27. Mai 2005

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Nachwuchs in Dinkelsbühl: "Ihr habt was drauf!"

Bereits zum dritten Mal fand im Rahmen des Heimattages in Dinkelsbühl die Veranstaltung „Unser Nachwuchs präsentiert sich“ statt. Am Pfingstsamstagnachmittag mussten rund 400 Besucher ihr Kommen nicht bereuen. Das gut einstündige, von Elise Eisenburger (Jugendtanzgruppe Stuttgart) souverän und charmant moderierte Programm, das die 70 jungen Bühnenstars boten, war äußerst kurzweilig.
Natürlich ist der Programmablauf mit heißer Nadel gestrickt. Der fast nahtlose Übergang von einer Darbietung zur nächsten erzeugt Revue-Charakter. Verantwortlich für die Organisation und Leitung dieser neuerlich erfolgreichen Veranstaltung zeichnete Ingwelde Juchum, stellvertretende Bundesjugendleiterin sowie Jugend- und Kulturreferentin der Landesgruppe Hessen.

Die jungen Bühnenstars beim Gruppenbild im Schrannen-Festsaal: 70 Mitwirkende standen im Rampenlicht bei der Veranstaltung „Unser Nachwuchs präsentiert sich“. Foto: Christian Schoger
Die jungen Bühnenstars beim Gruppenbild im Schrannen-Festsaal: 70 Mitwirkende standen im Rampenlicht bei der Veranstaltung „Unser Nachwuchs präsentiert sich“. Foto: Christian Schoger

Vielfältig waren die Unterhaltungselemente mit Musik und Tanz, Theater und Gedichten. Den Anfang machte die 2003 gegründete, achtzehnköpfige „Jugend Big-Band Ingolstadt“ unter Leitung von Helmut Binder und Sebastian Schmied mit den Schlagern „Congratulations“ und „Souper Trouper“ von „Abba“. Auf den Fuß folgte die Kindertanzgruppe Augsburg (Leitung: Rosemarie Schwarz und Ute Schuller), die schwungvoll „Hannaks Konter“ und „Sprötzer Achterrühm“ tanzte. Anrührend die aus Kindermund rezitierten Gedichte der Heimatdichterin Maria Gierlich: Christoph Binder trug „Unser täglich Brot“ und Marion Binder das „Friedenslied“ in die Herzen des Publikums, das bei allen Darbietungen mitging und sich begeisterungsfähig zeigte. Flott unterwegs war anschließend die Kindertanzgruppe Geretsried (Leitung: Gerlinde Theil). Ihren Auftritt zum Lied „Upside Down“ hatte die Gruppe im Vorfeld nur eben fünf Mal geprobt. Im weiteren Programmverlauf traten die Geretsrieder ein zweites Mal auf. Ihr irischer Tanz zur Musik von „Lord of the Dance“ sorgte für Furore. Es folgte das von Horst Wonner geleitete Kinderorchester Augsburg. Die Zehn- bis Zwölfjährigen spielten „Af deser Ierd“ und „De Astern“. Heiter ging’s hinterher zu: Die Theatergruppe „JuThe“ Nürnberg, fünf Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren, erntete mit den in Mundart vorgetragenen „Anekdoten aus Siebenbürgen“ (Text und Regie: Doris Hutter) viel Szenenapplaus. In dem Einakter „Än der Apentik“ gab es ein Pulver für jede Krankheit, die sich meist nur als „kleines“ Alltagsproblem entpuppte.

Den Tücken der Technik trotzte Ingwelde Juchum beim Auftritt von Sibille Gross und Martina Philip, die als Duo, jede an ihrem Keyboard stehend, „Rock your Body“ spielten. Leider unvernehmlich, so dass die Organisatorin zwei Mikrofone nah an die Tastatur hielt und auf diese Weise die Live-Darbietung rettete. Manchmal muss eben improvisiert werden. Wieder wechselte das Genre. Erst zeigte die Kindertanzgruppe Ingolstadt (Leitung: Gerda Knall) den „Neppendörfer“ und den „Siebenschritt“, ehe Natalie Schwarz, Vivienne Kellinger, Jessica Schneider und Caroline Dengel, ein schmuckes Quartett aus Augsburg, das Gedicht „Zehntausend große Pausen“ von James Krüss vortrugen. Einen „Rumänischen Tanz“ spielte die achtjährige Annette Hermann (Geretsried) am Hackbrett. Mit den Tänzen „Krütz-König“ und „Wolgaster“, dargeboten von der Jugendtanzgruppe Drabenderhöhe (Leitung: Christa Brandsch-Böhm), ging das Programm seinem Ende zu. Zum Ausklang zog nochmals die „Jugend Big-Band Ingolstadt“ alle Register und erhielt für ihr „Hey Jude“ und „Hang on Snoopy“ verdient starken Applaus.

Mit einem Blumenstrauß, so bunt wie das vorangegangene Programm, dankte Doris Hutter, stellvertretende Bundesvorsitzende, Ingwelde Juchum. Gemäß dem Heimattagsmotto sei es ihr gelungen, eine Brücke zur Jugend zu bauen. Anerkennende Worte fand Hutter auch für das Engagement der Eltern. „Ihr habt was drauf!“, rief sie den Kindern und Jugendlichen zu. So ist es. In diesem Sinne dann also bis zum nächsten Heimattag.

Christian Schoger


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