13. August 2017

Naturschützer schlagen Alarm: Kahlschlag in Urwäldern

Bukarest –Als „größtes Naturschutzproblem Europas“ bezeichnet das Internetportal LifePR die – offenbar mit Billigung der Regierung – fortwährende Abholzung geschützter rumänischer Urwälder. Dabei wurden erst Anfang Juli 24000 Hektar rumänischer Buchenurwälder offiziell als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt, das sind allein 41 Prozent der bisherigen, im UNESCO-Welterbe geschützten Buchenurwälder.
Die Welterbestätte „Buchenurwälder und alte Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ umfasst damit 78 Gebiete von insgesamt 92000 Hektar in zwölf Ländern. Anlass zur Sorge geben aktuell massive Kahlschläge in diesem Gebiet, vor allem in der Region Domogled-Valea Cernei-Iauna Craiovei, die zugleich zum Nationalpark Domogled-Cernei gehört. Die Naturschutzorganisationen EuroNatur und Agent Green riefen daher die rumänische Regierung auf, den Schutz der Wälder dringend zu verbessern und Entschädigungsbeträge für den Nutzungsverzicht ökologisch wertvoller Privatwälder auszuzahlen. Unverständlich sei, dass der vorgesehene Entschädigungsbetrag – bis Ende 2020 stehen über 60 Millionen Euro zur Verfügung – bisher nicht abgerufen wurde. Laut Mitteilung der rumänischen Regierung seien in diesem Jahr erst 6 Prozent der Gesamtsumme ausgegeben worden.

NM


Schlagwörter: Wald, Umweltschutz, UNESCO

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