nahrung und Energie“

Die Entwicklung Rumäniens war in den 30 Jahren seit der Wende durch Vetternwirtschaft und Korruption stark beeinträchtigt. Die seit 1990 auch heute andauernde Misswirtschaft zeitigt unter anderem Phänomene wie Massenauswanderung, eine ineffiziente Verkehrsinfrastruktur, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen sowie Veruntreuung von Steuergeldern durch staatliche Bedienstete über private Firmen und Subunternehmen.
Dr. Călin Georgescu ...
Dr. Călin Georgescu
Mit dem Landesprojekt „Wasser, Nahrung und Energie“ beabsichtigt Dr. Călin Georgescu, das Land zukünftig zu neuen Stärken zu bewegen. Georgescu wurde am 26. März 1962 in Bukarest geboren und absolvierte 1986 ein Studium für Bodenkunde, Landschaftspflege und Wasserwirtschaft an der Fakultät für Agronomische Wissenschaften und Veterinärmedizin in Bukarest. 1999 erlangte er den Doktortitel in Pedologie (Bodenwissenschaft). Călin Georgescu hat sich auf Strategien für nachhaltige Entwicklung spezialisiert und wirkte knapp zwanzig Jahre als Experte bei den Vereinten Nationen (UNO), u.a. als UNO-Sonderberichterstatter für Giftabfälle. In der rumänischen Regierung hatte er führende Ämter im Umweltministerium und Außenministerium inne, von 2010 bis 2013 war er Direktor des Landesrats für nachhaltige Entwicklung in Bukarest. Georgescu ist Mitglied des internationalen „Clubs von Rom“, dessen Europa-Abteilung er mehrere Jahre leitete. Er gehört keiner politischen Partei an und will auch keine gründen.

Sein Vorhaben ist es, dem rumänischen Volk zu zeigen, dass Rumänien ein hohes Potenzial hat, sich wirtschaftlich nachhaltig zu verändern. Mit seinem Landesprojekt „Wasser, Nahrung und Energie“ könne das Land zu einer führenden Nation in den Bereichen der Land- und Wasserwirtschaft, erneuerbare Energien und Seehandel werden, meint Georgescu. „Um dieses Vorhaben zu realisieren, benötigt man Ordnung, Disziplin und wenig Worte.“

Die Handlungsfelder des Projektes „Wasser, Nahrung und Energie“ sind unter anderem die Stärkung der Verfassung und der staatlichen Souveränität; die nachhaltige Entwicklung als Eckstein des Staates; die Gemeinschaft unter den landwirtschaftlichen Produzenten des Landes zu stärken; die Modernisierung des Gesundheits-, Bildungs- und Innovationssystems; Schaffung einer effizienten Verkehrsinfrastruktur und Weiterentwicklung des Hafens von Konstanza für den weltweiten Güterverkehr; die Dezentralisierung, um selbstbestimmte sozioökonomische Entscheidungen zu ermöglichen.

Das Landesprojekt ist für jeden einfach, verständlich und nachvollziehbar konzipiert. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer niedrigen Besteuerung des Handels und der Einkommen, einer sicheren und stabilen Landeswährung sowie einem sauberen, gepflegten Land. Rumänien könne sich nach seiner Empfehlung am besten durch eine gemeinnützige Verwaltung entwickeln, nicht durch Privatisierung. Indem links- und rechtsgerichtete Kämpfe in der Gesellschaft eingestellt werden, würden neue Kräfte freigesetzt und könnten für die nationale Souveränität eingesetzt werden. Mehr Informationen zu Georgescus Landesprojekt „Wasser, Nahrung und Energie“ finden interessierte Leser im Internet unter www.proiectdetara.ro. Seine Vorstellungen und Pläne sind auch im Buch „Cumpăna României“ (Rumänien am Scheideweg) enthalten, erschienen 2016 im Christiana Verlag in Bukarest. Aktuell läuft eine Online-Petition zum Landesprojekt, die schon 32.000 Menschen im In- und Ausland unterschrieben haben.

Edwin Weis

Über den Autor

Edwin Weis wurde 1983 in Eisenmarkt (Hunedoara) geboren. Seine sächsischen Vorfahren stammen aus Kleinschelken (Șeica Mică). 1995 wanderte er zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Wuppertal aus. Nach Schule, Wehrdienst und einer dreijährigen kaufmännischen Ausbildung ist er im Verkauf in der Nahrungsmittelindustrie tätig. Edwin Weis ist seit 16 Jahren verheiratet, studiert nebenberuflich Wirtschaftswissenschaften in Düsseldorf und beschäftigt sich freiberuflich mit wirtschaftlichen und politischen Themen rund um Europa mit Hauptaugenmerk auf Deutschland und Rumänien.

Schlagwörter: Rumänien, Projekt, Wirtschaft, erneuerbare Energien, Umweltpolitik, Călin Georgescu

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