Ergebnisse zum Suchbegriff „Linken“
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Schlaraffia und ihre „Reyche“ in Siebenbürgen
Das Ständetheater war von jeher eine kulturelle Institution in Prag. 1783 wurde es mit Lessings „Emilia Galotti“ eröffnet. Und hier gab es auch einen kleinen, aber feinen Verein, die „Arcadia“. Franz Thomé, der Direktor des Theaters, war als Mitglied willkommen, der talentierte, aber weniger wohlhabende Bassist des Ensembles Albert Eilers wurde hingegen als „Proletarier“ abgewiesen. Das empörte Thomé so sehr, dass er den Verein verließ und sich mit Eilers einem Künstlerstammtisch anschloss, der sich ab sofort – horribile dictu – „Proletarier-Club“ nannte. Man sang, schimpfte, dichtete und becherte viel. Als der Stammtisch auseinanderzufallen drohte, hielt Eilers am 10. Oktober1859 eine begeisternde Rede und schweißte die verbliebenen Freunde zu einem neuen Verein zusammen – die „Schlaraffia“. mehr...
Sachen zum Lachen: Public Viewing oder das Popa Filip-TV
Die Deutschen haben alles erfunden, das Auto, die Gastarbeiter, die Ausländer, die Wutbürger, die Lochkarte. Eine Sache haben sie sogar zweimal erfunden. Den Ersten und den Zweiten Weltkrieg. Hoffe nicht, dass sie das als Patent angemeldet haben. Und jetzt auch noch das Public Viewing. War Heinrich Heines „Deutschland ein Wintermärchen“ (1844) noch eine Einzelleistung, so war das Löw‘sche Sommermärchen, die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, eine kollektive Leistung der Fußballer und der Fans. Wir aus dem Osten hatten schlechte Erfahrungen mit der Kollektiv-Wirtschaft, führte sie schließlich zum kollektiven Untergang des Systems. Auch hatten wir ständig Angst vor Menschenanhäufungen, war doch das Motto der Securitate: „Wo drei Leute zusammen stehen, ist einer davon unser Mann.“ mehr...
Birgit Kelle für couragierte Publizistik ausgezeichnet
Die siebenbürgische Publizistin und Buchautorin Birgit Kelle, geborene Götsch, wurde am 18. Februar in Köln mit dem Dr. Jörg Mutschler-Preis ausgezeichnet. Der mit 5 000 Euro dotierte Preis für couragierte Publizistik wurde zum zweiten Mal vergeben. FOCUS-Herausgeber Helmut Markwort, der die Veranstaltung moderierte, äußerte sein Bedauern darüber, dass es in der Medienwelt einen stark dominierenden Linkstrend gebe. Allerdings verwahrte er sich gegen Ausdrücke wie „Lügenpresse“. Es sei schlicht so, dass es bei Journalisten offensichtlich einen starken Anpassungsdrang an einen linken Mainstream gebe. mehr...
Adolphe Binder wird neue Intendantin des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch
Wuppertal am 1. Februar 2016. Es geht heiter los im Schauspielhaus auf der Kulturinsel am Wupperbogen. Die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Christina Kampmann begrüßt auf dem Podium zu ihrer Linken „die junge Dame neben mir“. Die derart charmant Eingeführte muss herzlich auflachen: Adolphe (mit betontem auslautenden „e“) Binder trägt offenes dunkelbraunes Haar, eine weiße Bluse unter dem dunklen Nadelstreifen-Blazer. Die 46-jährige gebürtige Kronstädterin strahlt, schmeichelfrei, Vitalität und weibliche Eleganz aus, wirkt dynamisch, temperamentvoll, entschieden präsent. Bei dieser Pressekonferenz wird Frau Binder, derzeit noch künstlerische Direktorin der Danskompani an der Staatsoper in Göteborg, als designierte Intendantin der Tanztheater Wuppertal Pina Bausch GmbH mit Tätigkeitsbeginn ab Mai 2017 vorgestellt; ähnlich einer Initiation soll sich eine neue Beziehung öffentlichkeitswirksam entfalten, dauerhaft und nachhaltig, keine Frage. mehr...
Der "Freundschaftsknüpfer" vom Hochkönig: Nachruf auf Helmut Volkmer
Nach längerer Krankheit ist in Gratwein-Straßengel am 24. Januar 2016 Helmut Volkmer überraschend schnell verstorben. Er wurde am 29. Oktober 1928 in Kronstadt als Sohn des Kaufmanns Eduard Volkmer und der Lehrerin Hilde Bahmüller geboren. Die Geborgenheit der Großfamilie gab ihm schon früh einen Halt, der ihm in späteren Jahren half – gerade in existenzbedrohenden Situationen – stets die nötige Haltung zu bewahren, und das bis zu seinem letzten Atemzug. mehr...
In Oberhausen: Diavortrag über siebenbürgische Kirchenburgen
Die siebenbürgischen Kirchenburgen sind ein besonderes Kulturerbe Europas. Rainer Lehni, Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, hält am Freitag, dem 19. Februar, den Diavortrag „Siebenbürgen – eine einmalige Kirchenburgenlandschaft“ im Café Pictron im Medienzentrum Oberhausen, Vestische Straße 46, in Oberhausen. Dazu lädt die Kreisgruppe Rhein-Ruhr alle Mitglieder und Freunde herzlich ein. mehr...
Die Mitte des christlichen Glaubens: Karfreitag und Ostern im Spannungsfeld unserer Lebenswirklichkeit
Karfreitag und Ostern bilden, innen zusammengehörend, die Mitte des christlichen Glaubens und Lebens. Rational unzugänglich, nehmen Karfreitag und Ostern die Christenheit aller Zeiten in ein Nachempfinden, in dem sich die eigene Lebenswirklichkeit, im Glauben und Zweifeln, widerspiegelt. Sind es doch die bleibenden Werte wie Treue, versöhnte Gemeinschaft und verantwortungsvolle Zusammengehörigkeit, die bei uns Menschen leider viel zu oft verraten werden, was schweren Schaden in den zwischenmenschlichen Beziehungen des Alltags herbeiführt. mehr...
Karrierediplomat mit siebenbürgischen Wurzeln
Berlin, am 17. Februar. Das in den 1930er Jahren errichtete Haus am Werderschen Markt im Bezirk Mitte beherbergt seit 1999 das Auswärtige Amt, davor unter anderem Räume der Reichsbank, des Ministeriums der Finanzen der DDR, dann das Zentralkomitee der SED. Im zweiten Stock befindet sich das Büro von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, ein Stockwerk höher hat Dr. Felix Klein seinen Arbeitsplatz. Der 47-jährige Diplomat, Spross einer überaus prominenten siebenbürgisch-sächsischen Familie, ist seit einem Jahr Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen. Dieses angesichts der NS-Vergangenheit prinzipiell wichtige Amt erfährt aktuell zusätzliche politische Brisanz: Die Mehrheit der in Europa lebenden Juden sieht sich nicht erst seit den jüngsten Anschlägen in Frankreich, Belgien und Dänemark mit wachsenden antisemitischen Tendenzen konfrontiert. Als besonders bedrohlich wird die Situation in Ungarn, Frankreich und Belgien wahrgenommen, aber auch in Deutschland nimmt die Terrorangst in jüdischen Gemeinden zu. mehr...
Gedenkstein in Hermannstadt erinnert an gefallene Lehrer
Am 24. Oktober 2014 hat Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, den Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Lehrer im Park des ehemaligen Lehrerseminars der Evangelischen Landeskirche wiedereingeweiht. mehr...
Batull gedeiht im Rheinland / Bäumchen auf dem Campus Duisburg gepflanzt
Die Hobbygärtnerin und Baumliebhaberin Brunhilde Böhls aus Kronstadt setzt sich seit Jahren für den Erhalt und die Verbreitung des Batulls, einer alten Apfelbaumsorte aus dem Elsass und Siebenbürgen ein. Am 10. November 2014 wurden auf dem Campus Duisburg der Universität Duisburg-Essen zwei alte Obstbaumsorten gepflanzt: ein Dülmener Herbstrosenapfel und ein Batullapfelbaum, und zwar auf der neu entstandenen Wiese um das neue Hörsaalgebäude. Dies war ein Wunsch von Gotthard Hoffmann, langjähriger Mitarbeiter der Universitätsbibliothek, an seine KollegInnen, der von Brunhilde Böhls, Mitglied der Initiative für Nachhaltigkeit (IFN), aufgegriffen und in die Tat umgesetzt wurde. mehr...








