Ergebnisse zum Suchbegriff „Lesung“
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Hellmut Seiler über Herta Müller: „... wo du (vorläufig) angekommen bist“
Mit manchen Menschen sind flüchtige Begegnungen gar nicht möglich; seien sie auch noch so kurz, so sind sie doch nie oberflächlich, bleiben nachhaltig im Gedächtnis haften. Meine Bekanntschaft mit Herta Müller ist von dieser Art. Begegnet ist sie mir zuerst in Textform; in der Mai-Nummer 1979 der Neuen Literatur las ich ganz ungewöhnliche Texte einer mir bis dahin unbekannten Autorin, eine auffallend persönlich geprägte Prosa, ein unverwechselbarer Ton. mehr...
Dieter Schlesak über Herta Müller: Werk von profunder Aktualität
Der Spiegel brachte eine eindringliche Würdigung Herta Müllers; diese zeigt, dass ein in der Welt, erstaunlicherweise sogar in Deutschland zu wenig bekanntes Werk nun seine verdiente Anerkennung erhalten hat. Es ist ein einsames Werk, dessen Sprachkunst für sich steht, zugleich Zeugnis und Widerstand, emblematisch für jede seelenvernichtende Diktatur. Die Jury des Nobelpreises hat dieses Werk als Weltliteratur erkannt; und jetzt sieht man, dass sie einen guten Griff getan hat; gerade zur Zeit der Buchmesse mit dem Ehrengast China, der letzten kommunistischen Diktatur, die Autoren verbietet, ja, den Widerstand mit dem Tode bedroht, Angst als Kitt benützt, genau wie früher die rote Diktatur in Rumänien. In einem faszinierenden Gespräch auf 3sat zeigte die Nobelpreisträgerin, wie sie dem Koloss, der ja wie alle Diktaturen das wilde Tier der freien Sprache fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, durch die Vehemenz ihrer Rede und Erfahrung weltweit gefährlich werden kann. Dabei fällt von diesem Glanz auch ein Licht auf die neuere rumäniendeutsche Literatur, die eben aus dieser Erfahrung entstanden ist. mehr...
Tagung in Eisenstadt: "Das Dorf in den Literaturen Südosteuropas"
Die Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa, das Burgenländische Landesarchiv und das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München veranstalteten die internationale Tagung „Das Dorf in den Literaturen Südosteuropas (19. - 20. Jahrhundert)“, die zwischen dem 24. und 26. September 2009 im burgenländischen Eisenstadt stattfand. mehr...
Herta Müller mit Franz-Werfel-Menschenrechtspreis ausgezeichnet
Frankfurt am Main - Die designierte Nobelpreisträgerin für Literatur 2009, Herta Müller, ist mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen ausgezeichnet worden. Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, MdB, überreichte der aus dem Banat stammenden, deutschen Schriftstellerin am 1. November in der Frankfurter Paulskirche die Franz-Werfel-Medaille. Die Laudatio hielt der Schriftsteller Ilija Trojanow. An der feierlichen Preisverleihung nahmen rund tausend geladene Gäste teil. Wie in dieser Zeitung gemeldet, ist Müller der alle zwei Jahre verliehene, mit 10 000 Euro dotierte Preis vor allem für ihr Buch „Atemschaukel“ zuerkannt worden. mehr...
CD Christmette in Siebenbürgen / Erlös dient zum Erhalt der Siebenbürgischen Bibliothek
Der große Erfolg an Weihnachten 2008 mit der CD „Was tönt so wundersamer Klang“, die einen am 24. Dezember 1979 in Schäßburg abgehaltenen Weihnachts-Heiligabendgottesdienst in seinem ganzen Umfang beinhaltet, hat uns bewogen eine Zweitauflage dieser CD herauszugeben und diese für Weihnachten dieses Jahres wieder anzubieten. mehr...
Lebensnahe Köstlichkeiten. Kurt H. Binder las in Nürnberg
Wenn einer seine siebenbürgischen Stiefel auszieht, könnte er manchmal den Wunsch nach Siebenmeilenstiefeln verspüren, dann nämlich, wenn ihn ein Stau auf der A6 von seiner geplanten Lesung in Herzogenaurach abhält. Am gleichen Abend des 25. September kam Kurt Binder untröstlich ob des Staus, jedoch pünktlich im Haus der Heimat Nürnberg an, um mit seinen Büchern u. a. zu erklären, dass er Wesentliches in der Welt mit Hermannstädter Augen sieht, dabei die Lebenswirklichkeit in Deutschland beschreibt, wo viele Sachsen einerseits so gut integriert sind, dass sie schon in vieler Hinsicht gar nicht mehr auffallen, andererseits ihre mitgebrachte Unverwechselbarkeit, z. B. Improvisationsgeschick und Durchhaltevermögen, nicht ablegen. mehr...
Von der Securitate überwacht: Hellmut Seiler
Zum Auftakt der Herbsttermine der Landesgruppe Baden-Württemberg im Haus der Heimat fand am 25. September Vortrag und Lesung von und mit dem Schriftsteller Hellmut Seiler statt. Das Thema in der von Alfred Mrass und Siegfried Habicher ausgegebenen Einladung machte neugierig: „Der Wahnsinn als Methode – die Illusion der totalen Überwachung“, ließ aber erahnen, dass es sich dabei um die Arbeitsmethoden der Securitate in Rumänien handeln würde. mehr...
Berliner Gedenktafel: In Memoriam Oskar Pastior
„Indem ich schreibe, begebe ich mich ganz allein in die Mehrheit“. Diese Worte stehen auf einer Gedenktafel, angebracht an Oskar Pastiors ehemaligem Wohnhaus in der Schlüterstraße 53 in Berlin-Charlottenburg. Der am 4. Oktober 2006 verstorbene, aus Hermannstadt stammende Dichter, „der letzte große Schamane der experimentellen Literatur“ (Michael Krüger), hat hier, nahe dem Kurfürstendamm, die letzten zwanzig Jahre seines Lebens gewohnt. Am 22. September ist die vom Berliner Senat gestiftete Gedenktafel feierlich enthüllt worden. mehr...
Lesung in München: Franz Hodjak und Julia Schiff
Eine Lesung mit Franz Hodjak und Julia Schiff findet am 28. September 2009 um 20.00 Uhr in der Lyrik-Bibliothek der Stiftung Lyrik Kabinett München, Amalienstraße 83 a, in München statt. mehr...
Karin Servatius-Speck: Weltzugewandtheit und Herkunftsgemeinschaft
Dass sie sechzig Jahre alt wurde, glaubt ihr einer nur nach dem Blick in den Geburtsschein. Dass sie neben ihrer unübersehbar femininen Bonhomie eine mehrsprachig belesene Frau ist, erfährt man erst, wenn das Gespräch den Allgemeinplatz verlässt und die Ebene des sachlich fundierten Wissens erreicht. In vier großen europäischen und universalen Literaturräumen „bewandert“ – dem deutschen, französischen, englischen und spanischen –, sind ihre öffentlichen Auftritte z.B. als Einführerin in Dichterlesungen jedes Mal kurze Ausblicke in weit gespannte Gedankenfelder, doch ebenso vermag sie über bildende Kunst informiert und einfallsreich zu sprechen. Sie wurde am 3. September 1949 im siebenbürgischen Mediasch geboren: Karin Servatius-Speck. mehr...





