13. August 2026

Jugendworkshop der HOG Großscheuern

„Freundschaft“, „Zusammenhalt“, „Tradition“, „Kultur“, „gutes Essen“ und „Zukunftsfähigkeit“, auf diese Begriffe einigte sich die junge Mitgliederschaft der HOG Großscheuern bei ihrem Jugendworkshop in Sellrain schnell. Sie zeigen eindrucksvoll, was die junge Generation mit ihrer HOG verbindet und welche Wünsche sie für deren Zukunft hat.
Die Ergebnisse des eindrucksvollen Workshops der ...
Die Ergebnisse des eindrucksvollen Workshops der Gruppe Außendarstellung werden vor der Bergkulisse des Inntals im Hüttendorf Sellrain präsentiert. Foto: Melissa Hiesch
Vom 14. bis 17. Mai trafen sich Mitglieder und Freunde der HOG Großscheuern Ingolstadt mit ihrem Nachbarschaftsverein Rüsselsheim zu ­einem gemeinsamen Jugendwochenende im österreichischen Sellrain. Neben der beeindruckenden Bergkulisse, gemeinsamen Wanderungen und geselligen Abenden stand vor allem der Jugendworkshop am Samstag, dem 16. Mai, im Mittelpunkt des Wochenendes.

Dabei überließen die Vorstände Udo Müller (Ingolstadt) und Gerhard Stock (Rüsselsheim) die Gestaltung und Leitung des Workshops bewusst der nachfolgenden jungen Generation. Der Rahmen der Veranstaltung wurde durch die breit gefächerte Fragestellung „Welche Zukunft haben unsere Heimatsortsgemeinschaften?“ bestimmt. Ein Vertrauensvorschuss, der an diesem Nachmittag Früchte tragen sollte.

Der stellvertretende Vorsitzende Johannes Guist übernahm die Moderation und Leitung. So startete ein Brainstorming, bei dem alle Anwesenden, Mitglieder ebenso wie Freunde der HOG, Schlagworte zur HOG sammeln sollten. Die dabei entstandene Mindmap zeigte eindrucksvoll die Werte, die die Jugendlichen mit der HOG verbinden: Neben Kultur, Tradition, Tracht wurde vor allem Gemeinschaft, Zusammenhalt, Freundschaft, Familie und Verbundenheit genannt. Auch gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge, Musik, Tanzen und traditionelle Speisen spielen eine wichtige Rolle. Der Begriff Schnaps sorgte dabei für den ein oder anderen Schmunzler.

Auf Grundlage der gesammelten Begriffe wurde die anschließende Diskussion in drei Themenbereiche gegliedert. Anschließend erarbeiteten die Jugendlichen in Kleingruppen konkrete Zukunftsideen und Visionen. Die Arbeitsgruppe „Außendarstellung“ beschäftigte sich damit, wie die HOG nach außen wirkt und junge Menschen stärker angesprochen werden können. Vorgeschlagen wurden unter anderem ein Weihnachtsmarktstand mit dem Verkauf traditioneller Kirchenkekse sowie eine engere Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe Ingolstadt, die mit einer gegenseitigen Unterstützung einhergeht.

Die Gruppe „Veranstaltungen“ entwickelte Ideen zur Bewahrung von Traditionen. Dabei soll die Jugend aktiv eingebunden werden. Großen Zuspruch fanden Workshops zu traditionellen siebenbürgisch-sächsischen Speisen wie Krautwickeln, Sakuska oder geräucherter Wurst, verbunden mit einem gemeinsamen Schlachtfest. Auch die Bedeutung der Projekttanzgruppe Großscheuern bleibt fester Bestandteil des Vereins.

Eine dritte Arbeitsgruppe widmete sich der Zusammenarbeit der beiden Nachbarschaftsvereine. Im Mittelpunkt standen gegenseitige Besuche bei Vereinsveranstaltungen, gemeinsame Workshops und regelmäßige Jugendausflüge. So besuchen künftig die Rüsselsheimer das alljährliche Sommerfest in Ingolstadt am Schutter, während die Ingolstädter am „Wein am Main“-Fest teilnehmen.

Nach der Präsentation der Ergebnisse vor den Vorständen, begleitet von einem Panoramablick auf die Tiroler Bergwelt, war die Begeisterung spürbar. Die Vorstände zeigten sich stolz auf das Engagement der Jugendlichen. Schnell wurde klar: Der gemeinsame Jugendausflug soll künftig ein fester Bestandteil der Vereinsarbeit bleiben. Denn eines wurde an diesem Wochenende deutlich: Die HOG Großscheuern steht für die junge Generation nicht nur für den Erhalt siebenbürgisch-sächsischer Traditionen, sondern vor allem für gelebte Gemeinschaft und das Bewusstsein für die eigenen Wurzeln. Die Zukunft der HOG lebt nicht nur von der Erinnerung an die Vergangenheit, sondern von den Menschen, die ihre Gemeinschaft mit Begeisterung weitertragen.

Gina Maria Grau

Schlagwörter: Jugend, Großscheuern, Workshop

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