19. Oktober 2026
Kreisgruppe Köln auf großer Rundreise durch Rumänien
Die guten Erfahrungen, die einige Mitglieder unserer Kreisgruppe im vergangenen Herbst bei einer Reise durchs Banat mit der Kreisgruppe Dortmund sammeln konnten, haben in der Kreisgruppe Köln den Wunsch aufkommen lassen, in diesem Jahr eine ähnliche Reise mit dem gleichen Reisebüro zu organisieren. So startete am 16. September eine abwechslungsreiche, zehntägige Rundreise durch Rumänien, die uns über insgesamt 1995 Kilometer durch weite Teile des Landes führte.

Natürlich war der Besuch der berühmten Schwarzen Kirche in Kronstadt ein Muss. Bei herrlichem Sommerwetter ging es anschließend für einige mit der Seilbahn hinauf auf die Zinne (Tâmpa). Von dort bot sich uns ein wunderbarer Blick über Kronstadt, das Burzenland und die umliegenden Berge. Unsere Reise führte uns weiter über Bușteni nach Sinaia zum berühmten königlichen Schloss Peleș. Leider hatten wir Pech: Das Schloss war gerade montags und dienstags geschlossen. Die wunderschönen Außenanlagen und die beeindruckende Architektur konnten wir jedoch trotzdem bewundern.
Wir verließen das Prahovatal und fuhren durch wunderschöne Landschaft nach Törzburg (Bran) mit seiner weithin bekannten Schlossburg (Törzburg/Castelul Bran), bevor wir Schäßburg erreichten. Natürlich durfte auch hier ein Aufstieg auf die historische Burg und zum berühmten Uhrturm nicht fehlen, dem größten der vielen bis heute erhaltenen Befestigungstürme der Stadtmauer. Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war der Besuch von Mediasch mit Besichtigung des Tramiterturms mit dem „Turrepitz“. In der immer wieder beeindruckenden Margarethenkirche erwartete uns Lutz Connerth. Er ist aktives Mitglied der dortigen Kirchengemeinde und brachte uns in seinem Vortrag mit großem Sachverstand und viel Engagement die Geschichte der Gebäude, aber auch der historischen Wehranlagen und der zahlreichen Wehrtürme näher. Für die interessante und sehr informative Führung möchten wir uns herzlich bedanken.
Nach einem Zwischenstopp in Hermannstadt für einen Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt führte unsere Reise nach Karlsburg (Alba Iulia), wo wir auch übernachteten. Am nächsten Morgen konnten wir uns ganz in Ruhe die beeindruckende Festungsanlage anschauen, den historischen Ort, an dem am 1. Dezember 1918 auf der Nationalversammlung die Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien verkündet wurde. Am Nachmittag stand auch das Salzbergwerk in Thorenburg (Turda) auf dem Programm. In 120 m Tiefe konnten wir die wohltuende, salzhaltige Luft eines der ältesten Salzbergwerke genießen und kurz entspannen.
Natürlich darf auf einer Rumänienreise auch der Wein nicht fehlen; bereits in Jassy durften wir an einer Verkostung von Weinen aus der Gegend teilnehmen. Und dann erneut im Westen Siebenbürgens in der Nähe von Karlsburg, wo wir ein bedeutendes Weinbaugebiet mit seinen riesigen unterirdischen Weinkellern und Lagern besichtigten. Nach der Tour erwartete uns ein gemütlicher Mittags-Snack, verbunden mit einer ausgiebigen Verkostung von Weinsorten. Die Auswirkungen machten sich auf der anschließenden Busfahrt zurück zum Ausgangspunkt in Klausenburg durchaus bemerkbar: Es wurde deutlich weniger gesprochen als sonst, und gelegentlich war sogar ein leises Schnarchen aus den hinteren Reihen zu hören. Zurück in Klausenburg blieb noch Zeit für eine Stadtbesichtigung, bevor wir am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe den Heimflug von Klausenburg nach Dortmund antraten.
Nach zehn erlebnisreichen Tagen mit vielen Sehenswürdigkeiten, interessanten Begegnungen, wunderschönen Landschaften und natürlich auch vielen geselligen Stunden ging eine rundum gelungene Reise zu Ende. Besonders erfreulich war das ausgesprochen schöne, sommerliche Wetter, das uns während der zehntägigen Reise begleitete. Denn während wir noch bei warmen Temperaturen unterwegs waren, meldete der Wetterdienst bereits den ersten Schneefall in den Fogarascher Bergen.
Unser besonderer Dank gilt unserem Vorsitzenden Harald Eiwen und der Kreisgruppe Köln für die hervorragende Organisation dieser Reise. Ein herzliches Dankeschön geht ebenso an den rumänischen Reiseveranstalter Victor Șerban für die gute Betreuung und Organisation vor Ort. Nicht zuletzt möchten wir uns bei unserem stets freundlichen und hilfsbereiten Busfahrer Ionuţ bedanken. Er brachte uns während der gesamten Reise sicher über die knapp 2000 Kilometer und sorgte darüber hinaus mit Getränken im Bus stets dafür, dass niemand durstig bleiben musste. So bleibt uns eine wunderschöne gemeinsame Reise durch Rumänien in Erinnerung – mit vielen Eindrücken, interessanten Begegnungen, herrlichen Landschaften und natürlich der Erkenntnis, dass Rumänien sowohl als alte Heimat als auch für neue Touristen immer eine Reise wert ist.
Grazian Zieger
Schlagwörter: Köln, Reise, Rumänien
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