22. Januar 2018

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Siebenbürgische Apfelbäumchen-Aktion greift um sich

Die immer wieder erscheinenden Berichte in unserer Siebenbürgischen Zeitung über das Projekt „12 Apfelbäumchen für ein klares Wort" anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums haben Gerlinde Pechar immer mehr fasziniert und umgetrieben. Schließlich fragte sie sich, warum nicht auch dort ein Apfelbäumchen pflanzen, auf der Grünfläche links oder rechts unserer kleinen evangelischen Kreuzkirche in Eriskirch im Landkreis Bodenseekreis, dort, wo das Kirchengemeindefest veranstaltet wird. Die Initiatorin berichtet.
Kurz entschlossen ging ich zu unserer Pfarrerin Reinhild Neveling und unterbreitete ihr mein Anliegen, „bewaffnet“ mit zwei Ausgaben der Siebenbürgischen Zeitung mit besagten Apfelbaum-Artikeln. Mir leuchtete helle Begeisterung entgegen.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Dieses Luther-Zitat trifft den Nagel auf den Kopf, es rüttelt, schüttelt und wühlt auf, im persönlichen wie auch im globalen Bereich. Denn das Stehen am Rande eines Abgrundes, wer hat es nicht schon erlebt, bei sich selbst, in der Familie, im nahen und im weiteren Umfeld, in Stadt, Land, auf unserem Globus, mit sorgevollem Blick auf atomare und andere Gefahren. Am Reformationstag 2017 wurde ein neues ...Am Reformationstag 2017 wurde ein neues Apfelbäumchen nahe der evangelischen Kreuzkirche in Eriskirch gepflanzt im Beisein von Pfarrerin Reinhild Neveling (links) und der Initiatorin Gerlinde Pechar. Wenn man den Spruch Luthers kennt, vertieft und verinnerlicht, wäre es gut, zu der Erkenntnis zu kommen, Abgründe, Rückschläge, Wut, Hass, Verletzungen, Verzweiflung nicht bis zum Mittelpunkt seiner Seele zuzulassen. Aus Selbstschutz und anderen Gründen wäre es gut, sagen zu können: bis hierher und nicht weiter! Und sich dann entschließen, heute noch ein Apfelbäumchen zu pflanzen als Symbol und im übertragenen Sinn für Hoffnung, Liebe und den Glauben an das Gute in den Menschen, und für diese Welt. Am 31. Oktober 2017 wurde nach dem Festgottesdienst das „Schussentäler“ Apfelbäumchen, eine zähe robuste alte Sorte, im Beisein der Gottesdienstbesucher gepflanzt.

Gerlinde Pechar

Schlagwörter: Apfelbäumchen, Reformationsjubiläum

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