20. April 2020

Alexander Estis erster "Rolf Bossert"-Preisträger

30 Bewerbungen aus fünf Ländern standen zur Auswahl für den erstmalig zu vergebenden „Rolf Bossert“-Gedächtnispreis. Die Jury unter dem Vorsitz der Schriftstellerin und Übersetzerin Nora Iuga (Mitglieder: Werner Kremm, Horst Samson, Hellmut Seiler als Ur-Initiator des Preises, Dr. Olivia Spiridon) hat sich am letzten Februartag 2020 auf einen Preisträger festgelegt: Der mit 1000 Euro dotierte Preis, der im Rahmen der „Deutschen Literaturtage von Reschitza“ mit einer Laudatio von Nora Iuga ausgehändigt werden soll, geht in die Schweiz. Alexander Estis aus Aarau hat behufs Herausfinden des Grotesken an und in unserer Existenz mit einem überzeugenden Gegenentwurf zu unserer Lebenswirklichkeit als erster Pegasusbeflügelter die Zielmarke nicht nur erreicht, ja geradezu übersprungen. Die Jury-Vorsitzende Nora Iuga findet, Rolf Bossert hätte sich über diesen Preisträger gefreut.
Alexander Estis wurde 1986 in einer Künstlerfamilie in Moskau geboren; hier erhielt er eine Ausbildung an Kunstschulen und bei verschiedenen Moskauer Künstlern. 1996 übersiedelte er mit seinen Eltern nach Hamburg. Nach Abschluss des Studiums in deutscher und lateinischer Philologie arbeitete er zunächst als Gymnasiallehrer für die Fächer Deutsch, Latein und Kunst. Es folgte eine Lehrtätigkeit für deutsche Literatur und Sprachgeschichte an den Universitäten Hamburg, Genf, Freiburg i. Br. und Zürich sowie eine Dozentur für Kommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Seit 2016 lebt er als Dozent und freier Autor in Aarau. Alexander Estis arbeitet vorwiegend in literarischen Kleinformen: Kürzestprosa, Aphoristik, Glossen, szenische Miniaturen, Epigramme und lyrische Fragmente. Seine Texte werden in Anthologien und Zeitschriften publiziert; eigenständige Sammlungen erschienen Anfang 2019 im Amsel-Verlag (Zürich) sowie im Hochroth-Verlag (Bielefeld u.a.).

Um den mit 1.000 Euro dotierten Preis (aus Spendenmitteln) konkurrierten dreizehn Einsendungen aus Deutschland, zehn aus Rumänien, vier aus Österreich, zwei aus der Schweiz und eine aus Spanien, darunter Lyrik, Erzählungen, Alltagsbetrachtungen, sinnspruchartige Reflexionen und Sentenzen.

Werner Kremm, Hellmut Seiler

Schlagwörter: Literaturpreis, Rolf Bossert, Hellmut Seiler

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