21. Oktober 2026

Herbstsitzung des Gesamtlandesvorstandes BW in Böblingen

Mit einer Andacht des stellvertretenden Landesvorsitzenden Helge Krempels wurde am 26. September die Sitzung des Gesamtlandesvorstandes der Landesgruppe Baden-Württemberg in Böblingen eröffnet. Daniel Henning, Vorsitzender der Kreisgruppe Böblingen, begrüßte die Gäste im Vereinsheim Böblingen. Zahlreiche neue Mitglieder des Gesamtlandesvorstandes hatten die Gelegenheit, sich vorzustellen, was die Vielfalt und den Zusammenhalt innerhalb des Gremiums verdeutlichte. Der Landesvorsitzende ­Michael Konnerth stellte die Beschlussfähigkeit fest, und die Tagesordnung wurde durch ein Handzeichen genehmigt.
Der Gesamtlandesvorstand der Landesgruppe Baden ...
Der Gesamtlandesvorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg tagte in Böblingen. Foto: Roswitha Bertleff
In seinem Bericht thematisierte der Vorsitzende die Teilnahme an den Heimattagen von Baden-Württemberg, die in Oberkirch stattfanden. Hier trat erstmals die Vereinigte Blasmusik unserer Landesgruppe auf, ein wichtiges kulturelles Ereignis, das fortgeführt werden sollte. Michael Konnerth und Helge Krempels betonten die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit bei der Teilnahme an lokalen Heimatfesten, Stadtfesten oder Pferdemärkten, um den politischen Stellenwert dieser Veranstaltungen zu unterstreichen. Zudem berichtete Michael Konnerth von der intensiveren Mitarbeit im Bund der Vertriebenen (BdV), wo er zusammen mit Roswitha Bertleff im Vorstand aktiv ist. Eine Frage aufgreifend, informierte der Vorsitzende, dass Rumänien die umstrittene Zehn-Prozent-Kürzung der Entschädigung für Russlanddeportierte aufgehoben habe und wieder den vollen Betrag auszahle.

Des Weiteren fasste der Landesvorsitzende die Ereignisse des Heimattages am Pfingstwochenende zusammen. Die Polizei von Dinkelsbühl habe die Besucherzahl auf 17.000 bis 20.000 geschätzt. Der diesjährige Jugendpreis ging an Astrid Göddert aus Biberach. Ein Highlight war das Backen des längsten Baumstriezels der Welt vor der Schranne. Für den Festumzug habe Ines Wenzel Richtlinien für siebenbürgisch-sächsische Trachtenträger zusammengestellt, die hilfreich sind, die Tracht originalgetreu zu tragen. Ein Treffen mit Herrn Kusche vom Referat 44 der Landesregierung habe ergeben, dass die Förderungen fortbestehen werden. Zudem wurde die Möglichkeit erörtert, ob auch Landesgrenzen überschreitende Maßnahmen gefördert werden können.

Heidi Mößner, die Vorsitzende des Siebenbürgischen Kulturzentrums „Schloss Horneck“ e.V., bedankte sich für die Gelegenheit, den Schlossverein vorzustellen. Sie berichtete über die laufenden baulichen Maßnahmen und rief die Vertreter der Kreisgruppen dazu auf, dem Verein beizutreten, sei es als Gruppe oder privat. Besonders betonte sie die Notwendigkeit, das Dach des Schlosses, das aus dem 18. Jahrhundert stammt und eine Fläche von 2500 qm hat, zu renovieren. Sie appellierte an die Anwesenden, Spenden zu leisten, um diese bedeutende Maßnahme zu finanzieren. Das Schloss gilt als kulturelles Herz der Siebenbürger Sachsen und spielt eine zentrale Rolle für deren Wahrnehmung sowohl national als auch international.

Thomas Schneider, der Vorsitzende des Verbandes der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften, stellte die aktuellen Schwerpunkte der Verbandsarbeit vor. Der Vorstand arbeitet an der Optimierung der Organisation, der Gründung von Kulturgruppen und der Vereinfachung sowie Digitalisierung des Ehrenamts. Zukünftig soll eine engere Zusammenarbeit mit den anderen Gruppen des Verbandes angestrebt werden.

Helge Krempels berichtete von dem erfolgreichen Pferdemarkt in Bietigheim-Bissingen, bei dem die drei Kreisgruppen Bietigheim, Sachsenheim und Ludwigsburg gemeinsam einen Hochzeitszug darstellten. Die musikalische Begleitung übernahm die Vereinigte Blasmusik unter der Leitung von Hans-Otto Mansch. Diese Kapelle vereint Musiker aus verschiedenen Gruppen, darunter Schorndorf, Göppingen, Böblingen und Heilbronn. Herr Krempels hob die hervorragende Projektarbeit der benachbarten Kreisgruppen hervor, die als vorbildlich angesehen wird.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Verwendung von Vereinswappen, Flyern und Schriftstücken im Verband. Michael Konnerth erinnerte daran, dass auf der Homepage des Verbandes entsprechende Vorlagen bereitgestellt werden, die genutzt werden sollten.

Abschließend schlug Konnerth die Bildung eines Findungsausschusses für die Wahlen des Landesvorstandes Baden-Württemberg im Jahr 2027 vor. Dieser Ausschuss soll aus drei Personen bestehen und die Aufgabe haben, geeignete Kandidaten für den Landesvorstand zu identifizieren und anzusprechen.

Hans Christian Guist

Schlagwörter: Baden-Württemberg, Landesvorstand, Sitzung

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