31. Juli 2018

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Segelfreizeit mit viel Musik

Vom 20. bis 22. Juli fand die achte Segelfreizeit der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) statt. Seit 2004 organisiert Heike Mai-Lehni, ehemalige Landesjugendreferentin der SJD in Nordrhein-Westfalen, alle zwei Jahre dieses Segelwochenende in den Niederlanden auf dem Ijsselmeer.
Bereits am Freitagabend versammelten sich alle in Kampen auf dem Schiff „De Hester“ und es gab eine kurze, humorvolle Einweisung vom Skipper über das Verhalten auf dem Schiff. Kurz darauf wurden Akkordeon, Gitarre und Cajon rausgeholt und es wurde musiziert und gesungen, bis der Skipper uns mit den Worten „Die anliegenden Bewohner haben gerade angerufen und gesagt, die Musik sei wirklich sehr schön, aber nicht um drei Uhr nachts“ unterbrechen musste. Für einige war das aber noch lange kein Grund schlafen zu gehen und so zogen sie in Kampen umher und waren noch bis in die frühen Morgenstunden feiern.Teilnehmer der Segelfreizeit an Deck der ...Teilnehmer der Segelfreizeit an Deck der „Hester“. Foto: Heike Mai-Lehni Am Samstagmorgen wurde abgelegt und es ging über die Ijssel in Richtung Ijsselmeer, wobei es das kleine Problem gab, dass man zum Segeln Wind braucht und dieser nur in sehr beschränktem Maße vorhanden war. Glücklicherweise verfügte das Schiff auch über einen Motor. Dennoch wurden unter der Anleitung der anwesenden Matrosin die Segel gesetzt und man konnte Diverses über Knoten und die Nomenklatur der verschiedenen Schiffsteile lernen. Dabei stellte das Ein- und Ausholen der Segel immer eine Teamaufgabe dar. Es ging zunächst auf das vor dem Ijsselmeer liegende Ketelmeer, wo es möglich war zu schwimmen, Kanu oder Bananenboot zu fahren oder auf dem Schiffsdeck in der Sonne zu entspannen. Am Abend legte der Skipper etwas abseits der Zivilisation an, damit durch die Musik niemand gestört werden konnte. Denn nach dem gemeinsamen Grillen wurde wieder bis tief in die Nacht gefeiert und gesungen.Wassersport auf der Banane. Foto: Manuel Krafft ...Wassersport auf der Banane. Foto: Manuel Krafft Sonntagmorgen gab es dann genug Wind, so dass man auf das Ijsselmeer segeln konnte, und nach einem kurzen Meeresaufenthalt wurde schon der Rückweg angetreten. Wenn 27 Personen, die sich zum Teil noch nie zuvor gesehen haben, auf einmal auf engstem Raum miteinander auskommen müssen, sollte man meinen, dass dies nicht gut enden kann. Jedoch ist genau das Gegenteil geschehen. Man unterstützte sich und hatte gemeinsam sehr viel Spaß beim Aufspannen der Segel oder beim Vorbereiten der Mahlzeiten. Es bleibt zu hoffen, dass es weiterhin die Möglichkeit gibt, gemeinsam an solchen Ausflügen teilzunehmen, denn hier können Freundschaften entstehen, die andernfalls nie zustande gekommen wären. Es besitzt nun mal eine enorme Aussagekraft, wenn Teilnehmer einen Weg von insgesamt 1600 Kilometern für ein Wochenende auf sich nehmen und bei der Frage, ob sie in zwei Jahren wieder dabei wären, ohne mit der Wimper zu zucken sagen, dass sie sich das nicht entgehen lassen würden.

Manuel Krafft

Schlagwörter: SJD, Segelfreizeit, Ijsselmeer, Niederlande

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