24. Mai 2021

Herz und Seele des Schlossvereins: Zum runden Geburtstag von Heidrun Negura

Es war ein Glücksfall, dass Heidi Negura und ihr Partner Dr. Axel Froese 2017 am Rande des Heimattages in Dinkelsbühl zum Team des Schlossvereins stießen! Ohne ihre aktive Mitarbeit wäre der Um- und Ausbau von Schloss Horneck zum Siebenbürgischen Kulturzentrum nicht so erfolgreich durchgeführt und beendet worden.
Heidi Negura bei der Eröffnung des ...
Heidi Negura bei der Eröffnung des Besucherzentrums auf Schloss Horneck am 10. Juli 2020. Foto: Jürgen Binder
Heidrun (Heidi) kam am 24. Mai 1961 als Tochter von Karl Fleischer und Alice, geb. Wandschneider, in Heltau zur Welt. Nach der deutschen Schule in ihrer Geburtsstadt besuchte sie zwischen 1976 und 1980 das „Päda“, das Pädagogische Lyzeum in Hermannstadt. Nach dem Abitur war sie bis 1986 Kindergärtnerin in Heltau und absolvierte nebenbei einen Malkurs an der Kunstschule Hermannstadt. 1984 wurde in der Astra-Bibliothek eine Ausstellung mit Zeichnungen und Malereien ihrer Heltauer Kindergartenschützlinge gezeigt.

Nach ihrer Aussiedlung, erneuter Abiturprüfung in Augsburg und Anerkennung ihres pädagogischen Abschlusses arbeitete sie ab 1988 im Kindergarten von Nymphenburg, München, daraufhin bis 2015 im Evangelischen Kindergarten von Starnberg, dessen Leitung sie innehatte. Nebenbei ließ sie sich als geprüfte Homöopathin ausbilden. Seit 2015 arbeitet sie mit Dr. Axel Froese in der Froese Asset Management GmbH zusammen.

In Starnberg führte Heidi Negura Kunst und Kultur in den Kindergartenunterricht ein: die Kinder zeichneten u.a. nach klassischer Musik; begleitend wurden Ausstellungen organisiert. Sie hat Bühnenstücke für Aufführungen der Kinder geschrieben, auch Lesungen u.a. mit dem Schauspieler und Hörbuchsprecher Stefan Wilkening veranstaltet. Nicht zuletzt hat sie an der positiven Imagebildung (Logo, Nachrichtenblatt), der finanziellen Restrukturierung und am Umbau des Kindergartens tatkräftig mitgewirkt. Im Gemeinderat und bei den diensthabenden Pfarrern wurde sie fachlich und menschlich stets hoch geschätzt und wirkte dank ihrer sozialen Kompetenz und Empathie ausgleichend, auch in schwierigen Zeiten, die die Kirchengemeinde Starnberg durchgemacht hat.

Auch im siebenbürgisch-sächsischen Ehrenamt engagiert sich Heidrun Negura immer mit Herz und Seele. Das durfte ich unzählige Male erleben, seit sie sich 2017 für das Siebenbürgische Kulturzentrum „Schloss Horneck“ einsetzt. Ihr Marketingkonzept, das sie für den Antrag auf Förderung des Um- und Ausbaus von Schloss Horneck professionell ausgearbeitet hat, überzeugte die Zuwendungsgeber sofort. Die Öffentlichkeitsarbeit, die sie seither für den Schlossverein betreibt, hat wesentlich zu seinem positiven Image beigetragen, wie auch die Leser der Siebenbürgischen Zeitung in fast jeder ihrer Ausgaben feststellen können. Das Corporate Design mit den blauroten Wellen, die Landschaften, Flüsse und Berge in Siebenbürgen und im Neckargebiet gleichermaßen umspülen, geht auf ihre Idee zurück und wurde vom Designer Lucian Binder-Catana meisterhaft umgesetzt. Flyer, Banner, Plakate, Präsentationen hat sie kreativ entworfen, die Bücher „Pimpolino auf Schloss Horneck“ und „Schloss Horneck – Geschichte in Wort und Bild“ gehen auf ihre Anregungen zurück. Das Drehbuch zum Imagefilm des Kulturzentrums, die Idee, Übernachtungs- und Funktionsräume nach siebenbürgischen Ortschaften und Landschaften zu benennen, sind ihr zu verdanken. Heidi spricht Menschen an und wird von Menschen angesprochen. Ohne ihren täglich vielstündigen Einsatz hätten die von ihr initiierten Spendenkampagnen nie das Ergebnis eingebracht, das den Umbau des Schlosses in seiner jetzigen Form erst möglich gemacht hat. Die Mitwirkung an den Gundelsheimer Weihnachtsmärkten, die Präsentationen des Schlossvereins auf den Heimattagen in Dinkelsbühl, das Schlossfest 2019, die feierliche digitale Eröffnung 2020, die KulturWochenenden mit Spendern, die Informationstafeln im Besucherzentrum, jene zur Industrie- und zur Musikgeschichte sowie vieles mehr wären ohne ihre Ideen, ihre integrative Kraft, die Helfende zum tatkräftigen Mitmachen begeistert, nie so gelungen, hätte sie nicht ihr Herz und ihre Seele eingebracht.

Das Kulturzentrum „Schloss Horneck“ hat Heidi Negura sehr, sehr viel zu verdanken. Ihr ehrenamtliches Engagement war und ist ein Glücksfall für den Schlossverein und beispielgebend.

Persönlich kann ich auch von einem Glücksfall sprechen: Ich habe in Heidi und ihrem Partner Axel Froese zwei echte Freunde fürs Leben gefunden, mit denen man vertrauensvoll durch dick und dünn gehen kann, nicht immer reibungslos, aber zielorientiert und stets spannend.

Dr. Konrad Gündisch

Schlagwörter: Porträt, Geburtstag, Heltau, München, Schloss Horneck, Schlossverein, Ehrenamt, Negura

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