12. November 2021

Vertriebenen-Empfang der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag

München - Der Vorsitzende des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums und frühere Europaabgeordnete Libor Rouček und der langjährige Bundesvorsitzende der Seligergemeinde Albrecht Schläger sind im Rahmen des 13. Empfangs für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler der BayernSPD-Landtagsfraktion mit dem Wenzel-Jacksch-Gedächtnispreis und der Ehrung Brückenbauer ausgezeichnet worden. An der feierlichen Veranstaltung am 6. November im Bayerischen Landtag in München nahm auch die Ehrenvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Herta Daniel, teil.
Der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, Martin Schulz, hielt die Laudatio für seinen Freund Libor Rouček. „Die Demokratie kommt nicht wie Strom aus der Steckdose. Sie muss jeden Tag neu erkämpft werden. Und Libor hat uns beigebracht, was es heißt, Demokratien aufzubauen!“, sagte der ehemalige EU-Parlamentspräsident Schulz (SPD) in seiner Rede. Der Preisträger habe sich intensiv für die deutsch-tschechischen Beziehungen eingesetzt. Rouček wünschte sich in seiner Dankesrede mehr Versöhnungssignale der tschechischen Regierung: „Der tschechische Ministerpräsident sollte zu den Sudetendeutschen sagen: Ihr seid unsere Landsleute, und wir wollen mit Euch zusammenarbeiten.“

Kristina Larischova, Generalkonsulin der Tschechischen Republik, würdigte den zweiten Preisträger, den früheren Landtagsabgeordneten Albrecht Schläger: „Albrecht Schläger ist ein Verfechter der Versöhnung, ein Brückenbauer und ein Mann der offenen und ehrlichen Worte.“ Schläger selbst sei kein Heimatvertriebener, dennoch habe er es seit den 1990er Jahren zu seinem Herzensanliegen gemacht, unermüdlich intensive Kontakte nach Tschechien aufzubauen. Der frühere Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen sei der sozialdemokratische Anwalt der Heimatvertriebenen.
Der beim Vertriebenen-Empfang der SPD-Fraktion im ...
Der beim Vertriebenen-Empfang der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag als Brückenbauer geehrte Landesvorsitzende des BdV in Bayern, Altlandrat Christian Knauer (Mitte), mit (von links): Ruth Müller, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, Dr. Dorith Müller, stellvertretende BdV-Landesvorsitzende, Herta Daniel, stellvertretende BdV-Landesvorsitzende, und Volkmar Halbleib, MdL. Foto: S. Marb/BdV
In diesem Jahr wurde auch Christian Knauer, der Vorsitzende des bayerischen Landesverbandes des Bundes der Vertriebenen (BdV), als Brückenbauer geehrt. „Sie haben als Landesvorsitzender die Signale aus der Politik sorgsam registriert und aufgenommen, um dann selbst wirksame Signale in Richtung Politik und Gesellschaft zu senden. Bei allem Festhalten an den Positionen des BdV haben Sie immer auf Gespräch und Dialog gesetzt, um Gemeinsamkeiten zu erreichen“, sagte der vertriebenenpolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion, Volkmar Halbleib, in seiner Rede. Die Auszeichnung Knauers sei das sichtbare Zeichen der jahrzehntelangen Annäherung von SPD und dem Bund der Vertriebenen. Knauer sagte in seiner Dankesrede: „In keinem anderen Bundesland gibt es eine so vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der SPD und dem BdV wie in Bayern. Diese Auszeichnung der SPD-Landtagsfraktion ist etwas ganz Besonderes!"

Mit dem Empfang für Heimatvertriebene, Aussiedler und Flüchtlinge erinnert die SPD-Landtagsfraktion seit 2008 an das Engagement der Heimatvertriebenen für Versöhnung und Verständigung. Eingeladen hatten heuer die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ruth Müller und der vertriebenenpolitische Sprecher Volkmar Halbleib. „Wir wollen mit unserer Veranstaltung die Erinnerung an Flucht und Vertreibung wachhalten, aber auch darauf aufmerksam machen, dass es dieses Schicksal auch heute wieder millionenfach gibt“, sagte Ruth Müller in ihrem Statement im Plenarsaal des Bayerischen Landtags.

Quelle: BayernSPD Landtagsfraktion

Schlagwörter: Bayern, SPD, Bayern, Landtag, Empfang, BdV, Herta Daniel, Ehrenvorsitzende, Schulz, EU, Sudetendeutsche, Tschechien, Knauer

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