Ergebnisse zum Suchbegriff „Schreibverbot“
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Wie aus Otilia Ana wurde / Essays von Ana Blandiana
Zwischen dem ersten Gedicht, für das der 17-Jährigen ein Schreibverbot auferlegt wurde, und ihrem runden Geburtstag in diesem Jahr liegen 53 Jahre, in denen die Schriftstellerin, Lyrikerin, Essayistin Ana Blandiana 48 Bücher veröffentlicht hat und ihre Werke in 24 Sprachen übersetzt wurden. „Dieser Jubiläumsband zu ihrem 70. Geburtstag soll die Vielseitigkeit der Schriftstellerin dokumentieren“, schreibt die Herausgeberin Katharina Kilzer in ihrem Vorwort zu „In einer spanischen Herberge“. Der erste Teil des schmalen Bandes enthält Texte von, der zweite Texte über Ana Blandiana, die am 15. März 1942 in Temeswar als Otilia-Valeria Coman geboren wurde. mehr...
Kampf gegen das Vergessen: Ana Blandiana zum 70.
Der Name der Dichterin Ana Blandiana ist in allen Schichten des Volkes, dem sie angehört, bekannter als der Name jedes deutschen Schriftstellers der Gegenwart bei den Deutschen. Das hängt nicht nur mit der öffentlichen Präsenz von Ana Blandiana seit über einem halben Jahrhundert zusammen, sondern mehr noch damit, dass ihre Gefühle der Ablehnung des Sozialismus der Jahre 1945-1989/90 von der überwiegenden Mehrheit der Rumänen geteilt wurden. Als 1959 ihr Gedicht „Originalitate“ erschien und den massiven Unwillen der KPR erregte, wurde sie mit landesweit diskutiertem Schreibverbot belegt und so, wie sie später notierte, „als verbotene Dichterin bekannt, noch ehe ich es als Dichterin war“. Zwischen den Zeilen hatte sie mitten im Terror der stalinistischen Gheorghiu-Dej-Ära nicht Regimekritik geübt, sondern, weitaus gewagter, ihrem Widerwillen gegen das System Ausdruck verliehen – ein Akt der Courage, dessen Ausmaß sich heute keiner mehr vorstellen kann. mehr...
Vergessen und wieder entdeckt: der Kronstädter Maler Ernst Graeser
Obwohl gebürtiger Siebenbürger Sachse, zählte er in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten schwäbischen Malern. Geboren wurde Ernst Graeser am 8. Mai 1884 in Kronstadt als fünftes Kind einer Familie mit bedeutenden siebenbürgischen Vorfahren. Sein Vater war Bezirksrichter in Mediasch und Tekendorf bei Bistritz, Vorfahren und Verwandte von ihm waren u. a. Bischof Daniel Graeser und Bischof Georg Daniel Teutsch von Hermannstadt. Weit bekannt wurden Ernst Graesers Brüder Karl und Gusto Anfang des Jahrhunderts als Mitbegründer der Reformsiedlung Monte Verità bei Ascona, einer Schule naturgemäßer Lebensweise, einem Bollwerk des Pazifismus. mehr...
Gusto Gräser: Vom Anders-Sein eines Außenseiters
Gustav Arthur Gräser kam am 16. Februar 1879 in Kronstadt zur Welt. Vor 50 Jahren, am 27. Oktober 1958, starb er arm und vereinsamt in München. Dem Dichter, Naturphilosophen und Pazifisten Gusto Gräser widmet das Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München anlässlich seines 50. Todestages derzeit mehrere Veranstaltungen (siehe unten und separater Artikel). mehr...
Bekenntnisbuch von Carmen-Francesca Banciu
Über viele Jahrzehnte hinweg haben deutschsprachige Schriftsteller aus Rumänien einen gewichtigen Beitrag zur zeitgenössischen Literatur geleistet. Das gilt besonders für solche aus den traditionellen Siedlungsgebieten Banat und Siebenbürgen. Stellvertretend seien nur Herta Müller und Richard Wagner genannt. In den „Xenien“ sprechen Schiller und Goethe auch über Klopstock. Über dessen hohes Ansehen. Und dass er doch kaum gelesen werde. Sie schließen, sie wollten doch weniger gelobt und mehr gelesen werden. Eine Aussage, die wohl in ganz besonderem Maße auf die rumänische Autorin Carmen-Francesca Banciu zutrifft. mehr...
Friedensapologet und Naturapostel: Gusto Gräser
Das Phänomen Gustav Arthur Gräser, Friedensapologet und Naturprophet, kam am 16. Februar 1879 in Kronstadt zur Welt. Im Oktober 1958 starb er arm und vereinsamt in München. Dazwischen liegen Jahrzehnte unsteten Wanderlebens. Eine Hommage an Gusto Gräser gestaltet Sänger und Songschreiber Tom Liwa, Kultfigur der deutschen Independent-Szene, gemeinsam mit dem Schauspieler Thomas Hoeveler und der Multiinstrumentalistin Birgit Quentmeier am 22. Mai im Berliner Kabarett Anstalt-Theater in Berlin-Kreuzberg (Mehringdamm 34; Kartentelefon: 0 30 / 2 02 20 07). mehr...
Im Spannungsfeld zwischen Exil und Heimatland
Eva Behring behandelt im Buch „Rumänische Schriftsteller im Exil 1945-1989“ (Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2002, 209 Seiten, Preis: 40 Euro) Werk und Wirken rumänischer Exilschriftsteller während der kommunistischen Diktatur von 1945 bis 1989, als Flucht und Emigration zu einem Massenphänomen wurden. mehr...



