Schlagwort: Mundart

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28. Juli 2026

Kulturspiegel

Die Hätschempätsch hat gefehlt! Begriffe für das neue Sachsesch Memo gesucht

Können Sie sich noch erinnern, was Sie am 28. November 2025 um 13.00 Uhr gemacht haben? Ich weiß es ganz genau. Ich saß vor meinem PC und traute meinen Augen nicht mehr: Die Webmaster von Siebenbuerger.de hatten eben erst in den sozialen Medien bekannt gegeben, dass das Sachsesch Memo im Verbands-Shop erhältlich ist, schon gingen im Minutentakt Bestellungen bei mir ein. Nach 48 Stunden waren alle Spiele ausverkauft und auch der Nachdruck ist zwischenzeitlich vergriffen. mehr...

19. Juli 2026

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: „Gade Morjen“ von Georg Meyndt/Ein musikalischer Gruß zwischen Brauchtum und Erinnerung

„Gade Morjen“ („Guten Morgen“) gehört zu jenen Stücken des Notärs Georg Meyndt (1852-1903) aus Reichesdorf, die als Volkslied weite Verbreitung und Beliebtheit erfahren haben. Dank Meyndt, der das Treiben und den Alltag in seiner Gemeinde sehr genau beobachtet und in Liedern festgehalten hat, können wir heute einen Blick in das Dorfleben vor 125 Jahren werfen, z.B. in Der Appel, De Bank, Der Fiëldschätz, Brokt- oder Schesserlied, Sangtigklook … und Gade Morjen. mehr...

28. Juni 2026

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: Frühlingsspaziergang mit Frühlingsgefühlen

Im humorvollen Lied Palemitzken (Palmkätzchen) zeigt der vielseitig begabte Mundartdichter und Pfarrer Fritz Schuller seine heitere, ja sogar schelmische Seite. Mit sichtlicher Lust am Lautspiel greift er die siebenbürgisch-sächsischen Rufnamen Pal (Paul), Mitzi (Maria) und das Mundartwort Matzken (Küsschen) auf und formt daraus neue, augenzwinkernde Wortgebilde, die sich an das Palmitzken anlehnen: Palematzke, Mitzke. Die heitere Note wird durch die locker und geschickt gesetzten Pausen und Wiederholungen, in die Schuller seine Sprachspiele hineinsetzt, noch mehr hervorgehoben. mehr...

24. Juni 2026

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: „Af deser Iërd“ – ein Klassiker der siebenbürgisch-sächsischen Liedkultur

Ernst Thullner (* 1862 Birthälm, † 1918 Mühlbach) ist der Dichter einiger sehr beliebten und verbreiteten siebenbürgisch-sächsischen Mundartlieder. Nach dem Gymnasium in Schäßburg, studierte er in Graz Medizin und in Leipzig und Klausenburg Theologie und Pädagogik. Von 1885 bis 1887 war er in Agnetheln und von 1887 bis 1890 in Mediasch als Lehrer und Schulleiter tätig. Anschließend wirkte er bis 1898 als Pfarrer in Dobring, bis 1913 in Großpold und bis zu seinem Tode 1918 als Stadtpfarrer in Mühlbach. mehr...

20. Juni 2026

Kulturspiegel

Offenes Singen in der Sankt Paulskirche

Beim Heimattag veranstaltete Angelika Meltzer am Pfingstsonntag mit der höchst professionellen Unterstützung von Heinz Mieskes (Akkordeon), Andrea Kulin (Querflöte), deren Tochter Maria Braun (Violine) ein offenes Singen, das großen Anklang fand. mehr...

26. Mai 2026

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: 130 Jahre „Bäm Hontertstreoch“: Vom Kunstlied zum Volkslied mehrerer Völker

Vor 130 Jahren, als Carl Römer (Text) und Hermann Kirchner (Melodie) „Bäm Hontertstreoch“ geschaffen haben, trat dieses Kunstlied eine Reise an, die kaum jemand vorausgesehen hätte: In wenigen Jahren verbreitete es sich in Siebenbürgen und in knappen vier Jahrzehnten über mehrere Erdteile und wurde zum Volkslied in unterschiedlichen kulturellen Landschaften. Die Geburtsstunde des Liedes im Jahr 1896 fällt in die frühe Phase des sogenannten „siebenbürgischen Liederfrühlings“, der durch Hermann Kirchner eingeleitet wurde und der die ästhetischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine neue Liedkultur förderte. mehr...

21. Mai 2026

Interviews und Porträts

Nachrichten über Gott und die Welt – auf Sächsisch

Chris Kaiser, Siebenbürger Sächsin aus Mediasch, produziert seit Beginn des Jahres Nachrichten auf Sächsisch. Jedes Wochenende entsteht eine kurze Sendung – meist fünf Minuten – mit den aktuellen Nachrichten der vergangenen Woche. Zu hören sind sie im Internet. Die Siebenbürgische Zeitung hat Frau Kaiser interviewt. mehr...

6. April 2026

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: Schneeglöckchen läuten den Frühling ein

2026 jährt sich der Geburtstag der Grete Lienert-Zultner (28. Dezember 1906-1. April 1989) zum 120. Mal – ein Anlass, der beliebtesten Mundartdichterin Siebenbürgens in diesem Jahr mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Das stimmungsvolle Frühlingslied „De Schnieglekelcher blähn“ (Die Schneeglöckchen blühn) der begnadeten Liederdichterin sollte mit dem schwungvollen Refrain begonnen werden, der Sänger und Zuhörer sogleich in heitere Frühlingsfreude versetzt: „De Schnieglekelcher blähn äm Bäsch um Hinkelmån, det Frähjohr, det Frähjohr äs hä!“ mehr...

5. April 2026

Sachsesch Wält

Ostergedichte in Mediascher Mundart

Österliches aus dem Medwescher Tramiter, der im Juni 2026 veröffentlicht wird. Der Tramiter (seit 2005) ist die einzige periodisch erscheinende Publikation in siebenbürgisch-sächsischer Mundart. mehr...

22. Februar 2026

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: Lob des Bauernstandes

„Medche, wällt te’n Kanter niëhn?“ (Mädchen, willst du den Kantor frei’n?) ist ein altes Volkslied, das erstmals von Friedrich Wilhelm Schuster (1824-1914) in Mühlbach (10 Strophen) und Georgsdorf (8 Strophen) belegt wurde. Schuster weist auf das Alter des Stoffes hin, zumal z.B. in Ludwig Uhlands Sammlung ein Lied, das unserem sehr ähnlich ist, mit 1544 datiert ist: „Mein müterlein das fraget aber mich/ ob ich wolt ein schreiber?/ ,Awe nein!‘, sprach ich,/ näm ich denn ein schreiber zu einem manne,/ so hiesz man mich frau schreiberin …“ mehr...

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