12. Februar 2020

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Bei Hermann Oberth "in der Heimat der Raumfahrt": Ausstellungseröffnung in Feucht

Die Ausstellung „Misserfolg ausgeschlossen – Menschen im Weltraum: Das Apollo-Programm“ wurde am 2. Februar 2020 im Pfinzingschloss Feucht bei Nürnberg im Beisein des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und einiger Siebenbürger Sachsen eröffnet. Zu sehen ist die Ausstellung im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum bis zum 21. Juni. Der Museumsvorsitzende Prof. Dr. Ulrich Walter, Inhaber des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik an der TU München, begrüßte die zahlreichen Gäste mit den Worten „Hier ist die Heimat der Raumfahrt!“ und schloss mit dem Satz „Hermann Oberth ist der Vater der internationalen Raumfahrt“.
Der Name der Ausstellung zielt auf die abgewendete Katastrophe der dritten US-Mission der Apollo 13 im April 1970: Wegen einer Explosion im Servicemodul des Raumschiffes konnten die drei Astronauten zwar auf dem Mond nicht landen, aber den Rückflug antreten. Die unversehrte Rückkehr war das Ergebnis von Wissen, Kreativität und Kooperation aller Beteiligten – eine wichtige Voraussetzung des gesamten Apollo-Programms. Büste Prof. Dr. Hermann Oberth "Vater der ...Büste Prof. Dr. Hermann Oberth "Vater der Raumfahrt". Fotos: Robert Ferdinand Adams Mit der Luft- und Raumfahrt verbindet Ministerpräsident Markus Söder existenzielle Fragen, sie seien „ureigene Aufgabe des Menschen“, sagte er in seinem Grußwort. Sie ermögliche z.B. die nahe Beobachtung der Erde. Der Blick auf die Erde sei so schön und dabei „die Erkenntnis erschreckend: welcher Raubbau!“ Raumfahrt sei auch ein ethisches Projekt, wobei er die Frage, wann und wie Leben auf der Erde entstanden sei, meinte. Zum Museum in Feucht sagte Dr. Söder, dass es Forscher und Techniker inspiriere. Der Satz „Bayern soll großer Raumfahrtstandort bleiben!“ adelt die Pläne einer Erweiterung des Museums, ein stattlicher Kostenfaktor, „den wir schon hinkriegen!“ Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim Rundgang ...Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim Rundgang durchs Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum vor Raumanzügen von Astronauten und Kosmonauten. Das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum ist das älteste dezidierte Raumfahrtmuseum in Deutschland. Es wurde 1971 von Vertretern der damaligen Hermann-Oberth-Gesellschaft gegründet und ist heute das (!) deutsche Museum für Raumfahrtgeschichte. Es versteht sich – ausgehend von den grundlegenden und bahnbrechenden raumfahrtwissenschaftlichen Leistungen seines Namensgebers – als Spezialmuseum und Archiv für die frühe Raumfahrtgeschichte.

Nicht in der Ausstellung gezeigte Exponate und Archivalien müssen derzeit an acht unterschiedlichen Orten, zum großen Teil inadäquat eingelagert werden. Eine Erweiterung zur Verbesserung der Raumsituation sowohl für die ständige Ausstellung als auch – und insbesondere – für Depot und Archiv ist daher dringend erforderlich. Auch eine organisatorische Neuordnung zur Zusammenfassung und dauerhaften Sicherung der Bestände unter dem Dach einer Stiftung wird vorbereitet.

Der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland war zur Ausstellungseröffnung auch eingeladen und wurde durch die stellv. Bundesvorsitzende Doris Hutter vertreten. Ebenso die Carl-Wolff-Gesellschaft, für die der Vorsitzende Reinhold Sauer angereist war. Man sprach Sächsisch mit Astrid, der Frau von Robert Otto Adams, und begrüßte auch deren Sohn, den Kameramann Robert Ferdinand Adams. Gastgeber und Gäste der Ausstellung, v.l.n.r.: ...Gastgeber und Gäste der Ausstellung, v.l.n.r.: Robert Otto Adams, Doris Hutter, Reinhold Sauer und Karl Freller, 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Robert Otto Adams, 2. Vorsitzender des Museums, also einer der Gastgeber der Veranstaltung, zeigte unter anderem einzigartige Originalzeichnungen aus dem Nachlass von Willard M. Taub, einem Wissenschaftler mit siebenbürgischen Wurzeln, der maßgeblich an allen Raumschiffentwicklungen der NASA vom Apollo-Programm bis zum Space Shuttle beteiligt war.

Im Wohnhaus der Oberths stehen sächsische Krüge und Büffeln, hängen sächsische Stickereien und Bilder, ein Stück Heimat des Siebenbürger Sachsen Hermann Oberth, des „Vaters der Raumfahrt“.

Doris Hutter, Robert Adams

Schlagwörter: Hermann Oberth, Raumfahrt, Feucht, Museum, Markus Söder

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