1. September 2026
Das Siebenbürgisch-Sächsische: ein wertvoller Stein im Mosaik der europäischen Sprachen
Am 26. September, dem „Europäischen Tag der Sprachen“, wollen wir das Siebenbürgisch-Sächsische besonders ehren. Zugleich starten wir eine in die bundesdeutsche Öffentlichkeit gerichtete Informationskampagne und rufen unsere Gemeinschaft zum Erhalt und zur Pflege des siebenbürgisch-sächsischen Dialektes auf.
„Welche Maßnahmen halten Sie für am besten geeignet, um den siebenbürgisch-sächsischen Dialekt am Europäischen Tag der Sprachen, dem 26.09.2026, bekannt zu machen?“ Das wollte das Online-Referat wissen und startete eine Umfrage auf Siebenbuerger.de. Das Ergebnis: eine bunte Mischung von nüchternen Kreuzchen, die wenig Interesse bekundeten (11,3 %) bis hin zu herzerwärmenden Bekenntnissen („Wir brauchen Mundartretter!“ und „Mundart ist mobile Heimat“). Die Mehrheit zeigte klar: Unser Dialekt ist wichtig, soll erhalten werden und verdient mehr Aufmerksamkeit. Dazu gab es originelle eigene Anregungen und viel Zustimmung zu den vorgeschlagenen Aktionen.
Dass der Bundesvorstand unseres Verbandes kraft seiner ureigensten Aufgabe ohnehin mit großen Freunden unseres Dialekts besetzt ist, dürfte niemanden überraschen und so wurden die genannten Vorschläge gerne aufgenommen und ihre Umsetzung auf den Weg gebracht. Aber, warum wählen wir dafür ausgerechnet den 26. September, den „Europäischen Tag der Sprachen“ (EDL)? Unser Dialekt soll natürlich nicht nur an einem Tag gesprochen werden, ganz im Gegenteil. Aber er braucht mehr Aufmerksamkeit und das aktive Bekenntnis, dass es uns allen wichtig ist, ihn vor dem Untergang zu bewahren.
Das Siebenbürgisch-Sächsische ist – im Gegensatz zur Regionalsprache Niederdeutsch, der Minderheitensprache Friesisch oder zum sich zwischen 1946 und 1984 zu einer offiziellen Sprache entwickelten Luxemburgischen – keine eigene Sprache, sondern ein deutscher Dialekt.
Der Europarat, ein Zusammenschluss fast aller in Europa liegenden Staaten mit derzeit 46 Mitgliedern und 700 Millionen Menschen, fördert nicht nur Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Europa. Er hat sich auch der Erhaltung kultureller Traditionen und des kulturellen Erbes Europas verpflichtet. Daher würdigt der Europarat auch geschichtlich gewachsene Regional- und Minderheitensprachen sowie Dialekte, also regionale Varietäten anerkannter Sprachen, als wichtige Bestandteile der kulturellen Vielfalt Europas.
Im Europäischen Jahr der Sprachen 2001 wurde der Europäische Tag der Sprachen erstmals vom Europarat mit Unterstützung der Europäischen Kommission gefeiert, um die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas ins Bewusstsein zu rücken und die Bedeutung von Mehrsprachigkeit zu betonen. Auch Dialekte werden explizit hervorgehoben und durch Aktionen präsentiert.
Was uns besonders wichtig ist: Unser Dialekt braucht die Nähe zwischen echten Menschen, entwickelt sich weiter, lebt im und mit dem Alltag der Personen, die mit ihm aufwachsen. So wichtig schriftliche Dokumentationen und historische Mundartaufnahmen aus wissenschaftlicher Sicht sind, so wenig können sie den Lauf der Geschichte aufhalten, wenn es immer weniger aktive Sprecher gibt. Wir haben zunächst von großen Mitmachaktionen abgesehen und starten mit Informationen in dieser Zeitung, auf Radio Siebenbürgen und selbstverständlich auf unseren Social-Media-Kanälen. Hier freuen wir uns sehr über Interaktionen, die uns helfen, unseren Dialekt bekannter zu machen und die uns alle bestärken, ihn zu erhalten. Sie dürfen gerne gespannt sein, was wir für diesen Tag geplant haben.
Für die Bundesvorstands-AG Tag der Europäischen Sprachen
Dass der Bundesvorstand unseres Verbandes kraft seiner ureigensten Aufgabe ohnehin mit großen Freunden unseres Dialekts besetzt ist, dürfte niemanden überraschen und so wurden die genannten Vorschläge gerne aufgenommen und ihre Umsetzung auf den Weg gebracht. Aber, warum wählen wir dafür ausgerechnet den 26. September, den „Europäischen Tag der Sprachen“ (EDL)? Unser Dialekt soll natürlich nicht nur an einem Tag gesprochen werden, ganz im Gegenteil. Aber er braucht mehr Aufmerksamkeit und das aktive Bekenntnis, dass es uns allen wichtig ist, ihn vor dem Untergang zu bewahren.
Das Siebenbürgisch-Sächsische ist – im Gegensatz zur Regionalsprache Niederdeutsch, der Minderheitensprache Friesisch oder zum sich zwischen 1946 und 1984 zu einer offiziellen Sprache entwickelten Luxemburgischen – keine eigene Sprache, sondern ein deutscher Dialekt.
Der Europarat, ein Zusammenschluss fast aller in Europa liegenden Staaten mit derzeit 46 Mitgliedern und 700 Millionen Menschen, fördert nicht nur Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Europa. Er hat sich auch der Erhaltung kultureller Traditionen und des kulturellen Erbes Europas verpflichtet. Daher würdigt der Europarat auch geschichtlich gewachsene Regional- und Minderheitensprachen sowie Dialekte, also regionale Varietäten anerkannter Sprachen, als wichtige Bestandteile der kulturellen Vielfalt Europas.
Im Europäischen Jahr der Sprachen 2001 wurde der Europäische Tag der Sprachen erstmals vom Europarat mit Unterstützung der Europäischen Kommission gefeiert, um die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas ins Bewusstsein zu rücken und die Bedeutung von Mehrsprachigkeit zu betonen. Auch Dialekte werden explizit hervorgehoben und durch Aktionen präsentiert.
Was uns besonders wichtig ist: Unser Dialekt braucht die Nähe zwischen echten Menschen, entwickelt sich weiter, lebt im und mit dem Alltag der Personen, die mit ihm aufwachsen. So wichtig schriftliche Dokumentationen und historische Mundartaufnahmen aus wissenschaftlicher Sicht sind, so wenig können sie den Lauf der Geschichte aufhalten, wenn es immer weniger aktive Sprecher gibt. Wir haben zunächst von großen Mitmachaktionen abgesehen und starten mit Informationen in dieser Zeitung, auf Radio Siebenbürgen und selbstverständlich auf unseren Social-Media-Kanälen. Hier freuen wir uns sehr über Interaktionen, die uns helfen, unseren Dialekt bekannter zu machen und die uns alle bestärken, ihn zu erhalten. Sie dürfen gerne gespannt sein, was wir für diesen Tag geplant haben.
Für die Bundesvorstands-AG Tag der Europäischen Sprachen
Petra Volkmer
Schlagwörter: Mundart, Europäischer Tag der Sprachen
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