20. Dezember 2017

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„Mehr Völkerverständnis“: Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten besucht siebenbürgischen Verband

Der neue Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhard Pols, besuchte am 19. Dezember die Geschäftsstelle des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in München.
In einer Pressemitteilung nach seiner Wahl zum Vorsitzenden Mitte Oktober hatte er erklärt: „Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag hat in der 19. Wahlperiode wieder eine Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten eingerichtet. Sie wird dafür Sorge tragen, dass die Anliegen der für die Unionsparteien nach wie vor wichtigen Bevölkerungsgruppen der Heimatvertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten auch im neuen Deutschen Bundestag vertreten werden. In den anstehenden Koalitionsverhandlungen wird sie sich dafür einsetzen, Nachteile deutscher Spätaussiedler in der Rentenversicherung, die sich durch Änderungen des Rentenrechts ergeben haben, zu beseitigen. Außerdem wird sie die deutschen Heimatvertriebenen und Aussiedler weiterhin dabei unterstützen, ihr vielfältiges kulturelles und geistiges Erbe zu bewahren sowie ihr Brauchtum lebendig zu halten.“Eckhard Pols (links) und Dr. Bernd Fabritius. ...Eckhard Pols (links) und Dr. Bernd Fabritius. Foto: Hans-Werner Schuster Diese Vorhaben bekräftigte Pols bei seinem Gespräch mit dem Verbandspräsidenten Dr. Bernd Fabritius anlässlich des Besuchs in München. Um die Unstimmigkeiten im Fremdrentenrecht wolle er sich ebenso kümmern wie um die allgemeine Kulturpflege der Vertriebenen und Aussiedler; mit den Regierungen der Heimatverbliebenen müsse über die Bewahrung der Kultur in den jeweiligen Herkunftsländern gesprochen werden. Pols sprach sich klar für mehr Völkerverständnis und gegen nationalistische Tendenzen aus. Einig waren sich der neue Gruppenvorsitzende und der Verbandspräsident in der verstärkten Förderung grenzüberschreitender Jugendarbeit. Das Projekt zur Förderung deutscher muttersprachlicher Schulen in Rumänien, 2015 initiiert, soll unbedingt weitergeführt werden, auch darüber herrschte Konsens zwischen Pols und Fabritius.

Eckhard Pols, geboren 1962 in Lüneburg, trat mit 16 Jahren in die Junge Union, mit 18 Jahren in die CDU ein und engagiert sich seitdem auf Stadt- und Kreisebene; seit 2009 sitzt er für den niedersächsischen Wahlkreis Lüchow-Dannenberg/Lüneburg im Bundestag. In Pols‘ Heimat Lüneburg fanden nach dem Zweiten Weltkrieg viele Flüchtlinge aus Ostpreußen ein neues Zuhause und prägten die Stadt nachhaltig. Sichtbarstes Zeichen dafür ist das dort ansässige Ostpreußische Landesmuseum, dessen Anfänge auf das Jahr 1958 zurückgehen und das sich zu einem kulturellen und touristischen Zentrum entwickelt hat, dessen Unterstützung Eckhard Pols sehr am Herzen liegt.

dr

Schlagwörter: Vertriebene und Aussiedler, Bundestag, Fabritius, Politik, München, Gespräch

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