19. Juni 2026

Zum Abschied läutete der Hamburger Michel

Die Landesgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein des Verbandes der Siebenbürger Sachsen wird aufgelöst und der benachbarten Landesgruppe Niedersachsen/Bremen zugeordnet.
Mitgliederversammlung im Haus der Heimat in ...
Mitgliederversammlung im Haus der Heimat in Hamburg, vorne die drei Vorsitzenden Helga Seeger, Rainer Lehni und Petra Volkmer (von links nach rechts). Foto: Heike Mai-Lehni
Ein Hauch von leichter Abschiedsstimmung lag über dem Festsaal des Hauses der Heimat in Hamburg. Am 9. Mai fand hier die außerordentliche Mitgliederversammlung der Landesgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein statt. Die 1949 gegründete Landesgruppe ist die kleinste der acht Landesgruppen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen und zählt aktuell rund 110 Vollmitglieder und 61 Familienmitglieder mit einem sehr hohen Durchschnittsalter. Die bisherige Landesvorsitzende Helga Seeger hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Ihr Aufruf und auch jener des Bundesvorstandes, um potentielle Kandidaten für einen neuen Vorstand zu finden, blieben leider ergebnislos. Eine Entscheidung über die Zukunft der Landesgruppe musste daher satzungsgemäß auf der Mitgliederversammlung getroffen werden.

Helga Seeger begrüßte neben den anwesenden Mitgliedern der Landesgruppe auch den Bundesvorsitzenden Rainer Lehni mit Gattin Heike Mai-Lehni und die Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen, Petra Volkmer. In ihrem Tätigkeitsbericht ließ Helga Seeger die letzten vier Jahre, aber auch ihre 18-jährige Tätigkeit Revue passieren. Vor allem nach Corona sind die Tätigkeiten weniger geworden, in den letzten Jahren waren es nur noch zwei Veranstaltungen im Jahr. Ganz besonders dankte die Landesvorsitzende ihren beiden Stellvertretern Otto Rodamer und Gerhard Albrich, dem Kassenwart Jürgen Hahlbrock und den beiden Kassenprüfern Michel Markus (über 30 Jahre) und Reimar Dietrich für die jahrelange Unterstützung. Helga Seeger schloss ihren Bericht mit einem Zitat des Franziskanerpaters Peter Amendt: „Soll Gemeinschaft gelingen, dann muss ich mehr für sie tun, als ich von ihr erwarte.“

Da die Befragung des Bundesvorsitzenden Rainer Lehni wegen Kandidaten für einen neuen Vorstand ergebnislos blieb, folgte in der Tagesordnung der Punkt zur Auflösung der bisherigen Landesgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein. Die Mitglieder beschlossen einstimmig, die Landesgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein zum 31. August 2026 aufzulösen und die Mitglieder in die organisatorischen Strukturen der benachbarten Landesgruppe Niedersachsen/Bremen aufzunehmen. Es war wohl ein göttliches Zeichen, dass just in diesem Moment die Glocken des benachbarten Hamburger Michels – die Hauptkirche St. Michaelis – in das Haus der Heimat klangen. Bundesvorsitzender Lehni dankte den bisherigen Amtsträgern in Hamburg für ihr Wirken und betonte, dass diese Entscheidung kein Abschied sei, sondern ein Neubeginn in der neuen Landesgruppe Niedersachsen/Bremen.

Deren Landesvorsitzende Petra Volkmer hieß die Mitglieder in der neuen Landesgruppe herzlich willkommen, stellte das Programm für 2026 vor und lud die Hamburger und Schleswig-Holsteiner Mitglieder zum Heimattag der Nordlichter am 24. Oktober nach Wolfsburg ein.

Zum Abschluss des Nachmittags führte der Bundesvorsitzende Rainer Lehni in seinem Vortrag „Siebenbürgen – eine einzigartige Kirchenburgenlandschaft“ in die Thematik der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen ein. Ein Wort des Dankes geht auch an diejenigen, die zum kulinarischen Angebot dieses Tages beigetragen haben. Trotz des Abschieds von der Landesgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein waren es schöne Stunden der Begegnung in der herzlichen siebenbürgisch-sächsischen Atmosphäre.

RL

Schlagwörter: Hamburg, Sitzung, Auflösung

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