31. Mai 2026

Oberbürgermeister Christoph Hammer: Ein Vorbild für die Friedenskunst in Europa und weltweit

„Das Miteinander, das Sie hier prägen, ist ein Leitfaden für die Friedenskunst, die wir ausüben könnten, für Europa und weltweit.“ So lobte Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer in seinem Grußwort zur Eröffnung des Heimattages die Siebenbürger Sachsen und ihren Gemeinschaftssinn, der beim alljährlichen Pfingsttreffen in seiner Stadt besonders augenfällig gelebt wird. „Sie haben viel, viel beigetragen für die europäische Verständigung, und wir in Dinkelsbühl waren immer stolz, weil wir das Gefühl hatten, dass wir Teil eines europäischen Erweiterungsprozesses sind und dass Dinkelsbühl eine Plattform gegeben hat. (…) Sie haben es geschafft, Völkerverständigung und Versöhnung hier in Deutschland, in Kanada, in Amerika, in der Schweiz, in Österreich zu praktizieren. Das ist vorbildlich für uns.“
Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer hieß alle ...
Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer hieß alle Gäste in der Stadt Dinkelsbühl herzlich willkommen. Foto: Christian Schoger
Wegens eines „Fachgesprächs“ über den längsten Baumstriezel der Welt, der beim Heimattag gebacken wurde, kamen die Ehrengäste „alle mit ein bisschen Verspätung“ zur Eröffnung, wie OB Hammer eingangs schmunzelnd erwähnte; die Ungarn hätten allerdings schon Anspruch darauf erhoben. „Ich bin mal gespannt, wie sich dieser Wettkampf zwischen den Ungarn und den Siebenbürger Sachsen in den nächsten Jahren weiterentwickelt.“ Namentlich begrüßte er neben dem Bundesvorsitzenden Rainer Lehni, dem Aussiedlerbeauftragten Dr. Bernd Fabritius und der rumänischen Botschafterin Adriana Stănescu besonders den neuen Landrat des Landkreises Ansbach, Marco Meier, und lud ihn zu einer Reise in den Karpatenbogen ein, die er mit seinen Stadtratskollegen in der aktuellen Legislaturperiode, die wahrscheinlich seine letzte sein wird, wie er ankündigte, wieder unternehmen wolle. Für die Unterstützung, den „psychologischen Rückenwind“, im Vorfeld der Kommunalwahlen in Bayern im März 2026 bedankte sich Hammer bei Lehni und Fabritius. Sein Grußwort wird im Folgenden gekürzt wiedergegeben.

„Verehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger, verehrte Gäste, herzlich willkommen zum Heimattag 2026 in Dinkelsbühl! Es erfüllt mich mit besonderer Freude, Sie zu einem der bewegendsten und verbindendsten Ereignisse unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Unter dem Leitmotiv ,Generationen verbinden – Perspektiven schaffen‘ setzen wir auch in diesem Jahr einen klaren Akzent: Wir feiern das Zusammenwirken von Jung und Alt, von Tradition und Innovation, von Herkunft und Gegenwart – und wir schauen gemeinsam nach vorn.

In diesem Jahr feiern die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) und das Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen e.V. ihr 40-jähriges Jubiläum. Ein Anlass, der uns erinnert, dass Werte, Geschichten, Sprache und Tradition generationenübergreifend weitergegeben werden. Getragen von Menschen, die sich füreinander einsetzen, entsteht so eine lebendige Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Diese Brücke verbindet hier in Dinkelsbühl besonders festlich durch das vorbildliche Engagement unserer Gemeinschaft.

Gleichzeitig richtet sich unser Blick nach vorn: Welche Perspektiven entstehen, wenn Junge und Alte gemeinsam Ideen entwickeln, Brücken bauen und neue Wege gehen – gerade hier in unserer Heimat, die Geschichte und Gegenwart in sich vereint? Der Heimattag bietet dafür den perfekten Rahmen. Wir ehren das Erbe, das uns alle verbindet, und legen den Grundstein für eine lebendige, wachsende Zukunft. Unser gemeinsames Ziel ist eine kulturelle Identität, die wächst, weitergetragen wird und neue Generationen inspiriert. Möge Dinkelsbühl uns allen als Bühne dienen, auf der Generationen miteinander gestalten.

Der Heimattag erinnert uns daran, welch wertvolle Ressource die Begegnung unterschiedlicher Lebenslagen ist: Der Austausch von Erfahrungen, die Weitergabe von Geschichten und das gemeinsame Erleben von Traditionen stärken nicht nur das Gefühl der Zugehörigkeit, sondern schaffen auch neue Perspektiven und Chancen. In einer Zeit, in der Wandel allgegenwärtig ist, ist dieses Fest ein Zeichen der Stabilität und der Offenheit zugleich: Wir bewahren, was uns prägte, und wagen zugleich neue Schritte in Richtung Zukunft.

Ich wünsche Ihnen allen gute Begegnungen, inspirierende Gespräche und unvergessliche Festmomente. Möge dieser Heimattag die Gemeinschaft in Dinkelsbühl stärken und dazu beitragen, dass die Siebenbürger Sachsen auch weiterhin fest verwurzelt bleiben – in ihrer Heimat wie in ihrer neuen Heimat in Dinkelsbühl und in Deutschland. Lassen Sie uns gemeinsam feiern, lernen und gestalten – Generationen verbindend, Brücken bauend, Perspektiven schaffend. (…)

Danke sage ich auch noch für Ihr Engagement, es ist das Engagement von diesen Personen, die sich diesen Heimattag zu eigen machen, der Vorsitzenden der HOGs, der Mitwirkenden der HOGs, der Jugend, des Sozialwerks, des Bundesvorsitzenden, der Landesvertretungen und unserer Politik, die sagen, dieser Heimattag muss fester Bestand sein. Es ist bei uns immer so gewesen, der Freistaat Bayern war immer auch hier vertreten. Es ist etwas Besonderes. Ihnen dafür vielen, vielen herzlichen Dank. (…) Ich wünsche Ihnen schöne Tage, gute Gespräche, und die Stadt gehört bis Pfingstmontag– aber dann ist Schluss – euch!“

Schlagwörter: Heimattag 2026, Christoph Hammer, Dinkelsbühl

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