2. Februar 2020

18-jährige Michelle Herberth spricht über ihre Ausbildung bei der Marine

Michelle Herbeth ist gerade erst 18 Jahre alt geworden. Die Tochter von Helmuth und Christine Herberth, die aus Bulkesch bzw. Seiden stammen, hat in Mühldorf in Oberbayern auf der Wirtschaftsschule die mittlere Reife gemacht. Nach einem kurzen Intermezzo in einer Bäckerei ist sie direkt zur Marine gegangen, nachdem sie in Mühldorf einen Infoabend über die Marine bzw. die Bundeswehr besucht hatte. Das von Herbert Liess geführte nachfolgende Interview ist in den Waldkraiburger Nachrichten erschienen.
Wieso sind Sie zur Marine gegangen? Für jemanden aus Waldkraiburg ist das doch sehr ungewöhnlich?

Da ich mit meinen Eltern als Kind – ich glaube ich war ca. sieben Jahre alt – einen Urlaub in Wilhelmshaven gemacht habe, habe ich seither davon geträumt, eine Tätigkeit bei der Marine zu machen.

Woher kommt der Bezug zum Meer und zu Schiffen?

Ich finde das Meer als Gegenstück zum Festland faszinierend und möchte auf einem Schiff die Ferne genießen.
Kadettin Michelle nach der Vereidigung in ...
Kadettin Michelle nach der Vereidigung in Stralsund. Foto: Helmut Herberth
Wann waren Sie zum ersten Mal auf einem Schiff?

Das war im Mai 2019 im Hafen von Stralsund und das Ausbildungsschiff hieß „Ensdorf".

Wie läuft die Ausbildung bei der Marine ab? Welche Positionen haben Sie bislang durchlaufen?

Wir lernen z .B. Strecken zu bauen, um Feuer löschen zu können, oder Maßnahmen zu ergreifen, um eine Leckabwehr in einem Schiff zu gewährleisten.

Auf welchem Ausbildungsschiff waren Sie bislang? Wo werden Sie noch sein?

Wie schon erwähnt auf der „Ensdorf“. Wie es weitergeht, ist noch nicht bekannt.

Wie lange sind Sie in der Regel auf einem Schiff unterwegs?

Da die Vereidigung erst einen guten Monat her ist, bin ich erst mal an Land in der Ausbildung.

Wissen Sie schon, welche Laufbahn Sie bei der Marine einschlagen wollen?

Ich strebe zunächst einmal die Bootsmannlaufbahn an, die vergleichbar mit der eines Feldwebel ist.

Wie lange bleiben Sie voraussichtlich bei der Marine?

Derzeit bis 2021, vermutlich aber so lange wie möglich.

Was ist anstrengend an der Ausbildung, was gefällt Ihnen?

Man bekommt andere Eindrücke, macht andere Erfahrungen als bei einer Zivilausbildung. Es ist alles machbar. Ich bin noch lange nicht an meine Grenzen gestoßen und möchte das noch so lange es geht weitermachen. Wenn etwas Spaß macht, dann macht man es auch gerne.

Vielen Dank für das Gespräch.

Schlagwörter: Interview, Ausbildung, Marine, Herberth, Waldkraiburg, Jugendliche

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