Ergebnisse zum Suchbegriff „Ungewisse“

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30. November 2015

Kulturspiegel

Exil-P.E.N.-Tagung in Berlin

Der Exil-P.E.N., Zentrum der Schriftsteller im Exil deutschsprachiger Länder e.V., tagte in diesem Jahr vom 13. bis 15. November in der Galerie Benakohell in Berlin. Im Mittelpunkt des Eröffnungsabends standen die Begrüßungsworte des Präsidenten, Professor Dr. Wolfgang Schlott, die Vorstellung des Tagungsortes in der Kunstgalerie der iranischen Künstlerin und Poetin Shalah Aghapour sowie Lesungen verschiedener Mitglieder. mehr...

22. Juni 2015

Kulturspiegel

Evakuierung 1944-1945: Unmittelbar nach Kriegsende in Bistritz

Die Lage der in Nordsiebenbürgen nach Evakuierung und Deportation verbliebenen und der früh ins Nösnerland zurückgekehrten Deutschen war im Frühjahr 1945 besorgniserregend. Internierungslager, Entrechtung, Enteignung – eine ungewisse Zukunft erwarteten dort die Rückkehrer. Sie waren jedwelcher Art von Übergriffen schutzlos preisgegeben. Durch das Bodenreform-Dekretgesetz Nr. 187 vom 23. März 1945 enteignet, oft kurzerhand aus ihren Häusern gedrängt, politisch rechtlos, waren sie dem Willen der neuen Machthaber unterworfen. Auszüge aus Dokumenten dieser Zeit aus dem Staatsarchiv Bistritz verdeutlichen prägnant die neuen Gegebenheiten. mehr...

1. Juni 2015

Verbandspolitik

Christoph Hammer: Identität stärkt interkulturelles Zusammenleben

„Identität gibt uns die Fähigkeit, in schwierigen und schier ausweglosen Situationen zu überleben“, unterstrich der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl, Dr. Christoph Hammer, in seiner Ansprache bei der Eröffnung des diesjährigen Heimattages. Dies gelte für die Überlebenden der Russlanddeportation nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ebenso wie für das interkulturelle Zusammenleben heute. Die seit Längerem nicht mehr weiterentwickelte Städtepartnerschaft von Dinkelsbühl und Schäßburg „angesichts der schwierigen und komplizierten politischen Situation in der rumänischen Partnerstadt“ sprach Dr. Hammer appellativ an in seiner Rede, die im Folgenden ungekürzt wiedergegeben wird. mehr...

15. Februar 2015

Rumänien und Siebenbürgen

Deportationsgedenken in Reschitza

Reschitza – Für die noch 68 im Banater Bergland lebenden ehemaligen deutschen Russlanddeportierten, davon 31 in Reschitza, wurden anlässlich des 70. Jahrestages der Deportationen im ganzen Monat Januar Gedenkveranstaltungen zelebriert. In einigen römisch-katholischen Kirchen in Gemeinden mit deutscher Minderheit fanden Gedenkgottesdienste und Kranzniederlegungen statt. mehr...

10. Februar 2015

Rumänien und Siebenbürgen

Gedenkfeier in Bukarest erinnert an Russlanddeportation der Deutschen aus Rumänien vor 70 Jahren

Etwa 70000 Deutsche aus Rumänien – 112000 aus ganz Südosteuropa – wurden im Zuge des Zweiten Weltkrieges zur Zwangsarbeit in russische Arbeitslager deportiert: Junge, arbeitsfähige Menschen – Männer zwischen 17 und 45 Jahren, Frauen von 18 bis 30 Jahren, Knaben und Mädchen, manchmal sogar mit ihren Vätern und Müttern zusammen – wurden in Viehwaggons verfrachtet und mitten im strengen Winter 1945 abtransportiert. Wochen oder gar Monate dauerte die Reise in ein unbekanntes Schicksal. Familien wurden auseinandergerissen, in verschiedene Arbeitslager gebracht. Mit den Lieben, die in der Heimat verblieben – den Kindern und Großeltern oder den Männern, die noch an den Fronten kämpften, denn zum Zeitpunkt der Deportation war der Krieg noch nicht zu Ende – riss jahrelang jeder Kontakt ab. Fünf Jahre lang, manche auch länger, kämpften die Deportierten gegen Kälte, Hunger und Tod in den Erz- und Kohleminen und -fabriken im Donbass oder im Ural, bis die meisten der Überlebenden 1948/49, einige erst 1950/51, zurück in die Heimat durften. Die anderen etwa 10000, die Krankheit, Arbeitsunfällen oder dem Hunger zum Opfer gefallen waren, schluckte die russische Erde: nackt, namenlos, würdelos. Kein Grabstein, keine Gedenktafel erinnert bis heute in der ehemaligen Sowjetunion an ihr Schicksal – an den Teil der Geschichte, den es überhaupt erst seit der Wende 1989 zu geben begann. mehr...

23. Januar 2015

Kulturspiegel

Evakuierung 1944-1945: Auch Nordsiebenbürger Deutsche werden deportiert


Im Herbst 1944 wurden aus Nordsiebenbürgen und dem Kokelgebiet etwa 40 000 Deutsche vorwiegend nach Österreich evakuiert. Zum Zeitpunkt des Einmarsches der Roten Armee (ab 13. Oktober 1944) lebten noch 867 Deutsche im Nösnerland (vorwiegend ältere Männer und Frauen). Der Bistritzer Historiker Viorel Rus beschreibt das „tragische Schicksal“ der örtlichen Siebenbürger Sachsen am Ende des Krieges, unter anderem auch die Deportation von – nach seinen Recherchen – etwa 150 von ihnen „in den sowjetischen Gulag“. Einer davon war Dr. Franz Payer, geboren 1923, damals Medizinstudent. Er schreibt u.a. in seinem Buch „Mein Leben“ (2002): mehr...

22. Januar 2015

Verbandspolitik

Opfererfahrung verpflichtet zu Mitmenschlichkeit und Solidarität

Ulm – 25 Frauen und Männer stehen im engen Schulterschluss auf der Bühne, die, vor 70 Jahren zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert, die furchtbaren Lagerjahre überlebt haben: aufrecht, ungebrochen, selbstbewusst in ihrer kollektiven Haltung; die Gesichter vom Alter und zugestoßenem Schicksal gezeichnet; mitunter strahlende Augen in diesem Moment des Bewusstwerdens der ihnen zuströmenden öffentlichen Aufmerksamkeit und des mitmenschlichen Respekts, hier und jetzt. Diese Personengruppe steht zugleich stellvertretend für alle Angehörigen der sogenannten Erlebnisgeneration, denen die Teilnahme an dieser Zentralen Gedenkveranstaltung zur Deportation der Deutschen aus Südosteuropa in die Sowjetunion vor 70 Jahren, die am 17. Januar 2015 in Ulm stattfindet, nicht mehr möglich ist, weil sie nicht mehr am Leben sind oder die Anreise bei winterlichem Wetter aufgrund ihrer gesundheitlichen Verfassung nicht mehr auf sich nahmen. Ihrer aller wurde in dieser feierlichen Zusammenkunft im Haus der Begegnung gedacht. Über das retrospektive Erinnern hinaus stand die gegenwartsbezogene Frage nach den Konsequenzen aus dieser Geschichte im Raum, nach den heute abzuleitenden gesellschaftlichen, verantwortungsethischen Folgerungen. mehr...

23. Dezember 2014

Aus den Kreisgruppen

Festgottesdienst in der Karlsruher Stadtkirche

Die Landesgruppe Baden-Württemberg und die Kreisgruppe Karlsruhe laden alle Mitglieder der nahen und fernen Kreisgruppen zum Festgottesdienst am 6. Januar 2015 um 10.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz in Karlsruhe ein. Die Veranstaltung ist eine Station von „Glauben und Gedenken“ zur 70-jährigen Erinnerung an die Flucht der Nordsiebenbürger ins Ungewisse und zur 70-jährigen Erinnerung an die Deportation zur Zwangsarbeit nach Russland. mehr...

29. November 2014

Verschiedenes

Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Dinkelsbühl

Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag am 16. November in Dinkelsbühl begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Georgs-Kirche. Von dort begaben sich die Teilnehmer mit Kränzen und die Fahnenabordnungen der Vereine – unter ihnen auch die Kreisgruppe Dinkelsbühl – Feuchtwangen – zur Kriegergedächtniskapelle, wo Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer eine Ansprache hielt und Kränze niedergelegt wurden. Die musikalische Umrahmung gestalteten der Concordia Männerchor und die Stadtkapelle Dinkelsbühl. Dr. Hammer erinnerte an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und den Enthusiasmus, mit dem die Soldaten damals in den Krieg zogen. Anfängliche Siege gingen in katastrophale Niederlagen über, zum ersten Mal wurden chemische Waffen eingesetzt, es gab Millionen Tote. An der Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen fand die Feier ihren Abschluss mit der Kranzniederlegung und einer Rede von Werner Kloos, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Bayern, die im Folgenden leicht gekürzt abgedruckt wird. mehr...

26. November 2014

Aus den Kreisgruppen

Evakuierungs-Gedenkgottesdienst in Nürnberg-Maxfeld

„Wenn wir heute an die Evakuierung der Nordsiebenbürger Sachsen vor 70 Jahren erinnern und zurückschauen auf das Schicksal unseres Volkes damals, aber auch seither bis heute, so können wir dankbar feststellen: Ja! Gott geht mit auf unseren Wegen. Zwar nicht immer so sichtbar wie in unserer biblischen Geschichte in der Wolkensäule und in der Feuersäule, aber es tut gut zu wissen: Er geht mit und bringt uns ans Ziel, auch wenn es manchmal auf Umwegen geschieht.“ Pfarrer Johann Rehner brachte es am 26. Oktober beim Siebenbürgischen Gottesdienst in der Reformations-Gedächtnis-Kirche in Nürnberg-Maxfeld auch mit diesen eindringlichen Worten auf den Punkt: Ob in biblischen Zeiten bei den Israeliten, vor 70 Jahren in Nordsiebenbürgen oder heute in Syrien und dessen nahöstlichem Umfeld: die Aufgabe der Heimat, der Weg ins Ungewisse, die Not, das Leid – sie dürfen unsere Augen nicht verschließen vor der Gewissheit, nicht allein zu bleiben, keineswegs ohne Hoffnung weiter zu leben, sondern getrost auf Gottes Beistand, auf Gottes Begleitung zu setzen. mehr...