19. September 2018

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Schülerrückgang in Rumänien - Lage der deutschen Schulen

Bukarest/Hermannstadt/Kronstadt – Am 10. September begann das Schuljahr 2018/19 in Rumänien – mit einer halben Million Schüler weniger als vor zehn Jahren. Waren es 2009 noch 3,4 Millionen Schüler, schrieben sich in diesem Jahr nur noch 2,9 Millionen ein. Grund dafür ist vor allem die anhaltende Abwanderung aus Rumänien. Laut Nationalem Statistikinstitut (INS) verließen allein im letzten Jahr 219327 Bürger das Land, was der Einwohnerzahl einer mittelgroßen Stadt gleichkommt. Es handelt sich um die größte Abwanderungswelle der letzten acht Jahre.
Anhaltender Beliebtheit erfreuen sich indessen die deutschen Schulen. Im Kreis Kronstadt entschieden sich 3 808 Schüler für den deutschsprachigen Unterricht: 702 Vorschüler werden in 16 Anstalten, 1633 Schüler in acht Unterstufen, 951 Schüler in sechs Gymnasien, 484 Schüler in drei Lyzeen und 38 Schüler in einem technischen Kolleg unterrichtet. Die meisten davon – 1536 Schüler – besuchen das Honteruslyzeum. Zur dortigen Schulanfangsfeier wies Direktor Radu Chivărean auf die hundertprozentige Versetzungsrate im letzten Jahr hin. Dank eines herausragenden Notendurchschnitts liegt das Honterus-Gymnasium auf Platz 5 im Kreis. An der Brukenthalschule verwies Schulleiterin Monika Hay auf die hundertprozentige Bestehensrate im Vorjahr sowohl anlässlich des Abiturs als auch des Deutschen Sprachdiploms. 57 Brukenthal-Schüler wurden im Rahmen von Olympiaden auf Kreis- und Landesebene ausgezeichnet. Für organisatorische Herausforderungen am Honteruslyzeum sorgte die nur wenige Tage vor Schulbeginn erfolgte Rückerstattung der ehemaligen Sportschule an den rechtmäßigen Eigentümer, die Evangelische Kirche A.B in Rumänien. Damit erhielt das Honteruslyzeum zwar 15 zusätzliche Klassenzimmer, die jedoch bis zum 1. Oktober renoviert werden müssen. In der Zwischenzeit werden Räume durch das Demokratische Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt, die Forsthochschule und die Honterusgemeinde zur Verfügung gestellt. Damit kann der Unterricht wie auch im letzten Jahr am Vormittag stattfinden, nicht in Schichten auch am Nachmittag und Abend.

Nina May

Schlagwörter: Schulen, Unterricht, Rumänien

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