21. November 2017

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Horst Samson liest in Stuttgart

Horst Samson liest am 24. November um 19.00 Uhr in der „Stuttgarter Vortragsreihe“ im Haus der Heimat, Schlossstraße 92, in Stuttgart aus seinem lyrischen und prosaischen Werk und ist gerne bereit, am Ende der Lesung Fragen zu beantworten und Bücher zu signieren.
Von Beruf Lehrer und Diplom-Journalist, gehört Horst Samson als wichtiger Lyriker zur Generation rumäniendeutscher Autoren, die seit den 1980er Jahren mit ihren Werken die deutsche Literatur bereichern. Er wurde 1954 als Kind von Banater Schwaben im Weiler Salcimi in der Bărăgansteppe geboren, da seine Eltern, die aus dem Banater Dorf Albrechtsflor (Teremia Mică) stammten, zwangsumgesiedelt worden waren. Seine Kindheit verbrachte Samson ab 1956 in Albrechtsflor, nach der Grundschule besuchte er das deutschsprachige Pädagogische Lyzeum in Hermannstadt. Anschließend war er als Lehrer in Busiasch und von 1977 bis zu seiner Ausreise zehn Jahre später als Redakteur für die Neue Banater Zeitung in Temeswar und die Neue Literatur (Bukarest) tätig. Horst Samson bei einer Lesung im Haus des ...Horst Samson bei einer Lesung im Haus des Deutschen Ostens in München (2015). Foto: Konrad Klein In den 70er Jahren stand Samson der regimekritischen Aktionsgruppe Banat (1972-75) nahe (wenngleich kein Mitglied) und war zwischen 1981 und 1984 Sekretär des Adam-Müller-Guttenbrunn-Kreises in Temeswar. Die Jahre bis zur Ausreise Samsons waren für den Schriftsteller und seine Familie sehr schwierig, weil sie seit 1985 mit Schreibverbot für den Lyriker und mit ständigen Repressionen und Bedrohungen verbunden waren. Nach der Ausreise mit seiner Familie in die BRD 1987 und den Zwischenstationen in Nürnberg, Raststatt, Heidelberg, Leonberg und Hanau ließ sich Horst Samson 1993 in Neuberg/Hessen nieder.

Die Gedichte von Horst Samson geben Zeugnis seines Lebensweges und so spiegelt sich in ihnen rumäniendeutsche und bundesrepublikanische zeitgenössische Geschichte, die er als aufmerksamer Bürger kritisch beleuchtet. Von seinem Buchdebüt in Rumänien 1978 („Der blaue Wasserjunge“) über die Bände „Tiefflug“ (1981) „Reibfläche“ (1982) und „Was noch blieb von Edom“ (1994) bis hin zu seinem großen und viel gelobten Poem „La Victoire“ (2003) reicht die Spannbreite des „Chronisten der Endzeit der Banater Schwaben“. Zuletzt erschienen vom Lyriker im Pop Verlag Ludwigsburg die Gedichtbände „Und wenn Du willst, vergiss“ (2010), „Kein Schweigen bleibt ungehört“ (2013, ausgezeichnet mit dem Gerhard-Beier-Preis der Literaturgesellschaft Hessen) und „Das Imaginäre und unsere Anwesenheit darin“ (2014).

Helmut Wolff

Schlagwörter: Einladung, Lesung, Samson, Stuttgarter Vortragsreihe

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